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Jubel bei St. Gallens Victor Ruiz Abril, St. Gallens Cedric Itten und St. Gallens Jeremy Guillemenot, von links, nach dem Tor zum 1-3 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen, am Samstag, 25. Juli 2020, im Stadion Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der FC St.Gallen hat sich von der Klatsche gegen Basel erholt. Bild: keystone

St.Gallen dank Sieg beim FCZ noch im Meisterrennen +++ Thun punktet bei Sion



Sion – Thun 1:1

Das Schlagerspiel in der Super-League-Abstiegszone zwischen Sion und Thun ist 1:1 ausgegangen. Das Unentschieden ist für die Berner Oberländer nützlicher als für die Walliser.

Als Innenverteidiger Birama Ndoye nach 80 Minuten mit einem Kopfball auf einen Corner das 1:0 erzielte, schien Sion die drei sehr wichtigen Punkte ins Trockene bringen zu können. Aber die Thuner mobilisierten sofort Offensivkräfte, und auf eine weite Flanke des eingewechselten Matteo Tosetti glich der baumlange Verteidiger Nikki Havenaar ebenfalls per Kopfball nur vier Minuten später aus.

Im Kampf gegen den 9. Platz, der in die Barrage-Spiele gegen den Zweiten der Challenge League führt, haben die Thuner jetzt gute Trümpfe in der Hand. Sie haben eine Reserve von drei Punkten auf Sion. Und ihr Restprogramm (daheim gegen Basel, auswärts gegen Zürich) ist auf dem Papier einfacher als das der Sittener, die noch den designierten Meister YB empfangen und nach Genf zum Derby gegen Servette reisen müssen.

Sions Jan Bamert, links, kaempft um dem Ball mit Thuns Hassane Bande, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Sion und dem FC Thun im Stade de Tourbillon, am Samstag, 25. Juli 2020 in Sion. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: keystone

Sion - Thun 1:1 (0:0)
1000 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 80. Ndoye (Lenjani) 1:0. 84. Havenaar (Tosetti) 1:1.
Sion: Fickentscher; Maçeiras, Bamert, Ndoye, Lenjani; Grgic, Zock, Toma (63. Uldrikis); Baltazar; Kasami, Itaitinga (87. Khasa).
Thun: Faivre; Kablan (18. Glarner), Havenaar, Stillhart, Hefti; Bertone, Fatkic (83. Rapp), Hasler (83. Tosetti); Karlen (69. Castroman); Bandé (46. Salanovic), Munsy.
Bemerkungen: Sion ohne Luan, Cavaré und Raphael (alle verletzt). Thun ohne Roth (verletzt). Kablan verletzt ausgeschieden. 9. Pfostenschuss Grgic.
Verwarnungen: 22. Havenaar (Foul), 33. Baltazar (Foul), 41. Lenjani (Foul), 67. Fatkic (Foul), 90. Glarner (Foul).

Zürich – St.Gallen 1:3

Der Kampf um den Schweizer Meistertitel wird in der vorletzten Runde am Freitag fortgesetzt werden. Der FC St. Gallen errang mit einem 3:1 beim FC Zürich den Sieg, mit dem er seine Chancen wahrt.

Hätten die St. Galler im Letzigrund nicht gewonnen, so hätten die Young Boys am Sonntagnachmittag mit einem Heimsieg gegen Luzern vorzeitig Meister werden können. Die Ostschweizer stellten den Sieg der letzten Chance gegen jenen Gegner sicher, gegen den sie die ersten drei Duelle der Saison allesamt verloren hatten.

St. Gallens Trainer Peter Zeidler liess sich nach den jüngsten Niederlagen in Thun (1:2) und gegen Basel (0:5) einiges einfallen. Im System wechselte er von der gewohnten Raute auf ein 4-3-3, vor allem aber setzte er bewährte Offensivkräfte aus der Standardaufstellung anfänglich auf die Bank: Victor Ruiz sowie die für insgesamt 28 Tore stehenden Cedric Itten und Ermedin Demirovic.

«Die Jungs eine Halbzeit zu schonen, war mit Risiko behaftet. Ich war froh, dass wir zur Pause ein Unentschieden hatten. Was die Jungs in der zweiten Halbzeit gespielt hatten, war grandios. Wir hatten viele gute Chancen und verdient gewonnen. Die Spieler freuen sich riesig und ich auch.»

Peter Zeidler

Aber Zeidler brachte die ganze geballte Ladung an Power schon auf den Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel. Der Erfolg stellte sich augenblicklich ein: Demirovic schlug eine Flanke, und Nathan war diesmal zu spät dran, um noch ein Foul begehen zu können. Er musste zuschauen, wie Itten aus kurzer Distanz traf.

