Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im Schatten der Stars – ohne diese Verteidiger wären die Tore von Griezmann, Ronaldo und Co. nichts wert

Antoine Griezmann, Gareth Bale, Mesut Özil und Cristiano Ronaldo heissen die Stars der Halbfinalisten an der EM in Frankreich. Im Schatten der Offensivleute tragen die Verteidiger aber mindestens so viel zu den Siegen der Mannschaft bei. Gerade im Erfolgsfall überlassen sie das Scheinwerferlicht aber fast immer den anderen.



José Fonte, Portugal: Der Spätberufene

Football Soccer - Croatia v Portugal - EURO 2016 - Round of 16 - Stade Bollaert-Delelis, Lens, France - 25/6/16
Portugal's Jose Fonte celebrates after the game
REUTERS/Gonzalo Fuentes
Livepic

Seit Fonte in der Verteidigung steht, beissen sich die Gegner die Zähne aus.
Bild: Gonzalo Fuentes/REUTERS

José Miguel da Rocha Fonte, wie der Innenverteidiger mit vollem Namen heisst, avancierte in Frankreich zu einem der Schlüsselspieler Portugals. Nach der schwachen Vorrunde, in welcher der 32-Jährige keine Minute auf dem Platz gestanden hatte, ersetzte Trainer Fernando Santos nach dem 3:3 gegen Ungarn in der Innenverteidigung Ricardo Carvalho durch Fonte. Seither hat die Mannschaft gegen Kroatien und Polen kaum mehr Torchancen zugelassen.

Als Teenager spielte Fonte in der Jugend von Sporting Lissabon mit Cristiano Ronaldo zusammen, 2007 verliess er die Heimat in Richtung England zu Crystal Palace, ehe er 2010 zu Southampton in die dritthöchste Liga wechselte. Mit den «Saints» stieg Fonte zweimal in Folge auf, mit ihm als Captain erreichte Southampton in der abgelaufenen Saison mit Platz 6 und der Qualifikation für die Europa League die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Auch in der Nationalmannschaft ist er ein Spätberufener: Sein erstes Länderspiel absolvierte er im Herbst 2014 im Old Trafford gegen Argentinien.

Ashley Williams, Wales: Der Steuermann

Football Soccer - Euro 2016 - Wales Training - COSEC Stadium, Dinard, France - 4/7/16 - Ashley Williams during a Wales training session.  REUTERS/Stephane Mahe

Der Fels in der Brandung: Ashley Williams.
Bild: STEPHANE MAHE/REUTERS

Gareth Bale und Aaron Ramsey sind die Stars des Sensationsteams Wales, der Captain und Anführer der Mannschaft heisst aber Ashley Williams. Der Innenverteidiger ist der Fels in der Brandung in der walisischen Defensive, die in fünf Spielen erst vier Gegentreffer erhalten hat. Trotz einer Schulterverletzung biss er sich beim 1:0 im Achtelfinal gegen Nordirland durch, im Viertelfinal gegen Belgien erzielte er das wichtige 1:1 mit einem wuchtigen Kopfball.

In den englischen Midlands aufgewachsen, fiel Williams, der einen walisischen Grossvater hat, einst in der Jugend bei West Bromwich Albion durch. Als 18-Jähriger spielte er bei Hednesford Town für 80 Pfund die Woche und arbeitete nebenbei als Service-Angestellter, in einem Freizeitpark oder an einer Tankstelle. Via Stockport County kam Williams 2008 zu Swansea und half mit, den walisischen Klub in der Premier League zu etablieren. Er ist der Spieler, der in den letzten fünf Jahren am meisten Premier-League-Spiele absolviert hat.

Jonas Hector, Deutschland: Der Unauffällige

02.07.2016; Bordeaux; Fussball Euro 2016 - Viertelfinal - Deutschland - Italien;
6:5 Tor Elfmeter, Torschuetze Jonas Hector (GER)
(Tim Groothuis/Witters/freshfocus)

Jonas Hector verwandelte gegen Italien den entscheidenden Elfmeter.
Bild: Tim Groothuis/freshfocus

Der 26-Jährige vom 1. FC Köln hat an der EM in Frankreich noch keine Minute verpasst und stand als einziger von insgesamt 33 Spielern in allen 14 Länderspielen der EM-Saison auf dem Platz. Im Team des Weltmeisters gilt der linke Aussenverteidiger, der noch keine Partie in der Champions oder der Europa League bestritten hat, als ruhiger, unaufgeregter Zeitgenosse. In den sozialen Netzwerken ist er nicht aktiv.

Nach dem Sieg gegen Italien konnte sich der BWL-Fernstudent dem Scheinwerferlicht nicht entziehen. Mit dem 18. Penalty beendete Hector das wohl skurrilste Penaltyschiessen der EM-Geschichte und sicherte Deutschland den Platz im Halbfinal. Bis zu seinem 20. Lebensjahr hatte er noch für den SV Auersmacher gespielt. Nach nur elf Bundesligaspielen für Köln gab Hector im November 2014 sein Debüt für Deutschland.

Laurent Koscielny, Frankreich: Der Zuverlässige

epa05406358 Laurent Koscielny (L) of France greets his coach Didier Deschamps after being substituted during the UEFA EURO 2016 quarter final match between France and Iceland at Stade de France in Saint-Denis, France, 03 July 2016.


(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/GEORGI LICOVSKI   EDITORIAL USE ONLY

Laurent Koscielny und Didier Deschamps haben nach dem Sieg gegen Island gut lachen. Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Raphaël Varane vor der EM ist Laurent Koscielny vom FC Arsenal zum Abwehrchef des EM-Gastgebers aufgestiegen. Im Mannschaftsteil, der als möglicher Schwachpunkt in der Equipe von Didier Deschamps gilt, ist Koscielny bislang ein sicherer Wert. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab der Innenverteidiger 2011, nachdem er eine Offerte, für Polen zu spielen, ausgeschlagen hatte.

Der 30-Jährige gilt als Spätstarter, durchlief er doch nicht den klassischen Weg eines französischen Nationalspielers. Koscielny genoss seine fussballerische Ausbildung nicht in einem Centre de Formation und absolvierte auch nie ein Länderspiel für eine französische Jugend-Auswahl. Bei einem Nachwuchsturnier entdeckt, kam Koscielny, der erst mit 23 sein erstes Spiel in der Ligue 1 bestritt, via Guingamp, Tours und Lorient 2010 zu Arsenal. Er gilt als einer der besten Transfers von Arsène Wenger der letzten Dekade und ist in der neuen Saison ein Anwärter auf die Captain-Binde bei den «Gunners». (sda/qae)

Nicht mehr dabei in den Halbfinals: Die Isländer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

BAG: 4382 neue Fälle, 101 Tote

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Akanjis Revier

Mein Körper ist mein Kapital – was ich alles mache, um fit zu bleiben

Als Fussballer macht mir nichts so viel Spass wie das Spiel mit dem Ball. Doch es gehört noch vieles mehr dazu, damit ich die Robustheit, das Tempo und die Form habe, meine beste Leistung abzurufen.

Mit 25 Jahren gehöre ich zwar noch lange nicht zum alten Eisen. Mir geht es zum Glück wirklich gut. Trotzdem spiele ich schon viele Jahre Fussball und ich spüre, dass in meinem Körper nicht mehr alles so ist, wie es einmal war. Deshalb arbeite ich mit Spezialisten zusammen, damit ich auf dem Platz weiterhin meine Leistung bringen kann.

Man ist sich als Spieler zwar schon früh bewusst, dass der eigene Körper das Arbeitsinstrument ist. Wie sehr man tatsächlich von einem gesunden Körper …

Artikel lesen
Link zum Artikel