Schweiz
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CS-Studie zu Corona-Krise: Zuwanderung gebremst, Wirtschaft erholt sich langsam

Die Ökonomen der Credit Suisse bleiben optimistisch, was die Erholung der Schweizer Wirtschaft angeht. Bis die Wirtschaftsleistung aber wieder das Vor-Krisen-Niveau erreicht, dürfte es laut den Prognosen dauern.



ARCHIVBILD ZUR BEWILLIGUNG DER STAATSHILFE FUER DIE SWISS UND EDELWEISS DURCH DEN DEUTSCHEN STABILISIERUNGSFONDS, AM MONTAG, 17. AUGUST 2020 - coVIDE Photo Set - Grounded

Die Nachholeffekte aufgrund des Lockdowns nehmen laut den Ökonomen der Credit Suisse beim Konsum bereits wieder ab. (Symbolbild) Bild: keystone

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich nach dem Wirtschaftseinbruch im ersten Halbjahr rasch, schreiben die Credit-Suisse-Ökonomen in einer Mitteilung vom Mittwoch zu ihrem neuen «Monitor Schweiz». Deshalb halten sie für dieses Jahr auch an ihrer «vergleichsweise optimistischen» Prognose von einem BIP-Rückgang um 4.0 Prozent fest. Es zeichne sich derzeit jedoch auch ab, halten sie fest, dass die wirtschaftliche Erholung in den nächsten Monaten an Schwung verlieren dürfte.

Grund sind einerseits die Nachholeffekte beim Konsum, die nach dem Lockdown aufgetreten sind und nun wieder abflachen. Zudem dürfte laut dem Credit-Suisse-Bericht auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt angespannt bleiben. Konkret rechnen die Ökonomen mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote von heute 3.3 auf rund 4 Prozent bis Mitte kommendes Jahr. 2021 dürfte das BIP gemäss der Prognosen das Vorkrisenniveau ebenfalls noch nicht erreichen. Die Ökonomen rechnen in ihrer jüngsten Prognose für 2021 mit einem BIP-Plus von 3.5 Prozent.

Nettozuwanderung dürfte erstmals unter 50'000 fallen

Insgesamt dürfte die Schweiz jedoch «vergleichsweise glimpflich davonkommen», heisst es in der Mitteilung der Credit Suisse. Dies unter anderem dank der effizienten Massnahmen des Bundes sowie einem hohen Wertschöpfungsanteil der Branchen, die nicht direkt von den Coronamassnahmen betroffen waren. Als Beispiele nennen die CS-Ökonomen die Pharmaindustrie, Banken und den Rohstoffhandel.

Auswirkungen dürfte die Coronapandemie auch auf die Zuwanderung haben, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Solange sich der Arbeitsmarkt nicht erhole, dürfte diese laut der Credit-Suisse gedämpft bleiben. So erwartet die Bank in ihrer Prognose für kommendes Jahr eine Nettozuwanderung von 45'000 Personen. Das wäre gemäss der Mitteilung dann das erste Mal seit der Einführung der vollen Personenfreizügigkeit im Jahr 2007, dass dieser Wert unter die Marke von 50'000 Einwanderinnen und Einwanderer fällt. (agl/chmedia)

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