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Barcelona's Lionel Messi holds his head during the Champions League quarterfinal match between FC Barcelona and Bayern Munich at the Luz stadium in Lisbon, Portugal, Friday, Aug. 14, 2020. Gerard Piqué says Barcelona

Will Messi wirklich weg aus Barcelona? Diese Frage kann nur er selbst beantworten. Bild: keystone

7 Fragen und Antworten zum möglichen Messi-Abgang aus Barcelona



Worum geht es?

Lionel Messi hat nach der historischen 2:8-Niederlage im Viertelfinal der Champions League gegen Bayern München offenbar genug vom FC Barcelona. Nach einer Saison voller sportlicher Rückschläge und ständigen Konflikten mit der Klubführung wolle der 33-jährige Argentinier den 26-fachen spanischen Meister noch in diesem Jahr verlassen. Das habe er der Klubführung bereits mitgeteilt.

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Die Tore bei Barcelonas 2:8-Pleite gegen die Bayern. Video: YouTube/SRF Sport

Woher kommt das Gerücht?

Aus Brasilien. Genauer gesagt von Marcelo Bechler, einem Reporter des brasilianischen TV-Senders Esporte Interativo. Der Journalist beruft sich auf eine Quelle aus dem engeren Umfeld des FC Barcelona. Bechler scheint gute Kontakte zu haben – 2017 war er es, der als erster Neymars Rekordtransfer zu Paris St-Germain verkündete.

» Hier gibt es mehr zu Bechler und Neymars Transfer 2017.

Was sagt Messi zu den Gerüchten?

(Noch) Nichts. Bislang hat sich niemand aus dem Messi-Lager zu den Wechsel-Gerüchten geäussert. Der Spieler selbst hat sich seit dem samstäglichen 2:8 gegen die Bayern komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Was sagt der FC Barcelona?

Über die dem Klub nahestehende Zeitung «Sport» dementierte Barça die Gerüchte umgehend. Es habe kein Gespräch über einen vorzeitigen Abgang aus Barcelona gegeben, liess der Klub die Zeitung wissen. Messi hat bei Barcelona noch einen Vertrag bis im Sommer 2021. Dann könnte er den Verein ablösefrei verlassen. Bis dann müsste ein allfälliger Abnehmer die Ausstiegsklausel über 700 Millionen Euro bezahlen. Oder hat er sich die Klausel aus dem Vertrag schreiben lassen? Im letzten Herbst hiess es das jedenfalls, weil Messi so Einfluss auf die Einkaufspolitik des Vereins nehmen könne.

Was spricht für einen Messi-Abgang?

Der Barça-Superstar und die Klubführung haben das Heu schon länger nicht mehr auf der gleichen Bühne. Messi vermisse bei Präsident Josep Bartomeu eine klare Vision, wie Barcelona wieder zur Nummer 1 in Europa werden könnte, berichten spanische Medien immer wieder. So gab es in der abgelaufenen Saison regelmässig Konflikte, die in der Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Beispielsweise als es um einen möglichen Gehaltsverzicht der Mannschaft während der Corona-Pause ging.

Die sportliche Krise macht dem ehrgeizigen Messi schwer zu schaffen. Der sechsfache Weltfussballer wirkte in dieser Saison immer wieder frustriert, die Bilder nach dem 2:8 gegen die Bayern sprachen Bände. Schon zur Pause sass Messi völlig geknickt in der Garderobe.

Doch auch für den FC Barcelona könnte ein Messi-Wechsel Vorteile bringen. Der Klub ist hoch verschuldet und hat wegen der Coronakrise akute Liquiditäts-Probleme. Bei einem vorzeitigen Messi-Abgang würde die Kasse klingeln und gleichzeitig ergäbe sich Spielraum beim Umbau der Mannschaft. Seit längerem liebäugelt der Klub beispielsweise mit der Rückkehr von Neymar aus Paris.

Was spricht dagegen?

Messi hat in seiner Profi-Karriere noch nie für einen anderen Verein gespielt als für den FC Barcelona. Im Jahr 2000 kam er als 13-Jähriger in die katalanische Hafenstadt, welche längst zu seiner zweiten Heimat geworden ist. In Castelldefels 16 Kilometer von der Innenstadt bewohnt er seit 2009 zusammen mit Ehefrau Antonella und den drei Kindern eine Luxusvilla. Immer wieder betonte Messi in der Vergangenheit, dass er sich in Barcelona sehr wohl fühle.

«Ich möchte so lang wie möglich hier bleiben. Barcelona ist mein Zuhause und ich will es nicht verlassen. Aber ich möchte nicht nur deswegen hier bleiben, weil ich einen langfristigen Vertrag habe. Ich möchte Erfolg haben und sehen, dass der Klub das auch will.»

Messi im September 2019 über einen möglichen Wechsel

Seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte um einen Messi-Abgang aus Barcelona. Bisher haben sie sich aber nie bewahrheitet. Im Gegenteil: Fast immer hat Messi seinen Vertrag im Herbst dann jeweils um ein Jahr zu leicht höheren Bezügen verlängert.

Barcelona's Lionel Messi celebrates after scoring his side's second goal during the Champions League round of 16, second leg soccer match between Barcelona and Napoli at the Camp Nou Stadium in Barcelona, Spain, Saturday, Aug. 8, 2020. (AP Photo/Joan Monfort)

Messi woanders als in Barcelona ... irgendwie unvorstellbar. Bild: keystone

Viele spanische Journalisten teilen momentan die Einschätzung, dass Messi nicht weg wolle. Mit seiner Wechsel-Drohung versuche er vielmehr Präsident Bartomeu in Sachen Kader-Erneuerung zum Handeln zu zwingen.

Was glaubst du: Wird Messi Barcelona verlassen?

Wohin könnte Messi wechseln?

Interessenten gibt es genug, den sechsfachen Weltfussballer könnten sich aber nur ganz wenige Klubs leisten. Immer wieder werden Manchester City und Inter Mailand als mögliche Destinationen genannt. Bei den «Citizens» ist Messis alter Mentor Pep Guardiola Trainer. Mit seinem einstigen Schützling könnte dieser einen neuen Anlauf nehmen, auch mit den «Sky Blues» endlich die Champions League zu gewinnen. Das nötige Kleingeld hätte ManCity jedenfalls und laut «Daily Mirror» ist der Scheichklub auch der Favorit von Messi selbst.

FC Barcelona's Lionel Messi from Argentina, left,  celebrates his victory with coach Josep Guardiola during the final Copa del Rey  soccer match against Athletic Bilbao at the Vicente Calderon stadium in Madrid, Spain, Friday, May 25, 2012. (AP Photo/Andres Kudacki)

Zwei, die sich verstehen: Messi und Guardiola. Bild: AP

Inter Mailand hat sich in diesem Sommer gleich mehrfach selbst ins Spiel um einen möglichen Messi-Transfer gebracht. Ende Juli wurde vor dem Duell gegen Napoli ein Bild von Messi in seiner unverkennbaren Jubelpose vom TV-Sender PPTV auf den Mailänder Dom projiziert. Der Kanal gehört dem chinesischen Inter-Besitzer-Konzern Suning.

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Messi auf den Mailänder Dom projiziert. bild: screenshot twitter

Laut dem ehemaligen Inter-Chefscout Massimiliano Mirabelli ist Messi für Inter aber «mehr als nur ein Traum». Demnach arbeiten die «Nerazzurri» intensiv an einem Transfer. Zudem gehen Gerüchte um, dass Messis Vater Jorge sich in diesem Sommer bereits in Mailand nach einem neuen Haus für die Familie seines Sohnes umgesehen habe.

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