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HANDOUT - VISUALISIERUNG --- Das Siegerprojekt des Investorenwettbewerbes zum Hardturm-Areal in der Vogelperspektive. Der Investorenwettbewerb der Stadt Zuerich zum Hardturm-Areal ist abgeschlossen. Wie am Dienstag, 12. Juli 2016, bekannt wurde, hat der Stadtrat auf einstimmige Empfehlung des Preisgerichts entschieden, das Projekt

So soll es aussehen: Das Projekt «Ensemble» mit Wohntürmen, Stadion und Genossenschaftssiedlung. Bild: HRS REAL ESTATE AG

Keinen Plan vom Zürcher Stadion-Fight? Gegner, Befürworter und Argumente im Überblick

Die Befürworter eines neuen Fussballstadions liegen laut Umfrage vorne. Nebst Stadtrat, Parteien und Fussballclubs mischen nicht weniger als fünf Komitees im Abstimmungskampf mit. Hier findest du alles Wissenswerte über die Player und ihre Argumente.



Sich über Sinn oder Unsinn eines neuen Stadion zu streiten, ist in Zürich eine beliebte Freizeitbeschäftigung und wird seit 20 Jahren mit Begeisterung betrieben. In dieser Zeit wurden mehrere Projekte entworfen und dann doch wieder fallengelassen. Am 25. November steht nun der dritte Anlauf an. Die Zürcher Stimmbürger entscheiden über das Projekt «Ensemble».

Bei einem Ja würde auf dem Hardturmareal ein von privaten Investoren finanziertes Fussballstadion für 18'000 Zuschauer entstehen. Zusätzlich würden zwei je 137 Meter hohe Hochhäuser mit 570 Wohnungen sowie Büroräumen entstehen sowie eine Genossenschaftssiedlung mit 174 Wohnungen. 

So sieht das Projekt «Ensemble» aus

Auf dem Hardturmareal soll ein von privaten Investoren finanziertes Fussballstadion für 18'000 Zuschauer entstehen. Als Gegenleistung dürfen die Investoren auf dem Areal zwei je 137 Meter hohe Hochhäuser mit insgesamt 570 Wohnungen sowie Büroräumen bauen. Die Stadt stellt dafür günstige Baurechte zur Verfügung.
Zusätzlich ist auf dem Hardturmareal eine Genossenschaftssiedlung mit 174 Wohnungen vorgesehen. Darüber hinaus bietet die Credit Suisse – einer der privaten Investoren – der Stadt weitere 125 Wohnungen in fünf Liegenschaften zum Kauf an. Sie sollen für den gemeinnützigen Wohnungsbau genutzt werden. Insgesamt entstünden so 299 gemeinnützige Wohnungen.

So soll der neue Hardturm aussehen: Das Projekt «Ensemble»

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So soll der neue Hardturm aussehen: Das Projekt Ensemble
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Gemäss einer am Dienstag veröffentlichten Hochrechnung sind die Befürworter des neuen Stadions in Front. Von den Stadtzürcher Parteien befürworten auf bürgerlicher Seite SVP, FDP, BDP, GLP, EVP, CVP und BDP das neue Stadionprojekt. Auf der linken Seite lehnen es Grüne und SP mehrheitlich ab. Die Alternative Liste hat Stimmfreigabe beschlossen. Doch innerhalb mehrerer Parteien gibt es zahlreiche prominente Abweichler.

Damit du den Überblick nicht verlierst, findest du hier die wichtigsten Befürworter, Gegner und ihre Argumente.

Zürcher Stadtrat

Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher Finanzdepartement der Stadt Zuerch, an einer Medienkonferenz in Zuerich am Mittwoch, 13. September 2017. Auf dem Areal Hardturm plant die Entwicklerin und Totalunternehmerin HRS zusammen mit Partnern den Bau eines Fussballstadions sowie 174 gemeinnuetziger und 600 privater Wohnungen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) macht Werbung für das neue Stadion. Bild: KEYSTONE

Seine Haltung:

Ja

Die Argumente

Komitee «Fussballstadion JA»

Das ProKomitee fuer ein neues Fussballstadion in Zuerich mit der Zuercher Alt- Regierungsraetin Rita Fuhrer, links,  Medienpionier  Roger Schawinski, Mitte, und Schauspieler  Beat Schalter, rechts, an einer Medienkonferenz in Zuerich am Freitag, 21. September 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Rita Fuhrer, Roger Schawinski und Beat Schlatter. Bild: KEYSTONE

Seine Haltung:

Ja

Wer dahinter steckt

Die Stadioninvestoren haben für ihre Pro-Kampagne einige Zürcher Persönlichkeiten an Bord geholt. Einer von ihnen ist Medienmacher Roger Schawinski. Er betonte an der Pressekonferenz des Komitees, dass er Zürich den ersten Radio- und Fernsehsender beschert habe, jetzt wolle er sich dafür einsetzen, dass Zürich als letzte Schweizer Stadt ein modernes Stadion erhalte. Daneben sitzen im Komitee etwa Alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP) und Komiker Beat Schlatter.

