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Viele Menschen können es kaum erwarten, dass auf ihren Köpfen wieder für Ordnung gesorgt wird. Bild: shutterstock

Können wir bald wieder zum Coiffeur gehen? Dieses Konzept soll es möglich machen



Coiffeure sollen unter den ersten sein, die nach der vom Bundesrat angekündigten Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus wieder arbeiten dürfen. Ihr Branchenverband hat dafür ein Zwei-Phasen-Konzept erstellt, das unter anderem auf Masken setzt.

In der ersten Phase sollen die Coiffeure ihre Geschäfte teilweise öffnen können, wie Damien Ojetti, Zentralpräsident von Coiffure Suisse, auf der Webseite des Verbandes schreibt. Die Salons sollen zunächst – wegen des Sicherheitsabstandes – auf maximal die Hälfte ihrer Plätze bedienen, mit einem Teil der Belegschaft und höchstens einem Lernenden.

Masken und Einweg-Schutzmaterial

Coiffeure und Kunden müssen zudem Schutzmasken tragen. Weiter setzt das Konzept auf Einweghandschuhe für die Coiffeure, Einweg-Schutzumhänge für die Kundschaft und Desinfektion. Für Arbeiten im Gesicht – etwa Bartpflege, Rasur oder Kosmetik – sowie für Maniküre muss eine Plexiglasvisiermaske getragen werden.

Angehörige von Risikogruppen wären bei der teilweisen Eröffnung ausgeschlossen, und auch in Altersheimen dürften Coiffeure noch nicht arbeiten. In der zweiten Phase sollten die Salons wieder vollständig öffnen dürfen und sich dabei an die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgeschriebenen Massnahmen halten.

Die Gesundheit stehe über allen Massnahmen, schreibt Ojetti zum Konzept. Die baldige Teilöffnung der Geschäfte sei eine Chance, grosse finanzielle Probleme, Konkurse, Arbeitslosigkeit und eine unnötige Belastung der Sozialwerke zu vermeiden. Social Distancing und Schutzmassnahmen müssten noch über lange Zeit befolgt werden.

Um an die erforderlichen Schutzmaterialien zu kommen, ist der Verband nach Angaben von Ojetti in Kontakt mit seinen Partnerfirmen. Eine davon dürfte Ems-Chemie sein. Nach Angaben des Unternehmens hat dessen Chefin, SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, die nötigen Masken und deren Transport aus China organisiert.

Ems-Chemie organisiert Masken

Die Masken würden den Coiffeuren zum Selbstkostenpreis von 90 Rappen pro Stück zur Verfügung gestellt, wie Ems-Chemie am Karfreitag in einem Communiqué mitteilte. Hinzu kommen Mehrwertsteuer und Versandkosten. Martullo-Blochers Gesichtsmaske hatte im März im Nationalrat zu reden gegeben.

Martullo-Blocher freue sich, «zum Überleben des Gewerbes und der Verbesserung der allgemeinen Gemütslage der Bevölkerung beitragen zu können», hiess es im Communiqué. Ems-Chemie organisiert nach eigenen Angaben «seit Wochen» Lieferungen mit Schutzmaterial zum Selbstkostenpreis für Gesundheitseinrichtungen.

Der Bundesrat kündigte am Mittwoch an, den Lockdown bis zum 26. April zu verlängern und ihn danach schrittweise zu lockern. Kriterien für die Lockerung sind laut Bundesrat die Anzahl der Neuinfektionen, der Spitaleinweisungen und der Todesfälle. Über die Etappen der Lockerung wollte der Bundesrat am 16. April entscheiden. (viw/sda)

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • KEULENSPIEGEL 11.04.2020 12:19
    Highlight Highlight Mein Coiffeur würde dann ja mit einer Maske aussehen wie ein Zwitter zwischen Hannibal Lecter und Edward Scissorhands.

