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SC Bern Cheftrainer Kari Jalonen kuesst den Pokal nach dem Sieg im fuenften Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Samstag, 20. April 2019, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Jalonen mit dem Meisterpokal. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Kari Jalonen – der Trainer, der zu erfolgreich war

Kari Jalonen ist gefeuert worden. Wenn die Resultate nicht stimmen, muss der Trainer gehen. So ist das nun mal und wir könnten eigentlich zur Tagesordnung übergehen. Aber diese Entlassung ist mit keiner bisherigen Amtsenthebung beim SC Bern vergleichbar. Weil der SCB nicht nur ein Trainerproblem hat.



Dreimal Qualifikationssieger und zweimal Meister. Kari Jalonen kann Erfolg. Aber er kann nicht Misserfolg. Noch im Herbst hatte die sportliche Führung den Vertrag mit dem Finnen vorzeitig um ein Jahr verlängert.

Kari Jalonen ist gescheitert, weil er zu erfolgreich war. Weil er die Misswirtschaft der sportlichen Führung auf schon fast wundersame Weise kompensiert hat. Seit Sven Leuenberger den SC Bern verlassen hat und im Sommer 2017 Sportchef bei den ZSC Lions geworden ist, fehlt dem SCB eine starke sportliche Führung. Nach innen, um die sportlichen Interessen innerhalb des 50-Millionen-Franken-Konzerns durchzusetzen, und nach aussen, um durch kluge Transfers den Umbau einer meisterlichen Dynastie mit drei Titeln in vier Jahren einzuleiten.

Verheerende Transferbilanz

Der Spruch stammt von Enzo Ferrari, dem grossen Motorsport-General. Er pflegte zu sagen, es sei wichtig zu wissen, warum man verliere. Aber noch viel wichtiger sei es, zu wissen, warum man gewonnen habe. Wer nicht weiss, warum er gewonnen hat, macht im Erfolg Fehler, für die er später bitter büssen muss. Das hat in der Neuzeit selten ein Klub so erfahren müssen wie der SC Bern.

Die Transferbilanz der sportlichen Führung seit dem Wegzug von Sven Leuenberger ist verheerend. Ein Erfolgsgeheimnis der Berner war es in der Vergangenheit, das Geld zur richtigen Zeit gezielt in grosse Transfers zu investieren. In Christian Dubé, in Martin Plüss, in Simon Moser, in Leonardo Genoni, in Eric Blum beispielsweise. Diese Transfers signalisierten, dass in Bern nur das Beste gut genug ist. Dass der SC Bern ein ganz besonderes Hockey-Unternehmen ist. Dass die Besten nach Bern gehören. Exzellenz ist das Produkt von Taten, nicht von Worten.

Unter der aktuellen sportlichen Führung wird konzeptlos zusammentransferiert, was halt noch zu haben ist. Ohne Strategie. Inti Pestoni, Daniele Grassi, Matthias Bieber oder Grégory Sciaroni. Gute Mitläufer, aber keine Leitwölfe. Der absolute Tiefpunkt in der SCB-Transfergeschichte war diese Saison die temporäre Verpflichtung von Andri Spiller. Er ist inzwischen nach Kloten abgeschoben worden. Eine solche wirre Transferpolitik ist einst den Rapperswil-Jona Lakers zum Verhängnis geworden. Im gleichen Zug ist das Potenzial der eigenen Jungen nicht erkannt worden. Marco Müller, Samuel Kreis und Luca Hischier haben es bei der Konkurrenz bereits bis in die Nationalmannschaft gebracht.

Meistertitel 2019 war ein Wunder

Mit sehr guten oder doch guten Ausländern hätte die Transfer-Misswirtschaft noch einigermassen kompensiert werden können. Weil der SCB noch immer über eine Kerngruppe erfahrener Spieler verfügt, die Meister können. Aber wer den eigenen Nachwuchs und wer die Spieler in der Liga nicht richtig einschätzen kann, ist im internationalen Eishockey erst recht verloren. Die Bilanz der ausländischen Spieler unter der aktuellen sportlichen Führung spottet schlichtweg jeder Beschreibung. Ich will jetzt nicht noch Salz in die Wunden reiben und begnüge mich mit den Statistiken der ausländischen Verteidiger in dieser Saison: Miika Koivisto: null Tore, zwei Assists. Andrew MacDonald: null Tore, ein Assist.

