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Dieses Bild zeigt eindrücklich die «Instagramisierung» des Matterhorns

Zu Hunderten pilgern Touristen jeden Tag zum Riffelsee oberhalb von Zermatt, um das Matterhorn für ein Instagram-Bild zu fotografieren. Bereits vor dem grossen Wochenend-Ansturm kämpfen sie um einen Foto-Platz.

jara helmi



Orte, die wegen Instagram zu einem Pilgerort der Moderne werden, gibt es in er Schweiz mittlerweile zuhauf: Caumasee, Äscher und Verzascatal – sie alle werden fürs perfekte Instagram-Bild überrannt. Auch am Riffelsee in Zermatt, der eine malerische Aussicht auf das Matterhorn bietet, drängen sich zahlreiche Touristen.

Twitter-User «Herr_Natischer» hat am vergangenen Freitag, noch vor dem grossen Wochenend-Ansturm, dieses Bild gepostet:

Bild

Wanderer setzen sich beim Riffelsee für ein «instagrammable» Bild in Szene. bild: Roman hofer

Pro Tag reisten in den Sommermonaten im vergangenen Jahr durchschnittlich 813 Personen zur Gornergrat-Station «Rotenboden», wie Zermatt Tourismus auf Anfrage mitteilt. Von dort aus geht's dann zu Fuss für die Pose vor dem Matterhorn zum Riffelsee. «Bei der Tourismusinformation wird regelmässig nach den besten Orten für Fotos gefragt», sagt Simona Altwegg, Sprecherin von Zermatt Tourismus. «Influencer wollen insbesondere wissen, wo die Spots sind, die noch nicht bekannt sind.» Dass Besucher ihre Bilder auf Instagram posten, sei für sie ein wichtiges Marketingtool.

Bereits um 7.30 Uhr fährt die erste Bahn hoch. Um ein Bild ohne Menschenmasse zu knipsen, machen sich die ersten Foto-Jäger im Morgengrauen auf den Weg zum Insta-Hotspot. Das sind dann wohl auch jene, die Bilder wie diese vor die Linse kriegen:

Wer nicht so früh aufstehen will, hat Alternativen, um das «Horu» von der schönsten Seite abzulichten. «Wir empfehlen den Stellisee, an welchem auch die 5-Seenwanderung vorbeiführt», sagt Altwegg. Auf ihrer Webseite hätten sie zudem verschiedenste «Foto-Points» rund ums Matterhorn aufgeführt.

Auch Flims versucht die Besucher mittels Werbeplakaten vom Caumasee hin zum Crestasee zu lenken. Denn dort herrschten zeitweise Zustände, die sogar die Frage nach einer Besucherlimite aufwarfen:

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