    Play Icon
  • CalibriLight 10.04.2020 20:08
    Highlight Highlight Coiffeure?
    Ja, unbedingt!!
    Ich habe kurze blonde Haare und wenn ich die nicht regelmässig schneiden lasse, habe ich eine Frisur wie Boris Johnson!
    Das geht ja gar nicht.... und ist ein echter Corona-Krise-Notfall!
    ;-)
  • Adrian Aulbach 10.04.2020 18:52
    Highlight Highlight In vielen Entwicklungsländern geht die Pandemie erst gerade richtig los und Schutzmaterial ist global immer noch Mangelware.
    Sind unsere Haarschnitte wirklich wichtiger, als der Schutz von Pflegepersonal oder Risikogruppen in Drittweltländern?
    • Hierundjetzt 10.04.2020 19:12
      Highlight Highlight Drittweltländer = 5’000‘000‘000 Menschen
      Schweiz = 8‘000‘000
      Masken = 900‘000

      Ok. Und wenn wir in ein Drittweltland 100‘000 Masken schicken, hilft das was?
  • Random Striker 10.04.2020 16:54
    Highlight Highlight Selektive Berichterstattung und Lektüre bescheren uns auch hier wieder einen Haufen unterhaltsame Kommentare. Ein Hoch auf alle Branchenvertreter, die sich gekonnt für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze einsetzen und damit den Wirtschaftskreislauf in Gang zu halten helfen, egal welcher Branche oder Partei sie angehören
  • Adumdum 10.04.2020 16:28
    Highlight Highlight Ja hey, die Schweizer ohne akkuraten Haarschnitt - da ist ja wie Toblerone ohne die Ecken, Käsefondue ohne Brot, Altpapier ohne Schnürli, Wäschekeller ohne Zeitplan.
    • Hierundjetzt 10.04.2020 19:15
      Highlight Highlight Schrebergarten ohne Gurken
      Ovomaltine mit Sojamilch
      Fotzelschnitte mit frischem Brot
      FDP Markwalder ohne Kasachstan
      Melanie Winiger ohne Meinung
  • Lichtblau550 10.04.2020 16:26
    Highlight Highlight Träger einer herausgewachsenen Dauerwelle nehmen den Begriff Lockdown halt wörtlich: ihre Locken sind buchstäblich down.
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 10.04.2020 16:21
    Highlight Highlight Spass beiseite: Coiffeur-Geschäfte oder Physio mit dermassen engem Publikumsverkehr werden wohl sicher nicht die ersten sein, die öffnen. Wohl eher Detailhandel wie Metzgereien, Buchläden, Bäckereien, Papeterien, Migros-Cop-Nonfood, Gartencenter etc.
    • Garp 10.04.2020 22:28
      Highlight Highlight Bäckereien und Metzgereien dürfen jetzt schon offen sein.
  • Magnum 10.04.2020 15:36
    Highlight Highlight Dass jede Branche sich selbst als am schwersten betroffen sieht und darum als erste wieder aufmachen will, liegt auf der Hand.
    Ob Haarpflege und -schneiden wirklich eine so hohe Priorität haben sollten, zumal die physische Nähe nicht zu vermeiden ist: Da stelle ich ein grosses Fragezeichen dahinter.

    Das Schutzmaterial wäre an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt, und so viel Abfall pro Haarschnitt ist in meinen Augen schlicht inakzeptabel.

    Aber schön, dass die Schweizer Wirtschaft dank EMS, MMB und China schnell wieder auf Normaltouren drehen soll...
    • MasterPain 10.04.2020 18:22
      Highlight Highlight Mit Spraydose und Feuerzeug lässt sich auch auf Distanz frisieren.
  • Samba 10.04.2020 15:24
    Highlight Highlight Erinnert mich an die lustigen Versicherungsrapporte: Nachdem ihr Versicherungsnehmer mit dem Auto in meinen Coiffeursalon gefahren ist, konnte ich während der Reparaturphase die Kundschaft nur noch hinten schneiden 🤣😂!
  • Burkis 10.04.2020 15:18
    Highlight Highlight Bei uns im Dorf mit ca. 8t Einwohner gibt es ca. 20 Coiffeur Salons und vermutlich nochmals so viele schwarzarbeitende Private dazu. All diese Salons jagen sich gegenseitig Kunden ab und die meisten rentieren vermutlich nicht wirklich und bezahlen zudem ihren meist jungen Mitarbeiterinnen schlechte Löhne. Tut mir leid das sagen zu müssen aber diese Branche ist schlicht und einfach übervertreten und evtl schadet eine natürliche Selektionierung nichts. Ist bei den meisten KMU‘s nicht anders.
  • Garp 10.04.2020 14:48
    Highlight Highlight Hebammen und Physiotherapeuten zu versorgen und dafür Konzepte zu entwickeln, wäre viel dringlicher.

