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Borussia Dortmund's defender Manuel Akanji, center, attends a training session ahead of Wednesday's Champions League group F soccer match against Inter Milan, at the San Siro stadium, in Milan, Italy, Tuesday, Oct. 22, 2019. (Roberto Bregani/ANSA via AP)

Vielleicht trainiere ich auch während meinen Ferien mal zusammen mit Jadon Sancho. Bild: AP

Akanjis Revier

Wie mein Sportprogramm in den Ferien aussieht und weshalb der BVB weiss, ob ich trainiere

In der Winterpause nur auf der faulen Haut liegen? Das kann ich mir nicht erlauben. Darum ist in meinen Ferien auch das individuelle Sportprogramm von unserem Athletik-Trainer dabei – und drei gute Teamkameraden.

Manuel Akanji
Manuel Akanji



Ihr mögt es kaum glauben, aber ich bin ein Typ, der einfach mal nichts machen kann. Nach der intensiven Hinrunde haben wir vom Trainer-Staff bis am 26. Dezember diese Ruhe sogar «verordnet» bekommen.

Das war für mich wichtig, denn oberste Priorität hat während der Winterpause, dass ich mich mental und körperlich gut erhole.

Weil wir erst am 3. Januar wieder im Training sein müssen, liegen für mich zehn Tage Ferien in Dubai drin. Wobei ich «Ferien» etwas relativieren möchte. Sämtliche Spieler bei uns haben nämlich einen individuellen Trainingsplan erhalten. Weil ich so viele Spiele absolviert habe, fällt mein Programm allerdings nicht so happig aus wie bei einigen Teamkollegen, die weniger Einsätze hatten.

Mein Trainingsprogramm umfasst unter anderem zwei Intervallläufe und einen Ausdauerlauf. Das Kraft- und Stabilisationstraining gehört sowieso immer dazu. In unserem individuellen Programm steht, an welchen Tagen wir unsere Einheiten absolvieren sollten. Da steckt System dahinter. Unser Athletik-Trainer hat in Zusammenarbeit mit dem restlichen Staff diesen Plan entworfen und weiss genau, wann wir wie viel trainieren müssen, damit wir in möglichst guter Verfassung im neuen Jahr ins Training zurückkehren.

Es hat aber auch Trainings auf dem Plan, die frei gestaltet werden können. Während 30- bis 40-minütiger Aktivität muss ich dabei einen gewissen Pulswert erreichen. Ich kann in diesem Fall selbst entscheiden, ob ich lieber schwimme, Velo fahre oder mich anderweitig sportlich betätige.

Mein Training kann übrigens ziemlich genau getrackt werden. Hierzu trage ich einen Pulsgurt, der die Daten direkt nach Dortmund schickt. So können meine Trainer anhand der Herzfrequenz genau verfolgen, wann und in welcher Intensität ich mein Training absolviert habe.

Und dann gibt es noch die Waage. Wir wägen uns regelmässig, allerdings nicht auf den Tag genau vor und nach den Ferien. Klar ist, dass ich es mir nicht leisten kann, viel Gewicht zuzulegen. In den Ferien muss ich jeweils besonders vorsichtig sein, weil ich weniger Sport mache als während der Saison. Da muss ich schon sehr auf die Ernährung achten – es liegt zwar vielleicht mal ein Drink drin, mehr aber nicht. Mir geht es diesbezüglich gleich, wie euch wahrscheinlich auch: Wenn ich nicht regelmässig trainiere und auf meinen Lebensstil achte, nehme ich zu – das ist bei meinem Job natürlich ein No-Go. Um mein Programm seriös durchzuziehen, schaue ich schon bei der Buchung des Hotels darauf, dass es ein gut ausgerüstetes Fitnesscenter hat.

Ach ja, ich habe noch weitere News aus meinen Ferien:

Was das Erledigen des Trainingsprogramms während den Ferien viel leichter macht, ist gute Gesellschaft. Ich verbringe meine Ferien in Dubai zusammen mit meinen Teamkollegen Julian Weigl und Marco Reus. Mit den beiden Jungs komme ich auch abseits des Platzes richtig gut aus. Zusammen das Fitness-Programm durchzuziehen, macht dann auch viel mehr Spass als sich alleine abzumühen.

Versteht mich jetzt nicht falsch, wir verbringen schon nicht Tag und Nacht zusammen. Weil sich aber auch unsere Partnerinnen so gut verstehen, harmoniert es super, wenn wir uns auch in den Ferien regelmässig sehen, zusammen Essen gehen und gemeinsam Ausflüge planen.

Marco und Jule sind übrigens nicht die einzigen Mannschaftskameraden, die ich in Dubai sehen werde. Jadon Sancho hat mir bereits geschrieben, dass er auch dort sein werde …

Bild

bild: sven germann

Akanjis Revier

Von Wiesendangen auf die grosse Fussballbühne: Manuel Akanji hat sich als Bundesligaspieler und in der Schweizer Nati etabliert.

In seinem Blog auf watson erzählt der 25-Jährige aus dem Leben eines Profifussballers. Unverblümt, authentisch, anekdotenreich – mit einem spannenden Einblick auf und neben das Spielfeld.

Mehr von Manuel Akanji gibt's hier:
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