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Frederic Chassot, entraineur assistant du FC Sion, donne ses consignes lors d'un entrainement ce mardi 15 juillet 2014 au stade de la porte d'octodure a Martigny. (KEYSTONE/ Maxime Schmid)

Fredy Chassot: Bis jetzt läuft in Sion alles nach Plan. Bild: KEYSTONE

Der Interimstrainer sichert sich ab

Darum kann das Chassot-Experiment zur Dauerlösung werden

Sions Interimstrainer Frédéric Chassot geht auf Nummer sicher und behält eine 30-Prozent-Anstellung bei der Securitas. Wird er gerade deshalb endlich zur Konstante in Christian Constantins verrücktem Trainer-Karussell?



Frédéric Chassot war bei Sion schon vieles: Spieler, Marketingchef, Assistenzcoach, Sportchef und U21-Trainer. Nur Präsident war er noch nie. Jetzt ist Chassot Coach der ersten Mannschaft. Der Grund für die Beförderung des 45-Jährigen ist bekannt: Der prädestinierte Trainer Claudio Gentile ist nie im Wallis aufgetaucht. 

Weil Chassot nicht über die nötige Uefa-Pro-Lizenz verfügt, hat ihm Präsident Christian Constantin Stefano Maccoppi als Assistent zur Seite gestellt. Zusammen mit dem früheren Locarno-Trainer coachte er die Walliser beim Saisonauftakt in Luzern zu einem beachtlichen 1:1. Im letzten Jahr musste man bei den Wallisern schliesslich sieben Runden auf das erste Tor warten.

20.07.2014; Luzern; Fussball Super League - FC Luzern - FC Sion; Trainer Frederic Chassot (Sion) gibt seinen Spielern Anweisungen. (Madeleine Duquenne/Meienberger Photo/freshfocus)

Chassot leidet an der Linie mit vollem Einsatz mit. Bild: Madeleine Duquenne/freshfocus

Christian Constantin schien mit der Leistung seiner Mannschaft und der Arbeit des Trainers zufrieden zu sein, jedenfalls harrte er die ganzen 90 Minuten auf seinem Platz auf der Tribüne aus. Nach der Partie zeigte sich sein Gemütszustand noch deutlicher. «Wenn es mit dem Duo gut läuft, sehe ich keinen Grund, etwas zu ändern», erklärte CC.

Chassot behält 30-Prozent-Pensum

Eigentlich hatte Chassot in Constantins Planungen längst keine Rolle mehr gespielt, doch als Gentile und dessen Assistent Roberto Gallia sich nicht blicken liessen, schlug die Stunde des Freiburgers. Zwar hatte Chassot bereits eine Anstellung als Personalchef bei der Securitas für die Regionen Freiburg, Neuenburg und Jura, doch CC hängenzulassen, kam für ihn nicht in Frage.

Le president du FC Sion, Christian Constantin, gauche, et Frederic Chassot, entraineur assistant, droite, parlent lors de la conference de presse de debut de saison ce mardi 15 juillet 2014 a la porte d'octodure a Martigny. (KEYSTONE/ Maxime Schmid)

Constantin rief, Chassot kam: Doch wie lange darf der Interimstrainer bleiben? Bild: KEYSTONE

So ganz traut Chassot der Sache offenbar nicht. Ein 30-Prozent-Pensum bei der Securitas möchte er trotzt guten Aussichten behalten. Sicher ist sicher. Schliesslich kennt er CCs Gepflogenheiten schon seit Jahren.

Aber gerade weil er Constantin und den Verein so gut kennt, könnte Chassot im Wallis zur Dauerlösung werden. Der einstige Stürmer hat lange im Nachwuchsbereich des zwölffachen Cupsiegers gearbeitet und weiss, wie man mit jungen Spielern umgehen muss. Dass die Chemie in der Mannschaft stimmt, hat sich bereits im Trainingslager angedeutet.

Constantin will in den Europacup

Constantins Vorgabe ist aber klar: Ein Europacup-Platz. «Warum sollen wir dieses Ziel nicht erreichen?», fragt Chassot. «In der letzten Saison hatte Sion zwölf neue Spieler. Jetzt ist die Mannschaft zusammengewachsen. Ich bin sicher, dass sich die Erfahrung auszahlen wird.»

Jubel bei den beiden Aarauer Torschuetzen Frederic Chassot, rechts, und Rainer Bieli, links, nach dem komfortablen 3:6 Sieg Aaraus ueber Vaduz, am Mittwoch, 21. Mai 2003, beim Fussball Auf-/Abstiegsrundenspiel zwischen dem FC Vaduz und dem FC Aarau im Vaduzer Rheinparkstadion . (KEYSTONE/Eddy Risch)

Der damalige Aarau-Stürmer Chassot freut sich 2003 mit Rainer Bieli über sein Tor gegen Vaduz. Bild: KEYSTONE

Die zweite Bewährungsprobe für Chassot wartet bereits heute in Aarau, bei seinem einstigen Arbeitgeber. In der Saison 2002/03 erzielte der Walliser für den heutigen Gegner in 31 Spielen acht Tore. «Ich hatte im Brügglifeld eine schöne Zeit», blickt der 45-Jährige in der «Aargauer Zeitung» zurück. «Alle waren gut zu mir. Im Laufe der Zeit wurde ich sogar zum Publikumsliebling.»

Elf Jahre später freut er sich zwar auf das Wiedersehen, die Punkte würde er trotzdem gerne mitnehmen. Denn trotz aller Vorsicht: Chassot würde einen festen Job auf Sions Trainerbank der Anstellung bei der Securitas sicher vorziehen.

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