    Aber nein EMS und Frau Martulla Blocher wollen Coiffeure unterstützen.

    Eine Bekannte von mir ist relativ frisch operiert, sie würde dringendst Physio brauchen, auch nach der Reha, um wieder selbständig zu werden. Und so gibt es noch viele.
    • 7immi 10.04.2020 16:37
      Highlight Highlight @garp
      Es gibt verschiedene Branchen und alle haben ihre Pläne. Hier wurde die Situation der Coiffeure beschrieben und eine mögliche Lösung, was aber nicht heisst, dass sonst nichts gemacht wird. Unglaublich, wie einseitig die Kommentare sind, sobald es um die SVP oder Martullo geht... Ich begrüsse Ideen und Ansätze, die zurück zur Normalität führen, egal von welcher Seite sie kommen und die Initiative von Einzelpersonen / Firmen, die das unterstützen.
    • Garp 10.04.2020 17:01
      Highlight Highlight Wie ich schrieb, ich würde es begrüssen, wenn Frau Martullo Blocher die Physiotherapeuten und Hebammen unterstützen würde. Vielleicht tut sie das auch, vielleicht auch nicht. Ich kann mich hier nur auf den Artikel beziehen. Es gibt Grundbedürfnisse, die vorher abgedeckt werden müssen. Der Haarschnitt und das Nachfärben der Färbung gehören sicher nicht zu den Grundbedürfnissen, so wenig wie schicke Nägel.

      Podologen brauchen auch Unterstützung, davon gibt es eh schon grossen Mangel. Für alle Menschen wichtig, die Probleme mit der Nagelfusspflege haben und die selber nicht mehr machen können.
    • 7immi 10.04.2020 19:48
      Highlight Highlight @Garp
      "Ems-Chemie organisiert nach eigenen Angaben «seit Wochen» Lieferungen mit Schutzmaterial zum Selbstkostenpreis für Gesundheitseinrichtungen."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Etniesoph 10.04.2020 14:37
    Highlight Highlight Und ich dachte eine Maske kostet normal 50 Rappen. Also können 90 Rappen ja kaum Selbstkosten darstellen. Das Blocher Töchterchen will einfach nen satten Gewinn einfahren...Wieviele hat sie eigentlich, auf Grund der Pandemie, schon entlassen bei der Firma, die der Papa mal erschwindelte?
    • Peter R. 10.04.2020 15:14
      Highlight Highlight Hört doch endlich auf mit dem ewigen Blocher/SVP Bashing. Die Frau macht wenigstens etwas im Gegensatz zu vielen Nationalräten, die nur herum "täubelen" weil es keine Session gibt.
    • _Qwertzuiop_ 10.04.2020 16:25
      Highlight Highlight Hahahaha mal mit jemandem geredet der in der EMS mit ihr zutun hat? Die dürfen ständig hinter Madame her räumen und schauen, dass sie nichts gegen die Wand fährt...
    • a-n-n-a 10.04.2020 16:58
      Highlight Highlight @Peter R. Sie bashen sich selbst!

      "Trotz der Coronamassnahmen des Bundes wachsen die Arbeitslosenzahlen rasant. Mancherorts werden nun auch langjährige MitarbeiterInnen einfach entlassen – etwa bei der Ems-Chemie, die jährlich Millionendividenden ausschüttet."

      Quelle: https://www.woz.ch/2015/entlassungen/die-ems-chemie-kennt-in-der-krise-keine-gnade
  • Mwave 10.04.2020 14:34
    Highlight Highlight Nur weil Frau Blocher ihre Frisur machen möchte? Was ist mit dem Detailhandel im Verkauf? Eine Plexiglaswand ist ja ein Witz. Die Mitarbeiter sind 12 Stunden im geschlossenen Raum mit ganz viel verschiedenen Kunden und zwischen den Regalen am Einräumen, während die Kunden sehr nahe stehen.
    Genau an diesen Orten wären Schutzmasken auch hilfreich nicht nur beim Coiffeur 😃
    • Kruk 10.04.2020 15:17
      Highlight Highlight Ihre Frisur machen...
      Ich glaube kaum dass die jemals einen Coiffeurladen von ihnen gesehen hat. Schneidet sie wahrscheinlich, schon nur aus Geiz, selber oder dann machts der Vater.
    • Kruk 10.04.2020 16:08
      Highlight Highlight Gut entschuldige, sie geht zum Coiffeur, aber ganz sicher nicht bei einem mit EFZ.
      Es kommt der Verdacht auf, dass es der gleiche wie von Kim Jong Un ist.
    • Lichtblau550 10.04.2020 16:12
      Highlight Highlight Magdalena „Mädi“ Martullo trägt eine „pflegeleichte“ Kurzhaarfrisur: quadratisch, praktisch, gut. Aber wenn sie Coiffeurbedarf hätte, würde sie sich einen Salon kaufen — ganz für sich allein.
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 10.04.2020 14:23
    Highlight Highlight Es ist schon wichtig, dass Coiffeure und Schminkstudios bald wieder öffnen. Mit den Osterfarben lässt sich viel kaschieren, leider sind diese nicht wasserfest 😂.
  • p4trick 10.04.2020 14:01
    Highlight Highlight Haben Hebammen jetzt genug Masken? Glaube die sind noch ein gutes Stück wichtiger als Coiffeure?
  • Michael Scott 10.04.2020 13:56
    Highlight Highlight Echt jetzt?! Falls diese am 26.4 öffnen könnten würde es tatsächlich Leute geben, die freiwillig zum Coiffeur gehen?
    • TheRealSnakePlissken 10.04.2020 14:45
      Highlight Highlight Aber ganz sicher!
    • Michael Scott 10.04.2020 15:39
      Highlight Highlight Watson soll doch mal eine Umfrage machen, wer in den nächsten Wochen zum Coiffeure oder ins Restaurant gehen würde? Wer wirklich glaub das Virus ist in einem Monat verschwunden, hat ne rosarote Brille auf. Internationale Flüge dieses Jahr? Sportveranstaltungen dieses Jahr? Wohl eher nicht.
    • Coffeetime ☕ 10.04.2020 16:08
      Highlight Highlight Das Leben ist ein Einziges Risiko 🤷🏻‍♀️ Chill mal.
  • nichtfelix 10.04.2020 13:55
    Highlight Highlight Da lasse ich meine Haare lieber noch etwas wachsen als unter diesen Umständen zum Coiffeur zu gehen.
  • Michael Scott 10.04.2020 13:54
    Highlight Highlight Ist auf der Maslow-Pyramide der Coiffeur eigentlich zu unterst? Auf derselben Stufe wie Essen, Schlafen, Atmen etc.??
    • Hierundjetzt 10.04.2020 14:30
      Highlight Highlight Ja.
    • Burkis 10.04.2020 15:08
      Highlight Highlight Ja direkt ach dem WC Papier kommt Haare schneiden...
  • Locutus70 10.04.2020 13:32
    Highlight Highlight In Infektionsgefahr beim Coiffeure oder in Restaurants ist ja sehr umstritten.
    Das mit den Masken und Social Distancing halte ich für eine gute Sache.
    • Hierundjetzt 10.04.2020 13:55
      Highlight Highlight Soso. Und wer umstreitet das? Der Koch der ungewollt und Corna bedingt in Ihr Essen hustet? Der Corona-Kellner der ihnen das Kaffee bringt?

