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Les joueurs jurassiens, de gauche a droite, l'attaquant jurassien Fabio Arnold, l'attaquant jurassien Philip-Michael Devos et l'attaquant jurassien Jonathan Hazen effectuent un tour d'honner avec la coupe a la fin de la finale de Coupe de Suisse de hockey sur glace Swiss Ice Hockey Cup, entre HC Ajoie et HC Davos ce dimanche 2 fevrier 2020 a la patinoire de la Vaudoise Arena a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen – die Nonkonformisten auf dem Eis. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Der Hockey-Rockstar und sein Chauffeur – oder das verschmähte Sonderangebot

Noch nie haben zwei Ausländer die zweithöchste Liga gemeinsam so dominiert wie die zwei 29-jährigen kanadischen Stürmer des HC Ajoie. Es gehört zu den Hockey-Rätseln unserer Zeit, warum die Sportchefs dieses Sonderangebot auf dem Transfer-Wühltisch verschmähen. Zu Besuch bei Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen, Nonkonformisten auf und neben dem Eis.



Die Frage, die uns immer wieder umtreibt? Könnten Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen auch die National League aufmischen? Bis heute haben alle Sportchefs diese Frage mit «Nein» beantwortet. Auch nach dem Triumphzug der beiden Kanadier zum grandiosen Cupsieg 2020 mit Siegen gegen Lausanne, die ZSC Lions, Biel und Davos.

Wenn ich eine Einschätzung von Spielern brauche, dann frage ich oft einen langjährigen Beobachter der Szene mit nordamerikanischen Wurzeln. Er verblüfft mich immer wieder mit richtigen Bewertungen.

Auf meine Frage nach der NL-Tauglichkeit der beiden Ajoie-Kultstürmer sagt er: «Es gibt eine alte Regel: Wenn ein Spieler aus einer Liga unter dir während einer ganzen Saison zwei Punkte pro Spiel macht, dann ist er auch in deiner Liga ein Schlüsselspieler. Ja, Devos und Hazen könnten in der NL spielen. Aber dann sollten gleich beide verpflichtet werden.»

De gauche a droite, le defenseur jurassien Zaccheo Dotti, l'attaquant jurassien Philip-Michael Devos et l'attaquant jurassien Jonathan Hazen celebrent un goal lors de la finale de Coupe de Suisse de hockey sur glace Swiss Ice Hockey Cup, entre HC Ajoie et HC Davos ce dimanche 2 fevrier 2020 a la patinoire de la Vaudoise Arena a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Devos (8) und Hazen (4) könnten auch in der National League mithalten. Bild: KEYSTONE

Wer sind denn eigentlich Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen? Noch bevor die Pandemie über unser Hockey gekommen ist, habe ich die beiden in Pruntrut besucht. Eine Reportage einer Begegnung mit zwei Kanadiern, die ihr Glück im Jura gefunden haben und wahrscheinlich auch die National League aufmischen könnten.

Fast fünf Jahre in der Schweiz

Zwei jungen Männer checken im Spätsommer 2015 im Flughafen Montréal-Dorval für eine Reise nach Zürich-Kloten ein. Sie dürften niemandem aufgefallen sein. Zwei Studenten wohl, die zu einem Trip nach Europa aufbrechen. Abenteuer. Rock’n’Roll. Vielleicht wunderte sich ein stiller Beobachter mit musischem Flair darüber, dass keiner der beiden Jungs eine Gitarre dabei hatte.

Es sind nicht zwei Studenten. Virtuos gehen sie nicht mit Musikinstrumenten um. Sondern mit Stöcken, mit denen sie gelegentlich beim rauen Spiel sogar ihre Gegner schlagen und dafür bestraft werden.

Jonathan Hazen erzählt, beim Einchecken in Montréal habe er seinen künftigen Sturmpartner zum ersten Mal ausserhalb eines Hockey-Tempels getroffen. «Wir kannten uns schon. Wir hatten ja schon im Juniorenhockey hin und wieder gegeneinander gespielt. Aber persönliche Kontakte hatten wir darüber hinaus noch keine gehabt.»

Sie haben nicht einmal den gleichen Agenten. Und nun also die gemeinsame Reise nach Europa. In eine Stadt (Pruntrut), von der sie noch nie etwas gehört haben und zu einem Klub, dessen Name (HC Ajoie) ihnen nichts sagt.

Beide suchen ihr Glück allerdings aus gleichem Grund ausgerechnet im Jura. Beide wollen sie noch ein wenig Geld mit Hockey verdienen. Philip-Michaël Devos, weil er schliesslich von irgendetwas leben muss. Jonathan Hazen, weil er noch nicht im Baugeschäft arbeiten mag, das sein Bruder vom Vater übernommen hat.

Italien statt NHL

Beide sind talentiert. Devos wird 2011 sogar QMJHL-Topskorer (wie zuvor u.a. Sindey Crosby). Aber fürs «Big Business» werden beide als nicht gut genug taxiert. Es reicht nicht für die grosse Karriere in der NHL.

«Wir verdienen nicht genug Geld, um nach unserer Karriere ausgesorgt zu haben.»

Philip-Michaël Devos

Sie haben schliesslich unabhängig voneinander genug davon, für eine Handvoll Dollar durch Busch- und Farmteam-Ligen zu tingeln. Beide hatten gerade eine erste Europa-Saison hinter sich. In Italien. Jonathan Hazen sagt: «Aber dort kann ein Profi höchstens 40'000 Euro verdienen. Zu wenig, um meine Familie zu ernähren.»

So kommt die Offerte aus der zweiten Liga in der Schweiz gerade recht. Wie sie beim HC Ajoie entlöhnt werden, wird natürlich nicht verraten. Philip-Michaël Devos erzählt immerhin: «Reich werden wir hier nicht und es kann keine Rede davon sein, dass wir genug Geld verdienen, um nach unserer Karriere ausgesorgt zu haben. Aber es reicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten …»

Dass dieses Abenteuer, das mit dem Einchecken im Flughafen Montréal begonnen hat, Jahre dauern wird, ahnen beide nicht. Können sie sich nicht vorstellen. Weil sie ja noch keine Ahnung davon haben, was sie in der Schweiz erwartet.

Inzwischen wissen wir: Es ist eine einmalige Erfolgsgeschichte. Für die beiden Kanadier und für den Klub. Sie werden sofort ein Duo. Ihre Dominanz und Konstanz hat es vorher nie gegeben. Sie führen ihre Mannschaft zu den grössten Erfolgen der Geschichte: Meister 2016 und vor allem zum Cup-Sieg 2020.

Wie ein kleiner Gretzky

Auf dem Eis wirken Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen wie eineiige Zwillinge. Blind das Spielverständnis. Wie einst bei Wayne Gretzky und Jari Kurri. Als ich diesen Vergleich mache, fragt Devos: «Und wer von uns beiden ist Gretzky?» - «Sie natürlich.» - «Oh, grossartig, ich glaube, ich mag Sie.»

Team Canada's Wayne Gretzky, left, is congratulated by teammate Eric Lindros, right after Canada defeated the U.S. Olympic hockey team 4-1 at the Big Hat arena in Nagano Monday, Feb. 16, 1998.  (KEYSTONE/AP Photo/Hans Deryk)

Bei Devos drängt sich ein Vergleich mit Wayne Gretzky (links) auf. Bild: AP

Es ist so: Devos hat die Spielintelligenz, das Gespür für die Spielentwicklung eines Jahrhunderttalents. Er blitzt mit seinem Genie aufs Eis, was Hazen im Netz versenkt. Der eher sanfte Spielmacher und sein bissiger, schneller, flinker Vollstrecker. Seit dem Duo Slawa Bykow und Andrej Chomutow hat es in helvetischen Hockey-Tempeln kein solches Duo gegeben.

Die Frage geht an beide: Tüftelt ihr eigentlich die Spielzüge in stundenlangen Spezial-Trainings aus? Stellt ihr womöglich gar Situationen mit Streichhölzern auf einem Tisch nach? «Nein, überhaupt nicht» sagt Devos. «Es gibt nichts mehr auszutüfteln. Jede möglich Variante haben wir gespielt. Es gibt keinen neuen Spielzug mehr zu erfinden.»

Instinkt funktioniert besser als Planung

Aber muss es im Zeitalter, in dem jede Minute mit mehreren Kameras erfasst und vom Gegner analysiert wird, nicht eine ständige Weiterentwicklung geben? Kommt nicht der Zeitpunkt, da alle gegnerischen Coaches wissen, wie Ajoies Tormaschine zum Stillstand gebracht werden kann?

Devos weiss, warum das nicht so ist: «Es geht nicht um das Einüben von Automatismen. Sondern darum, in einer Situation instinktiv die richtige Entscheidung zu treffen.» Und Hazen ergänzt: «Wir halten unser Spiel so einfach wie möglich.»

Philip-Michael Devos von Ajoie im ersten Playoff-Halbfinalspiel der National League B zwischen dem EHC Olten und dem HC Ajoie, am Freitag, 4. Maerz 2016, im Stadion Kleinholz in Olten. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Philip-Michaël Devos war der beste Skorer der vergangenen Swiss-League-Saison. Bild: KEYSTONE

In der Einfachheit liegt also das Erfolgsrezept der besten Skorer unseres Hockeys. Ganz nach dem Kiss-Prinzip (Keep it simple, stupid). Mit Video-Analysen und Taktik ist den beiden also nicht beizukommen.

Unterschiede neben dem Eis

Spielerisch eineiige Zwillinge müssten eigentlich auch neben dem Eis sehr ähnlich sein. Was nicht der Fall ist. Das war übrigens auch bei Wayne Gretzyk und Jari Kurri oder bei Slawa Bykow und Andrej Chomutow so.

«Er braucht mich, ich brauche ihn.»

Philip-Michaël Devos

Der Unterschied zwischen Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen ist vom Temperament und der Persönlichkeit her eher noch grösser als zwischen dem kreuzbraven Gretzky und dem heimlichen Rock’n’Roller Kurri oder dem charismatischen, weltoffenen Bykow und dem melancholischen Schweiger Chomutow.

Philip-Michaël Devos spricht von einer Schicksalsgemeinschaft mit seinem Linienpartner: «Wir sind auf einander angewiesen, er braucht mich, ich brauche ihn und letztlich sind wir von der Mannschaft abhängig.» Logisch also, dass beide keine Skorer-Punkteprämien im Vertrag haben. Kein Zusatzgeld für persönliche Tore und Assist. Bonus nur für die Klassierungen des Teams. Eishockey ist das letzte wahre Mannschaftspiel.

Jonathan Hazen trägt keinen Bart. Er wirkt brav und unauffällig und hat eher das Charisma eines fleissigen Jura-Student. Oder, um beim Bild zu bleiben, des Chauffeurs eines Rockstars. Aber wenn er dann doch etwas sagt, blitzen Witz und Schalk.

Le joueur jurassien Jonathan Hazen, laisse eclater sa joie apres le 2eme but lors du 3eme match des 1/4 de finale de playoff du championnat suisse de hockey sur glace LNB, entre le HC Martigny Red Ice et le HC Ajoie ce mardi 21 fevrier 2017 a la patinoire du Forum d'Octodure a Martigny. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Jonathan Hazen erinnert auf den ersten Blick an einen Jura-Studenten. Bild: KEYSTONE

Er ist einer, den man gerne unterschätzt. Er ist Familienvater, Devos nicht. Das erklärt wohl, warum er ein bisschen ernsthafter wirkt. Beide haben Sinn für Ironie und Humor und lachen viel und sind herrlich ungeschliffen: Sie reden nicht ständig in den Floskeln, die den Profis heute im Medientraining beigebracht werden und sie zu verbalen Tanzbären machen.

Wenig Kontakt in der Sommerpause

Auf die Frage, ob sie sich denn durch die Jahre in Ajoie privat nähergekommen seien und auch im Sommer viel Zeit miteinander verbringen, sagt Devos: «Nein. Ich habe Jonathan im letzten Sommer mindestens fünfmal eingeladen, aber er ist nie gekommen. Obwohl er mit dem Auto zu mir bloss zwei Stunden braucht. Dabei habe ich extra über den Sommer ein grosses Haus mit Umschwung gemietet, damit er mit seiner Familie ein paar Tage bei mir verbringen kann.» – «Ach was» ist die Antwort.

«Ich kam doch mehrmals bei Dir vorbei. Aber du warst ja nie zuzause. Weiss der Teufel, wo du dich wieder herumgetrieben hast. Extra ein Haus gemietet, damit wir Platz haben? Du wolltest doch bloss angeben …»

So gehen die beiden also neben dem Eis eigene Wege. Beim HC Ajoie verbindet sie mehr eine überaus erfolgreiche berufliche Zweckgemeinschaft als eine Freundschaft fürs Leben.

Sie sagen auch gleich offen, dass sie sofort getrennte Wege gehen würden, sollte eine Offerte aus der National League eintreffen. Beide könnten bis Ende April im Falle eines entsprechenden Angebotes aus dem noch eine Saison (bis 2021) laufenden Vertrag bei Ajoie aussteigen.

Die Frage ist natürlich, warum noch nie eine solche Offerte gekommen ist. Auch nicht nach dem grandiosen Cupfinal-Triumph über Davos.

Eine Frage des Mutes

Wir versuchen zu ergründen, warum das so ist. Meine Theorie: den Sportchefs fehlt der Mut, zwei Ausländer aus der zweiten Liga zu engagieren. Geht es schief, dann heisst es: Logo, die kommen ja bloss aus der Swiss League. Wenn einer hingegen eine NHL-Vergangenheit vorweisen kann und direkt aus Amerika oder Skandinavien kommt, so gilt die Ausrede: Aber er war ein Grosser in Schweden oder in der NHL.

Es geht schliesslich in diesem Geschäft darum, immer eine Ausrede zu haben. Devos sagt dazu: «Okay, das leuchtet mir ein. Aber es gibt Teams in der National League, die in den letzten zehn Jahren bloss ein oder zwei Mal die Playoffs erreicht haben. Was gibt es für die Sportchefs denn da zu verlieren?»

Paolo Duca, neuer Sportchef des Eishockey Clubs HC Ambri-Piotta, an einer Medienkonferenz, am Dienstag, 18. April 2017, in Bellinzona. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Ob sich Ambri-Sportchef Paolo Duca mit dem Duo Hazen/Devos auseinandersetzen wird? Bild: TI-PRESS

Ja, was haben beispielsweise die Sportchefs in Ambri oder Langnau zu verlieren?

Und so sind Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen bis heute bei Ajoie geblieben. Natürlich hat das Eishockey-Leben in der Provinz seinen ganz besonderen Reiz und beide wissen die Lebensqualität in unserem Land sehr zu schätzen.

Der Traum von der NHL nicht erfüllt

Aber von der Romantik, König des Juras zu sein, halten sie wenig. Natürlich kennen beide den Spruch des grossen Cäsar, es sei besser, der erste im Dorf als der zweite in Rom zu sein. Und warum weitere vier oder fünf gute Jahre in Ajoie durch ein ungewisses Abenteuer in Genf, Langnau, Ambri oder sonstwo aufs Spiel setzen?

Doch Philip-Michaël Devos, ganz wahrer Kanadier, sagt: «Ich möchte nie missen, was wir hier mit Ajoie erlebt haben. Aber hey, ich würde meine Europa-Karriere gegen ein paar NHL-Spiele mit den Montréal Canadiens und einem Leben zwischen Farmteam und der NHL eintauschen.»

Wahrlich, die Reise in den Jura hat sich gelohnt. Wo finden wir denn sonst noch zwei so herrlich geerdete, unkomplizierte Hockey-Typen wie Philip-Michaël Devos und Jonathan Hazen?

Kürzlich habe ich einem NL-Sportchef von meiner Reise in den Jura erzählt und darauf hingewiesen, dass die beiden Ajoie-Kanadier eine Ausstiegsklausel für die National League bis Ende April haben. Er fragte ganz ungläubig: «Stimmt das?» Er werde telefonieren.

Ich habe mich noch nicht bei ihm erkundigt, ob er telefoniert hat. Wie gesagt: Es gehört zu den Rätseln unserer Zeit, warum die Sportchefs – gerade die, die ständig über hohe Löhne klagen und vom Sparen fabulieren und sich mit miserablen Ausländern blamieren – dieses Sonderangebot auf dem Transfer-Wühltisch verschmähen. Aber der April 2020 ist noch nicht vorüber.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Victor Paulsen 06.04.2020 22:10
    Highlight Highlight Klar, devos und hazen sind ein sehr wichtiger Teil der Manschaft, wenn nicht der Wichtigste. Aber Etwas darf man nicht vergessen, nämlich ein extrem wichtiger Spieler bei Ajoie ist auch Torwart Tim Wolf. Überzeugt immer wieder mit Hammerparaden und wurde nicht ohne Grund zum Man of the Match im cupfinale.
    Damit möchte ich jetzt überhaupt nicht die Leistung der beiden Francokanadier schlecht reden, aber damit will ich sagen, dass die beiden nicht alle Stärken der Mandchaft sind.
    Nebenbei bemerkt. Ich habe dieses Jahr alle Ajoie Cupspiele seit dem achtelfinal gesehen
  • Scrj1945 06.04.2020 18:27
    Highlight Highlight Selbst wenn sie in der nl nur halb so viele punkte skoren sollten, wäre es immer knoch besser als viele andere ausländer. Vorallem als die vom scb. Man sollte sie verpflichten. Aber eher ein kleinerer klub wie ambri langnau oder rappi. In tappi gäbe das tolles ausländer quintett mit clark rowe, hoffentlich) cervenka und den beiden
    • bergyan 06.04.2020 20:16
      Highlight Highlight Den Transfer von Moses hast du verpasst? :)
    • Victor Paulsen 06.04.2020 21:51
      Highlight Highlight @Scrj1945
      Ich vermute, dass deine Lakers nicht so hohe Chancen haben, da sie aktuell nicht stabil im A sind. Ambri wäre besser
  • DerLauch 06.04.2020 18:16
    Highlight Highlight Langnau wollte den Sportchef gleich nach erscheinen des Berichts losschicken. Leider haben sie dann gemerkt das sie keinen mehr haben. Also sollte der Trainer gehen. Aber ups...😉
    Nein im Ernst. Wenn die beiden schon nur 1/3 ihrer Punkte in der NLA verbuchen sind es für Langnauer Verhältnisse gute Ausländer. Ich möchte ja nicht wissen was ein Earl verdient. Aber vermutlich könnte man sich mit seinem Lohn fast beide leisten.
    Währe interessant zu sehen ob es klappt. Und sonst hätte man es zumindest probiert.
  • mad_aleister 06.04.2020 17:33
    Highlight Highlight Hazen und Devos sind überdurchschnittlich gute Ausländer für die SL, das steht ganz klar ausser Frage. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob sie in der NL funktionieren würden.
    Nur kurz einen Vergleich: In der letzen SL Saison von Rappi haben sie dominiert und den Cup gewonnen, im darauf folgenden Jahr in der NL mit praktisch selbigem Team keine Chance gehabt. Spieler wie Mosimann, Knelsen oder Aulin, welche in de SL Gute bis sehr gute Spieler waren, hatten in der NL enorm Mühe.
    Da frage ich mich schon, ob das Risiko zwei Ausländerlizenzen so zu belegen nicht zu hoch ist...
    • Scrj1945 06.04.2020 18:29
      Highlight Highlight Aulin war schon vom alter her kritisch. Und knelson und aulin waren (bei aller liebet) nicht so stark wie devos und hazen. Ein mosimann war auch in der aufstiegs saison nicht ein toptorjäger (dafür im richtigen moment dann zu stelle🤩)
    • mad_aleister 06.04.2020 23:23
      Highlight Highlight Ich möchte auch diese drei Spieler nicht auf die selbe Ebene wie Hazen und Devos stellen. War nur ein Vergleich. Ich will damit nur sagen, dass der Sprung in die NL ein grosser ist und das Risiko, die Ausländerlizenzen mit "B-Spieler" zu besetzen, relativ hoch ist. Wenn sie nicht einschlagen hast du kein argument als Sportchef und der Klub unter Umständen doppelte Ausgaben.


      Versteht mich bitte nicht falsch. Ich finde Hazen und Devos klasse und schaue ihnen immer gern zu. Ich wollte nur sagen, dass das Risiko, dass es nicht aufgeht, relativ gross ist :)
  • red_maloney 06.04.2020 17:21
    Highlight Highlight "Noch nie haben zwei Ausländer die zweithöchste Liga gemeinsam so dominiert wie die zwei 29-jährigen kanadischen Stürmer des HC Ajoie."

    Da gab es doch schon einige andere?
    Derek Cormier & Lee Jinman beispielsweise.. Umvergessen die Saison 2005/2006 wo sie in der Qualifikation in 42 Spielen zusammen 202 Skorerpunkte realisierten.
    • Hockrates 06.04.2020 21:38
      Highlight Highlight Und Lee Jinman hatte bei Davos bewiesen, dass er für die NLA bereit war. Zumindest als Ergänzungsausländer für die Play-offs.
    • Pascal Mona 07.04.2020 09:09
      Highlight Highlight @hockrates, naja bei langnau hat er gezeigt, dass er eben über eine ganze Saison keine tragende Rolle als Ausländer spielen kann.
  • Pascal Mona 06.04.2020 17:07
    Highlight Highlight Ich hoffe sehr jemand wagt es die beiden zu verpflichten. Wie bereits früher geschrieben glaube ich nicht, dass die beiden tragende Rollen übernehmen würden, aber dann wüssten wir es endlich mal. Ich denke da an einen Lee Jinman der in der NLB in 42 Spielen über 100 Punkte buchte und dann bei Langnau ziemlich wenig reissen konnte, kaum im B zurück wieder dominant. Aber natürlich gibt es auch andere Beispiele...
    • Benutzer144 06.04.2020 21:52
      Highlight Highlight Aber Jinman wurde bei Davos auch CH-Meister und leistete seinen Beitrag dazu durchaus.
  • Pana 06.04.2020 15:31
    Highlight Highlight "Kommt nicht der Zeitpunkt, da alle gegnerischen Coaches wissen, wie Ajoies Tormaschine zum Stillstand gebracht werden kann?"

    Siehe Playoffs 2019.
    • #schwizer12 06.04.2020 16:12
      Highlight Highlight Ist das nicht schon bei diversen Spielern passiert?? Linus Klasen zum Beispiel?? Dieses Risiko besteht immer...
  • Hamlet_HRH 06.04.2020 15:16
    Highlight Highlight Ja, da gab es einige Legendäre Duos in der NLB: Dubé/Métivier in Sierre, Lacroix/Murphy in Wetzikon und natürlich Hlinka/Jensen bei Zug. Die beiden Zuger produzierten einmal auch ein ganz besonderes Bonmot: bei einem Spiel in Villars (zweifacher Schweizermeister in den 60er) war eine zweiminuten Strafe gegen Zug gepfiffen worden. Hlinka im PK gewann das Anspiel und dann haben sich Hlinka/Jensen die vollen Zweiminuten gegenseitig die Scheibe zugespielt ohne dass Villars eine Scheibenberührung hatte.
    • Pana 06.04.2020 15:44
      Highlight Highlight Rosol und Fedulov in Martigny (95-98).
    • Thomas Brunner (2) 06.04.2020 20:28
      Highlight Highlight Metivier/Leblanc...
      bei Wetzikon hies dass Duo übrigens Leroux/Murphy
    • Hamlet_HRH 06.04.2020 21:54
      Highlight Highlight Leblanc weiss ich nicht mehr, aber Dubé/Métivier war einige Jahre das Duo bei Sierre (Normand Dubé, Vater von Christian). Sie versuchten in die NL aufzusteigen, scheiterten aber immer knapp. Leroux oder Lacroix, kann sein, Hamlet erinnert sich nur noch dass der Bruder von Herr L ein Verteidiger war der in Herisau spielte. Auch SL.
  • Victor Paulsen 06.04.2020 15:02
    Highlight Highlight Einerseits finde ich beim hiesigen Eishockey toll, dass es nicht nur um die erste Liga geht, sondern auch die SW, verglichen mit anderen 2.Ligen, sehr populär ist.
    Jedoch finde ich, dass die Nl und die SL zu stark getrennt sind. Ich finde, dass es jedes Jahr einen festen Auf/Absteiger geben sollte .also SL Meister und NL letzter. Dazu vieleicht noch ein weiterer Aufsteiger, der gegen den zweitletzen aus der NL ein Aufstiegsspiel spielt, wie es heute der Fall ist. Denn ein Aufsteiger alle 2 oder 3 Jahre ist zu wenig. Weil zu wenig Bewegung zwischen den Ligen ist, gibt es keine solche transfers
  • Ryan Stekken 06.04.2020 13:52
    Highlight Highlight "Noch nie haben zwei Ausländer die zweithöchste Liga gemeinsam so dominiert wie die zwei 29-jährigen kanadischen Stürmer des HC Ajoie."
    Brent Kelly und Jeff Campbell, kongeniales Duo, das jahrelang für Langenthal (und Olten) stürmte? Zusammen 923 Matches, 1209 Skorerpunkte und sechs (je drei in Langenthal) Meistertitel.
    Klingelt da was?
  • #schwizer12 06.04.2020 13:50
    Highlight Highlight Also wen die Langnauer jetzt nicht endlich zugreiffen ist ihnen nicht mehr zu helfen!! Mehr aufregen als über den Dido werden wir uns über die Beiden kaum... so los jetzt!! Gebt diesen Beiden die verdiente Chance!!
  • KC4 06.04.2020 13:46
    Highlight Highlight NLA-Sportchefs gebt euch einen Ruck! Ich würde die beiden wirkliche sehr gerne in der obersten Liga spielen sehen. Kann mir nicht vorstellen, dass sie nicht überzeugen würden.
  • Gigi,Gigi 06.04.2020 13:29
    Highlight Highlight Es wäre schade, wenn sie zu Langnau gehen würden! Schade um die beiden, Langnau würde wohl profitieren und wir würden noch mehr über Gotthelf und das Tal der heulenden Winde lesen müssen.
  • Goldjunge Krater 06.04.2020 11:53
    Highlight Highlight Ich habe die beiden einige male spielen gesehen. Wenn der Gegner ruppig und hart gegen die beiden spielt fallen sie auseinander. Sie lassen sich dann auch zu vielen Frustfouls verleiten und verlieren die nerven.

    Im wird von den NLA Teams eine andere Gangart gespielt als in der Meisterschaft, da es nicht um viel geht, ähnlich wie am Spenglercup. Daher konnten sich die beiden im Cup entfalten.

    NLA untauglich. Beide.
    • Victor Paulsen 06.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Daher hat devos in 44 Spielen auch nur 2 Strafminuten. Ergibt Sinn.
      Kannst du mir sagen, in welchen Spielen es zu solchen Frustfouls gekommen ist?
      NLA untauglich. Ach ja, ihre Statistiken sprechen für sich und wie erklärst du dir, dass sie, da sie ja so untauglich sind, auch mit einem 2. Liga Club gegen Lausanne und Biel knapp gewonnen haben und die ZSC und Davos mit 6-2 und 7-2 geschlagen haben?
      Mit dem Cup Sieg haben sie ihre A tauglichkeit bewiesen
      Benutzer Bild
    • MARC AUREL 06.04.2020 15:20
      Highlight Highlight Ich stelle mir die Beiden neben Scherwey oder Moser vor...
    • Beobachter 06.04.2020 16:49
      Highlight Highlight @Marc Aurel: Habe ich mir auch gedacht. Die brauchen sicher etwas physische Unterstützung. Aber bei einem starken Team wäre relativ wenig Druck auf den beiden. Ich denke, die könnten in einer solchen Konstellation funktionieren...
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