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St. Gallens Praesident Matthias Hueppi vor dem Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zuerich, am Donnerstag, 25. Juni 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Engagiert: FCSG-Präsident Matthias Hüppi. Bild: keystone

Hüppi zum Mohrenkopf-Vorfall beim FCSG: «Es gibt keinen Millimeter Spielraum»

Matthias Hüppi sagt dem Rassismus mit Entschlossenheit den Kampf an. Der Präsident des FC St.Gallen hat einen Vorfall vergangene Woche zur Chefsache erklärt.

Markus Brütsch / CH Media



«Scheiss Mohrechopf!» Der am vergangenen Donnerstag im Kybunpark aufgenommene und danach viral verbreitete Videoclip mit dem Gebrüll eines Rassisten sorgt für Empörung. Dessen Zielscheibe war Aiyegun Tosin gewesen, der nigerianische Torschütze zum 2:0 für den FC Zürich gegen St.Gallen (am Ende verloren die Ostschweizer 0:4).

Die Wortwahl des Zuschauers hat natürlich viel mit der Debatte zu tun, die nach der Ermordung eines Schwarzen durch einen Polizisten in den USA auch in der Schweiz geführt wird bis hin zur Frage, ob der Begriff «Mohrenkopf» für ein Schokoladengebäck noch erlaubt sei.

Polizei wurde eingeschaltet

Ans Tageslicht kam der Vorfall aber wohl nur, weil das Stadion wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus nur dünn besetzt war und einzelne Rufe gut zu verstehen waren. Pascal Wicki, Leiter Sicherheit beim FC St.Gallen, sagt: «Wir werden das Material der Überwachungskameras der Stadtpolizei St.Gallen übergeben. Sie wird es auswerten.» Wie weit man mit den Ermittlungen sei, konnte Wicki nicht sagen. «Weil es ein laufendes Verfahren ist, können wir keine Auskunft geben.»

Hüppi erklärt Vorfall zur Chefsache

Matthias Hüppi liess keinen Zweifel offen, dass der Fehlbare zur Rechenschaft gezogen und mit einem Stadionverbot belegt werde. «Es gibt keinen Millimeter Spielraum. Ich habe diesen Vorfall zur Chefsache erklärt. Wir werden auch in Zukunft noch mehr gesellschaftliche und soziale Verantwortung übernehmen», sagt Hüppi. «Wir sind doch selber ein Beispiel dafür, wie gut die Zusammenarbeit von Menschen verschiedener Herkunft, Hautfarben und Religionen funktioniert.»

Der St.Galler Präsident spricht Urs Frieden, dem Gründer und Ehrenpräsidenten des Vereins «Gemeinsam gegen Rassismus», aus dem Herzen. Dieser lobt Hüppi für dessen starke Reaktion: «Er ist in der Region eine grosse Figur und solche Worte zeigen Wirkung.» Bereits vor einem Jahr hatte es in der Ostschweiz einen Fall von Rassismus gegeben, als in einem Testspiel der St.Galler Spieler Slimen Kchouk den Bochumer Jordi Osei-Tutu wegen dessen Hautfarbe beleidigt und zum vorübergehenden Verlassen des Feldes bewogen hatte.

Bananen und Affengebrüll

Und weil Hüppi in der «Sonntags Zeitung» eine weitere Geschichte aus der laufenden Saison erzählte, in der ein Fan wegen rassistischer Gesten von anderen Zuschauern aus dem Stadion geworfen wurde, stellt sich die Frage: Wie verbreitet ist Rassismus eigentlich in Schweizer Stadien? «Es ist ein Auf und Ab», sagt Frieden. Gesellschaftliche Entwicklungen lassen ihn immer wieder ins Stadion schwappen.»

Wie schon in den 1980er-Jahren, als die fremdenfeindliche Hardturmfront mit rassistischen Grundsatzprogrammen hausierte. Später wurde der Südafrikaner August Makalakalane mit Bananen beworfen und Kubilay Türkyilmaz als «Drecktürk» beschimpft.

August Makalakalane

Mittelfeldspieler Makalakalane lief in den 90er-Jahren 113 Mal für den FCZ auf. Bild: dbfcz

«Hau ab, du Kameltreiber!»

Der FCZler Renato wurde in Lugano mit Affengebrüll empfangen und Blaise Nkufo sagte, er komme in der Schweizer Nati nicht zum Zug, weil er schwarz sei. Der Sittener Trainer Sebastien Fournier wurde von dunkelhäutigen Spielern beschuldigt, sich rassistisch geäussert zu haben, und Michel Morganella sorgte bei Olympia 2012 per Twitter für einen Skandal. 2018 wurde Basels Aldo Kalulu von einem FCZ-Fan eine Banane vor die Füsse geworfen.

Ein Vergleich mit Ländern wie Italien und Deutschland zeigt indes, dass Rassismus in Schweizer Stadien seltener ist. Das letztgenannte St.Galler Beispiel beweist, dass in den Fansektoren Selbstkontrolle funktionieren kann. Das weiss keiner besser als Urs Frieden. Bei YB-Heimspielen auf der Tribüne sitzend, hat er in den letzten zehn Jahren einen einzigen Rassismus-Vorfall erlebt. Bei einem Spiel gegen Basel habe einer in Richtung Mohamed Salah gerufen: «Hau ab, du Kameltreiber!» Daraufhin hätten sich viele Fans erhoben und dem Sünder so lange die Leviten gelesen, bis sich dieser entschuldigt habe.

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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 29.06.2020 16:57
    Highlight Highlight Natistar Kubi Türkyilmaz wurde vor allem im Espenmoos immer wieder übelst beschimpft.

    Und das scheussliche U-Bahn Lied sangen in den 80er/90er auch nicht nur die HF, sondern fast alle Kurven.
  • Hans der Dampfer 29.06.2020 14:50
    Highlight Highlight Wusste gar nicht das der FCZ in den 90's eine US Flagge als Trikot hatte 😂
  • butei 29.06.2020 13:50
    Highlight Highlight Diese rassistischen Zwischenrufe sind zu verurteilen und zu sanktionieren. Allerdings sollte auch da die Verhältnismässigkeit gewahrt werden. Aussagen wie „den will ich nie mehr in unserem Stadion sehen“ sprechen nicht gerade für einen reifen Präsidenten, der eine nachhaltige Lösung sucht sondern eher nach einem der die momentane Situation für öffentliche Anerkennung und Lob ausnutzen will.
    • Schso 29.06.2020 15:08
      Highlight Highlight Den will ich auch nie mehr im Stadion sehen. In keinem.

      Bravo Hüppi!
    • Mia_san_mia 29.06.2020 15:34
      Highlight Highlight Seine Aussage ist absolut verhältnismässig.
    • butei 29.06.2020 16:47
      Highlight Highlight @Schso: Weil ja das Problem Rassismus behoben ist, wenn man den vor die Tür stellt...
      Vielmehr sollte man diesen Personen nachhaltig vermitteln, wie scheisse Rassismus ist, das wäre ein echter Beitrag für die Allgemeinheit.
      Man glaubt es kaum, aber Menschen können tatsächlich einsichtig sein und sich ändern. Nicht alle, aber gewisse. Diesen dann (nach verbüsster Strafe) keinen Zutritt zu gewähren entspricht weder unseren Rechtsgrundsätzen, noch erreicht man damit im Kampf gegen Rassismus etwas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Devante 29.06.2020 13:37
    Highlight Highlight Wenn er jetzt noch seinen (gut gewählten) worten taten folgen lässt, dann tasächlich Chapeau Herr Hüppi
  • T13 29.06.2020 13:32
    Highlight Highlight Aber Mohrenkopf ist doch der Name einer Süssspeise und hat doch angeblich keine relation zu Rassismus?
    🙄
  • jjjj 29.06.2020 12:35
    Highlight Highlight Hüppi = Ehrenmann
  • TanookiStormtrooper 29.06.2020 12:10
    Highlight Highlight Solche Deppen gibts in so ziemlich jedem Stadion. Dank der wenigen Zuschauer und einem der es jetzt gefilmt, hat man es jetzt mal ziemlich gut gehört. Wer glaubt, dass es ein Problem des FCSG ist der irrt, immerhin wird hier jetzt durchgegriffen.
    • Kyle C. 29.06.2020 12:53
      Highlight Highlight Das sagt aber auch niemand, dass es ein FCSG-Problem ist. Nur leider gehen zu wenige Clubs und noch weniger die Politik aktiv dagegen vor. In der Schweiz wie auch im Ausland. Von daher scheinen mir Hüppis Worte nicht nur leere Floskeln zu sein wie man das leider sehr oft anderswo hört. Guter Mann.
    • TanookiStormtrooper 29.06.2020 13:06
      Highlight Highlight Ich habe nur das Gefühl, dass hier jetzt beinahe täglich gegen einen Verein geschossen wird, während bei den Grasshoppers früher (heute weiss ich nicht, Challenge League interessiert mich nicht) die Glatzen sehr zahlreich auf Spruchbändern ihre deutschen Nazi-Kumpels grüssten.
      Hüppi ist natürlich auch ganz der Medienprofi und geht jetzt aktiv dagegen vor, finde ich auch löblich. Bei anderen Vereinen gibt es meistens nur ein Lippenbekenntnis und man hofft, es möge möglichst bald Gras über die Sache wachsen.
    • nickname not available 29.06.2020 14:48
      Highlight Highlight Du sprichst von "beinahe täglich gegen einen Verein geschossen wird" und bringst als Gegenbeispiel GC?