      Und jetzt lernt Dich Dein Parship Date halt mit langen Haaren kennen. Meine Güte, das darf doch nicht war sein. Absolute Luxusprobleme bei 30% Wirtschaftsdown und 8% Arbeitslosen 🙄

      Überlegen darf man auch während der Pandemie, das ist nicht verboten
    • Locutus70 10.04.2020 14:16
      Highlight Highlight @Hierundjetzt - Meine Haare schneidet/rasiert meine Frau :)

      "Überlegen darf man auch während der Pandemie, das ist nicht verboten" - das stimmt. Vor allem in verschiedene Richtungen :)
    • Kontrovers 10.04.2020 14:43
      Highlight Highlight Bei den 8% Arbeitslosen befinden sich auch viele Coiffeure!
      Aber ein bisschen über den eigenen Garten zu denken, ist nicht allen gegeben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 10.04.2020 13:31
    Highlight Highlight Coiffeure sind etwas vom Letzten, was zur Grundversorgung gehört. Und unter diesen Umständen zum Coiffeur? Niemals.
  • sarajvox 10.04.2020 13:29
    Highlight Highlight Coiffeure haben einen sehr nahen Kontakt zum Kunden. Sie legen Hand an am Kundenkopf - vielmehr Kontakt geht kaum.
    Wenn Coiffeure öffnen können, sehe ich keinen Grund alle anderen Branchen geschlossen zu lassen. Von den dauerhaft tätigen Betrieben sind Coiffeure diejenigen, welche die grösste Ansteckungs- und Ansteckgefahr bilden. Sehe den Vorschlag sehr wirtschaftlich motiviert. Der Verband sollte lieber die Zeit nützen um die Dunkelziffer der Heimcoiffeure, die keine Sozialleistungen abgeben und asozial agieren, zu erwischen.

    Hoffentlich bleibt der BR authentisch.
  • ächt jetzt 10.04.2020 13:25
    Highlight Highlight Nichts gelernt. Die Infektionszahlen sind immer noch hoch, wir sind noch nicht über den Berg. Ja, zwingen wir die Coiffeusen, sich zu exponieren, Hauptsache, unser Frisürchen stimmt.
  • Juliet Bravo 10.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Marketing können die Blochers.
    • Kruk 10.04.2020 14:30
      Highlight Highlight Aber irgendwie total unpassend.
    • Juliet Bravo 10.04.2020 14:54
      Highlight Highlight Find ich auch. Scheint ja aber auch hier bei einigen zu verfangen.
    • Selbstverantwortin 10.04.2020 22:45
      Highlight Highlight Kurze Frage: wieviele Masken hast du organisiert?
  • MasterPain 10.04.2020 13:19
    Highlight Highlight Falls jemand die Definition von First World Problem noch nicht verstanden hat...
  • Nate Smith 10.04.2020 13:02
    Highlight Highlight Nur ein Bruchteil der Leute wird unter solchen Bedingungen zum Coiffeur gehen wollen. Was passiert mit den Ünterstützungsleistungen? Fallen die dann weg für diese Unternehmen? Falls ja denke ich wird die Zeit nach den Massnahmen härter als die während. Wie soll das gehen, einen Salon zu betreiben in dem pro Tag zwei Kunden kommen? Aufpassen: Das "Geschenk" der Öffnung könnte sich als troianisches Pferd erweisen mit dem Ziel kleine Unternehmen und Selbständige möglichst schnell von den Staatshilfen wegzukriegen. Das Geld braucht man ja dann für ausländische Airlines 🤷‍♂️
    • Sternengucker 10.04.2020 15:31
      Highlight Highlight So wird es sein, als selbständige/r Coiffeure/Coiffeuse wird man dann wohl kaum noch Taggelder beziehen dürfen. Ich denke kaum, dass genug Kunden kommen werden. Ich auf jeden Fall nicht. Somit wären sie mit dem 80% Taggeld sicher besser bedient. Für die Angestellten kann man ja Kurzarbeit beantragen.
  • genauleser 10.04.2020 12:55
    Highlight Highlight Ich begrüsse den Vorstoss des Coiffeur-Verbands sehr.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sehr empfehlen, möglichst konkrete Vorschläge und Pläne zu präsentieren - die Behörden sind froh, wenn sie "nur" noch bewerten, offene Fragen klären, Änderungen vorschlagen müssen.
    • lilie 10.04.2020 15:09
      Highlight Highlight @genauleser: Ein sehr guter und wichtiger Kommentar. 👍

      Ich bin immer wieder verwundert, dass die Leute erwarten, dass der Bund einfach die genau richtigen Massnahmen aus dem Ärmel zieht und Wohltaten auf alle herunterregnen lässt.

