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Verkehr verursacht fast 13 Milliarden Franken Folgekosten pro Jahr



ARCHIV – ZUR ANNAHME DER MOTION RECHTSVORBEIFAHREN AUF AUTOBAHNEN UND AUTOSTRASSEN DURCH DEN NATIONAL- UND STAENDERAT AM MITTWOCH, 13. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Highway A1 and viaduct Felsenau, facing southwards, photographed in Bern, Switzerland, on October 6, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Felsenauviadukt der Autobahn A1 in Richtung Sueden aufgenommen am 6. Oktober 2015 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Jahr für Jahr verursacht der Verkehr in der Schweiz ungedeckte Kosten in Milliardenhöhe. Den Preis zahlen die Allgemeinheit oder künftige Generationen. Einzig beim Langsamverkehr übersteigt der Nutzen die externen Kosten.

2015 hinterliessen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Umwelt-, Gesundheits- und nicht gedeckte Unfallschäden in Höhe von 12.8 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Donnerstag mitteilte. Diese Kosten schlagen sich nicht im Preis der Mobilität nieder und werden deshalb als extern bezeichnet.

Den Grossteil der Kosten verursachte mit 9.2 Milliarden Franken der private Motorfahrzeugverkehr. Dem Langsamverkehr wird eine knappe Milliarde angelastet. Bei Fussgängern und Velofahrenden sind es vor allem nicht selber getragene Unfallkosten, die zu Buche schlagen. Beim motorisierten Privatverkehr hingegen entfällt der grösste Brocken auf Lärm und Luftverschmutzung.

Im Luftverkehr entstehen die 1.2 Milliarden Franken an externen Kosten hauptsächlich wegen des CO2-Ausstosses. Der Schienenverkehr wiederum ist für externe Kosten in der Höhe von 1.1 Milliarden verantwortlich, der Schiffsverkehr für knapp 100 Millionen Franken.

Langsamverkehr nutzt auch anderen

Auch externe Nutzen hat das ARE berechnet. Vorab profitieren Fussgänger und Radfahrende selber durch eine bessere Gesundheit. Ein Teil des Nutzens kommt aber auch Dritten oder der Allgemeinheit zu Gute, dies in Form von weniger krankheitsbedingten Ausfällen bei der Arbeit und geringerer Belastung der Sozialversicherungen.

Der Nutzenüberschuss des Langsamverkehrs, also die Differenz zwischen seinen externen Nutzen und Kosten, beläuft sich für 2015 auf knapp 400 Millionen Franken. Er fällt insbesondere dank den Fussgängerinnen und Fussgängern an, bei den Velofahrenden halten sich externe Kosten und Nutzen ungefähr die Waage.

Zwischen 2010 und 2015 sind die externen Kosten des Verkehrs von 12.0 auf 12.8 Milliarden Franken leicht gewachsen. Kostensteigernd wirkten der Mehrverkehr, das Bevölkerungswachstum und die höhere Anzahl Gebäude, welche den negativen Auswirkungen des Verkehrs ausgesetzt sind. Einen kostenmindernden Einfluss hatten rückläufige Unfallzahlen und die verbesserte Motorentechnik, die die Emissionen sinken liess. (sda)

Rechts vorbeifahren auf der Autobahn wird künftig erlaubt

Video: srf/SDA SRF

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