Die Argumente

«Komitee gegen Höhenwahn» / Komitee «Bürgerliches Nein zum Projekt ‹Ensemble›»

Bild

Ein Flyer der Hochhaus-Gegner. Bild: ho

Ihre Haltung:

Nein.
Wegen den hohen Türmen.

Wer dahinter steckt

Im «Komitee gegen Höhenwahn» vertreten sind Bewohner des Zürcher Quartiers Höngg. Dazu gehört ein ehemaliger Heimatschutz-Präsident und FDP-Politiker sowie der Ex-Chefredaktor der «NZZ am Sonntag». Das Komitee befürwortet zwar generell ein Fussballstadion, hat aber Einwände gegen die beiden 137 Meter hohen Wohntürme. Wenn nötig, will die Gruppierung wegen den Hochhäusern bis vor Bundesgericht gehen. Anfang Oktober meldete sich dann ein «Komitee für ein Bürgerliches Nein zum Projekt ‹Ensemble›» erstmals zu Wort. Darin vertreten waren neben einigen Exponenten der Höngger Hochhausgegner auch bürgerliche Politiker aus anderen Stadtquartieren. Dazu gehört CVP-Nationalrätin Kathy Riklin.

Die Argumente

SP Stadt Zürich

Jacqueline Badran, SP-Nationalraetin, orientiert an einer Medienkonferenz der SP Stadt Zuerich, warum die SP das

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran lehnt das Projekt ab. Bild: KEYSTONE

Ihre Haltung:

Nein – aber Ja zu einem anderen Stadionprojekt

Nachdem sie das Stadionprojekt anfänglich noch unterstützt hatten, ist die Mehrheit der Sozialdemokraten zur lautesten Gegnerin von «Ensemble» geworden – und stellt sich damit gegen die rot-grüne Stadtregierung. Bei ihrer Delegiertenversammlung im August sagten 103 Delegierte Nein zum Stadion, lediglich 24 sprachen sich dafür aus. Eine Mehrheit sprach sich für die Lancierung einer Initiative aus. Titel: «Für ein Fussballstadion ohne Milliarden-Abzocke». Die Initiative will ein Stadion ohne Wohntürme, dafür finanziert durch die Stadt.

Die Argumente

Linke Flügel

Balthasar Glaettli, Nationalrat GPS-ZH, spricht am Abstimmungsfest des Komitees

Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne). Bild: KEYSTONE

Ihre Haltung:

Ja

Wer dahinter steckt

In diesem Komitee haben sich linke Abweichler zusammengeschlossen. Sprich jene linke Politiker, die in der Stadionfrage mit der Mehrheit ihrer Parteikollegen uneins sind und dafür ihre Stadträte unterstützen. Dazu gehören etwa Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli, die Kantonsräte Esther Guyer (Grüne), Markus Bischoff (AL) und Benedikt Gschwend (SP) oder aus dem Gemeinderat Marianne Aubert (SP), Marcel Bührig (SP) und Andreas Kirstein (AL).

Argumente

Die beiden Fussballclubs GC und FCZ

Ancillo Canepa, Praesident FC Zuerich, links, und Stephan Anliker, Praesident Grasshopper Club Zuerich, rechts, an der Medienkonferenz des Stadtrats zum geplanten Fussballstadion auf dem Areal Hardturm, am Freitag, 18. Mai 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

FCZ Präsident Ancillo Canepa und Stephan Anliker, Präsident Grasshopper Club Zürich. Bild: KEYSTONE

Ihre Haltung:

Ja

Wer steckt dahinter

Die Präsidenten der beiden grossen Zürcher Fussballclubs setzen sich gemeinsam für das neue Stadion ein. Es gehe jetzt um alles oder nichts, sagen Ancillo Canepa, FCZ-Präsident, und Stephan Anliker, Präsident Grasshopper Club Zürich.

Die Argumente

Komitee «Eltern gegen eine Schule im Schatten»

Seine Haltung:

Nein

Wer steckt dahinter

Das Komitee hat Martina Oustwood gegründet. Sie ist um das Wohl der Kinder besorgt, welche die «Schule am Wasser» nahe beim geplanten Stadion besuchen.

Die Argumente

Zürcher Stadtverband für Sport

Ihre Meinung

Ja

Wer steckt dahinter

Der Zürcher Stadtverband für Sport (ZSS) vertritt die Interessen der 400 Sportvereine in der Stadt. Die fehlende Sportinfrastruktur bei Rasen- und Hallensportarten stelle ein akutes Problem dar, teilt der Verband mit.

Die Argumente

Wehmütige Bilder aus dem Hardturm

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Wehmütige Bilder aus dem Hardturm
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Video: srf

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Kommentar

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