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St.Gallens Betim Fazliji, links, und Miro Muheim, rechts, gegen YBs Nicolas Moumi Ngamaleu, Mitte, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem BSC Young Boys Bern, am Sonntag, 23. Februar 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Young Boys können den Titel aus eigener Kraft holen – oder geben sie St.Gallen eine letzte Chance? Bild: KEYSTONE

Ausser YB fiebert die ganze Fussball-Schweiz einer Finalissima entgegen

Die Schweizer Fussballmeisterschaft 2019/20 könnte nächsten Montag im Duell Young Boys – St.Gallen entschieden werden. Damit die Finalissima steigen kann, müssen am Freitag zwei Spiele auf bestimmte Art ausgehen.



Für alle neutralen Beobachter und die Fans, die mit ihren Mannschaften nicht involviert sind, kann es nichts Spannenderes geben als eine Finalissima: Der Sieger ist Meister, der Verlierer Vizemeister. Es ist eine Art Cupfinal, mit dem Unterschied, dass immer einer der beiden Mannschaften ein Unentschieden für den Titelgewinn reicht.

In den ersten 16 Saisons der 2003 eingeführten Super League erlebte die Fussball-Schweiz drei Finalissime. Aber diese liegen mittlerweile schon zehn und mehr Jahre zurück.

Basel dramatischer Verlierer – aber auch zwei Mal Meister

Die berühmteste Entscheidung in einem finalen Duell wurde am 13. Mai 2006 im St.-Jakob-Park ausgetragen. Iulian Filipescu erzielte in der 93. Minute für den FC Zürich das 2:1. Zürich und Basel beendeten die Saison punktgleich, aber Lucien Favres Team wurde dank der besseren Tordifferenz Meister.

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Die legendäre 93. Minute des FCZ. Video: YouTube/ZwoelfMagazin

In den anderen zwei Finalissime waren die Basler die Sieger, die Young Boys die bedauernswerten «Veryoungboyser». Der FC Basel siegte 2008 und 2010 jeweils 2:0, das erste Mal im St.-Jakob-Park, das zweite Mal im Stade de Suisse, dem heutigen Wankdorf. Beide Duelle verliefen ziemlich einseitig, sodass innerhalb der Spiele die Spannung fehlte.

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Basel gewinnt die Finalissima 2010 in Bern. Video: YouTube/Fussball Club Basel

Zuletzt immer frühere Entscheidungen

Bei anderen Entscheidungen in der Super League könnte man auch von einer unechten Finalissima reden: Dann nämlich, wenn es in der 36. Runde um die Wurst geht, jedoch in einem Fernduell. Für diese Konstellation gibt es drei Beispiele. Der FC Zürich 2007 sowie Basel 2011 und 2013 stellten ihre Titel auf diese Weise sicher. Die letzten verbliebenen Konkurrenten waren der Reihe nach Basel, Zürich und die Grasshoppers.

Seit jener Saison 2012/13 waren die Meisterschaften stets vor der 36. Runde entschieden – in der Tendenz immer früher. Seit 2016 war jedes Titelrennen spätestens nach 32 Runden gelaufen. Letzte Saison fixierten die Young Boys den Rekord. Sie durften nach der 29. Runde feiern, sieben Runden vor Schluss.

«Halbfinals» am Freitag

Der FC St.Gallen dürfte seinen Teil beitragen, dass es im Schlussspurt dieser Meisterschaft zur ersten Finalissima seit zehn Jahren kommt. Es ist die letzte Chance der Ostschweizer. Sie empfangen am Freitag Neuchâtel Xamax, dessen Abstieg nicht rechnerisch, aber in der Praxis besiegelt ist. An einem Sieg des FCSG ist nicht zu zweifeln.

Kommt es 2020 noch zu einer Finalissima?

Die Young Boys dagegen spielen am Freitag sozusagen gegen die Finalissima. Sie haben es in den Hand, ihre dritte Beteiligung an einem finalen Duell zu vermeiden. Dies würden sie tun, indem sie bei Sion gewinnen. (ram/sda)

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • felixJongleur 28.07.2020 10:46
    Highlight Highlight "An einem Sieg des FCSG ist nicht zu zweifeln."

    Naja, mal schauen. Zum Glück ist das nicht die Mentalität welche den Verein diese Saison so positiv geprägt hat.
  • PeterausLuzern 28.07.2020 10:21
    Highlight Highlight Die ganze Fussball-Schweiz? Ich denke nicht...
    • Dong 28.07.2020 12:51
      Highlight Highlight ZwinkerausStGallen ;-)
    • Donny Drumpf 28.07.2020 20:09
      Highlight Highlight @dong Frank is it you? ^^
  • Stambuoch 28.07.2020 10:17
    Highlight Highlight YBs 13.05.2006? ;)
  • TimK 28.07.2020 09:38
    Highlight Highlight Ich bin YB-Fan und denke einen Punkt (der reichen wird) holt YB sicher in den nächsten zwei Spielen. Und wenn nicht, ein grosses Bravo an St.Gallen! Jung, frisch und klever, von der Führung bis zu den Spielern - ein würdiger Meister.
  • Daevu 28.07.2020 09:32
    Highlight Highlight Kann theoretisch auch noch zu einer "Finalissima" um den Barrageplatz kommen. Verliert der FCZ das Nachtragespiel und die 35. Runde und gewinnen gleichzeitig der FC Thun und Sion ihre Spiele, kommt es zum Direktduell FCZ vs. Thun (und zusätzlich ein Fernduell mit Sion)
  • rburri38 28.07.2020 09:29
    Highlight Highlight Ein Unentschieden reicht YB in der praxis wahrscheinlich auch - St. Gallen müsste dann (Wenn man von einem 2:0 gegen Xamax ausgeht) YB mit 9:0 schlagen.
    • Ralphinho 28.07.2020 13:57
      Highlight Highlight Ich meine, ein 8:0 (oder 9:1) würde auch reichen, weil dann die Tordifferenz identisch wäre, St.Gallen aber die grössere Zahl der erzielten Tore vorweisen könnte. Es bliebe aber so oder so ein unrealistisches Szenario ;-)
    • rburri38 29.07.2020 12:12
      Highlight Highlight Das stimmt, das habe ich gar nicht mehr bedacht :) Wenn St. Gallen das schafft, und YB so vergeigen würde, ja dann hätten sie es mehr als verdient :) Aber das YB seit 2017 ist zum Glück nicht mehr das YB zuvor. War auf jeden fall mal wieder eine lange spannende Saison.
  • Trompete 28.07.2020 09:24
    Highlight Highlight Mir ist es egal, wer Meister wird, hoffe trotzdem ein kleinwenig auf YB. Früher dachte ich immer, die YB-Fans seien die grössten Grännis der Nation. Aufgrund der derzeitigen Saison weiss ich aber nun, dass es in der Ostschweiz noch um Längen schlimmer ist.
    Hach, würde ich mich über die ausgefallenen Verschwörungstheorien betreffend Benachteiligung durch die (VAR) Schiedsrichter und anderem sinnlosen Gejammer erfreuen.
    • felixJongleur 28.07.2020 10:50
      Highlight Highlight So findet jede/r seinen Lebensinhalt. Es sei dir zu gönnen.

      In St. Gallen hat man halt das Herz etwas rasch auf der Zunge wenn die Emotionen hochkochen bei unserem geliebten Verein. Und da wird man halt mal einseitig, unvernünftig und ausfällig. Unterm Strich weiss der Grossteil der SGler solche Geschichten mit Schiris etc. schlussendlich sehr wohl richtig einzuordnen.
    • Kimo Karimi 28.07.2020 11:28
      Highlight Highlight Ich glaube Sie sind der Gränni der Nation. Sie können dies kaum beurteilen anhand der aktuellen Situation, da nun jeder Ostschweizer SG Fan ist und jeder auf einmal eine Meinung hat. Ich war schon beim letzten Meistertitel dabei. Der VAR ist ein Thema, aber der wahre Kern der Fans, der wahren, die jedes Wochenende in der Kurve stehen sind überdurchschnittlich zufrieden mit der Saison, dem Team und vor allem dem Trainer mit seinem Spielstil. Also hören Sie auf den Stammmkneipen-Propheten zu spielen. Bestimmt haben wir diese Saison mehr Sympathien gewonnen als verloren. Sie sind nur ein Neider.
  • Yokai 28.07.2020 09:22
    Highlight Highlight St. Gallen hätte die Meisterschaft verdient - spielen meistens attraktiven Fussball mit jungen Talenten und einem soliden Trainer (Sportdirektor und Präsi passen ebenfalls). Mag einfach die YB Strategie nicht - auch wenn sie in den letzten 2 Jahren scheinbar aufgeht.
    Der FC Basel muss seine Strukturen festigen und aus den roten Zahlen kommen - sonst sehe ich als FCB-Fan leider schwarz :/
    • das Otzelot 28.07.2020 10:09
      Highlight Highlight Welche YB Strategie magst du denn nicht?
    • Brägen 28.07.2020 10:31
      Highlight Highlight @otzelot: das habe ich mich auch gefragt. ich denke, als fcb-fan mag er sie nicht, weil sie eben seit spycher aufgeht 🤷‍♂️
    • Real John Doe 28.07.2020 13:44
      Highlight Highlight Mit YB Strategie meinst du erfolgreich Fussball und sich nicht über Nebenschauplätze in den Fokus zu spielen?

      dann verstehe ich, dass die FCB Fans diese "Strategie" nicht mögen :)
  • St. Galler_95 28.07.2020 09:19
    Highlight Highlight YB wird sich den Meistertitel nicht mehr nehmen lassen. Das haben sie sich auch verdient, das Kader ist gerade in der Breite schlicht besser. Ein Sulejmani oder Horau wären bei jeder anderen Schweizer Mannschaft unbestrittene Stammspieler.

    Trotzdem eine unglaubliche Saison von St. Gallen. Ich habe nur Bewunderung übrig für Sutter, der mit Spielern die auf dem Abstellgleis waren, einen Meisterkandidaten geformt hat. Das Gerüst bleibt dazu mehr oder weniger zusammen, daher ist in den nächsten Jahren einiges möglich...
    • corona 28.07.2020 10:11
      Highlight Highlight Als YB Fan muss ich sagen, St.Gallen ist eine riesen Bereicherung für die Liga! Dieser aufopfernde Stil dieser jungen wilden Mannschaft ist echt toll an zu sehen.

      Um europäisch zu glänzen brauchen die schweizer Teams in der eigenen Liga Konkurrenten die sie fordern. Vorallem YB hat da noch ziemliches Potential!

      Für die nächste Saison wünsche ich mir mit St.Gallen, dem FCB und YB einen spannenden 3 Kampf auf Augenhöhe.
    • Relativist 28.07.2020 11:53
      Highlight Highlight Basel wird auch nächste Saison nicht um den Meistertitel spielen.
    • TanookiStormtrooper 28.07.2020 12:47
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob es in den nächsten Jahren so leicht wird. Mit Lausanne und eventuell GC stehen zwei "Geldsack-Vereine" kurz vor dem Aufstieg. Eigentlich zeigt sich beim Fussball immer, dass ein Club mit viel Kohle weiter oben und um den Titel mitspielt, wenn man nicht eine komplett unfähige Führung hat (Liebe Grüsse an Burgener/Streller. 😜).

      Dass ein FCSG oder Leicester mal oben mitspielt ist leider die absolute Ausnahme, in der Regel gewinnen Bayern, Juve, Real/Barcelona, YB und PSG.
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