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Germany's Andre Schuerrle lifts the trophy after the World Cup final soccer match between Germany and Argentina at the Maracana Stadium in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, July 13, 2014. Former Germany forward André SchÃ1?4rrle has retired aged just 29 after failing to recapture the form that helped him star for Bayer Leverkusen and Chelsea and win the World Cup in 2014. (AP Photo/Frank Augstein)

Der Höhepunkt: 2014 wird André Schürrle mit Deutschland Weltmeister. Bild: keystone

Schürrle beendet Karriere: «Tiefen wurden immer tiefer und die Höhepunkte immer weniger»



29-jährig ist André Schürrle, Fussballer, Weltmeister und ab sofort in Rente. Der Vertrag mit Borussia Dortmund, seinem letzten Arbeitgeber, wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst, Schürrles Aktivkarriere somit beendet.

Schürrle spielte in einen 11 Profijahren für Mainz, Bayer Leverkusen, Chelsea, Wolfsburg, Dortmund, Fulham und Spartak Moskau. Millionen an Transfersummen wurden für ihn ausgegeben, er hat Titel geholt, wurde gefeiert und kritisiert.

Jetzt hört Schürrle auf und offenbart dem «Spiegel», welche Gedanken ihm durch den Kopf gehen und gegangen sind.

«Nur die Leistung auf dem Platz zählt, Verletzlichkeit und Schwäche dürfen zu keinem Zeitpunkt existieren.»

«All das Geld, das ich verdient habe, ist eine enorme Erleichterung.»

«Man muss ja immer eine gewisse Rolle spielen, um in dem Business zu überleben, sonst verlierst du deinen Job und bekommst auch keinen neuen mehr.»

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Das Tor zum WM-Titel 2014: Schürrle bereitet vor, Götze vollendet. Video: YouTube/tjeen

«Ich war so unglaublich nervös. Ich weiss noch, wie Thomas Tuchel mich zur Seite genommen hat und meinte: ‹Es sind ein paar mehr Zuschauer, aber es ist das gleiche Spiel.›»

André Schürrle, zu seinem ersten Bundesligaspiel im Jahr 2009

«Diese gesellschaftliche Erwartungshaltung hat schon gedrückt, dass man bis Mitte dreissig ja eigentlich nicht aufhören kann.»

«So richtig aufmachen, das kann man gegenüber einem Mitspieler auch nicht. Das Risiko ist einfach zu gross, dass man sich angreifbar macht.»

Schürrle zu den Gesprächen mit Teamkollege Mario Götze

epa05436407 (FILE) A file picture dated 04 July 2014 shows Germany's Andre Schuerrle (L) and Mario Goetze (R) before the FIFA World Cup 2014 quarter final soccer match between France and Germany at Estadio do Maracana in Rio de Janeiro, Brazil, 04 July 2014. German Bundesliga club Borussia Dortmund on 22 July 2016 announced they have completed the move of Schuerrle from Wolfsburg to Dortmund for 32 million euro. The announcement follows the previous day's announcement of Mario Goetze returning to Dortmund from Bayern Munich. 

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/ANDREAS GEBERT   EDITORIAL USE ONLY *** Local Caption *** 51462426

André Schürrle und Mario Götze 2014 vor dem WM-Viertelfinal gegen Frankreich. Bild: EPA/DPA/EPA FILE

«Die Wochen in Brasilien sind die geilste Zeit meines Lebens gewesen. Es hat alles gepasst, die Stimmung im Team, die Organisation, das Hotel direkt am Strand. Am Ende sind es im Fussball viele kleine Stellschrauben, die zusammenpassen müssen, damit man erfolgreich ist.»

Schürrle zur Weltmeisterschaft 2014

«Ich habe mich drei vier Wochen pushen können, aber dann bin ich in das tiefste Loch gefallen, das es gibt. Ich wollte nicht mehr Fussball spielen, ich war völlig am Ende. Es war, als ob alles in mir gebrannt hätte. Mein Spiel ist durch Sprints bestimmt. Aber ich hatte keine Kraft mehr in den Oberschenkeln. Es war, als hätten sie Feuer gefangen.»

Schürrle nach der Weltmeisterschaft 2014 zurück bei Chelsea

«Man kennt das ja: Wenn man einmal die Tür zu seinen Gedanken aufgemacht hat, zu dem, was man wirklich fühlt, dann ist es auch unglaublich schwer, sie wieder zuzumachen und alles auszublenden.»

«Wenn es im Verein nicht gut läuft, und du spielst einen Riesenmist, dann traust du dich nicht, durch die Stadt zu laufen.»

Über die Zeit in Dortmund

Hier geht es zur ganzen Geschichte des Spiegels: (nur im Abo).

(rst)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Erklärbart.
17.07.2020 21:14registriert January 2020
Klare Statements.
Und dass ihn das viele Geld immerhin erleichtert, gönne ich ihm. Er hat sonst schon "gelitten", 7 Vereine in 11 Profi-Jahren, das ist schon heftig, da war er 18-29. Und hat es trotzdem geschafft bodenständig zu bleiben. Keine Eskapaden, nichts.
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oilofolaf
17.07.2020 21:15registriert September 2018
Alles Gute für seine Zukunft - möge er sein Glück abseits des Fussballs finden!
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RandomToaster
17.07.2020 22:02registriert April 2020
Tut mir leid für Schürrle, ich hoffe er findet sein Glück.
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