Schweiz
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Zürcher Regierungsrat will kein «alternatives» Hardturmstadion



Die Bauarbeiten zum Abbruch des Hardturm-Stadions beginnen am Donnerstag, 4. Dezember 2008 in Zuerich. Das Stadion Hardturm war seit September 2007 leer gestanden. Gegen die entsprechende Bewilligung der Stadt Zuerich ist kein Rekurs eingegangen. Die Arbeiten dauern bis im Fruehling 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Nichts für schwache GC-Nerven: Der Abriss des alten Hardturmstadions. Bild: KEYSTONE

Der Zürcher Regierungsrat will keinen alternativen Standort für ein Fussballstadion suchen. Ein Postulat fordert dies aber, da eine weitere Volksabstimmung das bereits bewilligte Hardturmstadion torpedieren könnte.

Der Regierungsrat lehnt das CVP-Postulat ab, das eine Suche nach einem alternativen Standort für ein neues Fussballstadion fordert. Wie er in seiner Antwort vom Donnerstag schreibt, haben die Stimmberechtigten der Stadt Zürich dem Stadionprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Hardturmstadions zugestimmt.

Eine weitere Standortsuche würde von der Bevölkerung wohl nicht akzeptiert. Zudem sei er auch nicht dazu legitimiert, andere Standorte für den Stadionbau zu suchen, schreibt der Regierungsrat.

Die CVP-Postulanten argumentierten, dass die IG Freiräume Zürich West das Referendum gegen das heutige Projekt ergriffen hatten. Bei einer allfälligen Volksabstimmung könnte der private Gestaltungsplan für das Hardturmstadion deshalb doch noch scheitern.

Der Kantonsrat wird in einer der kommenden Sitzungen entscheiden, ob er das Postulat an den Regierungsrat überweisen will.

Vorschlag Rangierbahnhof

Als alternativer Standort schlugen die Postulanten eine Teil-Umnutzung des Rangierbahnhofs Limmattal vor. Dieser sei ohnehin schlecht ausgelastet. Erst im Oktober hatte der Stadtzürcher Gemeinderat dem Gestaltungsplan zugestimmt. Es gelte, den Volkswillen vom November 2018 zu akzeptieren, so die Mehrheit.

Während sich die SP enthielt, stimmten die Grünen gegen das Projekt. Sie wollen «keine Europaallee 2 mit all den negativen Auswirkungen auf die Stadt», wie ein Sprecher sagte. Ein paar Tage später ergriff die IG Freiräume Zürich West das Referendum. Die Frist für die benötigten 2000 Unterschriften läuft am 15. Dezember ab, also am kommenden Sonntag. (aeg/sda)

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
dechloisu
12.12.2019 13:57registriert November 2016
Ich bin absoluter Demokrat und rechne unser System als ziemlich das beste ein.
trotzdem geht es in einigen Dingen etwas zu weit.
Es kann doch nicht sein dass das Stimmvolk zu (setze ein beliebiges Bauprojekt ein) ja sagt und dann 100`000 mal Einspruch erhoben werden kann.
Ab einem Punkt muss doch mal gut sein.
So kommt man einfach keinen Schritt weiter.
Auch mir gefällt nicht alles, aber man muss damit leben können dass die Steuern nicht immer genau so eingesetzt werden wie ich es gerne hätte
1949
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SR 210
12.12.2019 13:46registriert February 2019
Die Hardturm-Posse geht also abermals in die nächste Verlängerung. Es macht mir Angst, dass ich SVP-Jargon benütze, aber der Volkswillen gilt es zu akzeptieren. Auch wenn den Grünen das nicht gefällt. Das ist nunmal Demokratie. Und die "IG Freiraum"-Menschen erinnern mich eh schon länger an Personen, welche neben einen Flughafen ziehen um sich dann über den Fluglärm zu beschweren.
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Don R. Wetter
12.12.2019 13:47registriert February 2019
Ich verstehe das nicht. Die Bevölkerung hat abgestimmt und ja gesagt zum neuen Stadion, es gibt keinen Grund mehr, warum da kein Stadion hinkommen soll. Zürich macht sich mit diesem hin und her einfach lächerlich.
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