Schweiz
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10 Grafiken zeigen, wie die Coronakrise unser Verhältnis zum Geld verändert

Einige von uns freuen sich über die Kurzarbeit, andere haben den Sport überhaupt nicht vermisst: Eine Umfrage gibt Einblick, wie sich unser Verhältnis zu Geld, Freizeit und Konsum im Lockdown verändert hat.



Die folgenden zehn Grafiken zeigen, was Schweizerinnen und Schweizer zurzeit am meisten vermissen und mit wem sie über ihre Geldsorgen sprechen (Spoiler: Es ist nicht der Bankberater). Die Daten stammen von einer Umfrage der Bank Cler. Sie hat 501 Personen zu ihrer finanziellen und emotionalen Situation während der Coronakrise befragt.

Auch Deine Meinung soll dabei nicht zu kurz kommen: Sag uns in den Umfragen, was Dir im Lockdown am meisten fehlt.

Die Fragen haben wir so übernommen, wie sie von der Studienleitung gestellt wurden.

Wie haben sich Ihre Einnahmen mit dem Lockdown aufgrund des Corona-Virus insgesamt verändert?

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Alle befragten Personen stammen aus der Deutschschweiz und sind zwischen 15 und 65 Jahre alt. Es haben gleich viele Männer wie Frauen teilgenommen. quelle: Bank cler

Für einen grossen Teil der befragten Personen sind die Einnahmen trotz Coronakrise unverändert geblieben. Vor allem die 15- bis 49-Jährigen geben an, noch dieselben Beträge zu erhalten wie bisher. Bei über einem Drittel brachen die Einnahmen hingegen ein: Sie verdienen weniger als zuvor. Sieben Prozent gaben an, mehr als vorher einzunehmen.

Wie haben sich Ihre Ausgaben mit dem Lockdown aufgrund des Corona-Virus insgesamt verändert?

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Die Teilnehmenden wurden in drei Altersgruppen eingeteilt: 15- bis 29-Jährige, 30- bis 49-Jährige und 50- bis 65-Jährige. quelle: bank cler

Deutlich mehr als die Hälfte aller befragten Personen geben weniger Geld aus als noch vor dem Lockdown. Bei einem Drittel sind die Ausgaben unverändert geblieben – die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen sind hier stark vertreten. Bei 13 Prozent haben sich die Zahlungen erhöht.

Sie haben angegeben, während des Lockdowns weniger Geld ausgegeben zu haben. Was machen Sie damit?

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In der Umfrage konnte mehr als nur ein Punkt ausgewählt werden, weshalb die relativen Zahlen in der Summe nicht 100 Prozent ergeben. quelle: bank cler

Eine deutliche Mehrheit (fast 80 Prozent) der Personen, die weniger Ausgaben haben, wollen das Geld sparen. 20 Prozent möchten ihr zusätzliches Polster ausgeben, sobald die Läden ihre Türen wieder öffnen – seit dem 11. Mai ist das der Fall. Die anderen spielen mit dem Gedanken, ihr Geld zu investieren (vor allem jüngere Befragte) oder zu spenden.

Welche zwei der folgenden Dinge, für die Sie normalerweise Geld ausgeben, haben Ihnen am meisten gefehlt?

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quelle: bank cler

Am stärksten vermisst wurden die Besuche in Restaurants von der Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen. 38 Prozent haben hingegen an Fernweh gelitten. Den jüngeren Befragten (15- bis 29-Jahre) fehlte deutlich mehr das Nachtleben und der Einkaufsbummel, als den anderen Altersgruppen. Nur 16 Prozent gaben an, den Sport am meisten zu vermissen, wobei die Sportveranstaltungen signifikant mehr Männern fehlten als Frauen.

Welches der folgenden Dinge, für die Du normalerweise Geld ausgibst, hat Dir am meisten gefehlt?

Welche zwei der folgenden Dinge, für die Sie normalerweise Geld ausgeben, haben Ihnen am wenigsten gefehlt?

