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epa07559630 Eintracht Frankfurt players Martin Hinteregger (L), Luka Jovic (C) and teammates after the UEFA Europa League semi final 2nd leg match between Chelsea FC and Eintracht Frankfurt in London, Britain, 09 May 2019.  EPA/ANDY RAIN

Unglücksrabe Hinteregger (ganz links) ist wegen seines verschossenen Penaltys untröstlich. Bild: EPA/EPA

Eintracht-Fans ganz gross – sogar Penalty-Pechvogel Hinteregger wird gefeiert wie ein Held

Eintracht Frankfurt ist im Europa-League-Halbfinal in dramatischer Art und Weise am FC Chelsea gescheitert. Die Fans feiern ihre Mannschaft nach dem verlorenen Penaltyschiessen trotzdem – sogar die Elfmeter-Versager.



Die Eintracht aus Frankfurt hat gestern Abend einmal ihr grosses Kämpferherz gezeigt. 120 Minuten lang bot das Team von Adi Hütter dem grossen FC Chelsea paroli und erkämpfte sich in der regulären Spielzeit auch im Rückspiel ein 1:1. In der Verlängerung waren die Deutschen dann ganz nah am Europa-League-Final dran. Doch David Luiz und Davide Zappacosta retteten bei zwei Chancen von Sébastien Haller auf der Linie.

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100. Minute: Luiz klärt auf der Linie. Video: streamable

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105. Minute: Zappacosta klärt auf der Linie. Video: streamable

Auch im Penaltyschiessen sah es für Frankfurt lange gut aus. Torhüter Kevin Trapp hielt den Versuch von César Azpilicueta, doch dann verschossen Martin Hinteregger und Gonçalo Paciencia und stürzten ihr Team damit ins Tal der Tränen.

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Das Penaltyschiessen in voller Länge. Video: streamable

Vor allem der Österreicher Hinteregger war nach dem dramatischen Ende untröstlich. Mit leerem Blick stand er vor der Fankurve, als sich seine Teamkollegen trotz verpasstem Final von den zahlreich mitgereisten Eintracht-Fans für die tolle Europa-Kampagne feiern liessen. Die Mehrheit der Chelsea-Anhänger hatte die Stamford Bridge da übrigens schon längst verlassen.

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Die Frankfurt-Fans in London. Video: YouTube/Eintracht-Online.net

Stoisch lauscht Hinteregger der Vereinshymne «Im Herzen von Europa» und steht auch noch teilnahmslos da, als sich die ersten Eintracht-Spieler durch die Stewards drängen, um mit den Fans abzuklatschen. Hinteregger scheint sich ein wenig zu sträuben. Am Ende winken einige Anhänger aber auch ihn herbei. Ganz grosses Fan-Kino.

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Die Fans winken auch Hinteregger herbei. Video: streamable

Und so bleibt nach dem verpassten Final die schöne Erkenntnis, dass die Frankfurter Fans die Europa League irgendwie doch gewonnen haben.

Die Stimmen zum Spiel

Eintracht-Trainer Adi Hütter:

«Die Enttäuschung ist natürlich da, wenn man so knapp dran war, fast schon mit einem Bein im Finale. Es sind viele Tränen geflossen, wir sind sehr, sehr traurig. Trotzdem muss man stolz sein auf die Haltung, die wir schon in der ganzen Europa-League-Saison gezeigt haben. Riesenkompliment an meine Mannschaft!»

Eintracht-Torhüter Kevin Trapp:

«Wir haben wieder einen grossen Fight hingelegt. Es fehlen mir noch ein bisschen die Worte. Wir sind eigentlich die bessere Mannschaft und scheiden dann aus, ich hab' den Jungs versprochen, dass ich sie ins Finale bringe. Die erste Halbzeit war nicht gut, danach war es aber deutlich besser. Die Chancen hatten wir. Da wird heute noch die eine oder andere Träne fliessen.»

Eintracht-Sportchef Fredi Bobic:

«Wir sind natürlich traurig und enttäuscht, aber können verdammt stolz auf diese Truppe sein. Es war wirklich aussergewöhnlich, was wir hier rausgehauen haben – welche Leidenschaft, eine unglaubliche Willensleistun. Wir haben immer wieder den Versuch unternommen, nach vorne zu marschieren. Da war alles dabei, was den Fussball ausmacht.»

Eintracht-Kultfigur Danny da Costa:

«Mein Kopf ist ziemlich leer. Wenn man so nahe dran ist, nur noch diesen einen Schritt gehen muss und es dann auf diese Art und Weise nicht funktioniert – das tut natürlich unglaublich weh. Wir haben 120 Minuten wirklich alles gegeben und hatten auch Chancen.

Wenn man nach dem Spiel sieht, wie uns die Fans gefeiert haben – das war schon Wahnsinn. Wir haben Chelsea über 120 Minuten richtig gut Paroli geboten. Letztlich hat's nicht gereicht, aber wir können den Platz erhobenen Hauptes verlassen und stolz sein auf das, was wir gezeigt haben.»

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