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Die NHL plant Playoffs in Vancouver und Vegas – doch die Skepsis der Spieler wächst



Die National Hockey League (NHL) arbeitet weiterhin an ihren Plänen, die Playoffs der Saison 2019/20 doch noch durchzuführen. Es ist bereits eine Weile her, dass Liga und Spielergewerkschaft das 24-Teams-Format bestätigt haben.

Mittlerweile haben die Teams Phase 2 in der «Rückkehr zum Spiel», wie es die Liga nennt, eingeläutet. Das bedeutet, dass Spieler in Kleingruppen wieder gemeinsam auf dem Eis trainieren dürfen. Seit heute dürfen die Gruppen bis zu zwölf Spieler umfassen. Phase 3 – Trainingscamps der ganzen Mannschaft – soll am 10. Juli starten. Ernstkämpfe würden dann ab dem 30. Juli in zwei von den NHL bestimmten Städten ausgetragen werden.

Momentan ist noch nicht offiziell bestätigt, welche zwei Städte als sogenannte «Hub-Cities» dienen sollen. Doch gemäss einem Bericht von «The Athletic» sollen sich Vancouver und Las Vegas in der Pole Position befinden. Auch Edmonton habe weiterhin gute Karten, sollte eine der anderen Städte überraschend doch die Segel streichen müssen. Definitiv aus dem Rennen sind derweil Columbus, Ohio und Saint Paul (Minnesota).

Während mögliche Spiele in Vancouver Sinn ergeben – die Provinz British Columbia meldet derzeit nur rund 180 aktive Fälle von Covid-19 –, sieht es in Las Vegas doch anders aus. Alleine in der letzten Woche wurden im Bundesstaat Nevada über 1700 Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet. Die Kurve zeigt nach oben.

Die Behörden in Las Vegas scheinen der NHL aber zu versichern, dass die Spieler dort komplett vom Rest der Bevölkerung abgeriegelt sein können. Das ist sicher nicht unrealistisch, stehen in der Stadt des Glücksspiels doch unglaublich viele Hotels zur Verfügung, die momentan kaum ausgelastet sind.

Vancouver und Edmonton setzen dagegen eher auf die «Olympisches-Dorf-Atmosphäre». Spieler und Staff sollen in Hotels rund um die jeweilige Arena einquartiert werden. Dort gäbe es für die Mannschaften auch speziell organisierte Freizeitangebote und – im Gegensatz zu Vegas – stünden auch viele zusätzliche Eisfelder für Trainings zur Verfügung.

Ein definitiver Entscheid über die «Hub-Cities» wird Ende dieser Woche erwartet. Dafür braucht die NHL aber auch wieder grünes Licht von der Spielergewerkschaft. Und dort sind nicht mehr alle mit den Plänen der Liga einverstanden – insbesondere weil letzte Woche bekannt wurde, dass elf NHL-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Das führte dazu, dass das Trainingscenter der Tampa Bay Lightning geschlossen werden musste. Auch bei den Arizona Coyotes und den Toronto Maple Leafs habe es positive Tests und daraus resultierende Einschränkungen für die Trainingsgruppen gegeben.

Steven Stamkos Reaktion auf die Meldung, dass nun grössere Trainingsgruppen erlaubt sind.

«Keine Chance, dass wir spielen», sagt ein anonymer Spieler gegenüber «The Athletic». Es ergebe einfach keinen Sinn, da man noch mitten in einer Pandemie sei und es nur noch mehr positiv getestete Spieler geben werde. Gemäss ESPN ist etwa die Hälfte der Spieler gegen eine Fortführung der Saison. Einige Spieler befürchten deshalb, dass die Spielergewerkschaft bei künftigen Abstimmungen nicht alle Spieler, sondern nur die Vorstandsmitglieder entscheiden lässt, um ein mögliches Nein zu vermeiden.

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ehrenmann 24.06.2020 14:38
    Highlight Highlight Lol in Vegas ohne zusätzliche Eisfelder :) Wunderbar für 12 (!!) Teams dort. Nicht mal ein Training pro Tag und das wäre imens Wichtig zum Auslaufen bzw. die Bänkliwermer auf trab zu halten, falls sich jemand verletzt...
  • AndOne 23.06.2020 22:51
    Highlight Highlight Möchte garnicht wissen, wie gross das Geschrei wird, sollte ein Spieler erkranken und im schlimmsten Fall sterben.
  • MaskedGaijin 23.06.2020 20:58
    Highlight Highlight Wenn man sich die Fälle in Florida anschaut, ist es kein Wunder musste das Trainingsgelände von Tampa geschlossen werden.
  • Bobby Sixkiller 23.06.2020 16:36
    Highlight Highlight Brecht doch diese Saison einfach ab. Das hat alles einfach keinen Sinn! Lieber dann hoffentlich im Oktober wieder neu starten!
  • marak 23.06.2020 16:19
    Highlight Highlight Ob es stattfindet ist mal die erste Frage. Interessant wird es, wenn man wirklich spielen will. Nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr. Das Format ist gedrängt, was ist dann mit der kommenden Saison? Einbau der gedrafteten Spieler brauchen in der Regel ein Trainingslager; Saison verkürzen? Verlängern 2021 etc.? Und noch ein potentieller lockout am Horizont. Ein ziemlicher Hosenlupf das alles.
    • PorcoRosso 23.06.2020 16:38
      Highlight Highlight Ich verstehe einfach nicht wieso unbedingt ein Sieger erkoren werden muss. Nun wird diese Saison und zusätzlich Saison 20/21 verhunzt da diese nicht im Oktober gestartet werden kann.
      Wieso also nicht einfach diese Saison abblasen und dann (hoffentlich) gewohnt die Saison 20/21 anfangen.
      Und die Antwort weiss ich schon. TV-Gelder, Sponsoren und das Liebe Geld. Es ist zum kotzen.
  • HabbyHab 23.06.2020 13:35
    Highlight Highlight Ach, wenn Geld wichtiger ist als Vernunft..
    • Fakten 23.06.2020 15:26
      Highlight Highlight Ach, wenn Spiel&Spass wichtiger ist als Hysterie..
    • PorcoRosso 23.06.2020 15:53
      Highlight Highlight Ach, wenn Spiel&Spass wichtiger ist als Vernunft...
    • 97ProzentVonCH68000 23.06.2020 16:15
      Highlight Highlight Ach, wenn nicht mehr gelebt wird im Versuch das Leben zu verlängern.

      Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.
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