Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FC Basel's players jog during a training session in Gelsenkirchen, Germany, Monday, Aug. 10, 2020. FC Basel will play Shakhtar Donetsk in a Europa League quarterfinal soccer match on Tuesday. (Lars Baron/Pool Photo via AP)

ner von möglicherweise drei Spielorten – sollte denn die Reise für den FCB weiter gehen: Die Veltins-Arena von Schalke 04 in Gelsenkirchen. Bild: keystone

Der FC Basel kämpft um den Halbfinaleinzug – und um Prestige, Prämien und Punkte

Im Europa-League-Viertelfinal gegen Schachtar Donezk geht es für den FC Basel um mehr als den Halbfinal-Einzug.

Céline Feller / ch media



Die Fahnen aussen am Stadion sind in blauer Farbe gehalten. Kaum irgendwo prangt das Logo der Europa League. Schon gar nicht auf auffälligen Werbebannern. Es herrscht Ruhe. Ordner sind nur eine Handvoll da. Es deutet nichts darauf hin, dass hier ein Spielort eines Finalturnier sein soll. Eines einmaligen Events.

Dabei findet hier heute ein Spiel statt. Ein Viertelfinal der Europa League. Schachtar Donezk gegen den FC Basel. Aber in Zeiten von Corona ist eben alles ein bisschen anders. Ein bisschen aussergewöhnlich.

«Wenn man sich noch nicht so kennt, sind die Chancen vielleicht etwas grösser.»

FCB-Trainer Marcel Koller

«Ich denke aber schon, dass wir bei der Abreise am Sonntag gespürt haben, dass hier etwas Spezielles auf uns wartet», sagt Marcel Koller via Video-Medienkonferenz am Montagabend. Der zwei Meter von ihm entfernt sitzende Silvan Widmer spricht «von einem Kribbeln im Bauch». Es ist in der Tat etwas Aussergewöhnliches – für Koller und Widmer, schliesslich haben beide noch nie ein europäisches Viertelfinal erreicht.

Und auch wenn es für den FC Basel bereits die vierte Teilnahme auf dieser Stufe ist, so ist es auch für den Verein beachtlich. Gerade wenn man sich die Teams, die noch dabei sind, vor Augen führt. Die Manchester Uniteds oder Inter Mailands der Welt. Aber rund um diese vierte Viertelfinalteilnahme des FCB ist alles noch einmaliger als ohnehin schon. So will es die Uefa und Corona.

Der mögliche Sprung auf Rang 15 für die Schweiz

Im Vergleich zu einem normalen internationalen Auswärtsspiel benötigte es eine Anreise noch einen Tag früher als sonst, es herrscht eine ungewisse Verweildauer, Maskenpflicht, die Spieler müssen auf zwei Cars aufgeteilt sowie innerhalb von drei Tagen zwei Mal auf Corona getestet werden. Vorsicht und Distanz wo und so viel es geht. Aber dieser improvisierte, neue Modus birgt auch Chancen. Selten waren die Erfolgsaussichten für ein verhältnismässig kleines Team wie den FCB so gross wie im Ein-Spiel-Modus: «Wenn man sich noch nicht so kennt, sind die Chancen vielleicht etwas grösser», meint Koller entsprechend. Und der Weg zum ganz grossen Ziel ist kürzer. Das Endspiel ist nur noch zwei Partien weg.

Für den FC Basel aber wäre schon ein Einzug in den Halbfinal ein grosser Coup. Gelingt das Weiterkommen gegen die Ukrainer, zöge der FCB zum zweiten Mal nach 2013 in den Europa-League-Halbfinal ein. Es wäre ein riesiges Ausrufezeichen. Eines, das neben dem Prestige auch noch wichtige Punkte für die Schweiz in der Fünfjahreswertung bedeuten würde. In der Liste der Länder-Koeffizienten rangiert die Schweiz aktuell auf Rang 18. Bereits der Viertelfinal-Einzug sichert den Sprung auf Rang 17 – gar bei einer Niederlage. Bei einem Sieg im Viertelfinal und einer Niederlage im Halbfinal springt die Schweiz immerhin auf Platz 16. Noch bedeutender wäre der Sprung auf den 15. Rang.

Dieser wäre der Schlüssel zu zwei Plätzen in der Champions-League-Qualifikation und einem Quali-Platz für die Europa-League in der Saison 2021/2022. Nur: Dazu bräuchte es heute einen Sieg gegen Schachtar – plus mindestens ein Unentschieden in der regulären Spielzeit im Halbfinal. Keine leichten Aufgaben. Aber auch noch Zukunftsmusik.

Ohne zwei Bausteine der so erfolgreichen Defensive

Die Gegenwart heisst Donezk, und damit brasilianische Offensiv-Power. Stoppt die Basler Defensive – ohne den gesperrten Eray Cömert und den bald zu Montpellier wechselnden Jonas Omlin jedoch – die Gegner so gut wie in den bisherigen zehn Partien (sieben Spiele zu null) und kommt weiter, wird dies auch noch zum Geldsegen.

Der Einzug in die nächste Runde wird mit rund 2.5 Millionen Franken entlöhnt – und käme so zu den bereits 13 in der bisherigen Kampagne generierten Millionen dazu.

Das Spiel gegen Donezk ist also eine Dreifach-Chance für die Basler. Die Chance auf Prestige, Prämien und Punkte. Und vielleicht noch zu viel mehr. Es wäre überraschend, für den FCB, für die Europa League. Aber es würde passen zu einem Jahr, in dem nichts ist, wie man gedacht hatte. Und zu einem Wettbewerb, bei dem alles anders ist, als zu dessen Beginn. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

Cristiano Ronaldo setzt seine Kids als Hanteln ein

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Alle Spieler suchen neue Klubs – dem FCB droht ein Massen-Exodus

Die Lage beim FC Basel spitzt sich zu. Alle Spieler suchen neue Klubs, neben dem Rasen gibt es Massenkündigungen. Es droht ein Exodus.

Es ist der nächste Dominostein, der fällt. Nach Führungspersonen, die hin geschmissen haben, Nachwuchs-und Profi-Trainern, die im Streit gegangen sind und Fans, die von Basel bis nach Rheinfelden alles mit «Burgener und Heri raus»-Bannern tapezieren, ist auch die Mannschaft des FC Basel wütend. So sehr, dass es zum grossen Exodus kommen könnte. Entweder noch diesen Sommer oder dann im Winter, wenn sich unter Trainer Ciriaco Sforza die Stimmung nicht markant verbessert.

Denn wie diese Zeitung aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel