Schweiz
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ZUR HALBJAHRESZAHLEN-MK VON SWISSMEM UND DEN STIMMUNG IN DER MASCHINEN-, ELEKTRO- UND METALL-INDUSTRIE (MEM-INDUSTRIE) STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 19. AUGUST 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG – Un ouvrier travaille au bobinage dans l'atelier du site de ABB-Secheron, lors d'une visite de presse de l'usine ABB, ce vendredi 20 fevrier 2015 a Satigny, pres Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Viele ältere Arbeitnehmer gehen in Pension, ohne dass genügend Nachwuchs nachrückt. Bild: KEYSTONE

Die Babyboomer-Lücke: In der Schweiz fehlen schon bald die Arbeitskräfte

Die Coronakrise hat in manchen Firmen einen Stellenabbau zur Folge. Davon könnte die Begrenzungs-Initiative der SVP profitieren. Dabei droht der Schweiz ein Arbeitskräftemangel.



Minus 200 Stellen bei Schindler, minus 400 bei SR Technics, minus 350 bei Gategourmet. Die Hiobsbotschaften aus der Schweizer Wirtschaft haben sich in den letzten Tagen summiert. Begründet wird der Abbau in allen Fällen mit der Coronakrise. Und das dürfte nur der Anfang sein. Weitere Firmen streichen ebenfalls Jobs oder müssen dicht machen.

Solche Meldungen beunruhigen die Gegner der Begrenzungs- oder Kündigungsinitiative. Eigentlich läuft alles in ihrem Sinne. Die Umfragewerte der Initiative sind schlecht, die SVP ist wie von der Rolle. Dennoch fürchten sie, dass eine Entlassungswelle im Vorfeld der Abstimmung vom 27. September dem Ja-Lager Zulauf verschaffen wird.

Bild

Die «Blick»-Frontpage vom Montag. screenshot: watson

Unberechtigt sind solche Ängste nicht. Obwohl die Initiative den bilateralen Weg mit der EU gefährdet, trifft sie bei manchen Menschen einen Nerv. Dennoch wäre ein trotziges Ja aufgrund der Corona-bedingten Jobverluste extrem kurzsichtig. Denn der Trend auf dem Schweizer Arbeitsmarkt geht in die Gegenrichtung: Es droht ein akuter Arbeitskräftemangel.

Jetzt kommt der grosse Schub

«Job-Alarm auf dem Bau!», titelte der «Blick» am Montag auf seiner Frontseite. Bald würden Zehntausende Arbeiter fehlen, hiess es. Tatsächlich existiert das Problem nicht in einer fernen Zukunft, sondern in manchen Branchen schon heute. Der viel zitierte Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren massiv verstärken.

Die Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) sprach dieses Problem in ihrer Jahresmedienkonferenz im Januar an. Die Grossbank Credit Suisse richtete im letzten Herbst den Fokus darauf und nannte die Ursache: «Die Generation der Babyboomer geht in Rente.» Das geschieht seit einigen Jahren, doch nun erfolgt der grosse Schub.

Schon 2021 kippt der Trend

«In den nächsten zehn Jahren werden insgesamt rund 1,1 Millionen Personen ins Rentenalter kommen», heisst es in der CS-Studie. Und der Nachwuchs fehle, um die geburtenstarken Nachkriegs-Jahrgänge zu ersetzen: «Schon 2021 werden etwas mehr Erwerbspersonen in den Ruhestand gehen, als junge Erwachsene auf den Arbeitsmarkt stossen, und diese Diskrepanz wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen.»

Video: watson/Lino Haltinner

Den Höhepunkt erwartet die CS 2029 mit einem «Defizit» von 18’500 Erwerbstätigen. Die Gegner der Kündigungsinitiative nehmen den Steilpass auf. Die Bewegung Courage Civil und die Operation Libero wollen diesen Aspekt in ihren Kampagnen thematisieren. Zusätzliches Zahlenmaterial liefert die Neue Europäische Bewegung Schweiz (Nebs).

Schon heute stark von EU abhängig

In einem «Whitepaper», das watson vorliegt, zeigt die Nebs anhand verschiedener Sektoren und Branchen, wie stark die Schweizer Wirtschaft schon heute von Arbeitskräften aus der EU und damit von der Personenfreizügigkeit abhängig ist. Bis zu ein Drittel der Beschäftigten bestehe aus EU-Bürgerinnen und -Bürgern. Zwei Branchen stechen besonders ins Auge:

Gesundheitswesen

ZUM HERZCHIRURGEN RENE PRETRE UND SEINER ARBEIT STELLEN WIR IHNEN  HEUTE, MITTWOCH, 28. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Swiss heart surgeon and pediatrician Rene Pretre (center, right) and his team perform cardiac surgery on a two-year-old child at the Lausanne University Hospital, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, CHUV, in Lausanne, Canton of Vaud, Switzerland, on August 23, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ohne Ärzte und Pflegekräfte aus der EU geht in den Schweizer Spitälern nichts mehr. Bild: KEYSTONE

Die Coronakrise hat es mit aller Deutlichkeit gezeigt: Das Schweizer Gesundheitswesen würde ohne Ärzte und Pflegekräfte aus den Nachbarländern zusammenbrechen. «Mit den Grenzschliessungen wurde vielen Menschen bewusst, dass ein Teil der Arbeit in Spitälern von GrenzgängerInnen erledigt wird», schreibt die proeuropäische Organisation.

Ein gutes Beispiel ist das Tessin, das 2014 die Masseneinwanderungs-Initiative so deutlich angenommen hatte wie kein anderer Kanton und besonders heftig von Corona betroffen war. Mehr als 40 Prozent des Tessiner Pflegepersonals stammt laut Nebs aus Italien, 56 Prozent der Ärztinnen und Ärzte haben einen italienischen oder sonstigen EU-Pass.

Weitere Beispiele sind Physiotherapie oder private Care-Arbeit. In der Rundumbetreuung von alten oder behinderten Menschen in ihrem eigenen Zuhause sind laut Nebs fast nur ausländische Arbeitskräfte tätig. Ein Wegfall der Personenfreizügigkeit und der damit verbundenen Meldepflicht würde diesen Markt in die Illegalität drängen, fürchtet die Nebs.

Landwirtschaft

Spargelernte auf dem Schmitterhof, aufgenommen am Mittwoch, 1. April 2020, in Diepoldsau. Der Schmitterhof kann dank Abwaermenutzung schon einige Wochen frueher mit der Ernte des Weissen Spargels beginnen. Die Produzenten der Region werden mit dem Coronavirus allerdings vor Ungewissheiten bezueglich ihres Personals gestellt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Nach der Grenzschliessung fehlten die Erntehelfer auf den Spargelfeldern. Bild: KEYSTONE

Die Allianz gegen die Kündigungsinitiative ist breit, sie reicht von rechtsbürgerlichen Wirtschaftsvertretern bis zu Grünen und Gewerkschaftern. Eine einflussreiche Organisation aber glänzt durch Abwesenheit: der Bauernverband. Er befindet sich im Dilemma: Viele Bauern sind mit der SVP verbandelt, aber auch von ausländischen Arbeitskräften abhängig.

Als die Grenzen wegen der Coronakrise geschlossen wurden, ertönten sofort Alarmrufe wegen fehlender Arbeitskräfte für die Spargelernte. «Geht auf die Felder den Bauern helfen!», forderte Wirtschaftsminister und Ex-Winzer Guy Parmelin (SVP) die auf Kurzarbeit gesetzten Leute auf. Damit konnte das Problem tatsächlich entschärft werden.

Allerdings war dies nur eine Notlösung. «Im Jahr 2017 zählte das Bundesamt für Statistik rund 17‘000 AusländerInnen auf Schweizer Bauernhöfen», schreibt die Nebs. Genaue Zahlen seien schwer erhältlich, denn in der Landwirtschaftsstatistik würden zwar jede Kuh und jedes Huhn einzeln registriert, nicht jedoch die ausländischen Arbeitskräfte.

Dabei ist keine Branche vom demografischen Wandel so stark betroffen wie die Land- und Forstwirtschaft, in der sich laut der CS-Studie mehr als 61 Prozent der Belegschaft aus den geburtenstarken Jahrgängen rekrutiert. Die Schweizer Landwirtschaft überaltert, dennoch wird man auch in diesem Spätsommer viele Ja-Plakate auf Bauernland sehen.

Das Nebs-Whitepaper beschreibt auch die Situation im Detailhandel sowie in Oper, Theater und Musik. In diesen Branchen ist der Bedarf an ausländischen Arbeitskräften ebenfalls gross. Noch haben nicht alle Firmen das Problem erkannt. Sie stellen nach wie vor ältere Menschen auf die Strasse. Ihnen soll die vom Parlament verabschiedete Überbrückungsrente helfen.

Abhängigkeit bleibt bestehen

Mit der «Babyboomer-Lücke» aber wird klar: Selbst wenn die Schweiz das bestehende Potenzial – vor allem bei den Frauen – besser ausschöpft und die Arbeitnehmenden über das Pensionsalter hinaus beschäftigt, bleibt die Abhängigkeit vom Ausland bestehen, auch wenn viele europäische Länder ebenfalls eine alternde Bevölkerung aufweisen.

Die Initianten räumen selber ein, die Schweizer Wirtschaft brauche «hochqualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Welt». Umso seltsamer wirkt ihr Angriff auf ein einfaches und bewährtes Rekrutierungsinstrument. «Die Schweiz des 21. Jahrhunderts ist ohne Europa und ohne Personenfreizügigkeit undenkbar», schreibt die Nebs in ihrem Papier.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Abendländer 30.07.2020 17:30
    Highlight Highlight Hab die Nase voll vom ewigen Gejammer (von links & von rechts). Setze mich zur Ruh und gebt mein Job einem Migranten. Habe 40 J gut und gerne Steuern u. AHV bezahlt, hoffe dieser macht’s auch. Meine Generation erwartet eine Rente in etwa der Höhe wie wir sie jahrzehntelang unseren Eltern u. Grosseltern finanziert haben. Die Migranten schaffen das.
  • Bubalibre 30.07.2020 12:47
    Highlight Highlight Dann sinkt die durch Corona angestiegene Arbeitlosenquote wieder.
    Aber das funktioniert nur wenn nicht alle ins Büro wollen.
    Schmutzige Hände wollen viele nicht aber Homeoffice ist mommentan angesagt.
  • Booker 30.07.2020 07:35
    Highlight Highlight Ah ja - und deswegen schmeisst man jetzt schon die ü50 Mitarbeitenden aus den Firmen raus ? Da stimmt doch irgendwas nicht. Zuverlässige Mitarbeiter mit guter Ausbildung, loyal mit der Firma und teils vielleicht dann sogar bereits 1 oder 2 Jahre anzuhängen (Erhöhung des Rentenalters) sind meiner Erfahrung nach vielen Rookies aus der Spass- und Fungesellschaft vorzuziehen.
  • Schneider Alex 30.07.2020 07:02
    Highlight Highlight Löhne und Arbeitsbedingungen in Berufen mit mangelnden Fachkräften werden erst dann besser, wenn wir die unselige Personenfreizügigkeit durch eine kontrollierte Zuwanderung ersetzt haben.
  • Zeit_Genosse 30.07.2020 05:45
    Highlight Highlight Mit der beschleunigten Digitalisierung und Durchbrüchen in F&E verändert sich das Bild der Fachkräfte schnell und die Bildungsinstitute bringen in diesen Wachstumsfeldern zu wenig Nachwuchs, wie auch Firmen zu wenig Mitarbeitende Ausbilden und in den Berufen halten.

