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Bernhard Burgener, Praesident des FC Basel, spricht an der Bilanzmedienkonferenz in Basel, am Donnerstag, 5. April 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

FCB-Präsident Bernhard Burgener war gestern zu Gast bei Telebasel. Bild: KEYSTONE

FCB-Präsident Burgener: «Bis Ende Jahr können wir beruhigt sein, dann ...»



Der Spitzensport in der Schweiz steht vor entscheidenden Wochen. Sollte das Bundesamt für Gesundheit und die entsprechenden Behörden entscheiden, das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern zu verlängern, droht vielen Fussball- und Hockeyklubs der Konkurs.

Bei «Telebasel» hat nun auch Bernhard Burgener zur schwierigen Situation Stellung genommen. Das sagt der Präsident des FC Basel über ...

... die finanzielle Sicherheit des FCB:

«Wir können die Sache bis Ende Jahr, vielleicht auch bis im Januar, beruhigt angehen. Wir haben bislang keine Kredite aufgenommen und alle unsere Rechnungen werden pünktlich bezahlt. Aber die alles entscheidende Frage ist, wie es mit den Zuschauern weitergeht. Wir können ohne Zuschauereinnahmen keinen Spielbetrieb aufrecht erhalten, wo uns jedes Spiel Geld kostet. Das geht nicht mit 1’000 Zuschauern.»

... Einnahmequellen im Schweizer Fussball:

«Der Schweizer Fussball lebt von Transfererlösen, Sponsoren und vor allem von den Zuschauern. Die Einnahmen mit TV-Geldern sind bescheiden. Viel Geld erhältst du dort nur, wenn du europäisch spielst.»

... mögliche Spielerverkäufe des FCB diesen Sommer:

«Wir müssen anschauen, wie sich das in diesem Transferfenster entwickelt. Wenn Anfragen kommen, dann kann es natürlich schon sein, dass der eine oder andere Spieler geht. Wenn ein Spieler gehen möchte, können wir ihn nicht aufhalten. Wir wissen allerdings auch noch nicht, wie die Nachfrage sein wird. In den Medien wurden über Transfers von gewissen Namen spekuliert, aber da gab es noch keine einzige Anfrage.»

... Kredite als Überbrückungshilfe:

«Ein Kredit hilft nicht. Da spreche ich nicht nur vom Fussball, sondern auch sonst von der Eventbranche, Gastronomie oder Kinos. Es bringt dir dort genau nichts, einen Kredit aufzunehmen, wenn du keine Leute bedienen kannst und du keine Einnahmen hast. So baust du nur Schulden auf.»

... mögliche Auswirkungen eines längeren Veranstaltungsverbots:

«An der Liga und dem Verband hängt noch viel mehr: Die Nationalmannschaft, die Profimannschaften und alle Angestellten, die damit verbunden sind, alle Juniorenabteilungen und der Breitensport. Der Schaden, der daraus entstehen kann ist immens. Es geht um Arbeitsplätze und viel Geld.»

... mögliche Lösungen:

«Wir müssen das sehr ernst nehmen und Schutzkonzepte finden. Ein Weg wäre vielleicht, wie das jetzt diskutiert wird, eine Maskenpflicht im ganzen Stadion, auch im Eingangsbereich. Wir müssen einfach einen Weg finden, dass wieder Zuschauer ins Stadion kommen können. Man kann nicht einfach alles wegsperren.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 06.08.2020 06:14
    Highlight Highlight Zuschauersport ist ein Wunschbedarfsgut (NICHT systemrelevant!) wie auch andere passiv zu konsumierende Freizeitvergnügen. Kein Grund hierfür öffentliche Mittel einzusetzen; das im Unterschied zu Grundbedarfsgütern, zu dem auch der aktiv betriebene Freizeitsport gehört!
    • Randy Orton 06.08.2020 09:23
      Highlight Highlight Dann ist das aber auch Kunst, Kultur etc. Wir geben viel mehr Geld aus, für nicht systemrelevante Dinge. Und was ist schon systemrelevant? Der Fussball ist einer breiten Schicht der Bevölkerung wichtig, also sollen dafür auch Steuergelder verwendet werden können.

Kommentar

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