      Aber Bundestäte sind keine Hellseher und schon gar nicht der liebe Gott. Es gilt nun mal, selber zu analysieren, was man braucht, Vorschläge zu erarbeiten und im Gespräch seine Bedürfnisse, aber such seine Problemansätze zu präsentieren.

      Ist auch im sonstigen beruflichen Alltag ein konstruktiver Ansatz. 👍
  • KoSo 10.04.2020 12:41
    Highlight Highlight endlich ein Verband, der etwas macht und sogar ziemlich genau sieht was Sache ist!

    ....“ Social Distancing und Schutzmassnahmen müssten noch über lange Zeit befolgt werden.“....

    genau die richtige Denkweise um auch nach Corona nahe am Menschen zu arbeiten.
  • Muellerpe2 10.04.2020 12:38
    Highlight Highlight Die neue Maulkorb-Initiative der SVP. Oder wie Frau Martullo sagen würde: "the seven masking steps".
  • Pascal Kaufmann 10.04.2020 12:12
    Highlight Highlight -.90 pro schutzmaske, selbstkosten my ass
    • Hierundjetzt 10.04.2020 13:57
      Highlight Highlight Klar. Der Coiffeur bedient ja nur 1 Kunde pro Tag.

      Es ist ja nicht so, dass es mehrere Stühle je Geschäft gibt...
    • p4trick 10.04.2020 14:00
      Highlight Highlight In der Apotheke im Seedamcenter verkaufen sie Masken für 8 Stutz. Kannst ja eine dort holen wenn dir 90 Rappen zu viel sind
  • imposselbee 10.04.2020 11:56
    Highlight Highlight Wow, die Coiffeuse wird zur Haar-Chirurgin. Der Coiffeursalon, wo man immer eine Lächeln erwarten durfte, wir nun zum Operationssaal. Das wird ein ruppiger Start. Ich hoffe, dass wir unsere Empathie-Masken selber machen können und nicht über EMS-Chemie zum „Selbstkostenpreis“ einkaufen müssen. 90 Rappen? Die Dinger kosten einen Bruchteil.
    • SLE7EN 10.04.2020 13:39
      Highlight Highlight Na dann bestellen sie doch mal selber 900000 Stück in China und organisieren den Transport dafür zu dem Preis... Ich wünsche viel spass beim nicht erfüllen des Tasks. Wäre das ganze nicht durch eine svp Politikerin Zustandekommen würde es wohl hochgejubelt ohne Ende.
    • imposselbee 10.04.2020 13:51
      Highlight Highlight Und alle Drittweltländer so..
      👏👏👏☠️
    • imposselbee 10.04.2020 14:25
      Highlight Highlight @SLE7EN hat nichts mit SVP zu tun. Ich verstehe schon, dass dieser Verband nach einer Lösung sucht. Es ist eine typisch Schweizerische Lösung, mit Geld kann man alles richten und schreckt auch nicht davor zurück, den Ländern, welche sich das nicht leisten können, das wichtige Material weg zu nehmen. Ich kenne diesen Verband persönlich und er steht in ständigem Kampf mit den kleinen Friseursalons, welche zu günstigen Preisen die Haare schneiden. Für die sind dann 3‘000.- Investition für die „Aufrüstung“ schon happig. Wenn sich das durchsetzt, dann müssen viele weitere Bereiche aufrüsten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goldjunge Krater 10.04.2020 11:52
    Highlight Highlight Das wäre eine tolle Aktion von Frau Martullo-Blocher!! Vielen Dank im Namen aller!! 💪👍
    • blong 10.04.2020 13:03
      Highlight Highlight Bin kein Martullo-Blocher-Fan, aber wenn die Frau mal was Gutes tut, darf man das auch ruhig sagen, statt diskriminierende Sprüche reissen, wie das hier einige tun.
    • Dimitrius 10.04.2020 13:48
      Highlight Highlight Also wenn die steinreiche (Ca. 5.2 Milliarden USD) Frau Blocher Masken für die Coiffeusen und Couffeure gespendet hätte, fände ich das ja auch toll. Aber sie eifach ohne Gewinn weiter zu verkaufen find ich ja nicht so beeindruckend.
    • blong 10.04.2020 14:05
      Highlight Highlight @Dimitrus: ja, da hast du recht, aber immerhin tut sie was. Das ist mehr, als dass ich erwartet hätte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fools garden 10.04.2020 11:47
    Highlight Highlight Als angestellter Coiffeur hielte sich meine Vorfreude auf die ersten Erfahrungen gerade etwas in Grenzen.
    • odie 10.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Ok, Du nimmst also lieber 80% Deines ohnehin schon tiefen Lohnes?
    • genauleser 10.04.2020 12:49
      Highlight Highlight fools: Das persönliche Risiko, den Käfer zu erwischen ist sehr gering. Gehört man nicht zu einer Risikogruppe, ist das Risiko für einen schweren Verlauf dann nochmals gering.
    • Nate Smith 10.04.2020 13:10
      Highlight Highlight @odie: Wach doch auf. Mit diesen Vorschlägen wird es sich doch nie wirtschaftlich arbeiten lassen. Da hätte ich lieber die 80% als arbeitslos oder in einem Monat pleite.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 10.04.2020 11:42
    Highlight Highlight Ich freue mich schon sehr aufs Haare schneiden. Irgendwie habe ich was von Pumuckl aktuell.
    • niklausb 10.04.2020 12:11
      Highlight Highlight Bist ja nicht der einzige.
  • α Virginis 10.04.2020 11:36
    Highlight Highlight Ja klar, die Coiffeure werden dringenst zur Grundversorgung benötigt, das weiss doch jeder!