    Arbeitnehmer empfehle ich permanente Weiterbildung, die auch - vor allem - Sache der Arbeitnehmer ist und mit Selbstverantwortung zu tun hat.

    Gerade in der Pandemie-Krise werden jetzt Fachkräfte entlassen, die es später wieder braucht. Hier wird das Problem des FK-Mangel von den Firmen selbst verschärft.

    Alle sind angesprochen

  • karl_e 29.07.2020 23:49
    Highlight Highlight Leute, nur ruhig Blut! Wenn uns die Fachkräfte fehlen, so importieren wir diese ganz einfach aus anderen Ländern, wie heute schon die Aerzte und die Pflegenden. Diese anderen Länder dürfen dann selbst schauen, wo sie bleiben.
  • mystiker 29.07.2020 20:16
    Highlight Highlight fachkräftemangel, denn viele werden pensioniert. das bedeutet doch, dass dann mehr menschen auf der Pensionskasse liegen und gleichzeitig nicht mehr einzahlen. Da kommt doch noch ein grösseres Problem auf uns zu.
  • ctrlxctrlv 29.07.2020 19:17
    Highlight Highlight Fachkräfte sind oftmals:
    - Putzhilfen für 12.-/Stunde
    - Akkordmaurer und Eisenleger

    Es tut mir ehrlich leid, dass ich trotz EFZ und 5 Jahre Berufserfahrung nicht mehr auf dem Bau arbeiten will.
    Wenn 5000.- Bruttolohn für den Chef das höchste der Gefühle ist, während die Sozialleistungen andauernd gemürzt werden...
    Jetzt bin ich Sozialarbeiter, bekomme 6800.- und arbeite in der Woche effektiv vielleicht 20 Stunden +/-
    Und ganz ehrlich: im Gesundheitswesen ist es genau so.
    Und eine MPA muss verdammt viel wissen, bekommt aber nen Dreckslohn.
  • Dingdang Shine 29.07.2020 19:11
    Highlight Highlight Lustig dass die meisten gelisteten Arbeitsplätze für Lehrstellen geeignet sind. Geht man ein bisschen weiter ins akademische sieht die Sache ganz anders aus.
    Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit von Studenten nach dem Abschluss beträgt über ein Jahr.
    • Lami23 30.07.2020 17:08
      Highlight Highlight Wirklich? Ich kenne keinen, der nach dem Studium arbeitslos war. Wo hast du das her? Eventuell kommt es auch noch stark auf die Fachrichtung an.
  • John Henry Eden 29.07.2020 18:26
    Highlight Highlight Hört endlich auf mit dieser Mär vom Fachkräftemangel. Einzig und allein der Unterhalt des Landes schafft netto noch Arbeitsplätze. Ein klassisches Schneeballsystem.

    Eine Familie mit 20 Kindern könnte einen Koch, eine Wäscherin, einen Putzmann eine Hauslehrerin gebrauchen. Zudem ist auch ein Elternteil oder gar beide vollzeit für die Familie eingespannt. Also ein Bedarf an
    vier Fachkräften, und höchstens eine wird bereitgestellt.

    Die Familie mit zwei Kindern benötigt keine Putzhilfe etc. Und zumindest ein Elternteil steht zu 100 % als Fachkraft zur Verfügung.

    • Lami23 30.07.2020 22:44
      Highlight Highlight Hm also in der Pflege ist es keine Mär...
  • Abendländer 29.07.2020 17:27
    Highlight Highlight Hab die Nase voll vom ewigen Gejammer (von links & von rechts). Setze mich zur Ruh und gebt mein Job einem Migranten. Habe 40 J gut und gerne Steuern u. AHV bezahlt, hoffe dieser macht’s auch. Meine Generation erwartet eine Rente in etwa der Höhe wie wir sie jahrzehntelang unseren Eltern u. Grosseltern finanziert haben. Hätte der Staat die letzten 50 J die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft richtig gesetzt, dann hätten wir in der Schweiz selbst genug Nachkommen (Kinder, mit guter Bildung).
    ...was soll's, die Migranten werden es schon richten.
  • Sälüzäme 29.07.2020 17:02
    Highlight Highlight Dem bevorstehenden Fachkräftemangel kann auch begegnet werden, indem man den Frauen endlich für gleiche Arbeit den gleichen Lohn bezahlt. Es würde für sie attraktiver mehr zu arbeiten. Gut ausgebildet sind sie schon, jetzt muss das Potenzial noch abgeholt werden. Auch die Berufslehre muss wieder einen besseren Stellenwert bekommen. Wenn man sieht, wie aktiv die Rentner sind, dürfte das Bedienen ihrer Bedürfnisse mit weniger Arbeitskräften schwierig werden, nicht nur bei der Rentenfinanzierung. Dazu muss die Wirtschaft auf dem heutigen Niveau gehalten werden. Darum ein Nein zur Initiative.
    • Hubi128 29.07.2020 17:58
      Highlight Highlight Leider ist das Thema nicht so einfach zu lösen, weil Frauen tendenziell eher Sozialwissenschaften und Sprachen studieren, statt die im Arbeitsmarkt wirklich gefragten MINT Fächer anzugehen. Wir (Fintech) versuchen seit langem, mehr Frauen anzustellen, leider mit mässigem Erfolg. Für gutbezahlte technologielastige Positionen gibt der Arbeitsmarkt fast nur Männer her.
    • Sälüzäme 29.07.2020 18:39
      Highlight Highlight Nur blitzen, nachdenken geht nicht, oder was?
      In ein paar Jahren haben wir über 2 Millionen Rentner. Wie wollt ihr die steigenden Atusgaben bei AHV, EL und Sozialhilfe bei stagnierender oder schrumpfender Wirtschaft finanzieren?
      Sagt nicht die Reichen, die werden es nicht tun, also?
      Beispiel: Verkäuferin 40% = 1700 Brutto, 18% Lohnausgleich (statistischer Wert) = 2000, 60% arbeiten = 3000, d.h. für 50% mehr arbeiten 90% mehr Lohn, ist das Motivation genug?
      Ihr seht, wir müssen die Frauen korrekt entlöhnen und brauchen Arbeitskräfte, sonst fliegt uns unser Sozialsystem um die Ohren.
    • Roland Bach 29.07.2020 22:32
      Highlight Highlight Klar, Frauen, also die Aktivisten wollen gar keine Gleichheit. Die reden von Quoten für hochbezahlte Bürojobs. Hab aber noch nie von ner Quote für Strassenarbeiter, Handwerker etc. gehöhrt. Anstrengende und gefährliche Jobs sind den Männern vorbehalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat Stocker 29.07.2020 16:57
    Highlight Highlight Es ist nicht so, dass wir zuwenig Arbeitsplätze haben; aber diese sind am falschen Ort. Statt nun die Arbeiter alle in die Schweiz (EU) zu holen (und den Dichtestress zu erhöhen), warum eröffnen wir nicht Arbeitsplätze dort, wo die Arbeiter sind?
    Was diese bei uns lernen, können sie sich auch bei sich zu Hause aneignen. Entwicklungshilfe einmal sinnvoll für alle.
    • ingmarbergman 29.07.2020 18:48
      Highlight Highlight Kann man schon machen. Dann geht es der Schweiz einfach wie anderen armen Regionen wie Süditalien oder Osteuropa.

      Aber das ist ja was die SVP will - alles für die Superreichen und die Büetzer sollen an der Armutsgrenze leben.
    • _kokolorix 29.07.2020 23:11
      Highlight Highlight Wir holen diese Arbeiter und Arbeiterinnen, um hier Arbeiten für uns zu erledigen. Oder wie willst du die Pflege und Betreuung von Alten nach Polen oder Ungarn verschieben? Sollen die Rentner dereinst ihre Lebensmittel in Osteuropa einkaufen? Oder bauen wir unsere Häuser jetzt im Ausland und leben hier in Zelten?
    • Antiklaus 30.07.2020 00:01
      Highlight Highlight Machen die Grossbanken zum Beispiel doch. (andere Branchen auch)
  • Masus 29.07.2020 14:08
    Highlight Highlight "auf uasländische Fachleute angewiesen" bedeutet in erster Linie 'auf billige Arbeit angewiesen'. Vielleicht ist es Zeit, diese unterschätzten und unterbezahlten Jobs wieder mehr zu honorieren. Dazu dient laut Kapitalismus eine Knappheit der Arbeitskräfte ideal, denn was knapp ist ist wertvoll. Dass diese Knappheit erneut verhindert werden soll dient in erster Linie dem Kapital.
    • Moglyy 30.07.2020 12:46
      Highlight Highlight Es hat einfach nicht genug Fachkräfte. Es geht nicht um den Preis. Es sind schlicht nicht genug da.
    • Masus 30.07.2020 19:27
      Highlight Highlight Und genau deswegen steigt der Preis, weil es eine Konkurrenz um die existierenden Leute gibt. Davon profitieren die Arbeiter.
  • Saerd neute 29.07.2020 13:25
    Highlight Highlight Somit geht auch die Lohnschere zwischen den Angestellten Privatwirtschaft immer weiter auseinander.
    Während in der Privatwirtschaft Stellen abgebaut und die Löhne sinken werden Staatsangestellte nicht auf automatische Lohnerhöhungen verzichten und dürfen sich trotz Corona Ferien an ihrer sicherer Arbeitsstelle freuen.
    Langfristig kommt uns das teuer zu stehen.
  • Skip Bo 29.07.2020 13:24
    Highlight Highlight Zum Thema Begrenzung fällt mir folgendes ein:
    Städte wollen wegen Überlastung der (Parkierungs-) Infrastruktur das Road Pricing einführen. Diese Städte begnügen sich nicht mehr mit Parkgebühren, sondern erheben quasi eine zusätzliche Infrastrukturabgabe von Auswärtigen. Städte reduzieren Parkplätze. Sie begrenzen. Offenbar ist Begrenzung eine Möglichkeit eine Situation zu verbessern oder die Verschlimmerung abzumildern.
    • Thorium 29.07.2020 16:44
      Highlight Highlight Man sollte allerdings vermeiden einen begrenzten Horizont zu haben.
    • Skip Bo 29.07.2020 19:31
      Highlight Highlight Thorium, absolut richtig. Man sollte aber nicht zu viel mit horizonterweiternden Substanzen arbeiten.
    • Zeit_Genosse 30.07.2020 05:59
      Highlight Highlight Wer etwas begrenzt muss damit rechnen, dass die Entlastung kippt und durch die Begrenzung ein Negativeffekt entsteht. Deshalb spreche ich von Dosierung, die je nach Bedarf in beide Richtungen gehen kann.

