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Bayern's Serge Gnabry, right, celebrates his side's second goal with teammates Robert Lewandowski, center, and Thomas Mueller during the Champions League semifinal soccer match between Lyon and Bayern Munich at the Jose Alvalade stadium in Lisbon, Portugal, Wednesday, Aug. 19, 2020. (Miguel A. Lopes/Pool via AP)

Die Bayern jubeln über den 3:0-Sieg gegen Lyon und stehen im Finale der Champions League. Bild: keystone

Bayern nach Sieg gegen Lyon im CL-Finale – dabei hätte alles ganz anders kommen können

Hatte er beim 8:2 gegen Barcelona aufgetrumpft und brilliert, benötigte der FC Bayern München im Halbfinal gegen den Underdog Lyon etwas Glück, um mit einem 3:0-Sieg in den Final der Champions League vom Sonntag gegen Paris Saint-Germain einzuziehen.



Das Spiel hatte längere Zeit keinerlei Ähnlichkeit mit dem Viertelfinal Bayern – Barcelona. Die Bayern hatten anfänglich grösste Mühe, gute Angriffe zu lancieren, auch weil die Defensive der Franzosen fast alles refüsierte, was in die Nähe des Strafraums kam. Dieses Fast bezieht sich auf einen Rush von Gnabry, der nach 18 Minuten an mehreren Gegnern der Strafraumgrenze entlang zog und den Ball schliesslich zum 1:0 ins Lattenkreuz schlenzte.

Das 1:0 durch Gnabry (18.) Video: SRF

Als die Bayern auf diese Weise in Führung gingen, war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Zu dem Zeitpunkt hätte der klare Aussenseiter Lyon nicht nur führen können, sondern führen müssen. Nach vier Minuten zog der niederländische Nationalstürmer Memphis Depay nach einem schweren Fehler von Thiago Alcantara im Mittelfeld fast allein aufs Tor. Er kam auch an Manuel Neuer vorbei, traf aber von der rechten Seite vor dem verlassenen Tor nur ins Aussennetz.

Depays Sturmpartner Karl Ekambi – der Kenianer bekam in der Startformation den Vorzug gegenüber Moussa Dembélé, dem Doppeltorschützen beim 3:1 im Viertelfinal gegen Manchester City – narrte unmittelbar vor dem 0:1 die Münchner Abwehr. Er traf jedoch aus kürzester Distanz und bei voller Kontrolle über den Ball nur den Pfosten.

Lyon vergibt seine Chancen zur Führung. Video: SRF

Auch in der zweiten Halbzeit, als die Bayern sich mit dem Vorsprung zu begnügen schienen, kreuzten die Franzosen oft gefährlich vor dem Tor auf. Dieses schien aber zugenagelt zu sein, sodass es der Mannschaft von Trainer Rudi Garcia nicht einmal zum Anschlusstor reichte. Das Schlussresultat war letztlich eine Mogelpackung.

Im ganzen Spiel zeigte sich, wo Hansi Flicks Bayern derzeit ihre Schwächen haben: im Defensivspiel. Wenn sie schon gegen Lyon derart viele Möglichkeiten zulassen, könnte es gegen Paris Saint-Germain und dessen hochkarätige Offensivabteilung ins Auge gegen.

Gnabry war nicht nur aufgrund seiner Tore der Mann des Spiels. Er war öfter im Abschluss zu sehen als der Goalgetter vom Dienst Lewandowski. Noch öfter war er an der Konstruktion der guten Angriffe beteiligt. Gnabrys glückloser Gegenpart war Karl Ekambi. Er spielte in Lyons Angriff hervorragend, aber er war der Spieler, der die meisten sehr guten Chancen nicht verwerten konnte. So brachte er früh in der zweiten Halbzeit in bester Position den Ball nicht an Goalie Manuel Neuer vorbei, der sich nur noch auf einen Reflex verlassen konnte.

Das 2:0 durch Gnabry (33.) Video: SRF

abspielen

Das 3:0 durch Lewandowski (88.) Video: streamja

Obwohl man die Bundesliga und die Ligue 1 zu den grossen fünf Ligen des europäischen Fussballs zählt, wird es am Sonntagabend im Estadio da Luz in Lissabon erstmals in der Geschichte der Champions League zu einem Final zwischen einer deutschen und einer französischen Mannschaft kommen. In den Zeiten des 1956 begonnenen Meistercups gab es nur einmal einen solchen Final: 1975 siegte Bayern München gegen Saint-Etienne 1:0.