L'attaquant lausannois Joel Vermin, gauche, lutte pour le puck avec le gardien bernois Tomi Karhunen, centre, et le defenseur bernois Andrew MacDonald, droite, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et le SC Bern le vendredi 6 decembre 2019 a la patinoire de la vaudoise arena de Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Offensiv kommt von Verteidiger MacDonald (auf dem Eis) rein gar nichts. Bild: KEYSTONE

Unter diesen Voraussetzungen ist der Meistertitel im letzten Frühling ein Wunder. Eigentlich Kari Jalonens mit Abstand grösster Erfolg. Er hat es geschafft, mit einer Mannschaft, die nominell keine meisterliche mehr war, die Meisterschaft zu gewinnen. Weil er ein grosser Taktiker ist. Sein zweiter Titel in Bern war viel mehr noch als jener von 2017 ein Titel der Taktik, der Spielorganisation («Schablonen-Hockey») als einer des Talentes. Wir können es auch so sagen: Kari Jalonen war zu erfolgreich.

Der Erfolg machte arrogant

Womit wir wieder beim Spruch von Enzo Ferrari sind: Die sportliche SCB-Führung weiss nicht, warum der SCB 2019 Meister geworden ist. Sie weiss nicht, dass der SCB schon lange keine meisterliche Mannschaft mehr hat. Der Erfolg hat sie arrogant gemacht und nach dem Motto «Wir sind Meister, wir wissen, wie es geht» hat diese Arroganz inzwischen auch Marc Lüthi, den allmächtigen obersten Chef, Verwaltungsrat und Mitbesitzer erfasst. Noch nie in ihrer Geschichte hat die SCB-Führung auf Kritik so empfindlich reagiert wie diese Saison.

Portrait vom CEO des SC Bern, Marc Luethi, am Montag, 13. August 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi ist nun gefordert. Bild: KEYSTONE

Ich bin oft für meine Kehrtwendung in diesem Herbst verhöhnt worden. Erst habe ich geschrieben, die sportliche Führung dürfe die Vertragsverlängerung mit Kari Jalonen nicht verpassen, und als es dann so weit war, habe ich diese Vertragsverlängerung als grossen Fehler kritisiert. Der SCB schien bei Saisonbeginn noch intakt und nur ein grosser Taktiker wie Jalonen war dazu in der Lage, diese Mannschaft in der Spitzengruppe zu halten. Also unbedingt verlängern.

Aber bald einmal zeigte sich, dass nicht einmal mehr sein «Schablonen-Hockey» genügt, um die Fehler der sportlichen Führung zu korrigieren. Diese sportliche Führung hat nichts anderes zu tun, als den Puls der Mannschaft zu fühlen und sich um den SCB zu kümmern. Aber sie hat nicht gemerkt, dass es mehr und mehr nicht mehr funktioniert, und den Vertrag verlängert. Dabei zeigte sich: Selbst «Schablonen-Hockey» und die Ausrichtung auf den Meistertitel wird nicht mehr funktionieren. Der SC Bern braucht spätestens ab nächster Saison eine andere Strategie und einen anderen Trainer. Keinen Meistermacher wie Kari Jalonen. Sondern einen krisenerprobten «Aufbautrainer».

Nichts setzt einem Trainer so zu wie Niederlagen. Selbst für den besten Trainer der Welt kommt die Niederlage, die eine zu viel ist, und die dazu führt, dass ihm die Kontrolle entgleitet. Warum eine Mannschaft verliert, spielt keine Rolle mehr. Wenn die Resultate nicht mehr stimmen, muss der Trainer immer gehen. Auch wenn er Kari Jalonen heisst.

Und jetzt: Hans Kossmann

Der Finne zahlt einen hohen Preis für die sportliche Misswirtschaft seines Arbeitgebers. So gesehen ist der Entscheid, den Trainer zu wechseln, zwar richtig. Weil unausweichlich. Die normative Kraft des Faktischen. Aber der SCB hat nicht nur ein Trainerproblem. Der SCB hat vor allem ein sportliches Führungsproblem.

Nun kommt also Hans Kossmann. Falsche oder richtige Entscheidung? Diese Frage können wir im Frühjahr beantworten. Es ist die naheliegende Lösung, auf die sogar die sportliche SCB-Führung kommt: Kossmann kennt den SCB (er war von 2009 bis 2011 Assistent von SCB-Trainer Larry Huras) und er kann in schwierigen Situationen Meister (als Nothelfer 2018 Titelgewinn mit den ZSC Lions). Aber es gibt einen grossen Unterschied zwischen den ZSC Lions von 2018 und dem SCB von 2020. Die ZSC Lions hatten damals tatsächlich ein Trainerproblem und waren nominell gut genug für den Titelgewinn. Der SCB von 2020 hat kein vergleichbares Trainerproblem und ist nominell nicht mehr gut genug für den Titelgewinn.

Der Zuercher Headcoach Hans Kossmann beim Eishockeyspiel der National League zwischen dem SCB Bern und den ZSC Lions, am Freitag, 12. Januar 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Kossmann führte die ZSC Lions 2018 zum Titel, zuletzt arbeitete er in Wolfsburg. Bild: KEYSTONE

Der SCB hat den Trainer gewechselt, aber sein grösstes sportliches Problem nach wie vor nicht gelöst. Der SCB braucht nicht einen Opportunisten als Sportchef, der um seinen Job bangt. Sondern einen Sportchef, der das Format hat, Marc Lüthi in sportlichen Fragen auf Augenhöhe zu begegnen und zu widersprechen wie einst Sven Leuenberger. Damit die Balance zwischen Sport und Kommerz im 50-Millionen-Hockeykonzern endlich wiederhergestellt werden kann.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hugo Dobler 29.01.2020 12:52
    Highlight Highlight Hört in euren Texten doch endlich wieder mit diesem "er kann Meister, er kann Titel, er kann Tomate" auf... Diese Formulierung reisst mir mal noch den letzten Nerv aus!!!!
    • oneair 29.01.2020 23:34
      Highlight Highlight Danke du sprichst mir aus dem Herzen - das selbe gilt auch mit sämtlichen Gotthelf Zitaten und Dido Leitwolf und wie fit der sei und Tsl der heilenden Winde und und ud - Chlöisu lass Dir mal was neues einfallen
  • hanibal79 29.01.2020 00:12
    Highlight Highlight War der gute Sven nicht letztes Jahr in Zürich Sportchef? Item, Erfolg ist halt Glücklicherweise nicht jedes Jahr kaufbar.
  • Lueg 28.01.2020 21:51
    Highlight Highlight Die Diskussion über junge Spieler beim SCB, erinnert mich irgendwie an die Diskussion bei der SVP über die Frauenquote. Und das schon vor Kari....
  • Hockeyaddict 28.01.2020 21:28
    Highlight Highlight Item Playouts🐻☄️⚡
  • DanW 28.01.2020 20:52
    Highlight Highlight Dem stimme ich zu 100% zu!! Danke Klaus, hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Chris Mcsorly wäre ein guter Sportchef! 😀
  • reto74 28.01.2020 19:36
    Highlight Highlight Item.....Playouts 🤣
  • Livia Peperoncini 28.01.2020 18:35
    Highlight Highlight Der SCB investiert in seine Fehler... andere wie der EVZ in die Zukunft.


