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epa08688827 Switzerland's Alisha Lehmann, left, in action against Belgium's Laura Deloose during the UEFA European Women's Championship 2022 qualification round Group H match between Switzerland and Belgium, at the Stockhorn Arena in Thun, Switzerland, September 22, 2020.  EPA/PETER SCHNEIDER

Das Hinspiel gegen Belgien gewannen die Schweizerinnen knapp mit 2:1. Bild: keystone

Finalissima gegen Belgien – so schafft es die Frauen-Nati an die EM

In der EM-Qualifikation der Frauen kommt es im letzten Gruppenspiel zwischen Belgien und der Schweiz zum Showdown um die direkte Qualifikation für die Endrunde. Den Schweizerinnen reicht auswärts in Leuven ein Punkt.



Kaum Gelegenheiten für Matchbesuche im Ausland, kaum physischen Kontakt mit den Spielerinnen: Auch der Schweizer Nationalcoach der Frauen arbeitet in Corona-Zeiten unter erschwerten Bedingungen. «Ich sehe die Spielerinnen fast nicht. Normalerweise will ich alle sehen und mit allen reden. Jetzt kenne ich vor allem das Hotelzimmer gut.» Das sagte Nils Nielsen aus dem Camp in Freienbach, in dem sich die Equipe in den letzten Tagen auf die Gruppen-Finalissima von heute Abend in Belgien (20.00 Uhr/SRF2) vorbereitet hat. Auch bei der Kaderselektion gab es vor dem letzten Zusammenzug des Jahres wegen den Reise-Einschränkungen ungewohnte Hindernisse. «TV- und Video-Bilder sind nicht ansatzweise dasselbe wie Stadionbesuche», so Nielsen.

Die Tabelle vor dem letzten Spiel:

Bild

bild: screenshot srf

Klagen will der 49-jährige Däne nicht. «Alles gut. Es ist für alle eine schwierige Zeit.» Alles gut ist auch deshalb, weil sich die Schweizerinnen in der Qualifikation mit sechs Siegen und einem Unentschieden eine exzellente Ausgangslage geschaffen haben. Vor dem letzten Spiel führen sie die Gruppe einen Punkt vor Belgien an. Ein Unentschieden reicht ihnen am Dienstag definitiv. Im Fall einer Niederlage besteht die Möglichkeit, dass sich die Schweiz als eine der besten drei Gruppenzweiten ebenfalls direkt qualifiziert. Oder es bliebe der Weg über die Barrage im April.

Auf den benötigten einen Punkt taktieren will Nielsen in Belgien nicht. «Wir versuchen immer, zu gewinnen. An ein Unentschieden können wir allenfalls fünf Minuten vor dem Abpfiff denken.» Theoretisch könnte sich die Situation ergeben, dass sowohl der Schweiz als auch Belgien ein Punkt reicht. Die Befürchtung, dass die Schweizerinnen ihre gute Ausgangslage nach 2018 noch einmal im Finish verspielen, besteht nicht. Captain Lia Wälti ist überzeugt, dass das Team nun «weiter und reifer» ist.

Obwohl sich die Schweiz gegen Belgien im ersten Duell der laufenden Kampagne durchgesetzt (2:1) und sie auch 2018 in den Playoffs zur WM im Halbfinal dank der Auswärtstorregel die Oberhand behalten hat, sieht Nielsen die Gegnerinnen leicht favorisiert. «Die Belgierinnen sind noch einmal stärker als an ihrer ersten Endrunde 2017. Sie sind offensiv sehr stark, ihre Topspielerinnen extrem gefährlich. Ich hoffe, wir qualifizieren uns beide. Teams wie Belgien haben die Endrunde verdient.»

Ohne Torhüterin Thalmann

Selbst muss Nielsen auf einer Position umdisponieren. Mit Gaël Thalmann wurde beim Einrücken ins Vorbereitungscamp die Stammtorhüterin positiv auf das Coronavirus getestet. Ob die 84-fache Internationale gegen die Belgierinnen durch Seraina Friedli oder Elvira Herzog ersetzt wird, liess Nielsen offen.

Friedli, die bislang sieben Länderspiele bestritten hat, absolvierte im November ihre ersten beiden Spiele für ihren neuen Klub Florentia in der italienischen Serie A. Die beim SC Freiburg tätige Herzog (2 Länderspiele) ist noch ohne Pflichtspieleinsatz in dieser Saison, Nicht dabei ist ausserdem Noelle Maritz. Für die Arsenal-Verteidigerin kommt die Partie gegen Belgien nach ihrer Knieverletzung zu früh.

Für die Schweizerinnen wäre die Endrunde 2022 in England die zweite EM-Teilnahme nach 2017 (Aus in den Gruppenspielen). Hinzu kommt die WM-Teilnahme 2015 (Achtelfinals). (pre/sda)

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