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L'entraineur zuerichois Thorsten Fink donne des conseils a ses joueurs lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Lausanne-Sport, LS, et le Grasshopper Club Zuerich, GC, ce samedi 28 avril 2018 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

GC-Trainer Thorsten Fink setzt auf Österreicher. Bild: KEYSTONE

GC will mit geballter Ösi-Power zum Derbysieg

Mit Spielmacher und Neuzugang Raphael Holzhauser, Heinz Lindner und Marco Djuricin haben die Zürcher nun schon drei Österreicher im Team.

markus brütsch / schweiz am wochenende



Der Spruch des Tages kam von Heinz Lindner: «Bitter ist, dass wir die gemolkene Milch am Ende selber ausgeschüttet haben.» Mit dieser Metapher brachte der Goalie von GC nach der 0:2-Niederlage gegen YB in einem Satz auf den Punkt, was seiner Mannschaft in Bern gerade widerfahren war: gut gespielt, gut gekämpft, doch mit einem dummen Platzverweis die ganze Arbeit kaputtgemacht.

Liveticker

Das Debüt von Alex Frei als Interimstrainer beim FC Basel gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax sowie das Zürcher Derby zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich gibt es ab 18.45 Uhr im watson-Liveticker.

Möglicherweise wird in Zürich noch der eine oder andere träfe Spruch österreichischer Prägung zu hören sein. Vielleicht hält gar der berühmte Wiener Schmäh Einzug. Seit Beginn dieser Saison stehen nämlich gleich drei Österreicher bei GC unter Vertrag. Zu Heinz Lindner und Stürmer Marco Djuricin hat sich mit Raphael Holzhauser nun auch noch ein zentraler Mittelfeldspieler gesellt.

YBs Gregory Wuethrich, links, gegen Grasshoppers Raphael Holzhauser, rechts, beim Fussballspiel der Super League, Berner Young Boys gegen Grasshopper Club Zuerich, am Sonntag, 22. Juli 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Raphael Holzhauser kriegte beim Saisonauftakt gegen Meister YB zum ersten Mal die Super League zu spüren. Bild: KEYSTONE

«Heinz Lindner und Marco Djuricin sind mehr als nur Teamkollegen, sie sind echte Freunde.»

GC-Neuzugang Raphael Holzhauser

Dass Letzterer andere Angebote ausgeschlagen hat und zu GC gekommen ist, hat neben Trainer Thorsten Fink gewiss auch mit Lindner und Djuricin zu tun. Ein Schelm, wer denkt, die drei hätten GC-Sportchef Mathias Walther nicht darauf aufmerksam gemacht, dass bei Austria Wien gerade der Vertrag des Captains auslaufe und dieser mit seinen gestalterischen Fähigkeiten doch gut zu den Hoppers passen würde …

Grasshopper's goalkeeper Heinz Lindner in action during the Super League soccer match FC Lugano against Grasshopper Club Zuerich, at the Cornaredo stadium in Lugano, Saturday, February 17, 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

GC-Keeper Heinz Lindner. Bild: TI-PRESS

«Zürich ist wunderschön und der Campus hier überragend»

GC-Neuzugang Raphael Holzhauser

«Lindner und Djuricin sind mehr als nur Teamkollegen, sie sind echte Freunde», sagt Holzhauser. «Mit Heinz habe ich bei Austria gespielt, bin mit ihm schon mehrmals in den Ferien gewesen. Mit Marco war ich gemeinsam in der U12 von Rapid Wien.» Das Gesamtpaket bei GC habe gepasst, sagt Holzhauser, der mit seiner Frau ganz in der Nähe des Campus, dem GCTrainingszentrum, lebt und mit seinen österreichischen Kumpels oft die Freizeit teilt. «Zürich ist wunderschön und der Campus hier überragend», sagt Holzhauser

Die drei GCler sind nicht die einzigen Österreicher in der Super League. In der laufenden Saison spielen deren sieben in dieser Spielklasse. Drei Schweizer mischen in der österreichischen Bundesliga mit (siehe Box).

Und überhaupt: Der Zürcher Marcel Koller hat die Ösis erstmals seit Menschengedenken an ein grosses Turnier geführt der Vorarlberger Adi Hütter die Young Boys seit 32 Jahren zur ersten Meisterschaft, und von YB ist der Säuliämter Fredy Bickel als Sportdirektor zu Rapid Wien gegangen. Ja, und mit Moritz Bauer spielt nun gar ein Winterthurer in Österreichs Nationalteam.

Österreicher in der Super League

Raphael Holzhauser (GC)
Heinz Lindner (GC)
Marco Djuricin (GC)
Thorsten Schick (YB)
Peter Tschernegg (St.Gallen)
Dejan Stojanovic (St.Gallen) 
Marc Janko (Lugano)

Zwar hat es Zeiten gegeben, als in St.Gallen mit Gort, Hörmann, Madlener, Metzler, Ritter und dem Halb-Österreicher Braschler sechs Ösis im Kader standen, doch unter dem Strich war der fussballerische Austausch zwischen den beiden Ländern überschaubar. Trotz einer gemeinsamen Grenze von 180 Kilometern.

Als vor 15 Jahren die Nationalliga A zur Super League wurde, spielte kein einziger Schweizer in Österreich und mit Charles Wittl (Aarau) nur ein Österreicher in der Schweiz. Ein Ghanaer, der nur deshalb den österreichischen Pass hatte, weil seine Mutter einen Österreicher geheiratet hatte.

epa05383894 Aleksandar Dragovic of Austria is comforted by teammate Florian Klein after failing to score with a penalty during the UEFA EURO 2016 group F preliminary round match between Iceland and Austria at Stade de France in Saint-Denis, France, 22 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/GEORGI LICOVSKI   EDITORIAL USE ONLY

Österreichs Aleksandar Dragovic hat in Basel den Durchbruch geschafft. Bild: EPA/EPA

Seither hat sich einiges getan, haben mit Dragovic (Basel), Janko (Basel und jetzt Lugano) und Jantscher (Luzern) namhafte Österreicher die Super League bereichert. Und natürlich ist auch Holzhauser zu GC gekommen, um Akzente zu setzen. «Ich sehe mich als Führungsspieler und Ansprechperson für die vielen Jungen im Kader», sagt Holzhauser.

«Ich liebe Spiele, in denen es um die Vorherrschaft in einer Stadt geht»

GC-Neuzugang Raphael Holzhauser

Zwar ist auch er erst 25- jährig, weil er aber bereits mit 15 Jahren das Elternhaus verlassen hatte, um beim VfB Stuttgart Profi zu werden, verfügt er schon jetzt über einen enormen Erfahrungsschatz. «Ich habe mich in einem fremden Land durchgebissen, debütierte mit achtzehn in der Bundesliga und brachte es auf 36 Spiele in Deutschland», berichtet Holzhauser. Er spielte auch für Augsburg und kehrte dann nach Wien zurück.

Schweizer in der tipico-Bundesliga

Jasper van der Werff (Salzburg) 
Philipp Köhn (Salzburg) 
Jérémy Guillemenot (Rapid Wien)

Aber nicht zu Rapid, sondern zur Austria. Er war unter Trainer Fink Captain und der unbestrittene Spielmacher der Violetten. Er erlebte die heissen Wiener Derbys gegen Rapid und ist nun gespannt auf sein erstes Zürcher Derby. «Ich liebe Spiele, in denen es um die Vorherrschaft in einer Stadt geht», sagt Holzhauser.

Gegen YB hat der 1,93 Meter grosse Aufbauer gezeigt, weshalb er bei Fink einen Stein im Brett hat. Mit seiner Ballsicherheit ist er ein Gewinn für GC. Und ehrgeizig ist er auch, möchte endlich den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen. «Mit Alaba und Baumgartlinger habe ich starke Konkurrenz auf meiner Position. Aber wenn ich hier gut spiele, wird es klappen», sagt Holzhauser. Und hofft für heute, dass der FCZ gemolken, die Milch dieses Mal aber nicht verschüttet wird.

Wer gewinnt das Zürcher Derby?

Fussballer im Büro

Video: watson/Angelina Graf

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