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Diese Polizeibilder aus der Schweiz schafften es zu Weltruhm

Arnold Odermatt war Polizist. Und er war leidenschaftlicher Fotograf. Dass seine Bilder dereinst um die Welt gehen würden, ahnte wohl niemand – sicher nicht Odermatt selbst.



Als Arnold Odermatt 1948 in den Polizeidienst in Nidwalden eintrat und seine Vorgesetzten darum bat, Fotos von Unfällen zu schiessen, ahnte vermutlich niemand, dass seine Bilder Jahrzehnte später einmal an einer Biennale gezeigt würden. Und seine Fotos internationalen Ruhm erlangen. Aber Odermatt machte eben nicht bloss Unfall-Fotos, sondern er machte aus Unfällen Kunstwerke. «Neuzeitliche romantische Landschaften mit Unfall», nannte sie einst der berühmte Kurator Harald Szeemann.

Der ehemalige Polizist und Fotograf Arnold Odermatt posiert mit seiner Kamera, am Freitag, 27. Mai 2005 auf dem Dorfplatz in Stans. Der Nidwaldner Fotograf Arnold Odermatt feiert am Sonntag, 29. Mai 2005 seinen 80. Geburtstag. 40 Jahre lang arbeitete er bei der Nidwaldner Kantonspolizei, bevor er nach der Pensionierung in den fruehen 90er Jahren als Fotograf entdeckt wurde. Odermatt lernte urspruenglich Baecker, doch musste er den Beruf aus gesundheitlichen Gruenden aufgeben. 1948 trat er bei der Nidwaldner Polizei ein. Dort machte er einerseits Karriere, stieg zum Chef der Verkehrspolizei und schliesslich zum Vizekommandanten auf. Gleichzeitig wurde er zu einem Pionier der Polizeifotografie. Er fuehrte naemlich das Bild als Arbeitsinstrument ein, so etwa bei Unfaellen. Anderseits dokumentierte er auch den Strassenbau, die interne Arbeit bei der Polizei und die Entwicklung Nidwaldens. (vgl. sda-Text vom 28. Mai) (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Arnold Odermatt. Bild: KEYSTONE

Odermatt entwickelte die Aufnahmen anfänglich bei sich zu Hause und ergänzte seine Unfallprotokolle um das Bildmaterial. Nachdem seine Fotografien sich als hilfreich bei Gericht erwiesen, wurde in einer Kammer der Polizeistation eine Dunkelkammer für ihn eingerichtet.

Vom Sohn entdeckt

Arnold Odermatts poetische Landschaftsaufnahmen mit Autounfällen wurden erst Jahre nach ihrer Entstehung von seinem Sohn, dem Filmemacher Urs Odermatt, entdeckt.

Der heute 92-jährige Arnold Odermatt sträubte sich immer etwas gegen eine Klassifizierung seiner Fotografien, die über sein grosses Interesse an der Fotografie und seine akribische Arbeitsweise hinausging. 

Doch der Erfolg gab dem Sohn Recht, und plötzlich ging alles schnell. Der international geschätzte schweizerische Kurator Harald Szeemann nahm die Fotografien in seine, von ihm kuratierte Venedig Biennale von 2001 auf. Danach gingen die Fotografien des Polizisten um die Welt.

Die Photobastei in Zürich zeigt vom 20. Januar bis 5. März 2017 Odermatts Bilder. Ein Vorgeschmack gibt es hier:

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«Neuzeitliche romantische Landschaften mit Unfall»...
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