      Bei einer Stadtentwicklung die Mobilität, die sich zunehmend elektrifiziert, zu begrenzenzen, kann dazu führen, dass Arbeitsplätze nicht in der Stadt generiert werden, sondern in anderen zugänglichen Orten. Damit verschiebt sich das Einkaufsverhalten mit. Nur bei diesen 2 Faktoren erkennt man, dass Geld abfliesst, das über Steuererhöhung wieder versucht wird reinzuholen, was dann zu teuer...
  • Ihre Dudeigkeit 29.07.2020 13:13
    Highlight Highlight Unbedingt. Freu mich darauf. Endlich sagen mit die Personaler dann nicht mehr Ich sei zu teuer und zu spezialisiert in einem Bereich. Fachkräftemangel ahoj.... 😉😉 Bin da mal gespannt....
  • Rethinking 29.07.2020 13:06
    Highlight Highlight „Der viel zitierte Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren massiv verstärken.“

    Leider hat sich dieser bis jetzt weder in steigenden Löhnen noch in attraktiveren Anstellungsbedingungen gezeigt...

    Man müsste meinen ein Gut wird wertvoller je rarer es wird...

    Seitens Arbeitgeber merkt man aber wenig davon, dass die Mitarbeitenden auch ernsthaft wertgeschätzt werden...
    • SLE7EN 30.07.2020 10:28
      Highlight Highlight Wie den auch wen der viel günstigere Grenzgänger sofort die Lücke füllt?
  • Altweibersommer 29.07.2020 12:40
    Highlight Highlight Und jetz soll die Lösung sein, die Löhne im Baugewerbe und in der Landwirtschaft noch mehr zu drücken? Wie wäre es, wenn man stattdessen diesen Berufen wieder die (auch finanzielle) Anerkennung gibt die sie verdienen? Das Problem ist, dass der Dienstleistungssektor viel zu gross geworden ist und wir auf Biliglohnkräfte aus Osteuropa angewiesen sind damit das so bleiben kann. Solange wir weiter in diese Richtung arbeiten, werden die Probleme nur grösser.
  • foreva 29.07.2020 12:13
    Highlight Highlight Es wird einen Mangel geben bei Jobs bei welchen man bzw. Frau dreckige Hände bekommt. Viele andere Jobs werden automatisiert, bzw. von einer KI ersetzt werden und da wird es einen Überfluss an Arbeitnehmern geben.
  • dmark 29.07.2020 12:02
    Highlight Highlight Eben weil auch die anderen Europäiischen Länder den Babyboomereffekt haben, wird es schwer sein die Lücken zu schliessen. Der Nachwuchs will eher Influencer, Youtube-Star oder vielleicht auch Anwalt werden - auf jeden Fall nicht am Bau arbeiten.

    Und selbst viele der Neuankömmlinge aus Krisengebieten haben nicht unbedingt Lust auf eine Lehre bzw. Ausbildung. Darauf kann man nicht bauen.

    Es wird zu einer Reduzierung der Wirtschaft kommen, was nun auch nicht unbedingt schlecht wäre. Das schafft Platz und bringt Ruhe in die Welt. Ausserdem hebt es die Löhne und Gehälter an.
    • E7#9 29.07.2020 14:24
      Highlight Highlight Eine Reduzierung der Wirtschaft (also negatives Wirtschaftswachstum) hebt Löhne und Gehälter? Kannst du mir diese Logik erklären oder sagen, woher du das hast? Es widerspricht nämlich jeder gängigen Wirtschaftslehre.
    • dmark 29.07.2020 14:42
      Highlight Highlight @E7#9
      Wirtschaftslehre --> Angebot und Nachfrage? Erstes Semester?

      Die Wirtschaft reduziert sich auf Grund der fehlenden Arbeitskräfte und nicht weil die Nachfrage für Güter oder Dienstleistungen im gleichen Masse zurück gehen wird.
      Und da eben diese Arbeitskräfte fehlen und immer weniger davon am Markt verfügbar sein werden - also Mangelware werden - steigt gleichzeitig der Preis für Arbeitskraft, während ebenso die Preise der Güter/Dienstleistungen ansteigen werden.
      In D war vor Corona noch ein gegenseitiges Abwerben von Fachkräften im Gange. Da wurden teils recht hohe Gehälter ausgerufen.
    • E7#9 29.07.2020 15:28
      Highlight Highlight @dmark: Eine Reduktion der Arbeitskräfte führt nur dann zu höheren Löhnen, wenn die Nachfrage aus der Wirtschaft gleich bleibt (eben Angebot/Nachfrage). Sollte die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht gestillt werden können, dann ist die geringere Wirtschaftsleistung nur ein unerwünschtes Resultat, bestimmt nicht ein wünschenswertes Ziel. Niemand würde deshalb mehr verdienen. Wir hätten einfach weniger Wirtschaftsleistung, also auch weniger Steuereinnahmen, weniger Geldfluss und schliesslich weniger Wohlstand eines jeden einzelnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • easy skanking 29.07.2020 11:36
    Highlight Highlight interessant.. in 9 jahren haben wir auch den point of no return in sachen erderwärmung, etc., erreicht.. von daher sollte man JETZT damit beginnen, alternative energien zu fördern und zwar rigoros.. wer braucht schon eine ahv wenn er tot ist.
  • Super8 29.07.2020 11:19
    Highlight Highlight Fachkräftemangel wird es in einer digitalisierten, globilisierten Welt nie mehr geben in der Schweiz. Diese Argument könnt ihr kippen, liebe Journalisten.
    • ctrlxctrlv 29.07.2020 19:32
      Highlight Highlight Sobald deine Lampe sich digital montiert, dein Wasserhahn digital ausgewechselt wird und dein Edel-Parkett Boden von deinem vollautomatischen "Parkettverlegeroboter x2.9" verlegt wird, braucht es keine Fachkräfte mehr.
      Vor allem weil man, sollte der Roboter mal defekt sein, einfach dem Reparatur-Roboter per WhatsApp den Autrag schickt.
      Toll, oder?
    • karl_e 29.07.2020 23:55
      Highlight Highlight Du kannst bei weitem nicht alle Arbeiten digitalisieren und globalisieren.
  • Mareko 29.07.2020 11:18
    Highlight Highlight Jetzt erst einmal haben Tausende ihren Arbeitsplatz verloren oder bangen in Kurzarbeit darum, sind Tausende Selbständigkeiterwerbene und Freiberufler ohne Aufträge, wie die Wirtschaft in zwei Jahren wieder läuft, nach dem Corona-Desaster, das steht gegenwärtig in den Sternen. Natürlich geht die "Baby-Boomer"-Generation in der kommenden Zeit in den Ruhestand, wird man ihren Arbeitsplatz überhaupt wieder besetzen? Mich jedenfalls hat man Ü50 die vergangenen 7 Jahre nicht gebraucht, deshalb lebe ich nun fern der Schweiz und warte hier auf die AHV ab Januar 2021, in einem Covid-19-freien Staat.
  • Zeit_Genosse 29.07.2020 11:14
    Highlight Highlight Statt eines Begrenzungssystem, sollten die EU-Staaten ein zentrales Dosierungssystem für die einzelnen Staaten etablieren. Damit kommt etwas Entspannung in die EU und die Arbeitsmobilität innerhalb der EU könnte gesteigert & besser gesteuert werden. Die Selbstregulation funktioniert nicht und die SVP macht in der CH damit mobil und der Brexit wurde so erreicht.

    Dazu ein Asylsystem, das auf geführte Integration durch Aus-/Weiterbildung setzt und allfällige Asyl-Wegweisungen konsequent und transparent durchführt.

    In jedemfall braucht es Zusammenarbeit der Staaten für Fachkräfteentwicklung.
    • B-Arche 29.07.2020 15:10
      Highlight Highlight Der Brexit war die Folge von 40 Jahren Gestänker gegen die EU durch die gefürchteten britischen Tabloids. Dazu kommt noch das von den USA immer unterstützte Gefühl dass Briten ihnen doch näher stünden und explizit nicht gemeint seien wenn über Europa und die EU geklagt würde.

