Schweiz
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Kurden protestieren auf der Kirchenfeldbruecke nach einer Auseinandersetzung mit Tuerkischen Nationalisten, am Samstag, 12. September 2015, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kurds living in Switzerland stage a protest on the Kirchenfeld bridge after clashes with Turkish nationalists in downtown Bern, Switzerland, Saturday, September 12, 2015. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kundgebung von Kurden in Bern im Jahr 2015. Bild: KEYSTONE

Mann bei Kundgebung von Kurden in Bern verletzt

Auf dem Berner Bahnhofplatz ist es am Montagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen Teilnehmern einer Kundgebung und einem Mann gekommen. Der Mann wurde angegriffen, zu Boden geworfen und mit Fusstritten traktiert. Verletzt blieb er liegen.

Polizisten, welche vor Ort präsent waren, intervenierten, um den Mann zu schützen. Beim Versuch, einen der mutmasslichen Täter anzuhalten, wurden sie durch Kundgebungsteilnehmer und Drittpersonen teilweise massiv behindert und angegriffen. Das teilten die regionale Staatsanwaltschaft und die Berner Kantonspolizei am Dienstag mit.

Zum Eigenschutz wie auch zur Beruhigung der Situation drohten die Einsatzkräfte wiederholt mit dem Einsatz von Mitteln, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Polizisten, welche zuerst intervenierten, hatten zusätzliche Patrouillen zur Unterstützung aufgeboten.

Die Lage konnte so beruhigt werden, worauf sich die Kundgebung auflöste. Der verletzte Mann wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Im Zuge der Intervention wurden mehrere Polizisten leicht verletzt. Die Kantonspolizei hat Ermittlungen aufgenommen und einen Zeugenaufruf erlassen.

Gegen Zwangsverwaltung

Bei der Kundgebung handelte es sich um eine Spontankundgebung von Kurden, wie beim Stadtberner Polizeiinspektorat auf Anfrage zu erfahren war. Solche Spontankundgebungen brauchen laut städtischem Kundgebungsreglement keine Bewilligung, sie müssen aber gleichzeitig mit dem Aufruf der Stadt gemeldet werden.

Nach Informationen von Keystone-SDA protestierten die Kurden dagegen, dass die türkische Regierung im östlichen Teil des Landes drei Bürgermeister der prokurdischen HDP abgesetzt hat. Diese hatten sich im Frühling bei Kommunalwahlen durchgesetzt. Jetzt wurden die Gemeinden wurden unter Zwangsverwaltung gestellt. (mim/sda)

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