Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - ZUM TAGESGESCHAEFT DER WINTERSESSION, AM  DONNERSTAG, 6. DEZEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Mitarbeiter des Ruestungskonzern Ruag bearbeitet ein Panzerrohr beim Werterhaltungsprogramm des

Ein Mitarbeiter des Rüstungskonzerns Ruag bearbeitet ein Panzerrohr. Bild: KEYSTONE

Schweizer Waffenexporte haben sich im ersten Quartal mehr als verdreifacht



In den ersten drei Monaten des Jahres hat die Schweiz Kriegsmaterial für rund 400 Millionen Franken exportiert. Das ist schon mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahres. Kritik kommt von der GSoA.

Im ersten Quartal beliefen sich die Ausfuhren von Kriegsmaterial auf 394,2 Millionen Franken. Das zeigt eine Statistik, die das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres entspricht das einer Verdreifachung. Damals betrugen die Ausfuhren 123,2 Millionen Franken.

Dieser Anstieg hatte sich abgezeichnet. Im März teilte das Seco mit, dass es letztes Jahr 2'257 Gesuche im Wert von drei Milliarden Franken bewilligt hat. Erst bei der effektiven Ausfuhr der Güter werden diese in der Statistik erfasst.

Das wichtigste Hauptabnehmerland war im ersten Quartal 2020 mit 110,9 Millionen Franken Indonesien. Danach folgten Dänemark und Botswana mit je rund 65 Millionen) und Rumänien (57,5 Millionen Franken). Mehr als die Hälfte der gesamten Güter wurden nach Europa exportiert.

Kritisch äussert sich die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA). «Die heute veröffentlichten Zahlen widerlegen erneut die Behauptung der Rüstungsindustrie, die Bewilligungskriterien für Waffenexporte müssten gelockert werden, damit die Schweizer Rüstungsindustrie wettbewerbsfähig bleibe,» schreibt sie in einer Mitteilung. «Das Gejammer der Rüstungsindustrie» sei «reine Propaganda». Die GSoA fordert strengere Regeln.

Zu dem Thema dürfte sich auch das Stimmvolk äussern. Letztes Jahr reichte eine Allianz die Korrektur-Initiative ein. Diese will Waffenexporte in Bürgerkriegsländer verbieten. (ch media)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

50 «Badass»-Bilder von militärischen Sondereinheiten aus aller Welt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

21
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RaggeteGlace 23.04.2020 00:29
    Highlight Highlight Eidgenossen und Millenials speziell, macht euch Kriegsbereit. Es ziehen Dunkle Wolken auf.
  • Antichrist 22.04.2020 10:04
    Highlight Highlight Wozu soll man Waffen produzieren, wenn man sie nicht einsetzen kann? Die Schweiz braucht sich nicht einzumischen. Es geht sie nichts an, wer welche Güter an wen exportiert.
  • wasps 22.04.2020 09:04
    Highlight Highlight Das finde ich schlimm!
  • Schneider Alex 22.04.2020 06:01
    Highlight Highlight Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz verbieten!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankkundengeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das neutrale Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!
    • Ludwig van 22.04.2020 12:55
      Highlight Highlight Es würde ziemlich genau gar nichts bringen wenn die Schweiz Waffenexporte verbietet. Erstens wird es weiterhin Armeen geben auch in Friedenszeiten. Zweitens ist das Vorhandensein einer bewaffneten Armee nicht die Ursache von Kriegen. Es ist im Gegenteil sogar so dass bessere Waffen dazu geführt haben dass die Welt immer friedlicher wird. Grossmächte führen schon lange keinen Krieg mehr gegeneinander weil die Waffen schlicht zu stark wären. So gesehen tragen Schweizer Waffenexporte sogar zur Stabilität und zum Frieden bei.
  • Andi Weibel 22.04.2020 00:42
    Highlight Highlight Eine Schande für ein Land, das sich neutral nennt!
    • G. Laube 22.04.2020 07:10
      Highlight Highlight Money First... wirklich traurig!
    • Eskimo 22.04.2020 08:12
      Highlight Highlight Wieso? Diese Güter werden von Armeen und Polizeien auf der ganzen Welt für die erhaltung des Friedens eingesetzt.
      Wir dürfen stolz sein...
    • Costinivos 22.04.2020 08:45
      Highlight Highlight Das hat grundsätzlich nicht viel mit Neutralität zu tun. Neutralität heisst lediglich das man sich nicht auf eine bestimmte Kriegsseite stellt und versucht mit beiden Seiten Beziehungen aufrechterzuhalten. Neutral heisst auch noch lange nicht, das man zu den ''Guten'' gehört, immerhin basiert unser Wohlstand aus sehr kontroversen Quellen ;). Aber man muss auch sagen, das es gegen unsere Politik der Friedensförderung geht, Waffen an zweifelhafte Kunden zu verkaufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ludwig van 21.04.2020 22:56
    Highlight Highlight Es gibt noch gute Nachrichten! :-)
    • Hades69 22.04.2020 08:37
      Highlight Highlight Ab an die Front mit dir. Für das Kapital.
    • Ludwig van 22.04.2020 12:46
      Highlight Highlight @Hades69: Welche Front? Ein Krieg wäre eher kontraproduktiv für das Kapital.
    • Hades69 22.04.2020 13:35
      Highlight Highlight Dann geh lieber nochmals zur Schule..
    Weitere Antworten anzeigen

CS-Studie zu Corona-Krise: Zuwanderung gebremst, Wirtschaft erholt sich langsam

Die Ökonomen der Credit Suisse bleiben optimistisch, was die Erholung der Schweizer Wirtschaft angeht. Bis die Wirtschaftsleistung aber wieder das Vor-Krisen-Niveau erreicht, dürfte es laut den Prognosen dauern.

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich nach dem Wirtschaftseinbruch im ersten Halbjahr rasch, schreiben die Credit-Suisse-Ökonomen in einer Mitteilung vom Mittwoch zu ihrem neuen «Monitor Schweiz». Deshalb halten sie für dieses Jahr auch an ihrer «vergleichsweise optimistischen» Prognose von einem BIP-Rückgang um 4.0 Prozent fest. Es zeichne sich derzeit jedoch auch ab, halten sie fest, dass die wirtschaftliche Erholung in den nächsten Monaten an Schwung verlieren dürfte.

Grund sind einerseits die …

Artikel lesen
Link zum Artikel