      Die Schweiz ist auch das einzige europäische Land welches den Brexit positiv sieht.
    • ctrlxctrlv 29.07.2020 19:34
      Highlight Highlight B-Arche... Italien ist also Pro-EU? Oder Ungarn?
  • Leisure- Goth 29.07.2020 11:09
    Highlight Highlight Ja genau der Fachkräftemangel😂
    Ich 40 wollte vor kurzem eine weitere Ausbildung machen, wurde abgelehnt zu alt. Genommen hat man dann eine fast gleichaltrigen Deutschen. Wir hätten mehr als genug fähige Leute, wie immer geht es nur ums Geld.
    • SLE7EN 30.07.2020 10:33
      Highlight Highlight Genau so schaut es leider aus.
  • Mark (2) 29.07.2020 11:07
    Highlight Highlight So ein Unsinn. In der Schweiz gibt es viel zu viele Arbeitskräfte. Genauso wie viel zu viele Menschen in diesem kleinen Land leben und einige Zeitgenossen tatsächlich der Ansicht sind, es reiche immer noch nicht!
    • Lami23 30.07.2020 22:54
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass irgendjemand für eine humane Flüchtlingspolitik ist, weil er gerne mehr Menschen in der Schweiz hätte. Aber als Stammtischspruch nett und für einige wenig weit denkende Wähler völlig ausreichend.
  • Serge Künzli 29.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Und was ist dann mit den Ländern aus denen wir diese Fachkräfte importieren? Fehlen die dort nicht? Oder importieren dieses Länder dann wieder aus anderen (billigeren) Ländern? Ist das nicht einfach eine moderne Form von Sklaverei? Und was ist, wenn in 20 Jahren die Roboter und die KI die meisten Arbeiten erledigen? Was tun dann die Millionen von Arbeitslosen? In der Betonwüste Schweiz wandern oder biken gehen?
  • Eron 29.07.2020 10:46
    Highlight Highlight Wieder ein Märchen mehr, dass uns die Anzahl Arbeitskräfte fehlen. Die fehlen uns garantiert nicht, was uns fehlt ist ein Konzept für Umschulungen, Digitalisierung, Robotik, sowie eine Gesamtsicht wie man das Ganze ökonomisch und ökologisch gestaltet und umsetzt. Das scheitert aber am wirtschaftlichen Unwillen der bürgerlichen, sowie am ideologischen Weg der Linken. Wir brauchen keine Zuwanderung durch Personenfreizügigkeit, diese dient nur der Lohnsenkung und Bauwirtschaft, sondern eine vernünftige Aufnahme inkl. Ausbildungskonzept für Kriegsflüchtlinge um den Bedarf mehr als zu decken.
    • B-Arche 29.07.2020 15:12
      Highlight Highlight Ich habe mein ganzes Arbeitsleben Dank PFZ in der EU gelebt - in 8 Ländern. Hätte ich in jedem EU Land Einwanderungsverfahren durchlaufen müssen hätte ich immer in Deutschland bleiben müssen. Nirgendwo hätte ich die Hürden gemeistert die für nicht EU Bürger gelten (der fehlende Hochschulabschluss ist da schon der erste Faktor).

    • Pit Ralon 29.07.2020 18:38
      Highlight Highlight @B-Arche: Das was war ist nicht das was sein wird. Die Wirtschaft arbeitet an Wachstum, nicht an Stellenwachstum, an Umsatz- und Produktionssteigerungen mit so wenig Stellen wie möglich. Digitialsierung und Robotik werden einen grossen Teil nicht nur an einfachen sondern auch an qualifizierten Ausbildungen überflüssig machen.
  • stadtzuercher 29.07.2020 10:46
    Highlight Highlight «In den nächsten zehn Jahren werden insgesamt rund 1,1 Millionen Personen ins Rentenalter kommen», heisst es in der CS-Studie.

    Es gibt Studien von denen ich aus Prinzip nicht viel halte, auch wenn sie meine Meinung unterstützen. Dazu zähle ich die Studien der CS.
  • De-Saint-Ex 29.07.2020 10:41
    Highlight Highlight Begrenzungsinitiative, Babyboomer in Rente hin oder her. Solange wir am jetzigen Wirtschaftssystem festhalten (Gier ist gut, genug ist nie genug, Gekko) wo nur „mehr“ erstrebenswert zu sein scheint, wird es immer „mehr“ sein. Zu glauben, die SVP sei auf einmal der Meinung, weniger sei mehr, wäre ein äusserst gefährlicher Trugschluss. So wird Mensch fleissig am Turm zu Babel weiterbauen, bis er unweigerlich zusammenkracht... und hoffen, das Zusammenkrachen möge die nächste Generation betreffen. Nach uns die Sintflut... sorry, ein bisschen „viel Bibel“, finds aber treffend.
    • easy skanking 29.07.2020 12:22
      Highlight Highlight vorallem im hinblick auf den klima-point of no return, welchen wir in etwa 8 jahren erreichen werden, sollte doch in alternativen energien, baubranche investiert werden.
      statt in irgendwelche armeeflugis
  • Ruud 29.07.2020 10:39
    Highlight Highlight Der Autor gibt selber das beste Argument für die Begrenzungsinitiative: "Bis zu ein Drittel der Beschäftigten bestehe aus EU-Bürgerinnen und -Bürgern." Das heisst: der Schweizer und die Schweizerin werden bald zur Minderheit im eigenen Land; das kann es ja nicht sein. Das ist eine Kolonisierung eines übervölkerten Kleinstaats durch 500 Millionen potenzielle EU-Lohndumper. Und es ist eine Energieverschwendung, weil die EU-Bürger ja auch ständig in ihre Heimatländer pendeln, um ihre Restfamilien und Freunde zu besuchen. Und hier gibt es Dauerstau, Mietwucher, Zubetonierung und Sprachenchaos.
    • _kokolorix 29.07.2020 23:27
      Highlight Highlight Es sind nicht die EU Bürger welche Lohndumping betreiben, es sind unsere Unternehmen...
  • Waskrasses 29.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Vor 2 Jahren wurde gesagt, dass ich meinen Job als Handwerker in der Gebäudetechnik durch die Digitalisierung früher oder später verlieren werde. Bin gespannt wie es weiter geht.
  • Maracuja 29.07.2020 10:20
    Highlight Highlight Wenn es um BGE geht, dann schreibt Herr Blunschi, dass aufgrund der Digitalisierung zehntausende Jobs verloren gehen und es für viele keine neuen Arbeitsplätze mehr geben wird. Wenn es um die Kündigungs- aka Begrenzungsinitiative geht, schreibt Herr Blunschi von einem drohenden Arbeitskräftemangel. Das geht für mich nicht auf, ich hätte lieber einen analysierenden Journalismus, der Zahlen hinterfragt (und der nicht auf das schlechte Gedächtnis der Leser setzt). Arbeitskräftemangel wird es m.E. mit oder ohne PFZ nicht geben, denn Arbeitskräfteüberschuss ist wichtig, um die Löhne tief zu halten.
    • landre 29.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Das ist mittlerweile leider fast schon "normal", da viele (sicherlich nicht wenige) Journalistinnen und Journalisten überzeugt sind sie wären beauftragt Politik und nicht Journalismus auszuüben...

      (Dass diese so der Medienlandschaft zu Leide werken, sind sich diese nicht bewusst oder es ist ihnen schlichtweg schnuppe...)
    • Super8 29.07.2020 11:15
      Highlight Highlight Wenn man alle paar Tage einen "Analyseartikel" zu verschiedensten Themen raushauen muss, leidet halt die Qualität wenn der Journalist kein Ausnahmekönner ist.
  • Gubbe 29.07.2020 09:53
    Highlight Highlight Das ist doch ein gutes Signal für unsere Jugend. Sie hätten so eine Perspektive und etliche könnten aufhören zu jammern.
  • Abraham Colombo 29.07.2020 09:41
    Highlight Highlight Seit nun mehr als 10 Jahren wird jedem Kind in der Schule eingetrichtert, dass eine Lehre auf dem Bau keine Zukunft bietet. Unrecht haben Sie nicht die Löhne auf dem Bau sind eine Frechheit für das was geleistet wird aber man kann sich sehr gut hoch Arbeiten. Die Löhne sind so tief weil nicht mehr bezahlt werden kann daran sind die Bauherren und die GUs sowie ausländische Unternehmer schuld die auf den CH Markt dringen. Der Preis für Aufträge wird gedrückt so dass für CH Firmen oft eine 0 Runde rauskommt. Wir müssen umdenken damit die Jungen wieder motiviert sind auf den Bau zu gehen.

  • Thom Mulder 29.07.2020 09:33
    Highlight Highlight Eine gute Entwicklung. Nichts ist schlimmer für die Demokratie als der Einfluss der Firmen (und der Kons) auf die Politik. Heute ist unsere Regierung vollständig davon unterwandert - Bern tut praktisch nichts, das für Firmen unvorteilhaft ist, und der Grund ist stets derselbe: Angst vor Verlust von Arbeitsplätzen. Das hört sofort auf, wenn Arbeitskräftemangel herrscht - die Wirtschaft verliert ihren Erpressungsgrund.
    • Eron 29.07.2020 11:13
      Highlight Highlight Der Staat generiert die Haupteinnahmen durch die Einkommensteuern von Angestellten.
  • Clife 29.07.2020 09:31
    Highlight Highlight Tyah ich würd sagen da müssen höhere Löhne her und attraktivere Arbeitsbedingungen. Man kann nicht erwarten dass man für einen Hungerslohn eine Arbeit macht die mit viel Stress verbunden ist.
  • Trompete 29.07.2020 09:18
    Highlight Highlight Im Gegensatz von fehlenden Arbeitskräften, dessen Mangel ich nicht spüre, merke ich die Überlastung unserer Infrastruktur täglich sehr gut. Lieber etwas weniger Wohlstand, dafür an einem lebenswerten Ort leben. Unser Konsum übertrifft die auf unserer Fläche mögliche Produktion bereits jetzt, ergo sind wir bereits jetzt zu viele Menschen.
  • SoeinName 29.07.2020 09:18
    Highlight Highlight Bessere Löhne und weniger Stress würden diese essentiellen und wertschöpfungs generierenden Jobs wieder attraktiver für schweizer Arbeitnehmer machen.

    • Bruno Meier (1) 29.07.2020 10:00
      Highlight Highlight ... nur die Konsumenten (Schweizer) sind nicht bereit für eine teurere Dienstleistung zu bezahlen, wenn es im Internet oder nahen Ausland billiger zu haben ist.
      Ich stimme voll zu, nur bald 40 Jahre Erfahrung zeigen ein anderes Bild. Kostendruck, somit auch Druck auf den Löhnen, somit wandern die geeigneten Fachkräfte in höhere, besser bezahlte Sphären ab, leider Tatsachen. 70% unserer Lehrabgänger in meiner Branche würde ich selbst nicht anstellen, da nicht genügend qualifiziert für den Job.
  • Nubia 29.07.2020 09:07
    Highlight Highlight Als Maschinen mech. habe ich jahrelang ein Handwerk job gesucht. Anscheinend bin ich zu teuer darum lieber billige Arbeitskräfte nehmen. jetzt brauche ich eure Jobs auch nicht mehr den in 3 Tagen bin ich pensioniert.
    • Vecchia 29.07.2020 10:02
      Highlight Highlight "Denken Sie aber daran, dass die AHV, die Sie beziehen, von denen erarbeitet wird, die jetzt arbeiten."

      @Stefan Morgenthaler-Müller

      Hä? Haben Sie das Prinzip der Sozialversicherungen verstanden?

