Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07893179 Young Boys' Christian Fassnacht celebrates scoring during the UEFA Europa League group G soccer match between BSC Young Boys Bern and Glasgow Rangers at the Stade de Suisse Stadium in Bern, Switzerland, 03 October 2019.  EPA/PETER SCHNEIDER

Christian Fassnacht jubelt über seinen späten Siegestreffer. Bild: EPA

«Pure Glückshormone im Körper» – die schönsten Minuten von Christian Fassnacht

Christian Fassnacht, längere Zeit verletzt gewesen, verschafft den Young Boys und den Fans nach eher schwierigen Wochen mit dem Siegestor ein Glücksgefühl. Ihnen – und auch sich selbst.



Fassnacht beschrieb sein Tor in der 93. Minute, das den 2:1-Sieg gegen die Glasgow Rangers bedeutete so: «Ich sah, dass der Ball in die Tiefe kam. Ich haute einfach drauf und sah, dass der Ball im Tor war. Dann spürte ich pure Glückshormone im Körper, eine Riesenfreude. Es war natürlich umso schöner, dass ich das direkt vor den eigenen Fans tun konnte. Es war ein unglaubliches Gefühl.»

«Es war ein perfekter Europacup-Abend. Es hat grossen Spass gemacht mit dieser Kulisse.»

YB-Captain Fabian Lustenberger

Vorher war auch für Fassnacht im Spiel nicht alles eitel Freude gewesen: «Es war ein zähes Spiel. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir viele einfache Ballverluste. Es gibt Spiele, in denen man spielerisch nicht so gut ist, und dann muss man es über den Kampf probieren. Für uns war die Pause wirklich Gold wert, wir konnten uns wieder sammeln.»

abspielen

Das 2:1 für YB durch Fassnacht in der Nachspielzeit. Video: streamja

Captain Fabian Lustenberger: «In den letzten Wochen ist es uns nicht gelungen, spät noch Tore zu schiessen. Jetzt haben wir es geschafft, und deshalb freuen wir uns. Das gibt uns sicher Auftrieb für die nächsten Wochen. Es war ein perfekter Europacup-Abend. Es hat grossen Spass gemacht mit dieser Kulisse. Die Fans waren immer bei uns.»

Trainer Gerardo Seoane leitet in der Medienkonferenz nach dem Match allfällige Komplimente direkt an andere weiter: «Über die Geschichte des Spiels gäbe es viel zu erzählen, aber ich möchte vor allem der Mannschaft für diesen tollen Abend danken. Für diesen Einsatz, für diese Willens- und Mentalitätsleistung. Wir kennen die Widerstände, gegen die wir im Moment kämpfen müssen. Ein grosses Dankeschön auch unseren Zuschauern, die uns in der zweiten Halbzeit unermüdlich gepusht haben. Sie haben wie wir noch daran geglaubt, dass etwas möglich ist. Die letzten fünf Minuten waren ein Wechselbad der Gefühle. Die Mannschaft, die ein bisschen glücklicher war, hat heute gewonnen.»

«Individuelle Fehler haben diese Niederlage verursacht.»

Steven Gerrard, Trainer Glasgow Rangers

Rangers-Trainer Steven Gerrard: «Fussball ist manchmal grausam. Wir müssen die Schuld auf uns nehmen, wir haben den Young Boys den Sieg heute geschenkt. Unsere Spieler hielten sich gut an unseren taktischen Plan. Aber wir haben sie nach unserer Führung wieder ins Spiel kommen lassen.»

epa07893244 Glasgow's head coach Steven Gerrard leaves the pitch after the UEFA Europa League group G soccer match between BSC Young Boys Bern and Glasgow Rangers at the Stade de Suisse Stadium in Bern, Switzerland, 03 October 2019.  EPA/PETER KLAUNZER

Steven Gerrard muss sich gegen YB geschlagen geben. Bild: EPA

Der legendäre frühere Spieler des FC Liverpool regte sich an der Medienkonferenz über zwei Dinge auf. Über die Strafraum-Szene in der 47. Minute, in der die Rangers nach einem Foul von Ulisses Garcia seiner Meinung nach einen Penalty hätten zugesprochen bekommen müssen. Und über die Tatsache, dass der bereits verwarnte YB-Innenverteidiger Frederik Sörensen nach einem weiteren Foul nicht mit Gelb-rot vom Platz gestellt wurde.

Beim Siegestor der Berner hätten sich seine Spieler naiv angestellt, befand Gerrard. «Individuelle Fehler haben diese Niederlage verursacht.» Gerrard hob ausserdem die nicht alltägliche Parade von Torhüter David von Ballmoos in der 90. Minute hervor. «Es gab einfach wichtige Szenen, die gegen uns gelaufen sind.» (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Mein Herz blutet, aber es ist so: Der Penalty für YB wurde zu Recht wiederholt

Wer behauptet hatte, dass mit dem Einsatz des Videoschiedsrichters die Emotionen im Fussball aussterben würden, lag damit so falsch wie jene, die glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Der jüngste Beleg: Die riesige Aufregung nach dem 3:3 zwischen St.Gallen und YB im Spitzenkampf der Super League.

Zigi hält – Zigi Held! Als St.Gallens Goalie in der 97. Minute einen Handspenalty abwehrt, steht der Sieg über den Meister fest. Der FCSG setzt sich an der Tabellenspitze ab, hat nun drei Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger YB. Der grün-weisse Meistertraum lebt weiter.

Bis sich Schiedsrichter Alain Bieri ans Ohr fasst, er Zigi die Gelbe Karte zeigt und den Penalty wiederholen lässt. Der VAR meldet bei Bieri, dass sich Zigi vor der Ausführung zu früh bewegt hat. Guillaume Hoarau behält im …

Artikel lesen
Link zum Artikel