Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08667346 Paris Saint-Germain's Neymar (R) argues with Olympique Marseille's Alvaro Gonzalez (L) during the French Ligue 1 soccer match between Paris Saint-Germain (PSG) and Olympique Marseille at the Parc des Princes stadium in Pa?ris, France, 13 September 2020.  EPA/Julien de Rosa

Neymar knöpft sich Marseille-Verteidiger Alvaro Gonzalez vor. Bild: keystone

Neymar schlägt Gegner wegen Rassismus: «Bereue nur, nicht das Gesicht getroffen zu haben»



Turbulente Schlussphase im französischen Klassiker zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Marseille. Nachdem das ganze Spiel schon gehässig war, kochten die Emotionen tief in der Nachspielzeit über.

abspielen

Die Tumulte in der Nachspielzeit im Video. Video: streamable

Auslöser war ein Foul an Leandro Paredes, nachdem es zu einer grossen Rudelbildung kam. Dabei (und offenbar auch schon vorher) soll sich Marseille-Verteidiger Alvaro Gonzalez auch rassistisch gegenüber Neymar geäussert haben. Sodass beim brasilianischen Superstar die Sicherungen durchbrannten und er seinen Gegner gegen den Hinterkopf schlug. Neymar, Layvin Kurzawa und Paredes bei PSG sowie Jordan Amavi und Dario Benedetto bei Marseille flogen vom Platz.

abspielen

Neymar in Richtung von Alvaro Gonzalez: «Racismo no!» Video: streamable

Nach der Partie äusserte sich Neymar auf Twitter: «Meine ‹Aggression› war für den VAR einfach zu sehen. Jetzt will ich die Bilder sehen, wo mich dieser Rassist ‹monkey motherfucker› nennt. Das will ich sehen!»

Und der 28-Jährige ging sogar noch weiter. In einem weiteren Tweet schrieb er: «Das einzige, was ich bereue, ist dass ich dieses Arschloch nicht ins Gesicht geschlagen habe.»

Beim Gang in die Katakomben erklärte Neymar auch noch dem vierten Offiziellen, was vorgefallen ist. «Sehen Sie sich den Rassismus an. Deshalb habe ich ihn geschlagen», sagte der Brasilianer. Schon während des Spiels hatte sich Neymar laut der Nachrichtenagentur AFP beim Schiedsrichter über Gonzalez beklagt. Mehrfach habe er «Rassismus, nein» gesagt und auf Gonzalez gezeigt.

Auch der beschuldigte Alvaro Gonzalez meldete sich später noch auf Twitter zu Wort. «Es gibt keinen Platz für Rassismus», schrieb der Verteidiger, nur um anzufügen: «Manchmal muss man lernen zu verlieren, und das auf dem Platz zu akzeptieren.» Auch Marseille-Trainer André Villas-Boas meinte: «Ich glaube nicht, dass da Rassismus war. Wir müssen es uns anschauen.»

PSG mit ungewohnten Fehlstart

Auch aus sportlicher Sicht war das gestrige Spiel für PSG nicht erfolgreich. Der Meister verlor gegen Marseille mit 0:1 und steht damit nach zwei Spielen immer noch ohne Punkte da.

abspielen

Das Siegtor für Marseille. Video: streamja

Die ersten zwei Spiele der Meisterschaft zu verlieren ist den heutigen Serienmeistern in den letzten 30 Jahren nie passiert. In der Saison 2018/19 beispielsweise absolvierten sie 23 Runden, ohne auf die sechs Verlustpunkte zu kommen, die sie jetzt bereits nach zwei Runden vorweisen.

PSG-Trainer Thomas Tuchel musste ohne Kylian Mbappé, Marquinhos und Mauro Icardi auskommen. Sie alle sind noch in der Coronavirus-Quarantäne. (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die wichtigsten Transfers des Corona-Sommers 2020

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

33 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Clank
14.09.2020 08:13registriert May 2015
Nicht dass ich all diese Unsportlichkeiten, Provokationen, Rudelbildungen begrüsse, aber diese intensiven Emotionen haben schon gefehlt in Spielen ohne Zuschauer. Macht das Spiel schon unterhaltsamer und erweckt den Eindruck, es gehe um mehr.
Zum Rassisumsvorwurf: Man muss wohl kein Lippenleser sein, um zu sehen, dass Gonzalez wohl keine nette Worte austauscht mit Neymar. Laut für BLM zu werben ist einfach, aber wenn mal Rassismus vor den Augen passiert, traut sich plötzlich niemand. Typisch!
19279
Melden
Zum Kommentar
Glenn Quagmire
14.09.2020 08:23registriert July 2015
sollte es stimmen bin ich für ein mal #TeamNeymar
237132
Melden
Zum Kommentar
33

Der wundersame Aufstieg von Andrea Padula: Wer ist der neue FCB-Verteidiger?

Innert eines Jahres schafft es Andrea Padula von den Niederungen der Challenge League ins internationale Geschäft. Der Aufstieg des 24-jährigen Italieners, der im Tessin aufgewachsen ist, halt viel mit FCB-Trainer Ciriaco Sforza gemein.

Im Sommer 2016 verstaut Andrea Padula sein frisch erhaltenes Matura-­Zeugnis. Es landet im Schrank in seinem Elternhaus in Campione d'Italia, wo es bis heute unangerührt liegt. Denn Padula hat in diesem Sommer vor vier Jahren neben dem Schulabschluss ein noch wichtigeres Schriftstück erhalten: einen Vertrag beim FC Chiasso in der Challenge League. «Ab dann habe ich nur noch an Fussball gedacht», sagt ­Padula heute.

Mittlerweile sitzt er in einer Loge im St. Jakobpark. Der 24- Jährige ist im …

Artikel lesen
Link zum Artikel