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«Grossartiges Engagement»

Blatter verhöhnt Stadion-Arbeiter mit seinem Lob für Katar-Emir



epa04315845 FIFA's president Joseph Blatter gives a press conference about FIFA World Cup 2014 at the Maracana stadium, in Rio de Janeiro, Brazil, 14 July 2014.  EPA/ANTONIO LACERDA

Kehrtwende: Noch im Mai hatte Joseph Blatter die Vergabe der WM an Katar als Fehler bezeichnet. Bild: EPA/EFE

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat bei einem Treffen mit dem Emir von Katar die Situation von Arbeitern für die Stadienneubauten der WM 2022 thematisiert. Er sprach laut FIFA-Mitteilung mit Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani über «weitere Reformen des Arbeitsrechts», um das Wohlergehen der Gastarbeiter sicherzustellen.

Nach dem einstündigen Gespräch äusserte sich Blatter zufrieden und lobte den Emir. «Es war grossartig zu sehen, mit welchem Engagement er und ganz Katar die Weltmeisterschaft nutzen wollen, um für positive soziale Veränderungen zu sorgen und das Gastgeberland und die Region zu bewerben.» In den Ohren der zahlreichen Arbeitsmigranten im Emirat muss das wie Hohn klingen. Über 1000 von ihnen sind seit der Vergabe der WM-Endrunde nach Gewerkschaftsangaben ums Leben gekommen.  

Nicht mehr Schutz für Arbeiter

Katar nehme seine Verantwortung als Gastgeber ernst, sagte Blatter. Er konnte indessen keinerlei Garantie und Zusicherung abgeben, dass die vielen ausländischen Arbeiter rund um die WM künftig nicht mehr ausgebeutet würden, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

Die Situation der Fremdarbeiter im Golf-Staat steht nach vielen Todesfällen seit Monaten im Zentrum der Kritik. Gewerkschaften und Menschenrechtsgruppen bemängeln unter anderem unmenschliche Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung und eine elende Wohnsituation. (tom/si) 

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