Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rekruten der paepstlichen Schweizergarde nehmen am Sonntag, 6. Mai 2018 in der Peterskirche in Rom an der Messe teil, die der Vereidigung der neuen Schweizer Garde vorausgeht. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Der kleinsten Armee der Welt fehlt der Nachwuchs. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die Schweizergarde sucht Personal – und bricht deshalb mit jahrhundertealten Traditionen



Die kleinste Armee der Welt leidet unter Personalmangel. 513 Jahre nach ihrer Gründung passt die Schweizergarde deshalb ihre Regeln an und sucht mit Werbevideos nach neuen Papst-Beschützern.

«Wir betreten Neuland», sagte der Kommandant der Garde, Christoph Graf, anlässlich eines Team-Ausflugs seiner Truppe in den Europa-Park Rust. «Wir machen nun Marketing – erstmals seit unserer Gründung», so Graf.

Christoph Graf, Kommandant der Paepstlichen Schweizergarde, vor der Vereidigung von 23 neuen Schweizer Gardisten am Freitag, 6. Mai 2016, im Damasushof des Apostolischen Palastes im Vatikan. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Christoph Graf im Mai 2016: Der Kommandant sucht Personal. Bild: TI-PRESS

Mit Werbevideos im Internet und Workshops sollen junge Menschen angesprochen werden. «Wir werden das weiter ausbauen, sind dabei aber noch in der Experimentierphase.» Doch nur auf die Wirksamkeit von Werbevideos will sich die Schutztruppe des Papstes nicht verlassen.

Seit Jahrhunderten gilt für Gardisten eine Mindestgrösse von 1,74 Meter. Graf: «Hatten wir einen Bewerber mit 1,72 Meter Körpergröße, mussten wir ihn bislang abweisen. Das ist ja schade.» In Zeiten des Personalmangels kann sich die Schweizergarde dies nicht mehr erlauben – und hat die Regel gelockert. Nun würden auch kleinere Männer zugelassen.

Die fuenf ersten 3d Helme werden am Donnerstag, 21. Juni 2018 in der Lackiererei Paint-Styling in Dallenwil schwarz lackiert. Die neuen, im 3d Druckverfahren produzierte Morion Helm der Schweizergarde des Vatikan wurden von Marcus Risi in seiner Firma

Der Helm der Schweizergarde kommt übrigens seit letztem Jahr aus dem 3D-Drucker. Bild: KEYSTONE

Und dann gibt es noch eine weitere Anpassung – und das ausgerechnet beim Markenzeichen der Garde, der Uniform. Die sei mit Schwert und Helm im Alltag nicht immer praktisch, betont der Kommandant. Deshalb wird demnächst eine Einsatzuniform für den täglichen Dienst präsentiert. «Die neue Uniform ist fertig und soll öffentlich präsentiert werden.» Es fehle nur noch der päpstliche Segen.

Im Europa-Park Rust war übrigens nicht die ganze Truppe vertreten. Von den 150 Mann durften nur 50 auf den Ausflug – die zurückgebliebenen Gardisten mussten ihren Dienst tun – den Papst beschützen. (meg)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Schweizergarde

Arrividerci Blechhelm. Im Vatikan trägt man jetzt Kunststoff

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 12.07.2019 06:33
    Highlight Highlight Aufhören mit dem Unsinn. Auch der Papst sollte umdenken, aber nicht nur in dieser Angelegenheit!
  • Murky 10.07.2019 10:42
    Highlight Highlight Morions aus dem 3D Drucker... so ein Blödsinn. Dann müssen sie halt wieder Plattner haben die ihr Handwerk verstehen und passgenaue Rüstungen machen. Scheißteuer, aber es sitzt dann angenehm und sieht gut aus. ;-)
  • tzhkuda7 10.07.2019 10:42
    Highlight Highlight Wieviel Verdient man?

    Wenns mehr als 7000.- pro Monat sind bin ich dabei ;D
    • ostpol76 10.07.2019 12:06
      Highlight Highlight Du bekommst Gottes Segen an vorderster Front. Dass muss reichen :-)
    • Hierundjetzt 10.07.2019 12:27
      Highlight Highlight Zuerst musst Du Katholik sein. Alles andere ist verhandelbar 😜
    • tzhkuda7 10.07.2019 20:40
      Highlight Highlight Solangi ned muess anehebe isch alles guet

      Katholik chamer au Schauspielere ;D
  • Fip 10.07.2019 10:16
    Highlight Highlight Man muss dann eben auch entsprechend kleinere Päpste wählen.
  • Darkside 10.07.2019 10:05
    Highlight Highlight Vielleicht sollten sie überlegen den Gardisten einen anständigen Lohn zu bezahlen, ist ja nicht so, dass der Vatikan es sich nicht leisten könnte...
  • Liv_i_am 10.07.2019 09:25
    Highlight Highlight Junge Menschen sollen angesprochen werden? Braucht es eine geschlechtsneutrale Form wenn es explizit nur um Männer geht? Denn daran möchte man ja offensichtlich nichts ändern.
  • dho 10.07.2019 09:23
    Highlight Highlight Kann man nicht den ganzen Gardisten mit einem 3D Printer herstellen (nicht nur den Helm)?
  • iss mal ein snickers... 10.07.2019 08:34
    Highlight Highlight und ich dachte schon das sie endlich Frauen und Protestanten zuliessen....:-)
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 10.07.2019 08:45
      Highlight Highlight
      Benutzer Bildabspielen
    • DichterLenz 10.07.2019 09:08
      Highlight Highlight Du Ketzer!
    • Shabaqa 10.07.2019 09:22
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MeinAluhutBrennt 10.07.2019 08:23
    Highlight Highlight Und ich dachte ernsthaft das nun Protestanten zugelassen werden :-)

Bauskandal um Lötschbergtunnel weitet sich aus – es wird 52 Millionen teurer

Die Sanierung des Lötschberg-Scheiteltunnels zwischen Kandersteg BE und Goppenstein VS dürfte länger dauern und teurer werden als bisher angenommen. Statt im Jahr 2022 gehen die Bauarbeiten, welche 2018 begannen, voraussichtlich im Jahr 2023 zu Ende.

Bisher wurden die Kosten mit rund 105 Millionen Franken angegeben. Doch stellt die Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen, welche den Tunnel sanieren, Nachforderungen an die BLS. Würde die BLS diese Forderungen erfüllen, beliefen sich die Kosten auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel