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Ob ein 6-Jähriger wirklich so aussehen sollte?

Mit Lionel Messi startete der Kinderhandel – die dreisten Tricks der Topklubs

Fussballprofi ist der Traum, vielfach geht er nicht in Erfüllung. Ein Blick auf den modernen Kinderfussball.

raphael gutzwiler / ch media



Das Video dauert 23 Sekunden. Es zeigt einen Jungen im Barcelona-Trikot. Er blickt in die Kamera und sagt: «Hello Lionel Messi. I love you.» Dann schnappt er sich einen Fussball, jongliert diesen gekonnt, zum Abschluss vollführt er einen perfekt ausgeführten Fallrückzieher, der Ball landet im Tor. Arat Hosseini heisst der Junge, sechs Jahre alt ist er, auf Instagram hat er 4,1 Millionen Follower.

Hosseini ist das neuste Beispiel eines talentierten Fussballwunderkindes. Er stammt aus dem Iran, mit seinem Vater ist er inzwischen nach England gezügelt mit der Hoffnung bei einem grossen Profiklub zu unterschreiben. Inzwischen trainiert der Sechsjährige, der schon ein Sixpack besitzt, in der Liverpool Academy. Der englische Meister FC Liverpool kann ihn aber nicht unter Vertrag nehmen. In diesem bekannten Fall würde es wohl auffallen, wenn ein Vertrag unterschrieben würde. Internationale Transfers von Kindern sind verboten. Die Website des Fussballweltverbandes Fifa bezeichnete Hosseini in einem Artikel als neuen Lionel Messi.

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Ein Beitrag geteilt von Arat Hosseini (@arat.gym) am

Eines von unzähligen Videos von Arat Hosseini.

Ausgerechnet. Mit Lionel Messi startete der lukrative Kinderhandel im Fussball. 13 Jahre als ist Messi, als der FC Barcelona 2000 auf den kleinwüchsigen Jungen aus Argentinien aufmerksam wird. Der spanische Topklub verpflichtet Messi, ermöglicht ihm eine Hormontherapie, damit er wächst, seine Eltern erhalten Jobs. Später ist Lionel Messi Millionen wert, er wird sechs Mal Weltfussballer.

Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit

Kinder werden zur Wegwerfware

Um den Handel mit Minderjährigen zu verbieten, hat die Fifa 2001 den Paragrafen 19 im Transferreglement ein­geführt. Spieler unter 18 Jahren dürfen nicht international transferiert werden, innerhalb der EU (inklusive Schweiz) liegt diese Grenze bei 16 Jahren. Lange kümmern sich die Topvereine wenig um den Paragrafen, ehe 2014 der FC Barcelona eine zweijährige Transfersperre kassiert. Mindestens zehn Spieler unter 16 Jahren hat Barcelona verpflichtet. Zum Beispiel Takefusa Kubo aus Japan, der mit 10 Jahren zum FC Barcelona wechselt und nach der Bestrafung des Vereins nach Japan zurückkehrt. Heute gehört er Real Madrid.

epa07951262 RCD Mallorca's Japanese midfielder Takefusa Kubo prior to the Spanish LaLiga soccer match between CD Leganes and RCD Mallorca at Butarque stadium in Leganes, Madrid, Spain, 26 October 2019.  EPA/MARISCAL

Kubo wechselte bereits mit 10 Jahren zum FC Barcelona. Bild: EPA

Wer dachte, Kinderhandel gehöre damit der Vergangenheit an, täuschte sich. Später wurden auch Atletico Madrid und Chelsea bestraft. Häufig schaffen es die Topvereine aber, Schlupflöcher zu finden. So wird versucht, die Familie ins Land des Vereins zu lotsen. Dies wäre nicht erlaubt, ein Umzug müsste unabhängig vom Fussball geschehen. Bei Andreas Christensen fliegt es auf. Als der Däne mit 16 Jahren zu Chelsea wechselt, erhält sein Vater einen Job im Verein.

«Das kann man auch als innovative Ausbeutung bezeichnen. Oder sogar als eine Art von Sklaverei»

Sportwissenschaftler Earnest Acheampong

Besonders dreist ist der Handel mit Talenten aus ärmlichen Verhältnissen. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich 15'000 Kinder und Jugendliche von Beratern nach Europa verschleppt werden, in der Hoffnung Fussballprofis zu werden. Die wenigsten finden einen Verein, viele landen auf der Strasse.