      Wer 40-50 Jahre AHV-Beiträge bezahlt hat, soll Dankbarkeit zeigen, gegenüber denen die in Zukunft AHV zahlen? Echt jetzt? Mehr Verachtung gegenüber ehrlichen Rentnern geht wohl nicht, oder?
    • Völkerrechtler 29.07.2020 10:06
      Highlight Highlight @Stefan:

      Ich nehme einmal an, dass der Mann bis zu seiner unfreiwilligen Arbeitslosigkeit Sozialabgaben - u.a. in die AHV - geleistet und darüberhinaus - wie wir alle - die Renten der bereits pensionierten Generation quersubventioniert hat...

      Weshalb sollte er dir oder deiner Generation nun besonders demütig dankbar sein...?
    • Shabbazz 29.07.2020 10:08
      Highlight Highlight @ Stefan: Freuen sie sich darauf, wenn sie mal kurz vor der Rente stehen und dabei ständig daran erinnert werden, dass sie doch eigentlich viel zu teuer sind, zu langsam, die neusten Technik zu wenig gut kennen und sie von jetzt an doch bitte den Jungen danken sollen, dass sie überhaupt Rente erhalten und am Besten zusätzlich noch dem Chef danken sollen das er sie noch nicht durch einen billigeren dynamischen jungen Mitarbeiter ersetzt hat.

      Das ist mal Wertschätzung!!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 29.07.2020 09:06
    Highlight Highlight Will die SVP die 10mio Schweiz verhindern, müssen sie die Wirtschaft abschiessen damit die wegbrechenden Arbeitskräfte nicht mit Zuwanderung aufgefüllt werden. Nur ein zerstörter Arbeitsplatz ist in diesem Fall ein guter Arbeitsplatz.

    Das ist wohl auch das Ziel der Begrenzungsinitiative. Durch Kündigung der Bilateralen I soll das BIP möglichst einbrechen und Jobs wegfallen. Gelingt das nicht, haben wir mit oder ohne PFZ bald mind. 1.1mio neue Mitbürger im Land.

    Ein weiterer Grund, die Initiative an der Urne zu versenken! Schützt euren Arbeitsplatz mit einem Nein.
  • el perro 29.07.2020 09:03
    Highlight Highlight Ich finde es unterste Schublade zu behaupten, dass der Bundesrat bei Annahme der Initiative die PFZ kündigen muss!
    Die Initiative verlangt, dass die PFZ mit der EU neu verhandeln muss. Nur falls dies nicht möglich sein sollte, muss die PFZ gekündigt werden.

    Aber der Bundesrat gibt ja schon auf, bevor er angefangen hat.

    Die EU ist auch an den bilateralen Abkommen interessiert und würde bei Kündigung der PFZ sicher a nicht auf die anderen betroffenen Abkommen verzichten wollen.
    • bebby 29.07.2020 09:53
      Highlight Highlight Die EU kann ohne die Schweiz leben, umgekehrt nicht. Vermutlich sind gewisse Wirtschaftszweige sogar froh, wenn da weniger Konkurrenz aus der Schweiz kommt...(Handelsbilanzüberschuss der Schweiz).
    • Liselote Meier 29.07.2020 10:18
      Highlight Highlight Nein, hört mal auf zu Behaupten man können in dieser Frage noch irgend etwas verhandeln.

      Da gibt es keinen Verhandlungsspielraum ohne PFZ gibt es keinen Zugang zum EU-Binnenmarkt.
    • Yolo 29.07.2020 11:51
      Highlight Highlight Es ist unrealisitsch in dieser kurz angesetzten Frist irgend etwas zu verhandeln zu wollen. Schliesslich ist dies auch keine Eintscheidungsfrage die mit Ja/Nein beantwortet werden kann. Verhandlungen von völkerrechtlichen Verträge dauern normalerweise mehrere Jahre, bis Jahrzehnt, und dann gibt es solch naive Träumer, die meinen in 12 Monaten sei alles in trockenen Tüchern. Ihr vergesst, es ist ein Staatenbund mit 27 Mitgliedsstaaten. Alle müssten mit einem solchen Ergebnis einverstanden sein.
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  • Hoci 29.07.2020 09:03
    Highlight Highlight Sorry wie wärs mit Wirtschaft zurückschrauben? Es sind jetzt schon zu viele Leute im Land.
    Wie viele wollen wir den werden? 20 mio in der kleinen Schweiz?
    Ich finde es reicht. Eine Bevölkerung muss in der Not vom Land leben können.
    Die Bevölkerungszahl muss weltweit zurückgehen.
    Also sollten wir nur sehr begrenzt Leute importieren.
    Leute wegen Jobs reinströmen lassen ist der veraltete weg. Wirtschaftswachstum ist der veraltete Weg.
    Besser klein aber fein und ausgezeichnete Lebensqualität.
    Für temporäre Altenpflege gibts genug Grenzgänger.
    • aglio e olio 29.07.2020 09:51
      Highlight Highlight Das nennt man Rosinenpickerei. Next Level Schmarotzertum.
    • Firefly 29.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Ja aber.... dann gäbe es ja keine Millionen-Saläre mehr!
    • DemonCore 29.07.2020 14:36
      Highlight Highlight Wirtschaft zurück schrauben heisst Arbeitslosigkeit, Rentenkürzung, Malaise, Rezession, Kapitalabwanderung
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joseph Quimby 29.07.2020 08:59
    Highlight Highlight Es gibt keinen Mangel an Arbeitskräften, sondern einen Mangel an Arbeitskräften welche unter schlechten Bedingungen arbeiten wollen. Wir erhalten in der Informatik ständig Bewerbungschreiben, obwohl wir nicht einmal eine Stelle ausgeschrieben haben. 🤷‍♂️
    • Firefly 29.07.2020 10:07
      Highlight Highlight Naja in der Informatik sind die Bedingungen ja nicht schlecht. In der Informatik wird oft einfach verlangt, dass man ganz genau ins Profil passt und 5 Jahre Erfahrung mit einer Technologie hat, die es seit 4 Jahren gibt.

      Der Spezialisierungsgrad ist da enorm und die Frimen befeuern ihn noch anstatt ein bisschen in die Leute zu investieren und Generalisten zu fördern, suchen und erzeugen sie hochspezialisierte Fachkräfte, die dann auch nur das können was sie gerade tun.
    • Antiklaus 30.07.2020 00:24
      Highlight Highlight Ist die Rote Armee Fraktion auferstanden (RAF, das Ding heisst doch RAV)
  • Holunder 29.07.2020 08:54
    Highlight Highlight Bedingt durch die digitalisierung werden auch lange nicht alle Jobs 1:1 ersetzt. Ich habe schon oft erlebt, dass die Firmen froh waren wenn ältere Arbeitnehmer in Rente gehen, da diese oft mit der rasch voranschreitenden Digitalisierung nicht gut zu recht kamen und der Abgang von 2 "neu Rentnern" locker mit einem Jungen + neu eingeführten Prozessen kompensiert wurde.

    ... ist natürlich stark Branchenabhängig, das ist mir schon klar. Und diese Entwicklung wird auch lange nicht von allen als Positiv erachtet. Ich denke nur, dass dieses "Vakuum" oft falsch gerechnet/dargestellt wird.
  • HansliZüri 29.07.2020 08:54
    Highlight Highlight Weshalb braucht es eine Überbrückungsrente bei Arbeitsmangel für Ü50? Warum benötigen immer mehr Menschen Ergänzungsleistungen im Alter? Bitte, hinterfragt doch lieber die Zahlen der CS als einfach nachzuplappern.
    • Firefly 29.07.2020 10:08
      Highlight Highlight Das sind die richtigen Fragen.
  • Bav 29.07.2020 08:54
    Highlight Highlight Korrektur: die Initiative heisst in Wahrheit Kündigungsinitiative.
    • Fisherman 29.07.2020 16:52
      Highlight Highlight Korrekt: Kündigungsinitiative
  • DemonCore 29.07.2020 08:51
    Highlight Highlight Die Rechten sind für

    • staatliche Eingriffe am Markt,
    • Regulierung
    • und Bürokratie

    wenn es um den Arbeitsmarkt geht. Sonst sind sie immer dagegen 🤷‍♂️
    • E7#9 29.07.2020 14:49
      Highlight Highlight Mit Verlaub, es ist genau umgekehrt. Wer will denn die Grenzen offen halten und das entstehende Ungleichgewicht mit bürokratischen Regulierungen (flankierenden Massnahmen) ausbalancieren? Wer möchte den freien Markt generell staatlich reguliert haben (1:12, gesetzl. 6 Wochen Urlaub, höhere U-Steuern, Vaterschaftsurlaub, Mindestlöhne usw.)? Nicht dass all diese Regulierungen schlecht wären, doch deine Aussage ist so was von falsch. Bürgerliche wollen weniger staatliche Eingriffe und folgen dem wirtschaftsliberalen Gedanken, Linke hingegen suchen soziale Gerechtigkeit durch staatliche Eingriffe.
    • Pit Ralon 29.07.2020 18:44
      Highlight Highlight @E7#9...und die Linken schaffen Neoliberalismus durch Personenfreizügigkeit als Zusatz zum freien Warenverkehr ... das hat der globalisierten Welt noch gefehlt, verkauft wird es als ihr könnt überall hinreisen aber einkaufen im Ausland bitte nicht, das ist böse.
    • karl_e 30.07.2020 00:16
      Highlight Highlight E7#9, was die wirtschaftsliberalen Gedanken so wert sind, sieht man trefflich bei der Corona-Krise. Der oft verhöhnte Staat muss mit Milliarden und Abermilliarden Steuergeldern die grossartigen Privatunternehmen retten.
  • Eskimo 29.07.2020 08:42
    Highlight Highlight Wir stehen vor einer grossen Entlassungswelle und grosser Jobunsicherheit. Und watson propagiert den Fachkräftemangel...🙈
  • Liselote Meier 29.07.2020 08:39
    Highlight Highlight Die Schindler Zahlen kannst du so nicht verwenden.
    2'000 Stellen werden Weltweit abgebaut, 200 in der Schweiz.

