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So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Bild: shutterstock

Die Sommerferien sind seit heute in den meisten Kantonen vorbei, die Lehrer wieder gefordert. Wie gut wird das entlöhnt? Die grosse Übersicht über die Löhne der Lehrer nach Kantonen – vom Kindergarten bis zum Gymnasium und der Berufsschule.



Diese Zahlen sind veraltet, hier gehts zu den aktuellen Daten:

Noch Ende Juni suchten diverse Schulen Lehrkräfte für das neue Schuljahr. Insbesondere in Kindergärten und Primarschulen sei es schwierig. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren noch zuspitzen. Bis 2025 werden in mehreren Kantonen historische Höchstwerte erreicht. Und auch der Lohn trägt seinen Teil dazu bei.

Denn insbesondere auf den unteren Stufen sind die Entschädigungen nicht gerade rosig – gemessen an der Ausbildung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Dazu kommen massive Unterschiede zwischen den Kantonen.

Eine Übersicht über die Situation nach Schulstufen:

Löhne im Kindergarten

Auf Kindergarten-Stufe gibt es für Lehrpersonen in Zürich deutlich am meisten. Die rund 86'000 Franken sind mindestens 5'000 Franken mehr als überall sonst – allerdings kommen Kindergartenlehrpersonen, die alleine eine Klasse führen im Kanton Zürich, oft «nur» auf einen Beschäftigungsgrad von 88%.

Am wenigsten verdienen mit 60'000 Franken Angestellte im Kanton Graubünden.

Eine spürbare Lohnerhöhung gab's im Vergleich zum letzten Jahr in Basel-Land (+4514 CHF) und Glarus (+3200 CHF).

Jahreslöhne bei Kindergarten-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox (teilweise gibt es keine Angaben zum 11. Dienstjahr).

In den meisten Kantonen haben die Löhne in den letzten sechs Jahren zugenommen, wie ein Blick auf die Anfangslöhne im Jahr 2012 zeigt. An der Spitze dieser Rangliste: der Kanton St.Gallen. Er bezahlt heute jährlich über 20'000 Franken mehr. Der grosse Sprung ereignete sich dabei in den Jahren 2016 (+13'130) und 2017 (+6961). Damals beschloss die Kantonale Regierung die Anhebung, um Lehrermangel vorzubeugen und die Schulqualität zu sichern.

Bitter sieht es dagegen für Kindergarten-Lehrer im Kanton Schaffhausen aus. Sie verdienen 3'612 Franken weniger als noch 2012, liegen mit 72'241 Franken aber immerhin noch im Mittelfeld im Kantonsvergleich.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

Bild

Daten und Quellen

Die Daten der Deutschschweizer Kantone stammen von der Lohndatenerhebung der drei Regionalkonferenzen derDeutschschweizer Erziehungsdirektoren (NW EDK, EDK-Ost und BKZ). Die Auswertung wird jährlich durchgeführt. Da weder das Syndicat des enseignants romands (SER) noch die Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse Romande et du Tessin (CIIP) die Erhebung jährlich durchführen, stammen die Angaben für das Tessin und die Westschweizer Kantone direkt von den entsprechenden kantonalen Bildungsdepartementen.

Obwohl in den Kantonen genaue Einteilungen nach Lohnklassen bestehen (Ausbildung, Stufe und Dienstjahre), kann das tatsächliche Salär abweichen. Im Kanton Waadt beispielsweise werden manchmal auch Erfahrungen in vorherigen Berufen angerechnet. Die angegebenen Maximallöhne sind teils theoretischer Natur und ohne Zusatzämter und Höchstqualifikation nicht zu erreichen.​

Löhne auf Primarstufe

Auf Primarstufe liegt der Kanton Genf vorne. Hier erhalten Primarlehrer und -lehrerinnen gleich viel wie ihre Kollegen in der Sekundarstufe und auf Ebene Gymnasium. In den allermeisten Kantonen ist dies sonst nicht der Fall.