      Wenn auch oft verdient, aber einseitiger und täglicher als gegen GC und dessen Anhänger kann man eigentlich nicht schiessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • barbablabla 29.06.2020 12:08
    Highlight Highlight Danke Herr Hüppi.
  • Superreicher 29.06.2020 11:57
    Highlight Highlight «Wir sind doch selber ein Beispiel dafür, wie gut die Zusammenarbeit von Menschen verschiedener Herkunft, Hautfarben und Religionen funktioniert.» Sehr schön gesagt. So sollte es auch sein.
  • Randy Orton 29.06.2020 11:35
    Highlight Highlight Gute Reaktion von Hüppi. Es ist aber schon schräg, dass immer nur von einem Zuschauer die Rede ist und nur von der „Mohrenkopf“-Beleidigunf. Es fielen auch noch andere Beleidigungen (zB „scheiss Niger“) und es waren mehr als eine Person, klar hörbar in dem Video.
  • Thatotherwhitegirl 29.06.2020 11:26
    Highlight Highlight Gute Reaktion:)

    Interessant, wie jwtzt aber niemand ankommt und sagt „Mohrenkopf ist ja gar keine Beleidigung, das ist nicht rassistisch“. Wieso genau darf man ein Gebäck so nennen, wenn das Rufen des Namens Stadionverbot bedeutet?
    • dan2016 29.06.2020 12:32
      Highlight Highlight Weisst Du, wie Isidor? Sara? zu rassistischen Bezeichnungen in der Nazizeit wurden?
    • René Gruber 29.06.2020 12:43
      Highlight Highlight Weil das eine ein Gebäck bezeichnet und das andere in abwertender Weise einen Menschen ganz einfach!
    • Staedy 29.06.2020 13:00
      Highlight Highlight Weil zu den Bezug mit der Aussage nicht auf die Reihe bringen willst und per se das Wort verbieten willst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr Ole 29.06.2020 11:17
    Highlight Highlight Was ist nach diesem Testspiel mit Kchouk passiert?
    • beautyq 29.06.2020 11:38
      Highlight Highlight Kchouk ist mittlerweile nicht mehr Teil des Teams. Dies hat gemäss Insidern sowohl mit seinem Verhalten, als aber natürlich auch mit seinen schwachen spielerischen Leistungen zu tun gehabt.

      Es wäre allerdings vermessen, dort zu viel hinein zu interpetieren, da es keine bestätigten Nachweise (ausser der Aussage der Gegenpartei) gibt, dass tatsächlich Rassismus vorgefallen ist. Hüppi hatte damals angekündigt, den Vorfall zu untersuchen, worauf sich der Verdacht nicht weiter bestätigte. Die Sache wurde dann mit Kchouk intern besprochen und war dann vom Tisch.
  • Lazydavie 29.06.2020 11:14
    Highlight Highlight Auch als Luzern Fan kann man da nur den Hut nehmen und rufen Hopp StGalle. Sowieso, wieder mal ein Meister Abseits der Bonzenclubs FCB, YB und GC (haha, Joke, die kommen nie mehr zurück) wäre schon geil.
    Hopp Lozärn ;-)
    • nine 29.06.2020 11:35
      Highlight Highlight auch wenn ich YB Fan bin, danke für den Lacher des Tages - GC :D
    • sowhat 29.06.2020 13:30
      Highlight Highlight Lazydavie, du kennst aber schon den Unterschied zwischen "den Hut nehmen" und "den Hut ziehen"? Sonst google mal beide...
    • Lazydavie 29.06.2020 14:58
      Highlight Highlight yep
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • loquito 29.06.2020 11:12
    Highlight Highlight Aber neeein Mohrenkopf hat keine rassistische Konnotation, das ist alles Spinnerei von Linken... Genau hier ist der absolute beweiss, dass dubler eben doch rassistisches Gebäck herstellt und diejenigen, welche noch provokativ diese kaufeb wohl alle etwas rassistisch sind...
    • ein bekiffter Holländer 29.06.2020 12:05
      Highlight Highlight Nein, dass ist falsch.
      Der Auslöser zu diesem Zwischenruf war doch gerade die vorangegangene unsinnige Diskussion um das Süssgebäck.
    • Quo Vadis 29.06.2020 12:19
      Highlight Highlight Habe mir am Samstag in einer Bäckerei folgende Artikel gekauft (siehe Photo).