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quelle: bank cler

Genau anders herum verhält es sich mit den Dingen, die am wenigsten vermisst wurden: 75 Prozent der befragten Personen scheinen Sport im Allgemeinen nicht wirklich zu vermissen – und Sportveranstaltungen schon gar nicht. Männliche Teilnehmer gaben im Verhältnis deutlich öfters an, dass ihnen Shopping nicht gefehlt hat. Hingegen haben nur 13 Prozent die Restaurants überhaupt nicht vermisst.
Wie sieht es bei Dir aus?​

Welches der folgenden Dinge, für die Du normalerweise Geld ausgibst, hat Dir am wenigsten gefehlt?

Sind Sie bei Ihrer Arbeit zurzeit von Kurzarbeit betroffen?

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quelle: bank cler

Ein Viertel der Befragten gibt an, von Kurzarbeit betroffen zu sein – aber nur elf Prozent empfinden das als belastend. Rund die Hälfte aller Personen ist immer noch wie gehabt am arbeiten. Bedeutend mehr Junge und Ältere gaben an, überhaupt nicht berufstätig zu sein: Es sind die Altersgruppen der Schülerinnen und Schüler, der Studierenden und der Frührentenbezieherinnen und -bezieher.

Hat sich die Rolle, die Geld in Ihrem Leben spielt, durch die Corona-Krise verändert?

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quelle: bank cler

Diese Grafik ist in Bezug auf die wirtschaftliche Situation sehr interessant: Für über 80 Prozent der Befragten ist Geld trotz drohender Rezession nicht wichtiger geworden. 30 Prozenten geben gar an, dass Geld einen weniger hohen Stellenwert als vor dem Lockdown in ihrem Leben inne hat.
Wie sieht es bei Dir aus?

Hat sich die Rolle, die Geld in Deinem Leben spielt, durch die Corona-Krise verändert?

Hat sich die Häufigkeit, in der Sie Ihren Kontostand prüfen, in den vergangenen Wochen verändert?

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quelle: bank cler

Vor allem die mittlere und ältere Arbeitsgruppe prüfen ihren Kontostand nicht öfter als vor der Coronakrise. Nur 17 Prozent beobachten ihre Kontoaktivitäten häufiger. Proportional viele junge Teilnehmende geben in der Umfrage an, den Kontostand sogar weniger abzurufen als vorher.

Hat sich die Bewertung Ihrer persönlichen finanziellen Situation (Einkommen, Ersparnisse, Anlagen, familiäre Sicherheiten etc.) durch die Corona-Krise verändert?

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quelle: bank cler

Auch hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Altersgruppen: Während Jüngere ihre finanzielle Situation generell mehr schätzen, sind viele der 50- bis 65-Jährigen verunsichert. Fast die Hälfte gibt an, dass sich ihre finanzielle Situation unverändert geblieben ist.

Haben Sie im Rahmen der Corona-Krise mit jemandem über Ihre Gedanken oder Sorgen rund um Ihre finanzielle Zukunft gesprochen?

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quelle: bank cler

Obwohl ein Grossteil angab, dass Geld eine unveränderte oder gar geringere Stellung in ihrem Leben einnimmt, haben sich trotzdem die meisten über ihre finanzielle Zukunft ausgetauscht. Über die Hälfte der Befragten tat dies innerhalb des Familien- und Freundeskreises – proportional mehr junge Personen. Sich Gedanken machen aber nicht darüber sprechen wollen ist indes häufiger bei älteren und männlichen Personen vorgekommen. Nur drei Prozent wollten ihre Sorgen mit dem Bankberater ihres Vertrauens teilen – signifikant mehr Männer als Frauen. (adi)

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Das etwas 14.05.2020 15:16
    Highlight Highlight intressant wieviele "noch" sagen geld hätte an stellenwert verlohren.
    mal enrsthaft wenn in den nächsten monaten die rechnung der milliarden subventionen bezahlt werden müssen sieht es dan wirklich noch so aus?

