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In Farbe: Vor exakt 70 Jahren wurde Winston Churchill in Zürich wie ein Superstar empfangen



Kennst du dieses Bild?

Hans Staub - Winston Churchill in Zurich, Switzerland, 1946. (KEYSTONE/Fotostiftung Schweiz/Hans Staub)

Hans Staub - Winston Churchill in Zuerich, 1946. (KEYSTONE/Fotostiftung Schweiz/Hans Staub)

kolorierung: watson/dana keller

Wenn ja, dann hast du wahrscheinlich das Original schon gesehen:

Hans Staub - Winston Churchill in Zurich, Switzerland, 1946. (KEYSTONE/Fotostiftung Schweiz/Hans Staub)

Hans Staub - Winston Churchill in Zuerich, 1946. (KEYSTONE/Fotostiftung Schweiz/Hans Staub)

originalBild: keystone/FOTOSTIFTUNG SCHWEIZ/hans staub

Es zeigt den britischen Staatsmann Winston Churchill, wie er am 19. September 1946, also exakt vor 70 Jahren, über die Zürcher Münsterbrücke fährt. Zuvor hat er an der Universität seine berühmte Europa-Rede gehalten.

originalbild: KEYSTONE/Fotostiftung Schweiz/Hans Staub
kolorierung: watson/dana keller 

Löst die farbige Version bei dir das Gefühl aus, ein historisches Ereignis plötzlich mit den Augen der Gegenwart zu sehen? Dann hast du soeben das Phänomen «Colorized History» erlebt.

Weitere Beispiele gefällig?

Anbauschlacht

Männer ernten 1942 auf dem Platz vor dem Opernhaus in Zürich Kartoffeln, die dort im Rahmen der Anbauschlacht (Plan Wahlen) während des Zweiten Weltkriegs zur Steigerung des Selbstversorgungsgrads angepflanzt wurden. originalbild: photopress-archiv/keystone
kolorierung: watson/dana keller 

Kaisermanöver

Im September 1912 besucht der deutsche Kaiser Wilhelm II. die Schweiz. Er besichtigt ein Manöver der Schweizer Armee und wird in Zürich und Bern empfangen. Die Uniformwahl des Kaisers fassen einige als Provokation auf: Er trägt die Farben des Neuenburger (ehemals preussischen) Garde-Schützen-Bataillons. originalbild: KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV
kolorierung: watson/dana keller

Ferdinand Hodler

Der Schweizer Künstler Ferdinand Hodler malt 1915 in seinem Ateliergarten in Genf das «Bildnis Emma Schmidt-Müller». originalbild: kEYSTONE/fotostiftung schweiz/Gertrud Dübi-Müller
kolorierung: watson/dana keller

Nelly Diener

Nelly Diener, Europas erste Flugbegleiterin, 1934 vor der Curtiss Condor der Swissair auf dem Flugplatz Dübendorf. Im selben Jahr kommt sie beim Absturz dieser Maschine ums Leben. originalbild: ETH Zürich/stiftung Luftbild Schweiz
kolorierung: watson/dana keller

Sehen, was der Fotograf damals sah

Nachträglich eingefärbte Schwarzweiss-Fotos zeugen seit jeher vom Wunsch nach mehr «Realitätsnähe». Früher endete das sogenannte Kolorieren meist in Kitsch, inzwischen hat Photoshop das Genre revolutioniert. Einer der besten seines Fachs ist Dana Keller aus Boston.

Der junge Amerikaner erklärt sich die Faszination mit einem Gefühl der Distanziertheit, das historische Schwarzweiss-Aufnahmen beim Betrachter auslösen. Dies, weil sich unsere Augen an Farbbilder gewöhnt haben.

«Farbe kann einen Eindruck dessen vermitteln, was der Fotograf damals wirklich durch seine Linse sah.»

dana keller

Auf dem Internetforum Reddit gibt es die sehenswerte Subkategorie «ColorizedHistory», wo Kellers Arbeiten auf viel Zuspruch (in Form von «Upvotes») stossen. Aus Schweizer Sicht ist allerdings zu beklagen, dass es sich fast ausnahmslos um Bilder aus der amerikanischen Geschichte handelt, was das Erlebnis deutlich schmälert.

watson hat sich deshalb entschlossen, einige ikonische Aufnahmen aus der Schweiz von Dana Keller einfärben zu lassen. Die Farbdetails sind wo immer möglich aus historischen Quellen belegt.

Was lösen die kolorierten Bilder bei dir aus?

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