Dreist ist auch das Vorgehen des englischen Spitzenteams Manchester City, wie Fussball-Leaks aufgedeckt hat. Der reiche Verein lässt sich die Fussball-Akademie mit dem Namen «Right to Dream» in Ghana eine Million Euro jährlich kosten. Durch die Investition sichert sich Manchester City das Vorkaufsrecht für die Talente. «Das kann man auch als innovative Ausbeutung bezeichnen. Oder sogar als eine Art von Sklaverei», sagt Sportwissenschaftler Earnest Acheampong von der Universität Winneba gegenüber NDR. Die Talente verkommen zur Spekulationsware. Eine andere Strategie wird Real Madrid und Barcelona vorgeworfen. Die Talente werden nicht offiziell verpflichtet, sondern zügeln angeblich unabhängig vom Fussball nach Spanien und spielen zunächst für ein Farmteam in der Region. Wenn sie sich gut entwickeln, werden sie von den Topvereinen verpflichtet.

Schweizer Talente wechseln oft mit 16 ins Ausland

Transfers von Minderjährigen innerhalb eines Landes sind legal. Dennoch sorgte der Transfer von Supertalent Youssoufa Moukoko im Alter von 11 Jahren von St. Pauli ins über 300 Kilometer entfernte Dortmund für Schlagzeilen. Ähnlich war es bei zwei 13-Jährigen, die von Berlin nach Hoffenheim wechselten.

Fälle von Schweizer Talenten, die illegal transferiert wurden, sind nicht bekannt. Doch oft wechseln sie mit 16 Jahren zu Topklubs. Was mit Philippe Senderos oder Johan Djourou begann, ist immer noch häufig. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Sturmtalent Bradley Fink, der im Sommer 2019 mit 16 von Luzern zu Dortmund wechselte.

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nume no eis, bitteee! 28.07.2020 23:27
    Highlight Highlight Ihr seht aber schon, dass die Filmsequenzen inszeniert sind? Womit auch bestätigt wäre, was da eigentlich abläuft resp. versucht wird.
  • Burim 28.07.2020 22:21
    Highlight Highlight Versteh nicht warum alle Fussballprofis werden möchten. Wählt lieber eine gutbezahlte Sportart in der sich nicht so viele Leute tummeln. In der Schweiz würde ich es als Hockeyprofi versuchen.
  • Else 28.07.2020 14:50
    Highlight Highlight Kann mal jemand die KESB nach Liverpool schicken?!
  • YvesM 28.07.2020 14:02
    Highlight Highlight Im Kleinen kann ich das auch in der Schweiz beobachten. Da werden dann schon mal Trainer bestochen, dass die Kinder spielen können. In der Regel setzt sich gefühlt keines der sogenanten Talente durch. Druck, Entwicklung, Umfeld, Verletzungen, etc. da sind so viele Faktoren, die auch noch mitentscheiden, ob es zum Profi reicht. Und in jedem Jahrgang und Position hat es auch immer viel Konkurrenz.
  • Tmac 28.07.2020 13:06
    Highlight Highlight 4 Mio(!) folgen ihm...arme, arme menschheit
  • Clank 28.07.2020 12:30
    Highlight Highlight Ich finde diesen Artikel sehr einseitig. Da wird wiederholt mit starken Schlagwörter wie Kinderhandel, Ausbeutung und Sklaverei rumgeworfen, aber konkret geht man nicht darauf ein.
    Inwiefern unterscheiden sich das von anderen Kinderkarrieren (Hollywoodstars, Popstars, Hochbegabte, Tennisstars, etc.). Die Kinder bekommen eine einmalige Chance. Was ist falsch daran.
    "...viele landen auf der Strasse." Da hätte ich gerne konkrete Zahlen und mehr Infos. Am Schluss ist es nämlich nichts anderes als eine Auswanderung. Nur weil die Fussballkarriere nicht klappt, landet man nicht Strasse.
    • octusfussuskopfus 28.07.2020 14:36
      Highlight Highlight ich gluabe du hast die ausmasse nicht veratadnen. einer dieser clubs holt sich so z.b. 1000 kinder mit familie nach spanien. davon sind vielleicht 10 tauglich wirklich fussballer zu werden. die anderen 990 werden einfach fallengelassen bzw. sich selbstüberlassen und sitzen dann in spanien ohne arbeit, bildung und zukunft.
      ohne die angebote nach arbeite der vereien würde keine dieser familein ans auswandern denken.
    • Clank 28.07.2020 14:58
      Highlight Highlight @Das etwas
      Genau darüber wird aber nirgends im Artikel berichtet. Weder gibt es ein Beleg dafür, noch ein konkretes Beispiel oder sonst Zahlen.
      Das ist einfach eine Unterstellung, auf der nicht näher eingegangen wird. Diese These sollte man aber doch irgendwie prüfen und bestätigen, bevor man sie einfach aufschreibt.
      Denn Fakt ist, da gibt gerade in Europa sehr wohl gesetzliche Grundlagen, die die eingereisten Familien schützen. Keine Familie landet auf die Strasse, nur weil das Talentkind, keine Lust mehr hat oder sich verletzt.
    • lilie 28.07.2020 18:14
      Highlight Highlight @Clank: Ich teile deine Ansicht, dass der Artikel sehr unsorgfältig geschrieben ist. Insbesondere schmeisst er mE alles in einen Topf: Einerseits gehts um die Topvereine, welche vielversprechende Talente unter Umgehung des Fifa-Gesetzes in ihr Land locken. Aber andererseits gehts um "Berater", welche Familien in ein Land bringen, wo der versprochene Traum nicht wahr wird.

      Die Aussage "... landen auf der Strasse" bezieht sich mMn nur auf diese Familien. Diese "Berater" klingen für mich aber eher wie eine Art Schlepper, welche gar nicht im Auftrag der Vereine handeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 28.07.2020 10:42
    Highlight Highlight Ich fürchte, es ist egal, wer welche Gesetze wo oder weswegen erlässt. Wenn es um Geld geht, finden die Leute immer einen Weg. Dafür wird alles ignoriert. Kindswohl, Anstand, Fairness, Umwelt, was auch immer. Geld gewinnt.
  • MGPC 28.07.2020 09:13
    Highlight Highlight Jeder der Fussball schaut ist mitverantwortlich für diesen Missstand.
    • Lebenundlebenlassen 28.07.2020 10:38
      Highlight Highlight Weil?
    • JohanKr 28.07.2020 10:54
      Highlight Highlight Absolut
    • MasterPain 28.07.2020 11:16
      Highlight Highlight Keine ernsthafte frage, Lebenundlebenlassen, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • tinu77 28.07.2020 09:12
    Highlight Highlight Dortmund scheint das Anheuern von Jungen Talenten von 20 bis 16 Jahren konsequent durchzuziehen. Könnte sich finanziell und sportlich als sehr erfolgreich erweisen.

    Wenn aber mit jüngeren Spielern gehandelt wird finde ich das äusserst problematisch. Ist wohl aber schwer zu kontrollieren.
  • Effersone 28.07.2020 09:10
    Highlight Highlight Ich finde den Bericht etwas einseitig. Was ist mit der Verantwortung der Eltern? Die ermöglichen das Ganze ja erst.
  • Guybrush Threepwood 28.07.2020 08:58
    Highlight Highlight „ Bei Andreas Christensen fliegt es auf. Als der Däne mit 16 Jahren zu Chelsea wechselt, erhält sein Vater einen Job im Verein.“ - Ein paar Zeilen darüber steht das innerhalb der EU Transfers ab 16 gelten. Wieso musste sich Chelsea hier überhaupt einem Schlupfloch bedienen?
    • Raddadui 28.07.2020 20:58
      Highlight Highlight Chelsea ist in UK. Das gehört nicht zur EU... ;-)

      Nee, ernsthaft, die Frage hab ich mir beim Lesen auch gestellt. Weiss da jemand Näheres?
  • JorgeFerro 28.07.2020 08:48
    Highlight Highlight Was soll daran an Sklaverei grenzen, wenn ein Jugendlicher seinen Traum verwirklichen kann, für den Fussball lebt und später möglicherweise Millionen verdient. Macht man in Schulen bei Hochbegabten genau gleich....
    • Linus Luchs 28.07.2020 09:08
      Highlight Highlight Artikel gelesen?

