Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wölfe in Graubünden vermehren sich weiter: Sechstes Rudel bestätigt



Wölfe geraten ab und zu in Konflikt mit Anlagen der Zivilisation: In der Nacht auf Sonntag wurde auf dem Julierpass ein Wolf von einem Auto überfharen (Archivbild).

Der Wolf breitet sich in Graubünden aus. (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Die Wölfe in Graubünden vermehren sich weiter Jahr für Jahr. Im Gebiet der oberen Surselva bildete sich ein neues Rudel, es ist das sechste im Gebirgskanton.

Stagias-Rudel wird es genannt, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Freitag mitteilte. Bis jetzt hätten drei Jungtiere beobachtet werden können. Das Revier erstreckt sich in der oberen Surselva über die Gemeindegebiete Tujetsch, Disentis und Medel.

Mit dem neuen Rudel sind laut Amtsangaben insgesamt sechs im Kanton Graubünden bestätigt, eingeschlossen das Morobbia-Rudel an der Kantonsgrenze zum Tessin. Schätzungsweise 35 bis 40 Wölfe sind derzeit unterwegs im Gebirgskanton, 17 Tiere kamen letztes Jahr zur Welt.

Die bereits bekannten Rudel reproduzierten sich ebenfalls in diesem Jahr. Die Raubtiere in Graubünden halten sich schwerpunktmässig auf im Raum des Vorderrheintales, zwischen Chur und Disentis.

80 Wölfe in der Schweiz

Noch keine Informationen gibt es über Nachwuchs im Calanda-Rudel, dem ersten Rudel, das sich nach der Rückkehr der Raubtiere in die Schweiz formiert hatte. Es sei nach wie vor nicht klar, ob neue Leittiere das Rudel übernommen und ob diese Tiere Nachwuchs produziert hätten, hiess es. Ebenfalls nicht bekannt ist, ob es in weiteren Regionen des Kantons Graubünden zu neuen Rudelbildungen mit Nachwuchs gekommen ist.

Mit dem neuen Bündner Rudel sind schweizweit total neun Rudelbildungen gezählt worden. Zwei Rudel halten sich auf im Wallis, eines durchstreift den Waadtländer Jura. Vermutet wird, dass aktuell rund 80 Wölfe in der Schweiz leben.

Wölfe stärker spürbar

Der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint sagte auf Anfrage, es sei absehbar gewesen, dass die Wolfspopulation wachse. Die Wolfspräsenz sei dadurch noch stärker spürbar, was die Arbeit für alle Beteiligten nicht einfacher mache.

Sorgen bereiten dem Jagdinspektor vor allem so genannte verhaltensauffällige Tiere. Das sind Wölfe, die Schutzvorrichtungen überspringen, sich häufig Siedlungen näheren und sich zu stark an den Menschen gewöhnen. Dadurch würden die Wölfe ihre natürliche Scheu verlieren. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Klimastreik Romandie ergreift Referendum gegen CO2-Gesetz – SP und GLP not amused

Eine Woche nach der Schlussabstimmung im Parlament ist klar: Gegen das neue CO2-Gesetz werden Unterschriften gesammelt. Verschiedene Westschweizer Sektionen der Klimastreik-Bewegung bekämpfen die aus ihrer Sicht ungenügende Vorlage mit dem Referendum.

Das gaben Vertreter von verschiedenen Klimastreikregionen am Freitag in Bern bekannt. Demnach lancieren die Klimastreikregionen Genf, Waadt, Neuenburg, Jura, Wallis und Berner Jura das Referendum. Der nationale Klimastreik überlasse die …

Artikel lesen
Link zum Artikel