    es ist sehr ifnach ans herz zu appelieren solange bis es an die eigenen brieftasche geht.
    die milliarden die jetzt aufgewendet werden dürfen unsere kinder und deren kindeskinder zum grossenteil abtrage wo bleibt das herz für diese? was sollen die tn wenn auch sie so eine kriese erleben neben der vorverschuldung von uns die wir jetzt so leichtfertig auf sie laden?
  • RichiZueri 14.05.2020 11:03
    Highlight Highlight Bei mir haben sich die Ausgaben einfach verlagert. Musste zwischenzeitlich dann auch die Onlineshopping-Ausgaben reduzieren, weil ich viel zu schnell zu viel bestellt habe. Bringt halt schon eine gewisse Gefahr mit sich.
    P.S: Wenn die Summe der Antworten 99% anstelle 100% ergibt (Bewertung Ihrer persönlichen finanziellen Situation), sollte ggf. die Rundung geprüft werden...
  • re-spectre 14.05.2020 02:56
    Highlight Highlight mir fehlt langsam die angst vor dem virus. wo sind die leeren züge, wo der schöne naturort in der stadt für mich allein. war's das schon mit der nostalgie? leben wir schon mit dem virus? ab wann gibt's wieder kontrolle im öv? wann ist die schöne zeit vorbei? wann ist wieder normalität? sch....
  • Locutus70 13.05.2020 23:41
    Highlight Highlight Wenn ich mir die Grafiken so angucke frage ich mich eigentlich als erstes: Können manche Leute nicht (gut) kochen? ^^
    • Elephant Soup slow cooker recipes 14.05.2020 01:46
      Highlight Highlight solls geben.. jeder so wie er möchte, es scheint ja auch genug leute zu geben, die ausserhalb eines studios keinen sport betreiben können.
    • re-spectre 14.05.2020 03:04
      Highlight Highlight seit meine hanteln in quarantäne liegen und ich vom laufband 2meter abstand halten muss, hat mein zentralganglion entschieden, dass ich, um dem wald zu entkommen, auf den freien start- und landebahnen der antroposphäre am nächsten kommen könnte...
    • Kruk 14.05.2020 03:47
      Highlight Highlight Take away Angebote und Lieferservice gab es ja die ganze Zeit über, dass Leute gerne Auswärts essen hat wohl einen anderen Grund.

      Verstehen tu ichs auch nicht. 😁

    Weitere Antworten anzeigen
  • Jein 13.05.2020 19:30
    Highlight Highlight Schlussfolgerung ist also, wenn man sich die zweitletzte und viertletste Grafik anschaut, das sich entgegen des Titels dieses Artikels für die meisten das Verhältnis zu Geld nicht geändert hat. Aber der Titel bekäme wohl weniger Klicks.

