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Winterthurs Spieler jubeln nach dem Sieg im Schweizer Cup 1/4-Final Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Winterthur, am Mittwoch, 1. Maerz 2017 im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Jubel beim FCW nach dem Einzug in den Cup-Halbfinal. Ob's gegen Basel zu ähnlichen Bildern kommt? Bild: KEYSTONE

«Fuscht i d'Luft»! Ohne diese 7 Begriffe kommt kein Artikel über den FC Winterthur aus

Was weiss man ausserhalb von Winterthur über den örtlichen Fussballklub? Herzlich wenig. Grosse Cup-Spiele bieten deshalb Anlass dazu, den FCW vorzustellen. Schliesslich ist er kein Klub wie viele andere.



Der FC Winterthur träumt von der ganz grossen Cup-Sensation: Vom Einzug in den Final. Doch dem Letzten der Challenge League steht ausgerechnet der happigste Brocken im Weg, den es gibt: Meister Basel (Mittwoch, 18.45 Uhr, im watson-Liveticker).

Viel weiss man ausserhalb der Stadt, hinter der Stadtzürcher das Ende der Schweiz vermuten, nicht über den FCW. Doch sobald der Klub im Cup für Aufsehen sorgt, wie mit der Halbfinal-Qualifikation in diesem Jahr oder 2012 (schon damals war der FCB Endstation), erscheinen auch in nationalen Medien Berichte über ihn. Und dabei gilt: Keine Story über den FC Winterthur kommt ohne die folgenden sieben Begriffe aus.

FC St.Pauli der Schweiz

Winti hat das Image, ein etwas anderer Fussballklub zu sein. Der sich für sozial Schwächere einsetzt, für die Integration, gegen Rassismus und Homophobie. Man schätzt hier die Fussballromantik und man mag die Auswüchse des modernen Spiels noch weniger als anderswo. Vieles verbindet den FCW mit dem FC St.Pauli. Der Kiezklub aus Hamburg, der für ähnliche Werte steht, war auch schon für Testspiele zu Besuch.

Der Winterthurer Isuf Llumnica, rechts, und St. Paulis Dennis Daube, links, kaempfen um den Ball, im Fussball Freundschaftsspiel FC Winterthur gegen FC St. Pauli, am Samstag, 3. September 2011, im Stadion Schuetzenwiese in Winterthur. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)..Winterthur's Isuf Llumnica, right, and St. Paulis Dennis Daube, left, fight for the ball, during the friendly soccer game between Swiss FC Winterthur and Germany's FC St. Pauli, Saturday, September 3, 2011 in Winterthur, Switzerland. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Der FC St.Pauli zu Gast in Winterthur: Testspiel 2011. Bild: KEYSTONE

Bierkurve

Hier schlägt das Herz des Stadions. In der Ecke beim Totomat – die Resultattafeln werden bei einem Tor noch von Hand ausgewechselt – stehen die lautesten und leidenschaftlichsten Fans des FCW. Aber sie stehen nicht nur da, sie feuern die Mannschaft an und trinken Bier.

Das Sechzehntelfinal im Schweizer Cup Fussballspiel zwischen dem FC Winterthur und dem FC Basel am Sonntag, 21. September 2014 auf der Schuetzenwiese in Winterthur. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Full house beim letzten Cup-Fight gegen Basel im Herbst 2014. Bild: KEYSTONE

Die Bierkurve ist auch Heimat von Erichs Wurststation – einem Verpflegungsstand, der dem langjährigen Goalie Erich Hürzeler gewidmet wurde. Oder vom Salon Erika, wo auf kleinem Raum Kunst ausgestellt wird. Oder von der Shot Bar, wo die Einnahmen der hochprozentigen Getränke für einen guten Zweck gespendet werden. Nach dem Abpfiff zieht die Bierkurve um: In die Libero-Bar bei der Haupttribüne, wo während der dritten Halbzeit oft Konzerte stattfinden.

