Schweiz
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Gegner, links, und Berfuerworter, rechts, des Hardturm - Stadion vor dem Zuercher Rathaus am Mittwoch, 11. Juli 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Stadionbefürworter und -Gegner demonstrieren vor dem Zürcher Rathaus. Bild: KEYSTONE

Daran könnte das Fussballstadion in Zürich noch scheitern

Der Zürcher Gemeinderat hat das Projekt durchgewinkt: Im November wird über den Bau eines neuen Fussballstadions auf dem Hardturm-Areal abgestimmt. Doch auf dem Weg zu einer neuen Arena gibt es noch zahlreiche Fallstricke.



Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwoch mit 73 Ja- gegen 37 Nein-Stimmen den Plänen für ein neues Fussballstadion zugestimmt. Am 25. November wird sich die Bevölkerung also ein drittes Mal dazu äussern, ob auf dem Hardturm-Areal ein Fussballstadion gebaut wird.

So sieht das neue Projekt aus:

Im Projekt mit dem Namen Ensemble sollen auf dem 55’000 Quadratmeter grossen Hardturmareal ein Stadion für 18'000 Zuschauer, 174 Genossenschaftswohnungen und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 600 Wohnungen gebaut werden.

Das Stadionprojekt in Bildern

Beteiligt ist die Immobilienfirma HRS, die Anlagefonds der Credit Suisse und die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ). Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken. Die Investoren HRS und Credit Suisse wollen mit den Wohntürmen das Fussballstadion querfinanzieren. Dadurch müsste die Stadt nichts für Bau und Betrieb des Stadions bezahlen. Sie gewährt allerdings auf den Baufeldern, wo die Türme geplant sind, jährlich um maximal 1,7 Millionen reduzierte Baurechtszinse.

Daran könnte das Stadion scheitern:

An der Urne

Vor Gericht

Aus wirtschaftlichen Gründen

Die gescheiterten Anläufe

Im November stimmt die Stadt Zürich zum dritten Mal innerhalb von 15 Jahren über ein Stadionprojekt ab. Diese zwei Projekte wurden nie verwirklicht.

Projekt Pentagon

Bild

Innenansicht des Pentagon-Stadionprojekts.

Die Zürcher stimmen im September 2003 mit 63 bzw. 59 Prozent zwei Vorlagen für ein Stadionprojekt namens Pentagon zu. Das Stadion hätte 30'000 Zuschauer gefasst und als Mantelnutzung ein Shoppingcenter beinhaltet. Es sollte Austragungsort der Euro 2008 werden. Gebaut hätte es die Credit Suisse, während sich die Stadt mit 47,7 Millionen Franken beteiligt hätte.

Bild

So hätte das «Pentagon» von aussen ausgesehen. Bild: copyrigth meilipeter.ch

In der Folge wehren sich Anwohner und Umweltverbände mit Rekursen gegen das Projekt. Nach jahrelangem Rechtsstreit steigt die Credit Suisse 2009 aus dem Projekt aus und verkaufte das Areal an die Stadt.

Projekt Hypodrom

HANDOUT - VISUALISIERUNG --- Visualisierung des Siegerprojekts fuer das neue Stadion Zuerich, vorgestellt am Mittwoch, 24. Oktober 2012, in Zuerich. Das

Aussenansicht des «Hypodroms». Bild: HOCHBAUDERPARTEMENT ZUERICH

Nach dem Scheitern des Pentagon-Projekts unternimmt die Stadt einen neuen Anlauf. Dieses Mal soll sie selber Bauherrin sein und die Finanzierung übernehmen. In einem Wettbewerb setzt sich das Projekt «Hypodrom» mit 19’500 Plätzen durch. Kostenpunkt: 216 Millionen. Daneben will die Stadt eine Wohnsiedlung mit 154 günstigen Wohnungen bauen. Im September 2013 scheitert das Projekt mit 50,8 Prozent Nein-Stimmen hauchdünn an der Urne.

Und jetzt: Wehmütige Bilder aus der Geschichte des Hardturms

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