    • Skip Bo 29.07.2020 13:04
      Highlight Highlight Feiner Unterschied, Entlassung oder Arbeitsplatzabbau?
      Schindler wird weltweit wieder 2000 Leute einstellen wenn es wieder aufwärts geht. In der CH werden es 10 sein, 190 im grenznahen Ausland...
  • HugoBalls 29.07.2020 08:38
    Highlight Highlight Hat das nicht auch etwas damit zu tun, dass man in vielen Bereichen bereits mit 40+ als zu alt abgestempelt wird? In den meisten Inseraten wird immer noch das Alter angegeben, max. 30. Als ob das eine Rolle spielen würde...
    • Gubbe 29.07.2020 09:54
      Highlight Highlight HugoBalls
      Früher wurden dynamische Mitarbeiter gesucht...
    • Firefly 29.07.2020 10:12
      Highlight Highlight Ja man könnte ehrlicherweise auch anstatt max 30 hinschreiben; billig, formbar, lässt sich führen, macht was man sagt, stellt keine blöden Fragen und eckt nicht an.
    • Haimmernokeanig 29.07.2020 13:06
      Highlight Highlight @Stefan
      Und ältere sind seltener am Montag "krank".
  • HARPHYIE 29.07.2020 08:36
    Highlight Highlight Wie wäre es dann, wenn man gewillten Personen, statt Ihnen nonstop Steine vor die Füsse zu werfen unterstützen würde bei einer finanziell belastbaren Weiterbildung? Man nehme Österreich, wo jeder für ein Studium ein Selbsterhaltungsstipendium bekommt, welches nich rüchzahlbar ist. Das würde vielen helfen eine Weiterbildung zu absolvieren, welche finanziell kein Polster haben.
    • Thom Mulder 29.07.2020 09:39
      Highlight Highlight Stimmt. Unsere Arbeitsvermittlung ist i.d.R. ein Witz. Eine langjährige Hausfrau z.B. erhält null Unterstützung weil sie lange nicht gearbeitet hat und kriegt keine Arbeit weil sie keine Unterstützung (für Aus- oder Weiterbildung z.B.) bekommt. Dabei profitiert der Staat von arbeitenden Steuerzahlern, sollte sich also in jedem Fall verpflichtet fühlen zu helfen, auch wenn man NICHT erst gerade zwei Jahre AHV IV gezahlt hat.
    • Rethinking 29.07.2020 13:43
      Highlight Highlight Grundsätzlich verdtehe ich deine Logik und sehe sie positiv...

      Doch warum haben viele kein finanzielles Polster? ...Konsum ...Leben über den Verhältnissen

      Wer wirklich will kann sich eine Weiterbildung zusammensparen statt dauernd zu konsumieren... Habe ich selbst x mal gemacht...
    • HARPHYIE 29.07.2020 14:47
      Highlight Highlight @Rethinking: Auch deine Logik ist nachvollziehbar ABER greift nur sehr kurz:

      Z.b. haben Alleinerziehende, aus armen Familien stammende, Secondos, Familien schlichtweg nicht die Mittel sich was zusammenzusparen. Und es gubt auch Menschen, welche nicht zuerst 100% für 5 Jahre arbeiten können, weil sie dem Druck nicht gewachsen sind oder im falschen Beruf für sie tätig. Auch die haben eine Ausbildung verdient oder?

      Dass Märchen von "Jeder kann, der will" gehört mal endlich in den Bereich der Stammtisch-Mythen abgeschoben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 29.07.2020 08:34
    Highlight Highlight 1. Kündigung der Personenfreizügigkeit heisst NICHT, die Grenze schliessen. Es heisst, die Zuwanderung selber steuern zu können. Das einfach weg zu lassen ist nicht Journalismus, sondern Abstimmungspropaganda.

    2. Bevor wir den Fachkräftemangel angehen, sollten wir dringend unser ewiges Wachstums-Mantra überdenken.

    Ich weiss noch nicht wie ich abstimmen werde. Der sehr wahrscheinliche Wegfall der anderen Bilateralen ist ein sehr starkes Argument für ein Nein. Der Fachkräftemangel ist das nicht.
    • Liselote Meier 29.07.2020 08:54
      Highlight Highlight Ja Punkt 2 ist Entscheidend wie weiter mit der Schweiz in den nächsten 50 Jahren.
    • Posersalami 29.07.2020 08:57
      Highlight Highlight Wegbrechende Arbeiter zu ersetzten hat mit Wachstum nichts zu tun, sondern lediglich mit Erhalt des Status Quo.

      Einfach mal kurz nachdenken von dem absenden des Posts..
    • SoeinName 29.07.2020 09:24
      Highlight Highlight Jeder der in so einem Fachkräfte Job arbeited findet dass der Stress und die Verantwortung zu gross sind, für die Vergütung die man dafür bekommt.

      Und ein bisschen Hände klatschen wirkt eher wie eine verhöhnung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 97ProzentVonCH68000 29.07.2020 08:31
    Highlight Highlight Die unkontrollierte Zuwanderung hat und wird das Problem nur verschärfen.
    Benutzer Bild
    • aglio e olio 29.07.2020 09:55
      Highlight Highlight Die Zuwanderung ist nicht unkontrolliert. Frage mal Eingewanderte. Was soll uns die verlinkte Grafik mitteilen?
    • MacB 29.07.2020 11:17
      Highlight Highlight Bitte erklär mal "unkontrolliert". Ich weiss, das steht im SVP-Parteiheft aber was ist bitte unkontrolliert?

      Ich bin mit dir wahrscheinlich einig, dass es kein ewiges Wachstum geben sollte aber von unkontrollierter Zuwanderung zu sprechen, ist Nonsens. Ich bin beispielsweise froh, arbeiten in den Spitälern genug Zugewanderte, ansonsten wäre wohl mehr als die Hälfte der Spitäler zu.
    • Haimmernokeanig 29.07.2020 13:09
      Highlight Highlight @Selbstverantwortin
      Die Grafik ist falsch, viele Zugewanderte gehen im Pensionsalter in die Heimat zurück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 29.07.2020 08:28
    Highlight Highlight Fangt endlich an die ü50 als Chance und nicht als Wegwerfware zu sehen.

    Dies gilt für Kommunikation (insb. Medien) als auch Arbeitgeber.
    • Thom Mulder 29.07.2020 09:40
      Highlight Highlight Genau. Darum wäre Arbeitskräftemangel gut, denn dann sind sie gezwungen, die ü50 zu berücksichtigen. Ohne Zwang tut die Wirtschaft eh nichts - jedenfalls nichts das sie nicht fürs Image verwenden können.
    • Irene Adler 29.07.2020 09:57
      Highlight Highlight Und welche Ü50 möchte in der Landwirtschaft oder in den Altersheimen arbeiten? Oder auf dem Bau?
    • Vecchia 29.07.2020 10:11
      Highlight Highlight @Thom Mulder

      bis es soweit ist, mobben sie die Ü50 aus dem Arbeitsmarkt. Wenn dann Mangel besteht, begründen sie die Nichtanstellung derer mit Verlust der Erfahrung durch die Arbeitslosigkeit und holen sich günstige Grenzgänger, die nicht in die Personenfreizügigkeit fallen...

      Das System muss sich grundsätzlich ändern, Lohn und Arbeitsbedingungen müssen sich nach Einsatz und Wertschätzung der Arbeitenden statt nach Gewinn und Geiz weniger richten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amarillo 29.07.2020 08:22
    Highlight Highlight Die meisten anderen Länder auf der Welt kennen keine Personenfreizügigkeit, und schaffen es trotzdem, Arbeitskräfte aus dem Ausland zu engagieren, wenn dies nötig ist. Die Schweiz hat dies vor der PFZ ebenso gemacht, und dies zu einer Zeit, als die Wirtschaft brummte. Nun so zu tun, als ob ein Ja oder Nein zur PFZ bedeuten würde, ob man die nötigen Arbeitskräfte bekommt oder nicht, wird der Sache deshalb nicht gerecht.
    • B-Arche 29.07.2020 17:20
      Highlight Highlight Nun ist es natürlich "blöd" wenn der wirtschaftlich stärkste Block der Welt vor der Haustüre steht und der auf die Personenfreizügigkeit setzt.
      Selbst zu EG Zeiten war es als Staatsbürger eines EG-Staates sehr einfach sich in einem anderen EG-Staat niederzulassen. Grundzüge hierfür wurden bereits 1957 festgeschrieben.

      Die Schweiz als kontingentierte Ausnahme wollte unbedingt den EU-Markt aber bitte ohne die Pflichten die die EU-Staaten dafür eingehen. Erinnert an den Brexit, wo das selbstverständlich ebenso schief geht.

      Oder möchte die Schweiz nur noch weltweite Bank sein?
  • kusel 29.07.2020 08:21
    Highlight Highlight Jetzt rächt sich die Zuwanderung. Das Gefüge droht auseinander zu brechen. Zudem müssen Jobs mit Berufslehren deutlich interessanter gestaltet werden. Gleicher Lohn wie studierte und Senkung der Arbeitszeiten.
    • HugoBalls 29.07.2020 08:39
      Highlight Highlight Zuwanderung würde den Mangel ja genau "füllen".
    • Völkerrechtler 29.07.2020 08:44
      Highlight Highlight Studenten haben gar keinen Lohn...

      ...und auch manch Studiumsabgänger verdient weniger als einer mit Berufslehre und entsprechender Arbeitserfahrung...

      ...weniger Studenten gibts aber, wenn die schulischen Anforderungen an Matura und Studium wieder etwas hochgeschraubt werden...

      ...oder wenn Lehrabgänger wieder als wichtiges Fundament unserer Wirtschaft anerkannt und geschätzt werden...

      ...dann gibt es vielleicht auch wieder ein besseres Gleichgewicht zwischen Akademikern und Leuten mit Lehrabschluss.
    • Posersalami 29.07.2020 09:00
      Highlight Highlight Wieso sollte jemand mit 4 Jahren Ausbildung pauschal (!) gleich viel verdienen wie ich mit 4 (Lehre) + 7 (Studium)?

      Nein, ein Hochbauzeicher kann nicht das gleiche wie Architekt mit Masteraberschluss, vor allen dann nicht, wenn der Architekt auch eine Lehre gemacht hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 29.07.2020 08:20
    Highlight Highlight Ach die guten alten Zeiten als noch Heidi und Peter als Knecht und Magd ausgebeutet werden konnte. Die Jungen wollen heutzutage einfach fair entlöhnt werden und keine schlecht bezahlten Jobs mehr machen! Frechheit! Aber Ausländer wollen wir auch keine! ............
    • Skip Bo 29.07.2020 12:48
      Highlight Highlight Es sind Einmannbetriebe wie meiner, die nicht weitergeführt werden. In der CH werden die Betriebsleiter rar, nicht die Mitarbeiter.
      Motivierte ausländische Erntehelfer, welche die Wahl haben, entscheiden sich freiwillig in der CH zu arbeiten.
  • Hangover 29.07.2020 08:17
    Highlight Highlight Fachkräfte aus dem Ausland führen dazu, dass in ihren Heimatländern die Fachkräfte fehlen oder Fachkräfte wiederum aus dem Ausland angelockt werden.