    Nee, ehrlich... Soll das ein Witz sein? Naja, halte meine Haare eh lang und brauche den Coiffeur als letztes. Da brauche ich eher Kleider oder Haushaltswaren.

    Wie auch immer, eine jede Krise hat auch ihre lustig-bizarre Seite ;)
    • genauleser 10.04.2020 12:59
      Highlight Highlight Es geht darum, der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen.
      Gerade die Coiffeure müssen sich wegen dem nahen Kontakt zum Kunden was überlegen. Wirtschaftszweige mit ähnlichen Problemen können von solchen Konzepten profitieren.
    • blong 10.04.2020 13:05
      Highlight Highlight Lustig-bizarr? Meinst du deine Frisur oder den Umstand, dass viele Menschen im Moment nicht verdienen können und um ihre Existenz fürchten?
    • α Virginis 10.04.2020 13:41
      Highlight Highlight Nee, Leute, Ihr habt das vermutlich falsch verstanden.
      Wie auch immer, aber ich denke, dass Bekleidungsläden oder so viel besser die Abstandsregeln zur Zeit einhalten können als Coiffeure. Deshalb ist es mir schleierhaft, wieso ausgerechnet die Coiffeure den anderen Geschäften bevorzugt behandelt werden, mit grossen finanziellen Lasten (Masken und so) und die, welche eher zur Grundversorgung beitragen einfach vergessen werden.
      Oder hat das etwas mit Lobbyismus zu tun???
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caligula 10.04.2020 11:33
    Highlight Highlight Wenn die Frage, wann wir uns wieder die Haare schneiden können unser dringendstes Problem ist, gehts es uns doch relativ gut.
    • blong 10.04.2020 13:04
      Highlight Highlight Es geht weniger um unsere Frisuren als vielmehr um eine Berufsgruppe, die wieder verdienen könnte.
    • Sternengucker 10.04.2020 15:43
      Highlight Highlight Die Coiffeure sind eine Berufsgruppe, die Corona-Taggelder erhält. Aber es gibt etliche Selbständigerwerbende, die keinen Rappen sehen.
    • blong 10.04.2020 16:07
      Highlight Highlight Ja, das ist schlimm. Hoffe sehr, dass auch für Selbstständigerwerbende eine Lockerung kommen wird. Gehe jetzt jedenfalls nicht davon aus, dass nur eine Berufsgruppe profitieren wird.

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