    Mal so am Rande, die ersten zwei Piecharts sind in Sachen Beschriftungen echte Kunstwerke, mir gefällt vor allem der dunkle Text auf dunkelgrünem Hintergrund.
    • Martin Blank 13.05.2020 21:06
      Highlight Highlight Wunderschö
      n
    • plop's fünf 14.05.2020 09:27
      Highlight Highlight Ja, und das runtergefallene "t" in den Kuchengrafiken kann einem auch leid tun.
  • soulpower 13.05.2020 19:22
    Highlight Highlight Die Zahlen zeigen, dass sich bei einer Mehrheit nicht allzuviel verändert hat, ausser dass sie weniger Geld ausgegeben haben für Freizeit und Reisen. Ein Teil der Bevölkerung hat es aber hart erwischt, und es gilt nun, mit etwas Solidarität diesen auch wieder auf die Beine und in ein lebenswertes Leben zu helfen.
  • Wynona 13.05.2020 19:08
    Highlight Highlight Ich selbst hab einen eher tiefen Lohn, gebe praktisch nichts mehr aus da auf Kurzarbeit. Ich bin mir jedoch nicht zu schade das bisschen überschüssige Geld denen zu geben die es dringend benötigen ohne Rückzahlung. Ich hoffe mir wird auch mal jemand den Arsch retten wenn nötig. Besten Dank an die Menschlichkeit.
  • Negan 83 13.05.2020 19:02
    Highlight Highlight Für mich hat es sich Ausnahmsweise mal gelohnt da ich sowieso für einen gescheiten Vorverstärker gespart habe!
  • Roelli 13.05.2020 18:42
    Highlight Highlight Ich denke das Problem bei den 60% die gleichviel Verdienen ist, dass diese Gruppe wahrscheinlich sowiso zu den besser verdienenden gehört.
    Die 34% die weniger verdienen und in Kurzarbeit sind haben auch sonst schon zu kämpfen.
    Leider wird das in dieser Umfrage nicht thematisiert.
    Pass auf eich auf😘
  • Lari Fahri 13.05.2020 18:08
    Highlight Highlight Es haben 501 Personen teilgenommen, aber die Aufteilung der Geschlechter war 50/50 ;D?
  • RBR00 13.05.2020 17:24
    Highlight Highlight Ziemlich verwirrend wenn die relativen Anteile summiert immer was anderes zwischen 141% und 190% ergeben.
  • Schreimschrum 13.05.2020 17:16
    Highlight Highlight Mir fehlt am meisten die Menschlichkeit und die Vernunft.



    ok ich weiss das war deep, ich gehe jetzt Adele suchen...
    • Sarkasmusdetektor 14.05.2020 08:22
      Highlight Highlight Menschlichkeit und Vernunft? Ist das nicht ein Widerspruch in sich?
  • Yogi Bär 13.05.2020 17:15
    Highlight Highlight Geld, Geld , Geld, wie wäre es zum Beispiel von den betroffenen Menschen zu sprechen...
    • Dubio 13.05.2020 18:12
      Highlight Highlight Das wäre dann zB ein anderer Artikel?
    • sowhat 14.05.2020 07:38
      Highlight Highlight Das wäre nicht der Job einer Bank und hier gehts um eine Umfrage, die eine Bank gemacht hat.
  • lilie 13.05.2020 16:54
    Highlight Highlight Schade, dass es nicht auch Fragen zur Solidarität gab: Wer sich wieviele Gedanken gemacht, andere finanziell zu unterstützen in der Krise, seien es Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Geschäftsbeziehungen (z.B. Angestellte oder (Unter-)Mieter) oder auch von Hilfsorganisationen etc.

    Ich bin sicher, niemand sorgt sich nur um sich, sondern überlegt auch, wenn er dazu in der Lage ist, wie er anderen helfen könnte.
    • Irene Adler 13.05.2020 17:12
      Highlight Highlight Ich glaube, wenn jemand schon um seine eigene finanzielle Situation Sorgen macht, der spart lieber, als anderen zu helfen.
    • Garp 13.05.2020 18:10
      Highlight Highlight @Irene Alder Es gibt immer Menschen die bereit sind, das Wenige, das sie haben zu teilen. Und andere eben nicht. Das macht den Menschen erst zum Mensch.
    • lilie 13.05.2020 18:13
      Highlight Highlight @Irene Adler: Gemäss der Studie hat nur 1/3 weniger Einkommen als zuvor. Was übrigens nicht heisst, dass er deswegen mehr Geldsorgen hat, denn es geben ja auch viele an, sie hätten auch weniger Geld ausgegeben.

      Ich bin sicher, dass es viele gibt, welche andere unterstützt haben, und es wäre interessant gewesen zu sehen, wie gross der Anteil ist.

      Es ist einfach, Angst zu schüren mit solchen Fragen - es wäre genau so einfach, an unsere Fähigkeit zur Solidarität zu erinnern durch die entsprechenden Fragen.
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