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Wales' players celebrate after scoring the opening goal during the Euro 2020 group E qualifying soccer match between Wales and Azerbaijan at the Olympic stadium in Baku, Azerbaijan, Saturday Nov. 16, 2019. (AP Photo/Aziz Karimov)

Walisischer Torjubel in Baku – etwas, was die Schweizer Nati im Sommer verhindern will. Sofern es überhaupt zum Spiel kommt. Bild: AP

Ligafussball statt EM im Sommer? Euro könnte auf 2021 verschoben werden



Immer mehr europäische Fussballligen sind vom Coronavirus und den Massnahmen gegen dessen Ausbreitung betroffen. Teils werden Spiele verschoben, teils finden sie ohne Zuschauer statt.

Ein Ende des Zustands ist derzeit nicht in Sicht. Entsprechend gibt es nach Medienberichten immer mehr Nationen, deren Fussballverbände verlangen, die EM 2020 um ein Jahr zu verschieben. Stattdessen soll nach überstandener Corona-Krise die Entscheidung in den nationalen Meisterschaften wieder wie üblich vor Publikum fallen können. Laut «Tuttosport» sind es mittlerweile «fast alle Verbände», die für eine Verschiebung der EM plädieren.

Nati müsste in Rom spielen

Geplant ist jedoch nach wie vor, dass die nationalen Ligen Mitte Mai beendet sind. Vom 12. Juni bis zum 12. Juli ist die EM angesetzt, die in zwölf Ländern ausgetragen wird. Darunter ist auch das vom Coronavirus schwer betroffene Italien, wo unter anderem die Schweiz in Rom gegen Italien antreten soll.

Noch vergangene Woche hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin versprochen, dass sich der europäische Fussballverband um die Probleme kümmern werde. «Wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können», sagte er am Kongress in Amsterdam. Der UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis sprach von «verschiedenen Szenarien», die man zur Hand habe, ohne dabei konkret zu werden.

epa08241667 Roma supporters wear protective face masks due to the Coronavirus COVID-19 epidemic prior to the Italian Serie A soccer match between AS Roma and US Lecce at the Olimpico stadium in Rome, Italy, 23 February 2020.  EPA/RICCARDO ANTIMIANI

Zuschauer in Rom: Spielt die Schweiz tatsächlich im Sommer in der italienischen Hauptstadt? Bild: EPA

Absagen und Geisterspiele

Während eine Verschiebung der EM um ein Jahr den nationalen Ligen wohl gelegen kommen würde, ergäben sich andernorts neue Probleme. So würde eine EM im Sommer 2021 mit der neuen FIFA-Klub-WM kollidieren, die mit 24 Teams in China ausgetragen werden soll.

Wie in der Schweiz ruht der Spielbetrieb derzeit auch in Italien. In vielen anderen Ländern, etwa in Frankreich, Spanien oder Österreich, werden Geisterspiele ausgetragen. Auch in der Bundesliga finden in den kommenden Tagen erstmals Partien ohne Zuschauer statt: darunter die beiden Derbys Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln und Borussia Dortmund – Schalke 04. Betroffen sind auch zahlreiche Spiele in der Champions und Europa League. Das Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt vom 19. März wurde von den Basler Behörden am Montag auch ohne Zuschauer nicht bewilligt. Der Halbfinal im EM-Playoff am 26. März zwischen der Slowakei und Irland wird ebenfalls ohne Publikum stattfinden, für die Partie Bosnien-Herzegowina gegen Nordirland wurde der Ticketverkauf vorerst gestoppt.

An der EM 2020 sind 51 Spiele geplant. In Rom und München werden Gruppenspiele und Viertelfinals ausgetragen, die Halbfinals und Finals finden in London statt. Die weiteren Spielorte sind Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St.Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow und Dublin. Die Schweizer Nationalmannschaft trifft in Baku (Aserbaidschan) auf Wales, dann in Rom auf Italien und noch einmal in Baku auf die Türkei. (ram)

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quelle: ap / lewis whyld
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