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Local hero: Rapper Fogel mit seiner Hymne «Fuscht i d'Luft». Video: YouTube/SchuetziTV

Sirupkurve

Die ersten Mitglieder dürften mittlerweile einige Meter weiter links in der Bierkurve stehen ... denn die vor über zehn Jahren gegründete Sirupkurve ist der Fanklub für die Kleinen in Winterthur. Eine Tribüne ist exklusiv für Kinder reserviert.

Betretenes Schweigen in der Sirupkurve Winterthur, im Fussballspiel der ersten Cup Hauptrunde FC Toess gegen den Grasshopper Club Zuerich, am Samstag, 17. September 2011, im Stadion Schuetzenwiese in Winterthur.(KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Nur für Kinder: die Sirupkurve. Bild: KEYSTONE

Das einzige richtige Stadion im Kanton

Seit der Hardturm in Zürich niedergerissen wurde, und weil im Letzigrund eine Leichtathletik-Bahn nervt, frohlocken sie in Winterthur und ziehen die Nachbarn aus der grossen Stadt gerne damit auf, über das einzige richtige Fussballstadion im Kanton zu verfügen. Die Schützenwiese ist dabei der Gegenpol zu den vielen Neubauten im Land und eine Erinnerung daran, wie der Fussball früher war.

Streifzug durch die «Schützi»

Nationalspieler-Schmiede

Die Nachwuchsarbeit in Winterthur ist Spitze. Die Schweizer Nationalspieler Admir Mehmedi, Remo Freuler, Luca Zuffi und Pajtim Kasami entstammen der Juniorenabteilung, auch Amir Abrashi, Bundesliga-Goalie Marwin Hitz, Ex-Natistürmer Innocent Emeghara oder Manuel Akanji verdienten sich in Winterthur ihre Sporen ab. Zuffi und Akanji werden mit dem FC Basel also an vertrauter Stätte auflaufen – genau wie Davide Callà, der dritte Winterthurer beim Schweizer Serienmeister.

Im Schatten des Sulzer-Hochhauses

Das Sulzer-Hochhaus ist das markanteste Bauwerk Winterthurs. Knapp hundert Meter hoch, mitten in der Stadt gelegen und unmittelbar neben dem Fussballstadion.

Die beiden Teams der Winterthurer und des FC Lugano begruessen die Fans vor dem Schweizer Cup Achtelfinal Fussballspiel zwischen dem FC Winterthur und dem FC Lugano am Donnerstag, 29. Oktober 2015, auf der Schuetzenwiese in Winterthur. (KEYSTONE/Valeriano Di Domenico)

Die neue Gegentribüne mit dem Sulzer-Hochhaus im Hintergrund. Bild: KEYSTONE

«Im Schatten des Sulzer-Hochhauses» kann aber auch symbolisch verstanden werden, denn die grossen Unternehmen Winterthurs sind sehr zurückhaltend dabei, den Klub zu unterstützen. Dennoch will sich der FCW mit einem Budget von rund 4 Millionen Franken treu bleiben und nicht mit jedem Sponsor arbeiten, der sich anbietet. Der FC Wil mit seinen türkischen Ex-Investoren dient dabei als mahnendes Beispiel.

Andreas Mösli

Der Geschäftsführer ist das Gesicht des FCW gegen aussen. Ende der 90er-Jahre rief der Journalist und passionierte Musiker mit Freunden die Bierkurve ins Leben, 2002 gründete er mit einem Kollegen die Libero-Bar. «Und so rutschte ich in den Vorstand», beschrieb es Mösli einst in der WoZ. Seither ist er die treibende Kraft, die den am Boden liegenden FC Winterthur in der Stadt wieder zu einem Gesprächsthema machte.

Der Geschaeftsfuehrer des FC Winterthur, Andreas Moesli, posiert mit seiner Auszeichnung fuer die

Mösli mit der Auszeichnung für die «Cup-Mannschaft des Jahres 2012». Bild: KEYSTONE

Gelingt dem FC Winterthur gegen Basel ein Cup-Wunder?

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