Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Fluss Maggia bei Avegno-Gordevio fuehrt nach den heftigen Regenfaellen der vergangenen Nacht viel Wasser, weshalb der anliegende Campingplatz Piccolo Paradiso vorsorglich evakuiert wurde. 
(KEYSTONE//Ti-Press/Samuel Golay)

Der Fluss Maggia bei Avegno-Gordevio führt nach heftigen Regenfällen im Juli viel Wasser, weshalb der anliegende Campingplatz Piccolo Paradiso vorsorglich evakuiert wurde. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Blitz, Donner und warme Temperaturen – der Juli war trotzdem kein klassischer Sommermonat



Der diesjährige Juli war kein klassischer Sommermonat. Nur in der ersten Hälfte gab es einige Tage mit verbreitet viel Sonnenschein und Hitze. In Erinnerung bleiben die teils heftigen Gewitter mit kräftigen Schauern. Trotzdem lagen die Temperaturen über dem Schnitt.

Gemäss der am Freitag publizierten Bilanz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz ist im landesweiten Mittel eine Juli-Temperatur von 0.5 bis 0.8 Grad über der Norm zu erwarten. Das erstaunt insofern, als dass oft wechselhaftes Wetter mit häufigen und lokal ungewöhnlich kräftigen Schauern und Gewittern vorherrschte.

Ein solches Unwetter tobte etwa am 8. Juli im Grenzgebiet Solothurn, Aargau, Luzern. Innerhalb von drei Stunden fielen von Wynau BE über Zofingen AG bis Unterkulm AG 70 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind rund zwei Drittel einer durchschnittlichen Juli-Menge. Die Wassermassen verursachten in der Region Zofingen massive Schäden.

Junge Maenner kuehlen sich mit einem Sprung vom Pedalo in den Zuerichsee ab, aufgenommen am Samstag, 19. Juli 2014 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Young men jump from a Pedalo boat into the Lake Zurich in in Zurich, Switzerland, 19 July 2014. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Genug warm für einen Sprung ins kühlende Nass war es im Juli auch.  Bild: KEYSTONE

Ein weiteres Rekordgewitter wurde am 19. Juli in Adelboden im Berner Oberland verzeichnet. Dort fiel mit 27.5 Litern pro Quadratmeter die grösste 10-Minuten-Regensumme und mit 47.9 Litern pro Quadratmeter die höchste Eine-Stunde-Regensumme seit Messbeginn 1983.

Blitze erhellen die Stadt in Richtung See, aufgenommen am Samstag, 22. Juli 2017 von der Waid in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Ein Blitz erhellt die Stadt Zürich während eines heftigen Gewitters am 22. Juli 2017.  Bild: KEYSTONE

Die unterschiedliche Gewittertätigkeit brachte regional sehr unterschiedliche Niederschlagssummen. Im Südtessin fiel weit weniger als die Hälfte der normalen Juli-Menge. In der Ostschweiz hingegen stiegen die Monatssummen lokal auf 130 bis 150 Prozent der Norm von 1981 bis 2010.

Am heissesten wurde es am 8. Juli mit 34 Grad am Nordrand der Schweiz und in Genf sowie mit 33 bis 35 Grad im zentralen Wallis. 17 Tage später fielen am zentralen und östlichen Alpennordhang oberhalb von etwa 2600 Metern rund 10 Zentimeter Neuschnee. (sda)

Neuer Wetter-Satellit überwacht Gewitter auf Erde noch genauer

Video: reuters

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Auto prallt auf A3 in Tunnelportal

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Töfflifahrer 29.07.2017 09:26
    Highlight Highlight Hört endlich auf den statistischen Mittelwert zu nehmen und damit einen Monat mit anderen Jahren zu vergleichen.
    Herrscht in einem Monat dauerhaft 20° oder ist die erste Hälfte 30° und die zweite 10°, ist es statistisch das selbe aber faktisch nicht vergleichbar!
    • ch.maverick 29.07.2017 10:15
      Highlight Highlight Mimimimimi

Heftige Gewitter in Luzern +++ Feuerwehr im Nachteinsatz +++ Autobahn unter Wasser

Heftige Gewitter mit starken Regenfällen haben am Donnerstag in der Region Luzern erneut zu Überschwemmungen geführt. Vielerorts kam es zu überfluteten Strassen, überschwemmten Kellern und diversen Erdrutschen. Mehrere Strassen mussten zeitweise gesperrt werden. Viele Feuerwehren standen bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Am Mittwochnachmittag zogen verschiedene heftige Gewitterzellen über den Kanton Luzern. Die Pegelstände der Dlüsse und Bäche stiegen innert kürzester Zeit rasch an …

Artikel lesen
Link zum Artikel