    https://www.tele1.ch/artikel/153090/oym---ein-kompetenzzentrum-fuer-den-spitzensport
    • das Otzelot 28.01.2020 22:17
      Highlight Highlight Der SCB gewinnt dafür die Finale, der EVZ nicht.
    • Bort? 28.01.2020 22:30
      Highlight Highlight Der EVZ investiert da GAR NICHTS...sondern Strebel als Privatperson.
    • Hamlet_HRH 29.01.2020 07:41
      Highlight Highlight Wo ist der Unterschied? Dr HP Strebel ist auch Besitzer der EVZ Sport AG und ein EVZ Fan seit Kindestagen. Er wurde zuerst EVZ Fan, dann Wissenschaftler und am Schluss reich. Diese Reihenfolge ist unüblich im Sportsponsoring, einzigartig wie das OYM. Das OYM ist die Verbindung dieser Trinität. Das OYM hat jetzt schon weltweite Aufmerksamkeit, da kann der Helvetische Kleingeist nicht weit sein. Das OYM dankt für die Anerkennung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SirMike 28.01.2020 18:28
    Highlight Highlight Gut haben sie den Vertrag vor Weihnachten noch verlängert ... 🤣🤣🤣
  • magnet1c 28.01.2020 18:06
    Highlight Highlight Das Problem dürfte in Bern tiefer begraben sein. Doch in erster Linie ist es immer der Trainer, an welchem ein Zeichen gesetzt wird. Ich denke, es bleibt spannend rund um den SCB.
    Und doch ist es für das CH-Hockey gut, wenn ein renomierter und grosser Club schwankt oder gar einbricht. So verändert sich das Gefüge der Kräfteverteilung und bietet den aufstrebenden Clubs grosse Chancen. Denn dies hat in den letzten 2 bis 3 Jahren zu äusserst spannenden Qualifikationen geführt.
  • klugundweise 28.01.2020 17:22
    Highlight Highlight Aha, Klaus Besserwisser kann erst im Frühling sagen, ob Kossmann der Richtige ist. Aber er weiss, dass man beim SCB immer falsch entscheidet.
    Uns so einer nennt sich Experte!?
    • runthehuber 28.01.2020 18:18
      Highlight Highlight Also am Ende der Saison wage ich auch eine Prognose und schreibe dann einen Artikel. Ok, am Stil muss ich noch feilen, denn damit wäre ich in der Schule durchgefallen
  • Lueg 28.01.2020 15:44
    Highlight Highlight Nun kehrt im Tempel der Überheblichen die Zuversicht der schieren Grösse zurück! Denn was der Hans mit den Softies aus Zürich geschafft hat, schafft er mit den Berner Gladiatoren mit links.
    Fakten vor HK. 1.54 P/G +11 Tore mit HK 1.5 P/G + 11Tore!! Aber offensiv -0,5 G/G. Defensiv -0.2 G/G.
    Das Potenzial welches HK beim Z nutzte war die Rumpelspieler (Kennins, Herzog, Künzle) von der Leine zulassen. Welches sind die Potenziale beim SCB auf dieser Ebene? Inti war meistens Zuschauer…. Der ZSC war 7ter und blieb 7ter. FG überholten den Z und Biel rutschte nach unten.
  • MikeT 28.01.2020 15:36
    Highlight Highlight Wieso wird eigentlich nicht einfach Lars Leuenberger neuer Cheftrainer? Mir scheint, es fehlt an Wertschätzung. Leuenberger kann Meister. Ist keine 4 Jahre her.
    • Zanzibar 28.01.2020 18:21
      Highlight Highlight Er heisst nicht Larry Lionhill...
    • Eau Rouge 28.01.2020 20:49
      Highlight Highlight Wieso wohl?! Glaubst du, dass es Zufall ist, dass Laser Lars nicht längst an einer NLA-Bande steht?! Und in der vergangenen Zeit wurden ein paar Trainer-Stühle frei....
      Mehr gibt es zu diesem Thema meiner Meinung nach nicht mehr zu argumentieren....
  • sammael 28.01.2020 14:57
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht. Schliesslich hat der SCB gemäss Klaus Zaugg mit Torhüter Karhunen den allerwichtigsten Spieler der gesamten Liga in den Reihen. Karhunen wirds schon richten...
    • Theo Retisch 28.01.2020 15:46
      Highlight Highlight Achtung der neue Trainer kann kein Finisch....
  • Heini Hemmi 28.01.2020 14:54
    Highlight Highlight Wenn die Berner doch noch in die Playoffs rutschen, ist alles möglich, auch der Titel. Deshalb ist es wichtig, dass sie in die playouts müssen. Am liebsten mit einem Törchen Differenz zum letzten Playoff-Platz.
  • marak 28.01.2020 14:38
    Highlight Highlight Ja, die Frage: Was ist das Problem. Der Trainer oder die Mannschaft? Tendenziell liegt es eher an der Mannschaft in der derzeitigen Verfassung. Meine Prognose: Schafft es Bern in die Playoffs sind sie eine sehr gefährliche Mannschaft für die erste Runde. Vor allem gegen ein jüngeres Team. Denn Bern kann Druck aushalten und aus wenig Chancen Tore machen. Aber ich glaube nicht, dass es für den Final oder gar den Titel reichen wird. Kossman hin, Kossmann her.
  • BeatBox 28.01.2020 14:33
    Highlight Highlight Jalonen hat die Verjüngung nicht gerade voran getrieben und jeweils sicher einigen Einfluss auf die Transfers! Es wurde ja jeweils ziemlich deutlich kritisiert, dass er nicht die halbe Mannschaft mit Junioren ersetzt hat. Nun wird diese Schuld komplett auf das Management abgeschoben. Das ist wieder einigermassen polemisch!
  • Ron Kleiber 28.01.2020 14:22
    Highlight Highlight Es ist leider genau so wie das im Artikel beschrieben wird. Der Sportchef wurstelt seit Jahren und tritt allwissend auf. Er kann beurteilen wie sich ein 19 jähriger Juniorspieler entwickeln wird. Schickt eigene Junioren in die Wüste resp. spricht ihnen die Fähigkeit, sich beim grossen SCB durchzusetzen ab. Gleichzeitig bindet man Spieler an den Club, welche kaum überzeugen - dies notabene mit einem fürstlichen Gehalt von CHF 200'000 - 250'000.
    Herr Chatelain bitte ziehen Sie die Konsequenzen.
    • c_meier 28.01.2020 15:00
      Highlight Highlight Der Sportchef beurteilt die Junioren nicht.
      Aber wenn diese jungen Spieler unter Jalonen praktisch nie eingesetzt werden, dann ziehen sie weiter zu Clubs wo sie eingesetzt werden, Biel/Ambri/usw..

      Und dann stellt sich die Frage, wer kommt als Ersatz. Jüngere Spieler wohl nicht, die wollen Einsatz-Zeiten, also muss man nehmen wer verfügbar ist, siehe Grassi, Bieber und Co.
      Hoffen wir jetzt auf bessere Zeiten, hopp scb!
  • Eiswalzer 28.01.2020 14:04
    Highlight Highlight Naja, also von viel Stil zeugt das ja wohl nicht. Einen so verdienstvollen Coach so schnell in die Wüste zu schicken, ist schon sehr erstaunlich. Keinerlei Dankbarkeit, obwohl die Fehler ja ziemlich offensichtlich woanders gemacht wurden. Hoffentlich wird das nicht noch mit dem Titel belohnt. Wo der EVZ im letzten Jahrzehnt immer viel zu geduldig war mit gewissen Trainern (trotz mässigem Erfolg), ist der SCB (TROTZ Erfolg) viel zu schnell. War zwar nie sonderlich ein Fan von Jalonen, aber ein solcher Abgang ist schon unverdient.
    • Entenmann 28.01.2020 17:07
      Highlight Highlight Von "schnell" kann ja wohl keine Rede sein. "Wir" sind seit Saisonbeginn am oder unter dem Strich und der Torhüterwechsel brachte keine nachhaltige Besserung. Es geht notabene nicht nur um die Playoffqualifikation, sondern primär um den Ligaerhalt (anders als in den Saisons 2013/2014 und 2015/2016 besteht kein Vorsprung auf Platz 11). Das Kari nicht der Hauptschuldige ist, denke ich auch. Und es ist keinesweg sicher, dass es mit Kossmann besser wird. Aber ein Wechsel auf der Position des Sportchefs hätte kurzfristig sicher nichts gebracht.
    • faustus 28.01.2020 18:13
      Highlight Highlight Kann Eiswalzer nur beipflichten.
      Einfach stillos!
      Und reine Geldverschwendung.
      Hätte ich von Lüthi nicht erwartet.
    • Mia_san_mia 28.01.2020 18:16
      Highlight Highlight Also so schnell war das jetzt auch nicht... An anderen Orten wäre das schon viel früher passiert.
  • Zeuge_von_kz 28.01.2020 13:34
    Highlight Highlight Die spannende Frage wäre ja, wer ist dieser Sportchef, der M. Lüthi auf Augenhöhe begegnen kann? M. Streit wäre ja vom Standing gut, aber kann er Sportchef? Eventuell versucht Klaus ja Kevin nach Bern zu bringen 😂🤔
  • Pax Mauer 28.01.2020 13:24
    Highlight Highlight So unschuldig war der Schablonen Kari schon nicht, Stichwort Suomi-Club Bern. Aber mit einem starken Sportchef hätte vieles vermieden werden können. Die Frage ist einfach: Will Chole Marc einen starken Mann neben sich? Wohl eher nicht...
    • Zanzibar 28.01.2020 18:23
      Highlight Highlight Wobei ich glaube dass der Kari ein gutes Standing bei Lüthi hatte.
  • Ballermann6 28.01.2020 13:17
    Highlight Highlight Ich mag Klaus' Artikel wirklich sehr und lese sie jeweils mit Freude. Aber Klaus, kannst du bitte aufhören, in Sätzen gewisse Verben wegzulassen (z.B. er kann Meister)?
    • Hamlet_HRH 28.01.2020 14:04
      Highlight Highlight Das Thema hier ist Kari Jalonen und der SCB. Anderen vorzuschreiben welche Formulieren sie benützen dürfen und welche nicht, welcher Stil und welcher nicht, ist eine Form von versuchter Machtausübung, ein Eindringen in den Raum eines anderen. Solange ein Text sachlich ist und nicht gegen das CH-Recht und Forums-Regeln verstösst geht das niemanden was an. Schreibt doch zur Sache und lass Belehrungen sein (Hamlet weiss, das ist auch eine, haha). Übrigens gefällt Hamlet der Stil vom Eismeister, auch wenn er diese Formulierungen nicht erfunden hat, die hört man auch bei Sky in Deutschland dauernd.
    • mukeleven 28.01.2020 15:13
      Highlight Highlight und wieso schreibt hamlet immer in der 3-ten person hier? will er uns damit zeigen, dass er weise, schriftgelehrter und zu höherem berufen ist?
  • ironmike 28.01.2020 12:59
    Highlight Highlight Ein Coach kann nie zu viel Erfolg haben, man muss nur an Ferguson im Fussball denken der immer wieder einen neuen Weg fand um MANU zum Erfolg zu führen, aber im Gegensatz zu Jalonen spielte MANU auch einen attraktiven Fussball da er nicht so konservativ wie Jalonen war. sein grösster Fehler war sicherlich den jungen kein Vertrauen zu schenken, kurzfristig brachte dies Titel, aber langfristig war es eine Strategie die sich nicht ausbezahlt war und ich glaube die Fans in Bern waren nicht immer glücklich...
  • Lueg 28.01.2020 12:26
    Highlight Highlight Wenn man Leuenberger nicht mehr hat....... kopiert man Leuenberger....
    • IKEA Kundendienst 28.01.2020 13:27
      Highlight Highlight Leuenberger hätte Leuenberger genommen......
      günstiger.....
      kennt den aktuellen Laden und nicht den von 2011...
  • Baumi72 28.01.2020 12:23
    Highlight Highlight ...und am Samstag kommen die Tiger nach Bern und schiessen die Bären aus der Halle :-) 💪🐯
    • Buceador 28.01.2020 16:08
      Highlight Highlight Das werden wir sehen 🐻
  • Realtalk 28.01.2020 11:57
    Highlight Highlight Das Problem in Bern ist die total Mannschaft. Ebbett, Rüfenacht, Gerber um nur einige zu nennen.
    • Hitman 47 28.01.2020 12:39
      Highlight Highlight Hat man dich zu heiss gewaschen?
      Das Team hat genug Potenzial, Durchschlagskraft und Power um jeden Gegner zu schlagen. Man muss die Spieler nur mal ohne Scheuklappen spielen lassen! Man wird sehen ob Kossmann die Kurve noch kriegt.
    • Realtalk 28.01.2020 13:50
      Highlight Highlight Überhaupt nicht, die designierten Leistungsträger, exklusive Arcobello u. Scherwey, haben ihren Zenit überschritten.
    • MightyMike2 28.01.2020 14:20
      Highlight Highlight Arcobello ist aktuell Topskorer der Liga und hat seine Zenit überschritten 🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • besserwisser#99 28.01.2020 11:53
    Highlight Highlight Miika Koivisto hat in Bern nicht funktioniert. Das stimmt. Ihn als schlechten Ausländer / Spieler zu bezeichnen ist aber billige Polemik. Koivisto ist aktueller Weltmeister und spielt jetzt in Schweden erfolgreich (20 Sp. 2/9 und +10).
  • jannsi01 28.01.2020 11:52
    Highlight Highlight Wahre Worte Klaus, kann mich dem nur anschliessen... die Transfer in letzter Zeit waren mehr als fragwürdig!
  • maylander 28.01.2020 11:49
    Highlight Highlight Unser Tikkanen hat es schon gestern gewusst.

    Meister werden die Bärlis auch mit Kossmann nicht. Der Effekt wird verpuffen wie bei Karhunen. Aber den Tigerlis den Playoff Platz zu nehmen, das könnte noch klappen.
  • Jüre51 28.01.2020 11:47
    Highlight Highlight Gut geschrieben Chlöisu! Es braucht ein Housecleaning in der sportlichen Führung! Aber ich frage mich, warum hat Kari der Welttrainer all diesen sinnlosen Transfers zugestimmt? Die sportliche Führung schließt doch den Trainerstaff mit ein! Ein Hockeyunternehmen wie der SCB muss in der Lage sein, den 4. Block mit eigenen Nachwuchskräften zu versehen.
    • maylander 28.01.2020 12:31
      Highlight Highlight Meiner Meinung wiegen die Abgänge schwerer als die Transfer Leonardo Genoni und Gaëtan Haas haben Lücken hinterlassen.
      Die Anspruchshaltung in Bern ist sehr hoch. Wenn der SCB nicht auf Platz 1 ist geht das gegränne los. Nein noch schlimmer: Letztes Jahr waren sie auf Platz 1 und die Fans haben herumgeheult weil es langweilig war. Wie soll man da eine neue Mannschaft aufbauen?
  • Benutzer144 28.01.2020 11:46
    Highlight Highlight Mark Streit für Chatelain
    • Hockrates 28.01.2020 21:09
      Highlight Highlight Der hat vermutlich besseres zu tun.
    • Bondurant 28.01.2020 21:10
      Highlight Highlight Dies wird leider nicht passieren. Was Mark Streit (z.B. während seiner Juniorenzeit, dann aber vorallem in der Lockout Season) in Bern erlebt hat, hinterliess Spuren bei ihm. Solange Marc Lüthi beim SC Bern ist, wird Mark Streit nicht dort arbeiten! Zudem liegen seine beruflichen Perspektiven komplett anders. Vom Netzwerk her gäbe er aber zweifelsfrei einen guten Sportchef ab.
  • Tikkanen 28.01.2020 11:44
    Highlight Highlight ...tatsächlich sind mit Käru's Abgang nicht alle Probleme in Bern gelöst, wahrhaftig ist Chalet als Sportchef das geblieben was er als Spieler war, ein fleissiger Mitläufer! Dem Chatelain fehlen gleich beide, für einen guten Sportchef unverzichtbaren und doch nicht erlernbaren Eigenschaften. Er hat kein Gschpüri für Transfers und vorallem fehlt das Netzwerk. Jänu, Kossmann ist als Feuerwehrmann genau die richtige Lösung, unter Hans wird der SCB sofort wieder auf einfaches Hockey umstellen, in Europas Hockeyhauptstadt wird wieder Hard-Rock statt Kammermusik gespielt.

    Item, Schweizermeister...
    • ursus3000 28.01.2020 12:09
      Highlight Highlight Wie ich dich vermisst habe Tikkanen . Warst Du in den Ferien oder bist Du vor Scham im Boden versunken ? Ist auch Egal . Freuen wir uns aufs Playout in Rapperswil .
    • Hayek1902 28.01.2020 13:12
      Highlight Highlight wenn man bei Playouts zwei buchstaben ändert, hat man Playoffs. von dem her fast das gleiche, und die chance zu gewinnen ist auch noch höher
    • Ranger55 28.01.2020 14:27
      Highlight Highlight Wann begreifen endlich die Anhänger des SCB, dass ihre mit Staatsgeldern subventionierte Truppe nicht Europa's Hauptstadt ist? Die Hauptstadt des Europäischen Hockeys ist Göteborg mit Frölunda. Es sei denn ich habe verpasst, dass die Schablonen-Truppe mindestens 3 x die CHL gewonnen hat. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen

      Item Playouts...
    Weitere Antworten anzeigen
  • das Otzelot 28.01.2020 11:43
    Highlight Highlight Da ist ziemlich viel richtiges in dem Artikel. aber den Schwachsinn von den verkanten Junioren stimmt nicht mal im Ansatz. Müller wollte man behalten aber halt nicht 1-2 Line. Bei Ambri bekam er das. Kreis ist der am wohl meisten überschätzte Verteidiger der NLA. Hischier hatte in Bern x-Chancen aber auch Verletzungspech. Ein Neustart war abzusehen. Und wahrscheinlich gibt es neben den Ausländern max. 20 Spieler in der Liga die noch NICHT Natispieler sind.
    • Against all odds 28.01.2020 12:49
      Highlight Highlight ...und das Gegränne geht weiter...
    • Kev66 28.01.2020 12:54
      Highlight Highlight Der meist überschätzte Verteidiger ist wohl Zryd. Und rate mal wer ihn für nächste Saison verpflichtete.
    • Hayek1902 28.01.2020 13:15
      Highlight Highlight es betrifft ja jetzt nicht nur diese Spieler, es war ja vorher schon so, sonst wäre man nicht in dieser Situation. man schaue sich nur z.B. an, wie viele Junioren in Luganos erster Mannschaft spielen und das, obwohl sie ja die bösen Preistreiber sein sollen (halte ich sowieso für Blödsinn). Nenne mir einen Berner Junior, der sich in den letzten Jahren in Bern etablieren konnte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • länzu 28.01.2020 11:40
    Highlight Highlight Frage mich, wieso dieser Chatelain nicht längstens gefeuert wurde. Da gab es schon Kündigungen wegen nichtigerer Anlässe (larry Hurras zum Beispiel).
    • Antiklaus 28.01.2020 17:27
      Highlight Highlight Ohne Chole Max darf er ja sowieso keine Entscheidungen treffen. Da müsste der sich ja selber auch entlassen.
  • MARC AUREL 28.01.2020 11:40
    Highlight Highlight Martin Plüss! Übernehmen sie bitte Chatelains posten! Er wäre die perfekte Wahl!
  • nJuice 28.01.2020 11:39
    Highlight Highlight Kari Jalonen – der Trainer, der zu erfolgreich war. Und Neunter.
    • Herr J. 28.01.2020 15:24
      Highlight Highlight Was ist an zwei Meistertiteln in drei Jahren nicht erfolgreich? Und dann noch mit einer Mannschaft, die gerade 2019 vor dem Final von der ganzen Schweiz abgeschrieben wurde. Kari ist ein Magier, aber auch die haben nicht immer den passenden Zaubertrick auf Lager.
    • nJuice 29.01.2020 10:24
      Highlight Highlight Was ist an einem Playout-Platz erfolgreich, Herr J.?

  • jeffo56 28.01.2020 11:36
    Highlight Highlight Kari Jalonen ist gescheitert, weil er zu erfolgreich war???
    • Walter Sahli 28.01.2020 11:47
      Highlight Highlight Ja, das kann man so formulieren. Herr Zaugg beschreibt das ausführlich oben im Artikel. Man muss ihn nur lesen...und verstehen können.
    • Jérome Scheuber 28.01.2020 11:50
      Highlight Highlight Ja.Weil er eben aus einem überalterten Team noch einen Meistertitel herausgeholt hat und dadurch alle blind für die Realität wurden.

Eismeister Zaugg

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