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Viele Unfälle, gestörte Verbindungen: Kleiner Schnee, grosse Auswirkungen



Schneefälle haben am Montagmorgen zu Behinderungen im Bahnverkehr und auf Strassen geführt. Die winterlichen Verhältnisse führten zu Unfällen. Allein im Kanton Bern wurden bis zum frühen Morgen rund 30 Verkehrsunfälle registriert.

Bei zwei Verkehrsunfällen im Kanton Bern gab es laut Angaben der Kantonspolizei Verletzte. Eine Fussgängerin wurde in Krauchthal BE von einem Schneeräumungsfahrzeug erfasst. Sie zog dabei sich schwere Verletzungen zu und wurde von der Rega ins Spital geflogen.

Ebenfalls ein Fahrzeug zur Schneeräumung war im Kanton Aargau in einen Unfall verwickelt. Ein 39-jähriger Autofahrer, bei dem der Verdacht besteht, dass er unter Drogeneinfluss stand, fuhr auf der Autobahn A3 bei Rheinfelden in Fahrtrichtung Zürich heftig auf das Heck eines Fahrzeugs auf, das Schnee räumte.

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Ein Lastwagen-Anhänger bugsierte dieses Auto auf die Geleise. Bild: kapo ag

Wegen der Eisglätte geriet am Montagmorgen in Lenzburg ein 28-jähriger Lenker mit seinem Auto auf die Bahngleise. Zum Unfall kam es, weil ein 26-jähriger Lastwagenchauffeur auf der Fahrt von Seon nach Lenzburg kurz vor 07.00 Uhr die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte. Sein Anhänger war in einer Kurve wegen der Eisglätte ins Wanken geraten und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort kam es zur Kollision mit dem entgegenkommenden Auto, das in der Folge auf die Bahngleise geschleudert wurde.

An beiden Fahrzeugen sowie an der Strasseneinrichtung entstand Sachschaden. Die Bahnstrecke zwischen Lenzburg und Seon AG, die Seetalbahn, war während einer Stunde unterbrochen.

Winterliche Verhältnisse landauf und landab

In der Ostschweiz fuhr eine 21-jährige Autofahrerin in Wattwil (SG) in eine Schneewehe, wie die St. Galler Kantonspolizei mitteilte. Sie musste ins Spital gebracht werden, nachdem sich ihr Fahrzeug überschlagen hatte. Ihre Verletzungen sind unbestimmt.

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Vier Autos waren in diesen Unfall in Mitlödi verwickelt. kapo gl

Die winterlichen Verhältnisse führten auch zu einem Zusammenstoss und einem Folgeunfall am Montagmorgen in Glarus, bei dem insgesamt vier Autos beschädigt wurden, zwei davon total. Eine 32-jährige Lenkerin, die auf der Hauptstrasse Richtung Mitlödi fuhr, überholte einen auf der Strasse stehenden Lastwagen. Dabei kam es laut Polizeiangaben zur Kollision mit einem entgegen kommenden Auto. Ein drittes, ebenfalls Richtung Mitlödi fahrendes Auto, wurde durch die schleudernden Unfallwagen leicht beschädigt.

Kurz darauf gelang es einem 31-jährigen, nach Glarus fahrenden Autofahrer nicht mehr, vor der Unfallstelle zu bremsen. Er lenkte den Wagen nach rechts und prallte gegen einen Strassenzaun. Personen wurden bei den Unfällen nicht verletzt.

Zu Behinderungen wegen Unfällen kam es auch in der Westschweiz unter anderem auf der Autobahn A9 Richtung Lausanne zwischen Vevey und Chexbres (VD).

Bahnverkehr gestört

Auch der Bahnverkehr wurde gestört: Die Simplon-Linie war zwischen 05.30 und 07.15 Uhr wegen Schneeanhäufungen auf einer Weiche unterbrochen, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage erklärte. In Aigle (VD) sassen die Pendler zwischenzeitlich fest. Wegen der schwierigen Situation auf den Strassen konnten keine Ersatzbusse eingesetzt werden.

Eine gebrochene Schiene zwischen Avenches (VD) und Payerne (VD) sorgte ab 10.30 Uhr ebenfalls für Ärger. Für die Zeit der Reparaturen wurden laut SBB Ersatzbusse eingesetzt.

Für Montag prognostiziert MeteoSchweiz kaltes und unbeständiges Wetter, stark bewölkt und mit häufigen Schneeschauern in den Bergen. Die vom Bund ausgegebenen Schneefallwarnungen liegen laut MeteoSchweiz immer zwischen Grad 2 und 3. Das Thermometer zeigt zwischen 0 und 2°C. (sda)

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