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Schweizer Cup, Final

FC Zürich – Young Boys 2:1 (1:0)

Zuerichs Spieler und Staff feiern ihren Sieg im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zuerich, am Sonntag 27. Mai 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Moment der Pokalübergabe. Bild: KEYSTONE

Trotz 20 Minuten Unterzahl – so holte sich der FC Zürich den Cupsieg

Der FC Zürich bleibt in Finalspielen eine Macht. Dank einem 2:1-Sieg in Bern gegen die Young Boys feiern die Zürcher in ihrem elften Cupfinal den bereits zehnten Titel.



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Dass es eine hitzige Partie werden würde, war vor Beginn schon klar. Dass es schon vor der Partie hitzig zu und her gehen würde jedoch weniger.

FCZ-Fans stürmten den Eingangsbereich im Stade de Suisse, brachen Tore auf und übersprangen Absperrungen. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen.

CAPTION CORRECTION: ENTFERNT FOTOGRAFEN-NAMEN --- Zuerich Fans laufen vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zuerich, am Sonntag 27. Mai 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Str)

Der FCZ-Fanmarsch auf dem Weg zum Stadion. Bild: KEYSTONE

Dann gings ans Eingemachte. Und der FCZ legte los wie die Feuerwehr! Bereits in der zweiten Minute findet Pa Modou die Lücke in der YB-Abwehr, Michael Frey zieht von der Strafraumgrenze ab, verfehlt das Tor jedoch. Ein Warnschuss?

Es war ein Warnschuss! 11. Minute, Marchesano bedient Frey steil, der hat nur noch von Bergen vor sich. Dies ist dem Berner in Zürcher Diensten jedoch sowas von egal, zieht ab und erwischt Wölfli mit einem platzierten Flachschuss. Ausgerechnet Frey also, der 2017 von Adi Hütter aussortiert wurde.

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Freys Treffer nach 11 Minuten. Video: streamable

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Michi Frey schreit dem ex-Trainer seine Freude ins Gesicht. screenshot srf

Und die Zürcher liessen nicht locker! Kurz darauf tankt sich Adrian Winter auf der rechten Seite durch und hat plötzlich nur noch den YB-Keeper vor sich. Wölfli macht sich jedoch breit und pariert den Schuss mit dem Fuss.

Nach 20 Minuten meldet sich auch YB ein erstes Mal vor dem FCZ-Tor: Hoarau lupft den Ball in den Strafraum, Thelander klärt kurz vor Fassnacht, jedoch nur bis zu Roger Assalé. Der Stürmer aus der Elfenbeinküste zieht volley ab, doch der zurückgeeilte Thelander klärt auf der Linie für den bereits geschlagenen Torhüter Yannick Brecher.

Der nächste Aufreger kam nur zwei Minuten später! Sanogo fasst nach einem Zweikampf Frey ins Gesicht. Tätlichkeit? Der Schiedsrichter zeigt beiden Spielern gelb.

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screenshot srf

Nach 24 Minuten kommt die Erlösung für alle YB-Fans. Sanogo trifft nach einem Standard zum Ausgleich. Doch das Tor zählt nicht. Der Mittelfeldspieler stand abseits – und zwar deutlich.

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Der Rest der ersten Halbzeit wird von YB dominiert, doch zählbares schaut dabei nicht heraus. So geht der FCZ mit der Mini-Führung in die Halbzeitpause.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ist YB das aktivere Team, doch im Mittelpunkt steht ein weiteres Mal ein Zürcher Spieler. Der zur Halbzeit eingewechselte Sangoné Sarr muss nach 65 Minuten vorzeitig unter die Dusche. Der Senegalese foult innerhalb von fünf Minuten zweimal überhart, so dass Schiedsrichter Jaccottet keine andere Wahl bleibt als den Mittelfeldspieler vom Platz zu stellen.

Kann YB die gut 20-minütige Überzahl nutzen? Vorerst nicht, im Gegenteil! Antonio Marchesano knöpft sich die gesamte YB-Hintermannschaft vor und versenkt die Kugel eiskalt im Netz.

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Marchesanos 2:0 nach 74 Minuten. Video: streamable

Jetzt ist YB aber so wirklich gefordert! Reichen die verbleibenden 15 Minuten, um ein Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen?

Und tatsächlich, keine fünf Minuten sind in der YB-Viertelstunde gespielt, da trifft Miralem Sulejmani zum Anschlusstreffer. Ngamaleu flankt von der rechten Seite butterweich zur Mitte, wo Sulejmani seinem Gegenspieler entwischt und das Leder per Kopf in der rechten unteren Torecke versenkt.

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Sulejmanis Treffer in der 80. Minute. Video: streamable

Damit bliebs jedoch, und so vermiesten die Zürcher dem abtretenden YB-Coach Adi Hütter den krönenden Abschluss seiner Zeit in Bern. Mit einem Sieg hätte der zu Eintracht Frankfurt weiterziehende Trainer die Young Boys zum ersten Double seit 60 Jahren geführt. (bal)

Das Telegramm

FC Zürich - Young Boys 2:1 (1:0)
Stade de Suisse, Bern. - 30'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Jaccottet.
Tore: 11. Frey (Brunner) 1:0. 74. Marchesano (Pa Modou) 2:0. 80. Sulejmani (Ngamaleu) 2:1.
FCZ: Brecher; Thelander, Brunner, Kryeziu; Rüegg, Palsson, Marchesano (78. Schönbächler), Domgjoni (46. Sarr), Pa Modou; Frey (92. Rodriguez), Winter.
Young Boys: Wölfli; Lotomba (46. Schick), Nuhu, Von Bergen, Benito (76. Ngamaleu); Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani; Assalé (59. Nsame), Hoarau.
Bemerkungen: FCZ ohne Dwamena (gesperrt), Nef, Alesevic, Kempter, Maouche, Bangura und Schättin (alle verletzt), Young Boys ohne Mbabu (gesperrt) und Von Ballmoos (verletzt). 67. Gelb-Rote Karte Sarr (Foul). Verwarnungen: 15. Nuhu (Foul). 24. Sanogo (Unsportlichkeit). 24. Frey (Unsportlichkeit). 59. Sarr (Foul). 83. Thelander (Foul). 89. Brecher (Zeitspiel). 93. Schick (Foul). (sda)

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