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Geneve-Servette's players look disappointed after losing against Zug, during the second leg of the National League Swiss Championship final playoff between Geneve-Servette HC and EV Zug, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Wednesday, May 5, 2021. The game is played behind semi closed doors (only 50 personnes can be present in the arena) due to the coronavirus COVID-19 pandemic. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Drei Siege in Serie müssen her, wenn Servette noch Meister werden will. Bild: keystone

Servette braucht jetzt ein kleines Hockey-Wunder: «Wir müssen nicht viel ändern»

Der EV Zug kann schon morgen Freitag Schweizer Meister werden. Derweil hadert Finalgegner Servette nach der zweiten Niederlage mit den Schiedsrichtern – und hofft auf die Wende.



Aber die Geschichte spricht klar gegen Genf. Bis 1997 und noch einmal 2004 (im Final) wurden die Playoffs nach Modus «best of 5» gespielt. Nie holte ein Team nach einem 0:2-Rückstand im Final noch den Titel. Und auch vor dem Final blieben Wenden vom 0:2 zum 3:2 Raritäten: Sie gelangen nur Fribourg-Gottéron im Viertelfinal 1991 gegen Ambri-Piotta und dem SC Bern 1997 im Viertelfinal gegen die ZSC Lions.

Für Servette lief im zweiten Viertelfinal vieles schief. «Wir wollten physischer spielen als in Zug», meinte Daniel Winnik. «Uns unterliefen ausserdem nicht viele Fehler. Dennoch reichte es am Ende wieder nicht. Aber wir müssen nicht viel ändern, wir müssen nur in der Offensive etwas mehr kreieren.»

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Die Highlights des zweiten Finalspiels. Video: YouTube/MySports

Mit Tanner Richard fragt sich ein anderer Genfer Stürmer, warum Servette bei je fünf Feldspielern auf dem Eis plötzlich keine Tore mehr schiessen kann, denn «das war doch in diesen Playoffs bislang unsere grosse Stärke».

Zug's forward Dario Simion, left, vies for the puck with teammates forward Carl Klingberg, of Sweden, defender Raphael Diaz #16, forward Gregory Hofmann #15 and Zug's center Jan Kovar, of Czech Republic, right, after scoring the 1:2, during the second leg of the National League Swiss Championship final playoff between Geneve-Servette HC and EV Zug, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Wednesday, May 5, 2021. The game is played behind semi closed doors (only 50 personnes can be present in the arena) due to the coronavirus COVID-19 pandemic. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bisher konnten nur die Zuger über einen Sieg jubeln. Genf wartet auch nach zwei Spielen noch auf einen Erfolg in der Finalserie. Bild: keystone

Aber die Genfer hadern auch. In diesem Spiel, das von Kleinigkeiten entschieden wurde, ärgerten sie sich nicht ganz ohne Argumente über die Referees. Und auch die Schiedsrichter werden in der Nachbetrachtung mit ihrer Leistung nicht zufrieden sein. Sie beraubten Servette gleich zweier Powerplay-Chancen, einmal wegen einer vermeintlichen Schwalbe von Eric Fehr. Zudem übersahen sie im Schlussabschnitt ein klares Foul von Santeri Alatalo gegen Henrik Tömmernes.

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Tanner Richard kritisiert die Schiedsrichter nach dem Spiel. Video: YouTube/MySports

In einem Spiel, in dem ausschliesslich in Überzahl Tore fallen, fallen derartige Entscheide ins Gewicht. «Sie werden ausser auf Zuger Seite nicht viele Leute finden, die sagen, die Schiedsrichter seien gut gewesen», so Tanner Richard, «auch wenn wir nicht wegen der Schiedsrichter verloren haben.»

«Wir müssen für noch mehr Verkehr vor dem Zuger Tor sorgen und uns noch mehr anstrengen. Denn dieser Genoni ist nicht so schlecht.»

Tanner Richard

Primär ist ein erzieltes Tor in 120 Minuten für Servette viel zu wenig. Dabei spielt keine Rolle, dass erst einmal in der Geschichte der Playoffs in den ersten beiden Finals gleich wenige Tore fielen. 2014 gewannen die ZSC Lions im «Derby-Final» gegen Kloten die ersten zwei Partien ebenfalls 1:0 und 2:1 und die Finalserie daraufhin mit 4:0 Siegen. Damals hiess der Held Lukas Flüeler, der mit Shutouts in den entscheidenden siebenten Spielen gegen Lausanne (1:0 im Viertelfinal) und Servette (4:0 im Halbfinal) sein Team in den Final «hexte» und dann in der Finalserie bloss vier Gegentreffer zuliess.

Jacquemet: «Müssen weniger Strafen nehmen.» Video: SRF

Winnik: «Wir waren physischer.» Video: SRF

Auch Leonardo Genoni, dem Torhüter des EV Zug, gelangen vor der Finalserie zwei Shutouts (jeweils gegen Bern) und in den ersten beiden Finalpartien liess er bloss einen von 58 Schüssen auf sein Tor passieren. «Wir müssen für noch mehr Verkehr vor dem Zuger Tor sorgen. Wir müssen uns noch mehr anstrengen. Denn dieser Genoni ist nicht so schlecht», so Tanner Richard. (nih/sda)

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