Schlusslicht auf Primarstufe bildet das Tessin, wo ebenfalls die gleichen Löhne wie im Kindergarten bezahlt werden.

Während das Tessin auch bei den Maximallöhnen die rote Laterne behält, liegt hier Zürich mit über 140'000 Franken klar an der Spitze vor Genf.

Jahreslöhne bei Primarschul-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox (teilweise gibt es keine Angaben zum 11. Dienstjahr).

Die höchste Zunahme bei den Anfangslöhnen seit 2012 erlebte hier nicht St.Gallen, sondern der Kanton Jura mit 9256 Franken. Damit rückte der Kanton ins vordere Mittelfeld des landesweiten Vergleichs.

Nur zwei Kantone bezahlen weniger als 2012. Letztes Jahr waren es noch deren drei. Nicht mehr dabei ist Basel-Landschaft. Dort wurden die Löhne um 4'514 Franken angehoben, womit der Halbkanton seit 2012 jetzt den sechstgrössten Sprung gemacht hat.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

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Löhne auf Sekundarstufe

Die dritte Kategorie – und zum zweiten Mal schwingt Zürich oben aus: Lehrerinnen und Lehrer verdienen dort schon im ersten Jahr fast 100'000 Franken. Dahinter folgen Genf und überraschenderweise Neuenburg, das auf Kindergartenstufe weit hinten und in der Primarschule im Mittelfeld liegt.

Schlusslicht bildet für einmal Schaffhausen, das auch hier die Löhne seit 2012 massiv gekürzt hat – wir werden es unten sehen.

Jahreslöhne bei Sekundarschul-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox (teilweise gibt es keine Angaben zum 11. Dienstjahr).

Während der Jura im Vergleich zu 2012 erneut eine massive Lohnerhöhung ausweist, kassieren Lehrer im Kanton Neuenburg heute rund 8'000 Franken weniger als damals. Trotzdem belegt der Kanton Rang 3 im Gesamtvergleich.

Grösster Gewinner im Vergleich zum letzten Jahr ist auch hier Basel-Landschaft (+1'281 CHF), gefolgt von Zürich (+966 CHF).

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

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Löhne am Gymnasium

Jetzt steht Zürich nicht mehr zuoberst: Im ersten Jahr verdienen Gymi-Lehrer in Zug am meisten. Dahinter folgen die Kantone Zürich und Thurgau. In Zürich verdienen die Gymi-Lehrer im Vergleich zum letzten Jahr 1'111 CHF mehr, womit sie die Thurgauer Kollegen überholt haben.

Schlusslicht ist Neuenburg, das deutlich hinter dem Tessin liegt. Immerhin können die Neuenburger den letzten Platz bezüglich Maximallohn den italienischsprechenden Kollegen abtreten.

Jahreslöhne bei Gymnasiums-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox (teilweise gibt es keine Angaben zum 11. Dienstjahr).

Der letzte Platz von Neuenburg beim Einstiegslohn kommt nicht von ungefähr: Die Löhne wurden seit 2012 um fast 6000 Franken gekürzt.

Besser haben es die Lehrpersonen im Kanton Glarus: Dank einer Zunahme von 7'062 Franken gegenüber 2012 liegen ihre Löhne im schweizweiten Vergleich an der Grenze zum ersten Drittel – und dies, obwohl Glarus auf dieses Jahr hin als einziger Kanton Lohneinbussen von 315 CHF verzeichnen muss.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

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Löhne an Berufsfachschulen

Erstmals blicken wir auch auf die Löhne der Lehrer an Berufsfachschulen und Berufsmaturitätsschulen. Allerdings nur in den Deutschschweizer Kantonen. Keine Angaben gibt es zu Appenzell Innerrhoden, weil dort keine entsprechenden Schulen existieren.

Auch ist auf dieser Stufe der Vergleich etwas schwieriger, weil es teilweise mehr Abstufungen als in der Auswertung gibt (siehe auch Info-Box).

Eingeschränkte Vergleichbarkeit

Die Regionalkonferenzen schreiben zur Lohndatenerhebung: «Die Kantone weisen die Lehrpersonen nach unterschiedlichen Kriterien den Lohnklassen zu. Insbesondere bei den Lehrpersonen an Berufsfachschulen gibt es teilweise mehr Abstufungen als in dieser Auswertung erfasst.

Auch erfolgt die Zuweisung zu den Lohnklassen zum Teil nicht nach der Ausbildung, sondern nach der Art der Schule, an der unterrichtet wird (z.B. kaufmännische Berufsschulen vs. gewerblich-industrielle Berufsschulen). Diese Unterschiede in den Lohnsystemen schränken die Vergleichbarkeit der erhobenen Daten ein.»

Den besten Anfangslohn kassieren Berufsfachschullehrer im Kanton Zug. Dahinter folgen die Berufskollegen in Graubünden, Glarus, Zürich, Uri und Thurgau. Am unteren Ende der Rangliste stehen die beiden Basel mit rund 90'000 Franken.

Jahreslöhne bei Berufsschul-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox (teilweise gibt es keine Angaben zum 11. Dienstjahr).

Im Vergleich mit 2012 schwingt Glarus hier deutlich oben aus. Alleine im Vergleich zu 2018 legten die Glarner um 9'756 Franken zu.

Und interessant: Obwohl in Zug am meisten verdient werden kann, sind die Löhne im Vergleich zu 2012 um 6'564 gesunken. Nur im Wallis ist der Lohn stärker geschmolzen.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

Berufsfachschule 2019

Löhne an Berufsmaturitätsschulen

Was für die Berufsfachschulen gilt, gilt auch für die Berufsmaturitätsschulen: Vergleichen ist hier schwieriger (siehe auch Infobox).

An der Spitze gibt's aber keine Änderung: Zug bleibt rund 6'000 Franken vor Zürich – obwohl die Zürcher Berufsmaturitätslehrer auf dieses Jahr hin 1'111 Franken mehr verdienen.

Jahreslöhne bei Berufsmaturitäts-Lehrern

Die Karte ist nach Höhe der Anfangslöhne eingefärbt. Verdienste im 11. Dienstjahr und die Maximallöhne findest du in der jeweiligen Kantonsbox (teilweise gibt es keine Angaben zum 11. Dienstjahr).

Auch hier haben die Glarner den grössten Sprung seit 2012 vorzuweisen, was sie insgesamt ins Mittelfeld befördert. Im Gegensatz zum letzten Jahr nahmen die Jahreslöhne in Basel-Landschaft (+1'373 CHF), Zürich (+1'111 CHF), Solothurn (+1'031) und Basel-Stadt (+1'011) über 1000 Franken zu.

Eine Anmerkung noch zum Aargau: Hier waren die ersten vorliegenden Löhne der Regionalkonferenzen von 2017, nicht von 2012.

Veränderung der Jahreslöhne im ersten Jahr seit 2012:

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Dieser Artikel erschien schon im letzten Jahr. Die Zahlen für 2019 sind angepasst und die Kategorieren Berufsfachschule und Berufsmaturitätsschule sind neu dabei.

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106 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Things will be different when I take over the worl
19.08.2019 10:09registriert March 2019
Die Lehrer/innen haben einen guten Lohn verdient. Ich bin dankbar, dass Leute diesen Job machen. Für mich wäre es ganz und gar nichts.
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ingmarbergman
19.08.2019 09:44registriert August 2017
Löhne sind ok so. Für einen Beruf, dessen Prestige immer mehr abnimmt, und der Respekt von den (Helikopter)Eltern teilweise unverschämt ist.
Das Problem bei den Schulen sind eher die Überfrachtung mit Administration und die Ausstattung der Schulen.
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Scaros_2
19.08.2019 09:45registriert June 2015
Finde die Löhne voll in Ordnung. Gemessen an den Anzahl Jahren der Ausbildung und den ständigen Weiterbildungen und nervenden Eltern etc. ist ein Lohn um die 100'000k voll OK.
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106

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2020

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