In der Folge vergaben Demirovic und Guillemenot riesige Torchancen. Aber Guillemenot selber erzielte nach 75 Minuten das 3:1. Ein 2:1 hätte auch gereicht, denn die Zürcher wirkten in der ganzen zweiten Halbzeit so kraftlos, wie sie in den vorangegangenen drei Spielen nach dem Coronavirus-Vorfall und dem zehntägigen Trainingsverbot die meiste Zeit gewirkt hatten. Die Bilanz des FCZ aus diesen vier Spielen ist ernüchternd: 0 Punkte, 1:13 Tore. Zeidler dürfte den Sieg nicht überbewerten. (sda)

St. Gallens Trainer Peter Zeidler im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen, am Samstag, 25. Juli 2020, im Stadion Letzigrund in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Auch Peter Zeidler kann wieder schmunzeln. Bild: keystone

Zürich - St. Gallen 1:3 (1:1)
1000 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tore: 2. Quintilla (Foulpenalty) 0:1. 16. Kololli (Koide) 1:1. 48. Itten (Demirovic) 1:2. 75. Guillemenot (Görtler) 1:3.
Zürich: Brecher; Rüegg, Nathan, Omeragic, Kempter (77. Sohm); Domgjoni, Hekuran Kryeziu; Koide, Marchesano (67. Schönbächler), Kololli; Kramer.
St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Letard (46. Fazliji), Muheim; Görtler (81. Rüfli), Quintilla, Staubli (46. Ruiz); Ribeiro (46. Itten), Guillemenot, Bakayoko (46. Demirovic).
Bemerkungen: Zürich ohne Tosin, Mahi (beide verletzt) und Janjicic (krank). St. Gallen ohne Babic, Nuhu, Gonzalez (alle verletzt), Lüchinger, Ajeti und Costanzo (alle rekonvaleszent). 94. Rote Karte gegen Schönbächler (Reklamieren beim Schiedsrichter).
Verwarnungen: 13. Letard (Foul), 21. Kololli (Foul), 29. Görtler (Foul), 31. Ribeiro (Foul), 58. Hekuran Kryeziu (Foul), 91. Kramer (Foul). (abu/sda)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ThePower 26.07.2020 10:34
    Highlight Highlight Zürich hat die Quarantäne noch nicht verdaut. Trotzdem mussten sie gegen St. Gallen antreten. Die SFL tut alles, damit YB nicht Meister wird. Ist das noch der Fussball, den wir lieben? Klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung!!11!!😡😡
    • Soelevan 26.07.2020 12:32
      Highlight Highlight Sarkasmus?!?
  • Apfel Birne 26.07.2020 10:19
    Highlight Highlight Lustig wie sich die St. Galler wieder über den Schiri aufregen dabei sollten sie froh sein, dass Ribeiro in der ersten Halbzeit nicht mit gelb-rot vom Platz gestellt wurde.
    • Elpampa 26.07.2020 13:51
      Highlight Highlight Unterschreibe ich als SG-ler, müsste dann aber der Linie folgend auch Rot für Kololli und Görtler geben. Aber eben, Schweizer Schiedsrichter und Linie..
  • Stinkstiefel 26.07.2020 00:48
    Highlight Highlight Eigentlich könnte man sich einfach über den Sieg freuen.
    Leider wird es aber zur Tradition, dass man sich nach dem Spiel über Volketswil aufregen muss. Die selbe (!) Videoschiedsrichterin, die noch am Mittwoch das Umsäbeln eines St.Galler Spielers im Basler Strafraum ungeahndet stehen liess, erachtete die heutige Penalty-Entscheidung FÜR St.Gallen als Fehlentscheid genug, um die Szene dem Schiedsrichter nochmal vorzusetzen.

    Wenn nicht mal bei der selben (!) Person in der selben (!) Woche eine Linie zu erkennen ist, dann bitte sofort weg mit dem VAR.
    • BVB 26.07.2020 09:15
      Highlight Highlight Dann braucht man einen neuen Schiedsrichter in Volketswil, und nicht den VAR abschaffen.
  • ostpol76 25.07.2020 22:46
    Highlight Highlight Tolle 2te Halbzeit 😀

    Sollte eigentlich ursprünglich der VAR nicht nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen?
    • Rechthaberwoman 25.07.2020 23:23
      Highlight Highlight Anscheinend greift er jetzt auch bei Reklamation der Spieler ein ;-)
    • Elpampa 26.07.2020 00:55
      Highlight Highlight Auch wenn es schlussendlich nix geändert hat, dass Jacottet den Elfer zurücknimmt ist eine Frechheit. Der Zürcher trifft ja Guillemenot noch, von demher keine klare Fehlentscheidung...
      Benutzer Bild
    • Staedy 26.07.2020 07:21
      Highlight Highlight Ist der Guillemont nicht einfach ein fallendes Ärgernis? Kaum schnuppert er den Strafraum fällt er einfach und leicht immer hin. Wo hat er dies gelernt?
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Kommentar

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