Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Restriktive Corona-Massnahmen gefordert – Schweizer Wirtschaft überholt China und Südkorea



Die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten sinkt erstmals seit einigen Tagen wir deutlich unter 100 Personen pro Tag. Das Bundesamt für Gesundheit meldet für heute Sonntag 70 Neuinfektionen. Trotzdem fordert Lukas Engelberger, der oberste Gesundheitsdirektor der Schweiz, die Kantone auf, Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu treffen. Dank der neuen Verordnung zur besonderen Lage hätten die Kantone die Möglichkeit, die Bestimmungen zu verschärfen. So könnten sie grössere Veranstaltungen verbieten, Musikklubs schliessen, Öffnungszeiten in der Gastronomie einschränken und die Maskenpflicht ausweiten. Wenn die Zahl der Infektionen steige, seien solche Massnahmen unausweichlich, sagte Engelberger gegenüber der «NZZ am Sonntag». Er selbst sei für eine restriktive Linie.

Lukas Engelberger, Regierungsrat CVP-BS, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und-direktoren (GDK), spricht an einem Point de Presse ueber das weitere Vorgehen zur Bekaempfung der Covid-19 Pandemie, am Montag, 29. Juni 2020, in Bern. Berset traf sich heute Nachmittag mit Kantonsvertretern zu Gespraechen. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Lukas Engelberger. Bild: keystone

Das Nachtleben unter Beobachtung

Die Clubs, Bars und Diskotheken stehen nach den jüngsten Fällen von Corona-Infektionen am Pranger. Sie müssen ihre Schutzkonzepte anpassen, wie der «SonntagsBlick» berichtet. In einigen Kantonen funktioniere das Contact Tracing bereits nicht mehr. Dokumente aus Freiburg zeigten, dass der Kanton bei dreissig Neuansteckungen pro Tag bereits am Limit sei. Auch die Kantone Zürich und St. Gallen ächzten unter der Belastung. Matthias Egger, Mitglied der Task-Force Covid-19, warnt, dass die Zahl der Neuinfektionen bereits kommende Woche auf 200 und in der folgenden Woche auf 400 steigen könnte. Die Kantone müssten das Contact Tracing rasch aufstocken.

Die Schweiz ist für die Coronakrise gut gerüstet. Der Bund hat in den letzten Monaten über 300 Millionen Schutzmasken und 900 Beamtungsgeräte gekauft, wie das Verteidigungsdepartement VBS gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigte. 300 weitere Geräte folgten im August. Nun zeige sich aber, dass die Kantone nicht so viele Geräte bräuchten. Der Bund könne sie aus Kosten- und Ressourcengründen nicht warten und lagern. Ein Entscheid, was mit den überschüssigen Maschinen passiere, stehe noch aus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Eind

Sind genügend vorhanden: Schutzmasken. Bild: sda

Die Schweiz vor China und Südkorea

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich von der Coronakrise rascher als erwartet. Letzte Woche habe die wirtschaftliche Aktivität bereits über 93 Prozent des durchschnittlichen Niveaus der letzten drei Jahre erreicht, schreibt die «SonntagsZeitung». Damit habe die Schweiz die beiden bisherigen Vorreiter China und Südkorea knapp überholt. Deutschland und Frankreich näherten sich der Marke von 87 Prozent, Italien stehe bei knapp 82 Prozent. Das zeige eine Analyse der Genfer Privatbank Lombard Odier.

Eine Coiffeuse des Coiffeursalons Gallery Hairstyle schneidet einer Kundin die Haare, am Montag, 27. April 2020 in Bern. Coiffeure duerfen ihre Geschaefte ab heute wieder oeffnen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Schweizer Wirtschaft ist gut unterwegs. Bild: KEYSTONE

Schweizer zeigen sich grosszügig

Die Schweizer Hilfswerke haben im Zuge des Lockdowns aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine höhere Spendenbereitschaft festgestellt. Das sagte Roger Tinner, Geschäftsführer des Verbandes Swiss Fundraising, gegenüber der «SonntagsZeitung». Mehrere Hilfswerke, darunter Fastenopfer, Helvetas, Caritas und Ärzte ohne Grenzen bestätigten diesen Trend. Fastenopfer liegt derzeit bei einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Helvetas und Caritas Schweiz verzeichneten Zuwächse in ähnlicher Höhe.

ARCHIV - ZUR MK DER CARITAS ZUR ARMUTSPOLITIK, AM MONTAG, 27. AUGUST 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ----  People in need shop at the Caritas Market in Zurich, Switzerland, pictured on January 11, 2010. The Caritas Market sells groceries and hygiene products at very low prices for people earning minimum wages. (KEYSTONE/Gatean Bally)

Beduerftige kaufen am 11. Januar 2010 im Caritas-Markt in Zuerich Lebensmittel ein. Im Caritas-Markt koennen Menschen mit minimalem Einkommen Lebensmittel und Hygieneartikel zu Tiefstpreisen einkaufen. (KEYSTONE/Gatean Bally)

Ein Markt der Caritas in Zürich. Bild: KEYSTONE

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

12 Sätze, die garantiert niemand während der Quarantäne gesagt hat

«F***ing demokratische Schweine!» – Diese US-Einkäufer wollen keine Maske tragen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder, die zweite Welle in der Schweiz und Europa ist da.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen Vergleich:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel