Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An eerie atmosphere in the almost empty stadium during the Swiss National League ice hockey match between EHC Bieland ZSC Lions, Friday, February 28, 2020 in the Tissot Arena in Biel, Switzerland. As a prevention against the spread of the coronavirus desease, Swiss federal authorities banned events with more than 1000 spectators to take place as of Friday. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ende Februar 2020: Biel gegen die ZSC Lions vor leeren Rängen. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Die «60 Prozent-Formel», die unsere Eishockey-Meisterschaft retten kann

Bisher basieren die Einschränkungen im Sportbetrieb auf maximalen Zuschauerzahlen. Hockey-Ligamanager Denis Vaucher fordert eine Abkehr von diesem System. Er hat einen Vorschlag, der den Saisonstart am 18. September möglich machen und die gesamte Saison retten kann: die «60 Prozent-Formel».



Zu den Spielen der laufenden Fussball-Meisterschaft sind höchstens 1000 Zuschauer zugelassen. Bleibt es bei dieser Einschränkung für Sportveranstaltungen, dann wird die Hockey-Meisterschaft nicht wie geplant am 18. September gestartet. Der Bundesrat tritt das nächste Mal am 12. August wieder zusammen. Erst dann ist ein Lockerungs-Entscheid möglich.

Ist die Beschränkung der maximalen Zuschauerzahl der richtige Weg? «Nein» sagt Hockey-Ligamanager Denis Vaucher. «Nur eine auf einem Sicherheitskonzept basierende Ausnützungsziffer für die Stadien macht Sinn.»

Er sagt konkret, was er damit meint: «Für jedes Stadion ist ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Und dann kann festgelegt werden, zu wie viel Prozent das Stadion ausgelastet werden darf. Ich gehe davon aus, dass es möglich sein wird, alle Sicherheitsvorschriften einzuhalten und rund 60 Prozent der Stadionkapazität zu nutzen.»

Blick in die leeren Raenge im Hallenstadion in Zuerich, aufgenommen am Samstag, 28. Maerz 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bald zu 60 Prozent gefüllt? Das Hallenstadion in Zürich. Bild: KEYSTONE

Er nennt ein paar wichtige Voraussetzungen für die «60 Prozent-Regel».

Zurzeit liegt die Massnahmenhoheit bei den Kantonen. Das bedeutet, dass im Hockey 14 verschiedene Kantonsregierungen Vorschriften erlassen. Es wäre hilfreich, wenn der Bundesrat die «60-Prozent-Formel» für Sportstadien bindend für alle Kantone anordnen würde.

So viele Zuschauer können die Klubs bei 60 Prozent Auslastung ins Stadion lassen. In Klammer der Zuschauerschnitt der letzten Saison. (allfällige Flüchtigkeits-Rechnungsfehler ändern nichts an der Gesamtaussage)

National League

Swiss League

Das sind Zahlen, die Hoffnung machen. Zumal ja für Sitzplätze höhere Preise als für Stehplätze verlangt werden können. Und bei der Gastronomie würde das Publikum wohl einen «Corona-Zuschlag» – einen Franken pro Bratwurst, 50 Rappen pro Bier beispielsweise – akzeptieren.

Die Swiss League wäre bis auf Kloten nicht einmal dazu in der Lage, die «60-Prozent-Formel» auszunützen und könnte unter diesen Voraussetzungen die Saison problemlos wie geplant beginnen und durchspielen und die Klubs hätten praktisch keine finanziellen Einbussen.

Der Puck fliegt am Oltener Tor vorbei im zweiten Playoff-Finalspiel der Eishockey Swiss League zwischen dem EHC Olten und den SC Rapperswil-Jona Lakers in der Eishalle Kleinholz in Olten am 31. Maerz 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

3714 Zuschauer dürften gemäss «60 Prozent-Formel» ins Oltner Kleinholz. Bild: KEYSTONE

Ist ein wirtschaftliches Überleben mit einer Auslastung von 60 Prozent (alles Sitzplätze) auch in der National League möglich? Die Frage geht an SCB-Mitbesitzer und Manager Marc Lüthi, dessen Unternehmen wie kein anderes von den Zuschauern abhängig ist. Er sagt: «Ja, es wäre eine machbare Notlösung». Er wäre sogar dazu in der Lage, alle Sitzplatzkarteninhaber unterzubringen. Er sagt, bisher seien rund 8000 Sitzplatzabonnemente gelöst worden. Der Verkauf wird Ende Juli eingestellt.

Für die Regionalligen (MySports League) wäre die Regelung mit einer Auslastung von 60 Prozent sowieso kein Problem.

Die «60 Prozent-Formel» kann unsere gesamte Hockeymeisterschaft retten.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die Bilder zum Geisterspiel-Abend in der National League

Diese 10 Mannschafts-Typen kennst du, leider!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lumina 19.07.2020 13:44
    Highlight Highlight Mit anderen Worten, jeder der sich kein Sitzplatz-Abi leisten kann, darf sich seinen regelmässigen Stadionbesuch getrost an die Backe klatschen - thanks but no thanks!

    Da verzichte ich doch gleich lieber gänzlich auf Matchbesuche, bis dieser COVID-Brunz endgültig die Segel streicht.
  • Allmend 81 18.07.2020 21:11
    Highlight Highlight Mit Maskenpflicht =ohne mich😡🤢🤮
  • Victor Paulsen 18.07.2020 14:44
    Highlight Highlight Die Zahlen bei Ajoie sind falsch. Sie stimmen wohl zur Patinoire du Voyeboeuf, in der während der letzten Saison gespielt wurde und aufgrund von Renovierungen verkleinert wurde. Ende Jahr sollte aber die neue Halle fertig sein, sodass sie wieder für über 4000 Platz bietet. 60% davon wären folglich mehr als 1500
  • BOSELLI 18.07.2020 13:04
    Highlight Highlight Bei den Auswärtssektoren wird's eine einheitliche Lösung geben....Zahl bei ca. 100
  • lushütte 18.07.2020 12:19
    Highlight Highlight Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ein Virus unsere Art zu Leben derart umkrempeln wird, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Aber nach wie vor sind jene die das Vorgehen unserer Behörden begrüssen in komfortabler Mehrheit! Wenn wir im Herbst ins Stadion wollen, wird's nichts anderes geben als solche mehr oder weniger umsetzbaren Schutzkonzepte. Allerdings ist ein kompletter Ausschluss der Stehplatzbesucher aus meiner Sicht nicht sinnvoll, dort stehen die treusten Zuschauer und die zukünftigen Sitzplatzkäufer Auch die Fangruppen die jeweils für Betrieb sorgen haben das nicht verdient
    • bokl 18.07.2020 14:30
      Highlight Highlight Stehplatzzuschauer werden nicht ausgeschlossen. Sie müssen sich einfach hinsetzen.
    • lushütte 18.07.2020 16:16
      Highlight Highlight ja bokl dann halt nummerierte Stehplätze wo man sitzt zu den Stehplatz Konditionen...
      tönt guet oder!
      (Habe Sitzplatzabos spreche also nicht für mich)
  • beet 18.07.2020 09:26
    Highlight Highlight nicht zu vergessen den 3.- andrighetto-solidaritätsbeitrag pro ticket in zürich!
  • sansibar 17.07.2020 22:42
    Highlight Highlight Gottéron wären dann etwa 5300 im ausgebauten Stadion!
  • BaDWolF 17.07.2020 21:00
    Highlight Highlight Gotterons Stadion Update dürfte fertig sein. Um die 9000 passen da neu rein oder. Und es sieht ziemlich cool aus und produziert seinen eigenen Strom.
    • maylander 17.07.2020 22:50
      Highlight Highlight Die können gerade noch mal renovieren. Durch Plexiglas getrennte Sektoren mit eigenen Verpflegungsmöglichkeit und Sanitären Anlagen werden nötig sein.
      Je weniger Leute im Sektor zugelassen sind desto schwieriger wird es sein.
  • Pana 17.07.2020 20:24
    Highlight Highlight Da hat's nen Denkfehler in der Rechnung. Die Auslastung sollte auf die Anzahl Sitzplätze berechnet werden, nicht der Totalkapazität. Thurgau hat z.B. 80% Stehplätze im Stadion.
  • glass9876 17.07.2020 20:11
    Highlight Highlight 60% der Sitzplätze ergibt aber nicht die berechneten Zahlen; da sind die Stehplätze mitgerechnet und solche Zuschauerzahlen würden wiedere volle Sitzplatztribünen bedeuten. Irgend ein Konzept in dies Richtung macht aber Sinn; in der Super League sind ja bisher auch eher die Spieler als die Zuschauer das Problem. Beim Eishockey dürfte das Risiko für die Spieler geringer sein als beim Füssball...
    • Tobi-wan 17.07.2020 20:31
      Highlight Highlight Dafür für für die Zuschauer grösser, da in geschlossenen Stadien gespielt wird. Aber genau eine solche Lösung braucht es. Ob es dann 40, 50 oder 60% sind. Hauptsache Zuschauer und Einnahmen für die Vereine, solange Schutzkonzepte bestehen.
    • bokl 17.07.2020 21:09
      Highlight Highlight Warum soll das Risiko für die Spieler geringer sein?

      - Weniger Platz auf der Bank
      - Ständige Auswechslungen
      - Mehr Körperkontak
      - Geschlossene Stadion

      Mit einer Pflicht zum Vollvisier könnte man vielleicht Pluspunkte sammeln, aber das wird nicht alle freuen.
    • lushütte 18.07.2020 13:53
      Highlight Highlight Na Tobi-wan...wurde diese Problematik schon einmal während einer Grippe Epidemie in Betracht gezogen.
      Auch mit Covid-19 werden wir lernen müssen zu leben ob es uns passt oder nicht!
  • SF_49ers 17.07.2020 20:00
    Highlight Highlight Da freu ich mich als rappi fan, dass wir keine grossen unterschied bei den zahlen haben werden😂

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

Artikel lesen
Link zum Artikel