Lyon - Bayern München 0:3 (0:2)
Lissabon. - SR Lahoz (ESP). -
Tore: 18. Gnabry (Kimmich) 0:1. 33. Gnabry 0:2. 88. Lewandowski (Kimmich) 0:3.
Lyon: Lopes; Denayer, Marcelo, Marçal (73. Cherki); Dubois (67. Tete), Caqueret, Bruno (46. Mendes), Aouar, Cornet; Depay (58. Dembélé), Ekambi (67. Reine-Adélaïde).
Bayern München: Neuer; Kimmich, Boateng (46. Süle), Alaba, Davies; Thiago (82. Tolisso), Goretzka (82. Pavard); Gnabry (75. Coutinho), Müller, Perisic (63. Coman); Lewandowski.
Bemerkungen: Lyon ohne Koné (verletzt). Bayern München komplett. 17. Pfostenschuss Ekambi. Verwarnungen: 35. Marcelo (Foul), 42. Marçal (Foul). 86. Mendes (Foul).

Der Liveticker zum Nachlesen:

(zap/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Milchkanne 20.08.2020 09:12
    Highlight Highlight Hätte hätte...am Schluss zählt wer die Dinger auch reinmacht. Ich bin nicht mal ansatzweise ein Bayern Sympathisant und ein anderes Team wäre mir lieber gewesen. Nun hoffe ich auf Bayern, das kleinere Übel.
  • Lauv 20.08.2020 07:23
    Highlight Highlight Schade, schade. Lyon hat wirklich sehr stark gespielt, müsste eigentlich mindestens 3 Tore gegen im Konter sehr anfällige Bayern machen. Schlussendlich hat Bayern halt trotzdem die Klasse und Einzelspieler wie Neuer und Gnabry, die den Unterschied ausmachen können. Bin gespannt auf den Final, mein Bauchgefühl sagt PSG gewinnt das Ding.
  • radical 20.08.2020 01:32
    Highlight Highlight Falscher Sieger, sehr glücklicher unverdienter Sieg der Bayern, jeder der was anderes sagt hat keine Ahnung. Leva Totalausfall wie auch Müller, Goretzka, Thiago. Nur Neuer, Alaba und Gnabry genügen. Werden von Lyon dominiert, und siegen mit viel Dusel. Hoffentlich fegt PSG diese hochmütigen und arrogant wirkenden hözig spielenden Bayern vom Platz.
    Das war der langweilgste und schwächste Halbfinal ever, dies wegen der Bayern die total überheblich und schwach spielten und unverdient in Finale stehen.
    • JoeyOnewood 20.08.2020 07:21
      Highlight Highlight ich glaubs deine Einschätzung ist ein klein wenig von einer tiefsitzenden Abgneigung verzerrt, kann das sein?
    • Jason84 20.08.2020 07:29
      Highlight Highlight Uhhhh... Taschentuch?
      Ihr Hass auf die Bayern muss ja riesig sein.
    • Nonqi 20.08.2020 07:37
      Highlight Highlight Lyon -:- Bayern
      Tore 0:3
      Schüsse: 9 : 19
      Torschüsse: 3 : 8
      Ballbesitz: 34% : 66%
      Passgenauigkeit: 77% : 87%

      Lyon hat bei den Fouls 12 zu 8 und mit gelben Karten 3 : 0 dominiert.

      Soviel zu Dominanz du Fussballguru.


    Weitere Antworten anzeigen
  • flo5 19.08.2020 23:06
    Highlight Highlight Na toll, ein Finale in dem man keinen Sieger sehen will!
    • DerRaucher 20.08.2020 00:51
      Highlight Highlight Einen Verein der vernünftig Wirtschaftet ohne Scheich im Rücken und trotzdem noch vorne mitspielt wäre durchaus ein angemessener Sieger.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 20.08.2020 06:38
      Highlight Highlight die qatar bayern sind nicht der gesuchte verein, also keinen sieger?
    • Jason84 20.08.2020 07:32
      Highlight Highlight Bayern bekommt für die Quatar Werbung ca. 10Mio pro Jahr.
      Klar bei über 700Mio Jahresumsatz ist der Verein damit deutlich abhängig und Quatarfinanziert. Muss schon sagen. Ihre Sichtweise ist sehr eng.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turbokapitalist 19.08.2020 22:44
    Highlight Highlight Sorry, aber wenn die Bayern-Verteidigung so wie heute gegen PSG spielt, dann wird es schwierig. Das war mehr als mangelhaft und sie haben hier nur durch das Unvermögen von Lyon profitiert.
  • Mario Dietrich 19.08.2020 22:19
    Highlight Highlight Schade, dass es bereits 2:0 steht.... Es hätte sonst noch richtig spannend werden können
  • Gigi,Gigi 19.08.2020 21:51
    Highlight Highlight Merde!

16 bitterböse Tweets, die das Barça-Debakel gegen Bayern perfekt beschreiben

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