    Am Schluss bleiben die ärmsten Länder ohne Perspektive, weil deren Fachkräfte abgewandert sind ...

    Das nennt sich Plünderung.


    Nebenbei:
    Bei Fachkräftemangel sollten doch die Löhne in diesen Berufen steigen, oder nicht?
    Und wieso investieren Staat und Unternehmen nicht mehr in die (Weiter-)Bildung?


    Schweiz, du hast aber auch gar nichts begriffen.

    • maylander 29.07.2020 10:05
      Highlight Highlight Offensichtlich sind die Bedingungen in der Schweiz im Vergleich zur EU um so viel besser, dass es zu diesem Brain Drain kommt.
      Im Prinzip müsste die EU ja Ausgleichzahlungen für die Ausbildung der vielen Spezialisten verlangen.

      Wahrscheinlich wäre es Ländern wie Deutschland gerade recht wenn die Schweiz ein wenig Bremsen würde.
    • B-Arche 29.07.2020 17:23
      Highlight Highlight Das ist ein sehr hinterhältiges Argument gegen Einwanderung. Sehr beliebt bei der Querfront aus Ganzlinks und Ganzrechts.
      Wir wollen keine Ausländer, weil die dann nicht ihr eigenes Land aufbauen können (gemeint ist dann sie hätten die Pflicht das zu tun). Von da ist es nur ein kleiner Schritt zur Identitären Bewegung und ihrem "Ethnopluralusmus" (was "Ausländer raus" bedeutet und "heiratet bitte nur National für National homogenen Nachwuchs").
  • mrmikech 29.07.2020 08:09
    Highlight Highlight Auch im ausland fehlen die handwerker und pflegeleute. Man kann also nicht einfach menschen "holen". Es braucht ein umdenken. Mehr lehre anstatt Uni, mehr automatisierung, damit wir unsere bedürfnisse abdecken können.
  • Skip Bo 29.07.2020 08:08
    Highlight Highlight Wie üblich wird eine Initiative von Initativgegnern "umgesetzt" und entsprechend interpretiert.
    "Begrenzung" heisst eindeutig nicht "Schliessung".

    Landwirtschaft: Der Strukturwandel (klein zu gross) ist anerkannter Wille der Wirtschaftskreise und Teilen der GLP, SP. Der Generationenwechsel in den nächsten Jahren wird den Strukturwandel verstärken (auch mein kleiner Betrieb wird nicht weitergeführt, Jurist ist lukrativer...).
    • Nikl 29.07.2020 08:19
      Highlight Highlight SP GLP? woher haben sie denn dass?
    • Skip Bo 29.07.2020 12:41
      Highlight Highlight Nikl, wie ich geschrieben habe in Teilen GLP und SP. Herren Grossen, Bäumle und Flach haben mehrfach die "Ineffizienz" kleinbäuerlicher Strukturen kritisiert. Aus Gewerkschaftskreisen (Lokalpolitiker SP) wird man als Bauer stets mit den neuseeländischen, australischen und kanadischen Farmern gemessen, und gefragt wieso man nicht so billig sei wie diese. Die SP Basis tickt weniger grün und Bio.
  • KentoyourBarbie 29.07.2020 07:50
    Highlight Highlight Komme selber aus einer Arbeiterfamilie und bei uns haben die Eltern von klein auf gesagt: Guck, dass du studierst. Oder zumindest einen Schreibtisch Job machst. Mach es besser als wir. Hätte man eine Ausbildung angestrebt wären die Eltern massiv enttäuscht gewesen. Natürlich haben die Kinder von Akademikern das gleiche zu hören bekommen!

    So ging es den meisten in meinem Alter. Und plötzlich herrscht überall Fachkräfte Mangel und es wird sich beschwert. Was soll man da sagen.
  • Maschmech 29.07.2020 07:50
    Highlight Highlight Ich verstehe die ganze Aufregung um den sogenanten Fachkräftemangel nicht.
    Auch bei einer Annahme der Initiative wird es weiterhin Grenzgänger und Arbeiter aus dem Ausland geben, halt einfach kontrolliert und kontingentiert wie früher. Es soll einfach nicht jeder reinlatschen und sich einen Job suchen können.
    Ich glaube fast jeder der in einer Wekstatt arbeitet hat schon gemerkt wie systematisch inländische, vor allem ältere, Arbeiter durch billigere ersetzt werden.
  • Skip Bo 29.07.2020 07:49
    Highlight Highlight Fazit: Gemäss der CS Studie braucht die CH in den nächsten 10 Jahren eine Zuwanderung von 1,1 Mio. Arbeitskräften um die Arbeitsabgänger zu substuieren, inkl. Familie dürften das rund 2,5 Mio. Menschen sein. Um die Infrastruktur zu erweitern und zukünftige Renten der Zuzüger zu finanzieren braucht es weitere Zuwanderung. Schneballsysteme sind eigentlich verboten...
    Andere Frage: Warum beschliesst das Parlament eine Überbrückungsrente bei Arbeitskräftemangel?
    • Nikl 29.07.2020 08:20
      Highlight Highlight Andere frage wieso finden Arbeitnehmer ü50 nur noch schwer Jobsv
    • Lemony 29.07.2020 08:36
      Highlight Highlight @Nikl. Es gibt sehr viele Menschen in der Schweiz die Ausgesteuert wurden (Gibt es hier eine Dunkelziffer? Man spricht immer nur von der Arbeitslosenquote). Unter anderem sind sicher viele Ü50 davon Betroffen. Mann müsste Arbeitgeber in die Pflicht nehmen, auch ältere Menschen anzustellen. Mir ist aber schon auch klar, dass man Personen (zbs. 60 Jahre) nicht auf den Bau schickt. Dennoch denke ich, dass viele Arbeitsplätze so besetzt werden können.
    • ChillDaHood 29.07.2020 08:38
      Highlight Highlight @Nikl, das ist grösstenteils hausgemacht. Wir müssen dringend die Altersvorsorge so umbauen, dass man nicht am Ende des Erwerbslebens am meisten einzahlen muss (und den Arbeitgeber am meisten kostet) und es soll eine Möglichkeit geben, flexibel zurückzuschrauben (z.B. als 60 jähriger einen weniger anspruchsvollen Job anzunehmen, 70% zu arbeiten oder ähnliches).
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  • Kanuli 29.07.2020 07:41
    Highlight Highlight Sollte sich das nicht ein 2 Dekaden wieder ausgleichen? Zum einen sterben die Baby Boomer dann langsam weg, und zum anderen wird es doch jetzt einen Corona Baby Boom geben. Also statt nun Angst um die Rente und AHV in ein paar Jahren zu haben, sollten wir lieber schauen wie wir die 20 Jahre überbrücken können. Wenn man bedenkt, dass der Corona Kredit etwa 15 Jahre zum abbezahlen dauert, dann sollte das doch machbar sein, speziell wenn absehbar ist, dass in etwa 20 Jahren Linderung eintritt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 29.07.2020 07:56
      Highlight Highlight Liegst du noch im Bett und träumst? Linderung? 😄
    • CalibriLight 29.07.2020 08:23
      Highlight Highlight Aber natürlich gleicht sich das wieder aus. Es ist genauso wie sie sagen.
    • Neruda 29.07.2020 09:02
      Highlight Highlight Haben irgendwo mal gelesen, dass momentan wieder mehr Leute aus der Schule kommen, da es vor 15/20 Jahren einen kleinen Babyboom gab. Das Problem wäre also gar nicht so akut.
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  • Militia 29.07.2020 07:19
    Highlight Highlight Ganz so krass wird das Jobdefizit schlussendlich nicht ausfallen. Die Entlassungswelle aufgrund der fehlenden Aufträge wegen Corona kommt noch. Zudem treiben Firmen schon seit längerem die Digitalisierung voran, die Projekte 2020 und 2025 oder wie sie alle heissen mögen werden bald umgesetzt.
    Ich bin für die Einführung einer Digital-Steuer welche der AHV zugute kommt.
    • Saraina 29.07.2020 09:29
      Highlight Highlight Digital- und Automatiksteuer: Das sowieso!
  • benn 29.07.2020 07:15
    Highlight Highlight Gibt es irgendwo noch echte Journalisten die auch kritisch sind und die andere Seite beleuchten? Warum besteht diese aversie gegen die EU, wie viel Menschen verträgt die Schweiz, Überfremdung, Lohndumping alter Arbeitslosigkeit etc. Nur eine Seite schlecht machen ohne nach den Gründen der Zustimmung zu forschen ist ziemlich kurzsichtig und schlechter Journalismus!
  • Oliver M 29.07.2020 07:14
    Highlight Highlight Und schon mal etwas von Automatisierung gehört? Arbeitskräfte werden immer mehr durch Maschinen ersetzt.
    • Tschowanni 29.07.2020 07:36
      Highlight Highlight Auch dabei schläft unsere Regierung. Es wäre an der Zeit solche automatischen Abläufe zu besteuern, Frage mich langsam wovon die AHV bezahlt werden soll bei steigender Automatisierung.
    • Bruno S.1988 29.07.2020 07:48
      Highlight Highlight Ja, aber in handwerklichen Berufen und im Gesundheitswesen kommt das sicher nicht in den nächsten 15 jahren. Es wären Roboter im Stil von iRobot nötig. Davon sind wir noch etwas weiter entfernt.
    • Pipikaka Man 29.07.2020 07:58
      Highlight Highlight Geht nicht in jeder Branche. Ausserdem sollte man nicht überall so krass die Automatisierung erzwingen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 29.07.2020 06:58
    Highlight Highlight Die grosse wirklich relevante "Corona-Entlassungswelle" ist noch gar nicht da, während in den Medien zwischen den Zeilen wegen der ominös mystifizierten"Babyboomer-Lücke" für Arbeitskräfte aus dem Ausland geworben wird?

    Ja, so spielt man definitiv in die Hände einer SVP-Begrenzungsinitiative.
    • Tschowanni 29.07.2020 07:05
      Highlight Highlight Hab ich mir auch gedacht. Man kann sich auch gleich ins eigene Knie schiessen
  • SoeinName 29.07.2020 06:54
    Highlight Highlight Ist eigentlich simpel; Mehr Lohn für essentielle und Wertschöpfungs generierende Jobs wie in der Gesundheits- Landwirtschafts- und Handwerkerbranche.

  • Wellenrit 29.07.2020 06:52
    Highlight Highlight Abhängig ja das verstehe ich bei hochpreis jops. Bei der anderen seite jedoch nicht! In gewissen branchen wurde dumping nach unten betrieben. Nun ja ob angenommen oder nicht das problehm betrift gesamt europa überall gehen die boomer in pension. 😁💞🎉
  • Reto Kehrli 29.07.2020 06:49
    Highlight Highlight Die fehlenden Arbeitskräfte sind das eine, was mich bei uns in der Firma mehr beunruhigt ist das abfliessende Knowhow.
    Bei uns werden Leute pensioniert die 20-40 Jahre in der Firma waren mit soviel Wissen welches nirgendswo dokumentiert ist.

    Ich habe absolut nichts gegen etwas frischen Wind, aber es braucht für gewisse Dinge einfach Erfahrung und unser Management scheint auf dem Auge ein wenig blind zu sein.
  • Töfflifahrer 29.07.2020 06:46
    Highlight Highlight Ich weiss, es ist ein nicht populärer Vorschlag, aber lasst die jungen Flüchtlinge doch eine Ausbildung machen, haben die dann einen Asyl-Titel oder Bleiberecht können diese eingesetzt werden. Die Abgewiesenen sind dann wenigstens nicht auf der Strasse am rumhängen.
    Zudem, hört endlich auf jeden auf die Uni schicken zu wollen, unser System erlaubt es auch über eine Lehre zu gehen und dann, wenn sinnvoll, ein Studium anzugehen.
    • Wellenrit 29.07.2020 07:06
      Highlight Highlight Ich atbeite in dem Sektor! Das sie können eine machen! Oft reicht es für eine 2 jährige jedoch wollen die meisten einfach arbeiten und fallen von temporär zu temporär Job. Im kochberuf siehst es sehr gut da steigen seit jahren die beanstandungen der Lebensmittel Inspektoren 😓
    • Völkerrechtler 29.07.2020 07:26
      Highlight Highlight Bei vorläufig Aufgenommenen und (anerkannten) Flüchtlingen ist das bereits heute der Fall. In die öffentliche Volksschule gehen können ohnehin alle, inkl. Sans-Papier mit illegalem Aufenthalt.

      Bei Asylbewerbern mit N-Ausweis steht die Integration (noch) nicht im Fokus, weshalb sie (zur Vermeidung von Fehlanreizen) zumindest in den ersten Monaten einem Arbeitsverbot unterliegen.

      Idealerweise sollten die entsprechenden Asylverfahren aber auch nicht Jahre dauern und schnell Klarheit darüber bestehen, ob jmd. bleiben kann oder gehen muss.
    • Gopfridsenkel 29.07.2020 08:23
      Highlight Highlight Bzgl Flüchtlingen bin ich absolut bei dir.
      Das mit der Uni stimmt allerdings nur bedingt und ist Studienrichtungsabhängig. Der Grund für die vielen Grenzgänger in unseren Spitälern ist unter anderem, dass die Kapazität an den Unis für den Studiengang Medizin zu wenig ausgebaut wurde. Bewerber gäbe es genug, nur nicht genug Studienplätze. Im Bereich des Pflegepersonals kenne ich mich nicht aus, aber da könnte ich mir die schlechte Bezahlung als Grund für zu wenig Nachwuchs vorstellen.
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  • Telomerase 29.07.2020 06:46
    Highlight Highlight Na gut, aber wenn mans umkehrt und nun behauptet, die einzige Möglichkeit unsere Wirtschaft zu retten, ist ein unbeschränktes Bevölkerungswachstum, ist das kaum eine nachhaltige Lösung.
    Es ist auch klar, dass pro x Neuzuzüger mehr Ärzte, Pflegepersonen, Handwerker, Detailshandelangestellte, etc. gebraucht werden, die wiederum aus dem Ausland angestellt werden müssen.
    Ein Teufelskreis, wobei die Wirtschaft nur in die Breite wächst, aber der Einzelne kaum von höheren Löhnen profitiert.
  • Fairness 29.07.2020 06:41
    Highlight Highlight Wir werden auch bei der Annahme der Begrenzungsinitiative Leute holen können. Aber die, die wir brauchen und nicht diejenigen, die auch noch unsere ALV und weitere Sozialwerke belasten.
  • Oberon 29.07.2020 06:37
    Highlight Highlight Leider hat bis heute keine Partei eine Idee um die Job Probleme in Zukunft zu meistern.

    Die Begrenzungsinitiative ist auch völlig das falsche Instrument und die negativen folgen wären um einiges höher als der nutzen.
    Dazu kommt, dass so nicht ein Problem auf dem Arbeitsmarkt gelöst wird.

    Zusätzlich brechen uns die Fachleute in den relevanten Berufsgruppen weg. Da gibt es bis heute keine Vorstösse diese aufzufangen.

    Wir puschen in der Schweiz teilweise auch völlig die falschen Jobs. Uns fehlen z.B. Handwerker, Pflegeleute und Landwirte, da keine Anreize gemacht werden.
    • Fairness 29.07.2020 07:06
      Highlight Highlight Wir könnten auch bei einem Ja zur Begrenzungsinitiative holen, wen wir wirklich brauchen. Aber nicht jeder kann einfach kommen.
    • benn 29.07.2020 07:16
      Highlight Highlight Landwirte, echt jetzt uns fehlen Subventionsempfänger?
    • ands 29.07.2020 07:23
      Highlight Highlight @Fairness: Und wer entscheidet, wen man "holt"? Ein Beamter in Bern? Woher weiss der, was gebraucht wird?
      Die Vorstellung, dass sich durch Bürokratie die Zuwanderung positiv lenken lässt ist illusorisch. Man sieht es ja bei Bürgern aus Drittstaaten. Da gibt es zwar Kontingente, doch in der ersten Jahreshälfte werden alle Gesuche bewilligt und in der zweiten alle abgelehnt, weil das Kontingent in der ersten aufgebraucht wurde.
      Zynisch ist, dass die SVP, die immer gegen "die in Bern" wettert, jetzt fordert, dass eben "die in Bern" entscheiden sollen, welche Arbeitskräfte die Wirtschaft benötigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Doplagus 29.07.2020 06:31
    Highlight Highlight Nicht nur fachkräfte. Auch (gute) Lehrlinge. Den letzten motivierten haben wir vor drei Jahren eingestellt. Die anderen sind entweder im falschen job oder denen fehlt die motivation irgendwas richtig zu machen
  • Chnebeler 29.07.2020 06:28
    Highlight Highlight Schon heute sind auf dem Bau wohl min 50% Zuwanderer beschäftigt. Diese Probleme sind Grossteils auch selbstgemacht. Ich weiss aus erster Hand von einem Bewerbungsgespräch von letzter Woche beim Thema Lohn hiess es wir werden uns nicht finden, mehr als 4'000 Brutto bezahlen wir für 100% keinesfalls und dies trotz gefordertem und vorhandenem Lehrabschluss.

    Bezahlt Fachkräfte wie die unverzichtbaren Fachkräfte die sie sind und der Mangel wird in ein paar Jahren Geschichte sein. Liebe Firmen setzt alles daran eure guten Leute zu halten und gute MA verdienen nun mal gute Löhne.
    • Haimmernokeanig 30.07.2020 11:32
      Highlight Highlight @chnebeler
      Min 50%? Eher viel mehr, auf dem Bau würde nichts mehr gehen ohne Einwanderer.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 29.07.2020 06:28
    Highlight Highlight Oh, Babyboomerlücke. Oh, es fehlen Fachkräfte. Oh, was für ein Schmarrn.

    Ausbleibende Kinder bedeutet weniger Umweltbelastung. Das kann nur gut sein. Dieses absurde Schneeballprinzip ist ohnehin zum Scheitern verdammt. Dass man um des Wachstums Willen ständig neue Arbeitskräfte rekrutiert hat ebenfalls nur zur Folge, dass die Umwelt zu Schaden kommt. Aber man will's nicht schnallen. Man ist ja schliesslich WIrtschaftshysteriker... 🙄
    • Posersalami 29.07.2020 10:56
      Highlight Highlight Dann erklär doch einfach, wer die Arbeit macht wenn weniger Arbeiter nachkommen als den Arbeitsmarkt verlassen.

      Ich bin gespannt.
    • Lami23 30.07.2020 22:42
      Highlight Highlight Was wäre dein Lösungsansatz? Und ja ich denke auch, das Wachstum und Umweltschutz sich schlecht verträgt. Kommt aber auch auf den Beruf an.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 31.07.2020 00:29
      Highlight Highlight Grundsätzlich weniger Wachstum ist der Lösungsansatz. Die Antwort auf die Frage, "wer dann die Arbeit macht", ist die, dass dann die Arbeit gar niemand mehr macht, weil es sie gar nicht braucht.
      Schalte mal den TV ein. SRF. Horror. Permanent kommt Werbung und es werden alle dumpfen Existenzen dazu aufgefordert, zu konsumieren, konsumieren, konsumieren. Ich schaue selbst kein TV, aber wenn man gelegentlich wo zu Besuch ist und die Leute wenig Anstand haben, lassen sie den TV laufen. Dann bekommt man dies ungefiltert mit.

      Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?
  • Lotta_80 29.07.2020 06:27
    Highlight Highlight Sorry die Lücke wird halb so gross sein. Wenn ich sehe, wieviele bei uns in der Abteilung quasi noch 'durchgefüttert' werden, die Leistung jesoch schon länger nicht mehr adäquat ist und die Jungen die Dinge übernehmen müssen...und nicht zuoberst auf der Lohnklasse...naja...es gibt reihenweise Junge, die nur auf einen Job warten. Ein paar wenige schwerer ersetzbare wirds allenfalls geben, aber die meisten Jungen bringen Fähigkeiten auf anderen Levels in Digitalisierung, IT, modernen Weiterbildungen...oft kann dann das bisherige veraltete Jobprofil der Stelle eh grad überarbeitet werden
  • Meinung 29.07.2020 06:21
    Highlight Highlight Nun ist doch der perfekte Moment für Unternemen, Menschen ab 50 nicht mehr auf die Strasse zu stellen und durch unqualifizierte zu ersetzten. Die HSG usw. abgänger mögen wohl jede Liste kennen, aber die Basis ist ihnen fremd. Wo bleibt im weitern die Frauenförderung? Davon sehe ich in der realen Schweiz sehr wenig.
    Solange Menschen ab 50 zu "Teuer" sind wird sich nichts ändern.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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