      Ich möchte nun allzu gerne wissen ob ich denn ein sexistischer Rassist oder ein rassistischer Sexist bin?
      Benutzer Bild
    • supremewash 29.06.2020 12:24
      Highlight Highlight Dann hat der Mann in Stadion also somit den unschuldigen Mohrenkopf selbst zum rassistischen Schmähruf erhoben? Auch gut...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Azrat 29.06.2020 11:10
    Highlight Highlight
    Die einzig richtige Reaktion von Hüppi. Nicht relativieren, nicht schönreden sondern klare Kante zeigen. Rassismus ist keine Meinung sondern eine Straftat. Wenn der Präsident so klar und deutlich solche Aktionen öffentlich verurteilt, ermutigt er vielleicht andere Zuschauer in Zukunft bei Rassismus-Vorfällen geschlossen gegen solche Trottel vorzugehen (verbal und dadurch, dass man die Security holt).
    • Quo Vadis 29.06.2020 11:48
      Highlight Highlight Richtig! Taten müssen Konsequenzen haben! Es kann nicht sein, dass man für jegliches Fehlverhalten immer eine Entschuldigung oder Relativierung bereit hat.
    • Staedy 29.06.2020 11:49
      Highlight Highlight Stimmt alles und am Ende wird er aber auch an den Taten gemessen. Sprich den Täter finden und auch zur Bestrafung führen. Zu oft haben die Klubs am Ende nämlich dem Frieden zu liebe dann doch eingenickt. Wobei ich mir dies bei Hüppi nicht vorstellen kann.
    • sowhat 29.06.2020 13:34
      Highlight Highlight wir werden es sehen, wäre nett wenn Watson dranbliebe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nine 29.06.2020 11:06
    Highlight Highlight Starke Reaktion des FCSG und dem Präsidenten Hüppi.

    Als YB Fan kann ich nur über uns sprechen und dort habe ich ein sehr gutes Gefühl, was die Selbstregulierung anbelangt. Zeigen doch die YB Fans immer wieder Aktionen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung.
  • lu_ch 29.06.2020 10:59
    Highlight Highlight Absolut korrekt. Jeder der behauptet es gäbe keinen Rassismus in der Schweiz, ist blind. Und ich rede hier nicht über das Süssgebäckthema!
  • wasps 29.06.2020 10:53
    Highlight Highlight Chapaux, der Mann zeigt Grösse. Echt stark!
  • Erklärbart. 29.06.2020 10:49
    Highlight Highlight «Es gibt keinen Millimeter Spielraum»

    Starkes Statement.
    Gestern hat er in der Sonntagszeitung noch was wichtiges gesagt: das Umfeld hätte reagieren sollen, quasi mit dem Finger auf den Loser zeigen.

    Ich würde es nun verstehen wenn der FC SG nun sagt: ok, keine Zuschauer mehr bis wir den Typ gefunden haben. Es ist einfach schwach dass sich niemand meldet.

    • Qui-Gon 29.06.2020 11:43
      Highlight Highlight Nicht übertreiben. Solche Idioten hat es leider in allen Stadien rund um den Globus, nun hat man wegen der Coronaregeln halt auch mal einen auf Video erwischt. Wenn man so einen zur Rede stellte, riskiert man aggressiv angegangen zu werden. Am Ende fliege ich noch raus, weil der Trottel handgreiflich wird und ich mich wehre.
      Zur Security gehen? Und dann? Steht Aussage gegen Aussage.

    • Erklärbart. 29.06.2020 12:47
      Highlight Highlight Vor ein paar Monaten hat es ja geklappt. Wenn er handgreiflich wird, ist das auf Video.

      Ist ähnlich wie mit Corona - einer ist der Sündenbock (z.b. Djokovic) und alle anderen Anwesenden leiden oder tragen die Konsequenzen, weil sie nicht den Mut hatten sich zu "wehren". Daher leiden nun eben alle. Ich finde das nicht mehr als fair.
    • Qui-Gon 29.06.2020 12:59
      Highlight Highlight Das heisst nicht, dass man ihn nun nicht aufspüren soll. Aber die Intervention im Stadion forder ist leicht... Man sitzt ja weit auseinander und jemand müsste x Sitze rüberlaufen und ihn zur Rede stellen. Leichter gesagt als getan.
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Kommentar

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