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Von der Bestellung bis zur Lieferung – ein Drama in 5 Akten

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Heutzutage gibt es kaum etwas, was sich nicht nach Hause liefern lässt. Schön einfach und bequem. Doch diese bequeme Einfachheit bezieht sich (leider) nur auf den zu betreibenden Aufwand und nicht auf unser emotionales Innenleben ...

Egal, was wir wollen, es ist in der Regel nur ein paar wenige Klicks (und aufmerksam durchgelesene und besten Gewissens akzeptierte AGBs natürlich!) von uns entfernt. Ein Leben, wie es komfortabler kaum sein könnte.

Dabei darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass die seelische Achterbahn, die wir in der Zeit zwischen Bestellung und Lieferung durchlaufen, auch ihren Preis hat. Auch wenn es Jammern auf hohem Niveau ist, so ist dies doch der Stoff, aus dem hochklassige Dramen bestehen.

Der erste Akt

Am Anfang war die Unschuld. Wie immer eigentlich. Denn hinter den wenigsten Bestellungen steht ein Vorsatz. Was kontraintuitiv klingt, hat eine relativ simple Begründung.

Das Produktattraktivitätsparadoxon:

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Bild: watson

Dieser Umstand gestaltet das Auswahlprozedere höchst unberechenbar. Für unser Innenleben ist dies bereits ziemlich auslaugend, sind wir uns doch der Irrationalität des Prozesses insgeheim gewahr.

Wie die Pro-Kontra-Liste so in etwa aussieht:

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Bild: watson / shutterstock

Was unser Gehirn sieht:

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Gif: watson / shutterstock

Machtlos ergeben wir uns dieser Absurdität und bestellen mit überraschend gutem Gewissen irgendwas, von dem wir bisher nicht wussten, dass wir es brauchen. Diese Inkongruenz zwischen Kopf und Bauch legt derweil den Grundstein für das sich entfaltende Drama.

Gleich geht's weiter mit dem Drama, vorher ein kurzer Werbe-Hinweis:

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Und nun zurück zur Story ...

Der zweite Akt

Wie ein gekehrter Handschuh hast du alle Zweifel aus dem ersten Akt abgelegt. Was auf der Bühne oder der Leinwand als nicht nachvollziehbare Charakterentwicklung kritisiert werden könnte, ist in dieser Realität eine blanke Tatsache. Und als Zeichen deiner geistigen Emanzipation schreckst du natürlich nicht davor zurück, diese öffentlich kundzutun.

Dabei basiert der Inhalt deiner Erzählungen auf folgendem Dogma:

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Bild: memecreator / watson

Während Endorphine und Dopamine in deinem Gehirn also ihr bestes Leben leben, sieht sich dein Mund zusehends dazu genötigt, diese Glückseligkeit in überhasteten verbalen Einwänden nach aussen zu tragen.

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bild: watson / shutterstock

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bild: watson / shutterstock

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Bild: shutterstock

Der dritte Akt

Just in dem Moment, in dem du denkst, dass das Leben nicht schöner sein könnte, tut es genau dies. Denn du erhältst eine Benachrichtigung, die es dir ermöglicht, deine Bestellung zu verfolgen. Welch süsser Hauch von Tatsächlichkeit sich so mit dem einstigen Traum vermählt!

Was du eigentlich tust:

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bild: watson / shutterstock

Wie sich das Verfolgen deiner Sendung anfühlt:

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gif: watson / shutterstock

Der vierte Akt

Doch all jener Optimismus, der dich im vorherigen Akt noch angetrieben hat, beginnt zu schwinden. Es ist der tiefe Fall des Helden in unserem Drama. Dabei werden die fünf klassischen Stadien der Trauer intensiv im Schnelldurchlauf durchlebt.

Das erste Stadium: Leugnen

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Bild: watson / shutterstock

Das zweite Stadium: Zorn

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bild: watson / shutterstock

Das dritte Stadium: Verhandeln

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bild: watson / shutterstock

Das vierte Stadium: Trauer

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bild: watson / shutterstock

Das fünfte Stadium: Akzeptanz

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bild: watson / shutterstock

Anders als die von Elisabeth Kübler-Ross vorgeschlagenen fünf Stadien der Trauer, kommt in diesem Drama aber noch ein sechstes hinzu ...

Das sechste Stadium: Vergessen

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bild: watson / shutterstock

Der fünfte Akt

Das Leben geht unbehelligt weiter. Man lacht, man weint, man verdient, man verprasst. Bis es eines lauen Mittags unverhofft an der Tür klingelt. Überrascht huschst du zum Spiegel für den obligaten Kontrollblick, schliesst nichtsahnend die Tür auf ...

... und:

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gif: watson / shutterstock

Da ist es. Verloren geglaubt straft das einst bestellte Paket jegliche Zweiflerinnen und Zweifler, beweist, dass es auch in der heutigen Zeit noch so etwas wie Wunder gibt und bietet sich dir demütig dar. Zärtlich winden sich deine Hände um die Legende aus Karton, öffnen sie sowohl behutsam, als auch bestimmt.

Deine hungrigen Augäpfel verlangen nach dem Inhalt – du gibst dem Drang na-

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bild: watson / shutterstock

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gibus 23.09.2020 16:05
    Highlight Highlight hihi

    tracking, die neue Art um die Welt zu reisen ohne den kleinen Zeh bewegen zu müssen
  • DieFeuerlilie 23.09.2020 12:14
    Highlight Highlight Genau.
    Und zur Überbrückung der Wartezeit dann zur Klimademo..
    Weil der persönliche Konsum ja so garnichts mit dem Klimawandel zutun hat.. 😁
  • w'ever 23.09.2020 10:23
    Highlight Highlight modernste tracking technologie. lieferung erfolgt "im laufe des tages".
  • Der Rückbauer 23.09.2020 08:41
    Highlight Highlight Schwiizerdüütsch - swere Sprak.
  • Kaffeesatz 23.09.2020 07:53
    Highlight Highlight Shit, die Rechnung ist auch schon da. Nöchscht Monet passts de scho mit zahle. Eifach dä Monet dr Gürtel änger schnalle.
    👌
    • giovaJPS 23.09.2020 08:47
      Highlight Highlight Ou, die 2. Mahnig isch au schu kho. Ach, das hät no Ziit :-)
    • Jamaisgamay 23.09.2020 09:59
      Highlight Highlight Bei mir meist so ...
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