      "Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich 15'000 Kinder und Jugendliche von Beratern nach Europa verschleppt werden, in der Hoffnung Fussballprofis zu werden. Die wenigsten finden einen Verein, viele landen auf der Strasse."
    • Völkerrechtler 28.07.2020 09:12
      Highlight Highlight Nur geht der Traum für viele nie in Erfüllung und wäre es besser, wenn sie die Schule statt den Bolzplatz besuchen würden, in der vagen Hoffnung, irgendwann doch noch von einem Talentscout "entdeckt" zu werden...
    • Besito 28.07.2020 11:20
      Highlight Highlight Wer möchte denn nicht seine Träume verwirklichen? Erst recht in Ländern, wo die Chancen auf Bildung und ein besseres Leben bestenfalls gering sind. Bekannt werden natürlich nur die wenigen, die es an die Spitze schaffen und als Idole vergöttert werden. Für alle anderen interessiert sich sehr bald niemand mehr. Wenn DAS nicht pervers ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 28.07.2020 08:40
    Highlight Highlight Ach deshalb hat Barcelona UNICEF von ihren Shirts entfernt....
    • c_meier 28.07.2020 10:51
      Highlight Highlight unicef ist doch immer noch auf dem Trikot, einfach auf der Rückseite..
    • Boixos 28.07.2020 11:20
      Highlight Highlight Guter Seitenhieb. Aber Unicef ist übrigens noch immer da. Einfach nicht mehr auf der Brust, sondern hinten unter der Nummer :)
      Benutzer Bild
    • Spasst 28.07.2020 11:56
      Highlight Highlight Das soll bedeuten: Unicef am aarsch;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roro Hobbyrocker 28.07.2020 08:04
    Highlight Highlight In Afrika oder Arabien verstehe ich der Antrieb dieser Kinder schnell zu einem grossen Europäischen Klub zu wechseln. In der Schweiz jedoch nicht. Warum sollte ein 16 Jähriger in der Schweiz Aufgewachsener nach England wechseln. Dort müsste er sich gegen andere 100 Jugendliche durchsetzen und darf im Glücksfall einmal mit einem Star trainerien. Nach 4 Jahren dann wieder zurück in die Schweiz und vielleicht in der 1.Liga spielen. Warum nicht zu einem besseren Schweizer Klub und sich zuerst dort durchsetzen. Dies Verspricht mehr Erfolg.
    • Amboss 28.07.2020 08:46
      Highlight Highlight Also wenn er nach der Ausbildung in England nur 1.Liga Niveau hat, dann würde er den Durchbruch auch nicht schaffen, wenn er in der Schweiz bleibt. Dann fehlt im schlichtweg Talent...

      Ansonsten: Ich bin mir da nicht so sicher. Aus meiner Sicht ist die Bilanz des von dir genannten Wegs nicht so positiv, wenn man sich die Entwicklung unserer Spieler der letzten Jahre anschaut.

      Vielleicht wäre es besser, sie lernen in England sich durchzubeissen und sind dann für Höheres gestählt.

      Aber generell zu sagen, welcher Weg besser ist, ist wohl nicht möglich.

    • demian 28.07.2020 10:28
      Highlight Highlight Es gibt immer Beispiele wo es funktioniert hat (Djourou, Senderos) und von solchen wo es nicht gereicht hat (Gonzales, Guillemenot).
      Am Ende hängt es von so vielen Faktoren ab, dass es wohl kein richtig und falsch gibt.
  • Grohenloh 28.07.2020 07:47
    Highlight Highlight Ich hoffe, das Bild am Anfang ist nicht echt. Sonst gehören die Eltern und alle Beteiligten wegen Kindsmissbrauchs verurteilt!
    • So en Ueli 28.07.2020 08:06
      Highlight Highlight ich glaube das Insta Bild ist echt...
    • Rechthaberwoman 28.07.2020 08:16
      Highlight Highlight Da würd ich mir keine allzu grossen Sorgen machen, das Bild ist auf Instagram. Und da ist ja bekanntlich nichts echt.
    • stimpy13 28.07.2020 08:42
      Highlight Highlight Das Bild ist höchstwahrscheinlich echt. Ein niedriger Körperfett-Anteil, kombiniert mit eben abgeschlossenem Training und Lichtquelle direkt über dem Kopf sieht das aber viel heftiger aus, als es in einem "normalen" Setting aussehen würde.
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