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epa07752550 Eintracht Frankfurt players celebrate after the UEFA Europa League second qualifying round, second leg soccer match between Eintracht Frankfurt and FC Flora Tallinn in Frankfurt Main, Germany, 01 August 2019.  EPA/ARMANDO BABANI

Die Spieler von Eintracht Frankfurt feiern den Einzug in die 3. Quali-Runde der Europa League. Bild: EPA

So schön kann Fussball sein! Fantastische Frankfurt-Fans feiern Spieler des Gegners



Der FC Vaduz hat zum vierten Mal in der Klubgeschichte die 3. Runde der Europa-League-Quali erreicht. Die Überraschung gegen den ungarischen Vizemeister MOL Fehervar ist Gold wert: Nicht etwa wegen der Prämien der UEFA, sondern wegen des nächsten Gegners. Der heisst Eintracht Frankfurt und ist bekannt dafür, die europäischen Auftritte zur riesengrossen Party zu machen.

So auch gestern Abend: Eine Quali-Runde als lästige Pflicht? Sicher nicht in Frankfurt! Gegen den estnischen Fussballzwerg Flora Tallinn war die Hütte mit 48'000 Zuschauern restlos ausverkauft. Alle kamen in Weiss und sorgten so mal wieder für eine herrliche Atmosphäre in der Commerzbank-Arena.

«Unsere Fans sind unglaublich, sie haben uns wieder einmal wunderbar unterstützt», sagte Captain Makoto Hasebe nach dem hart erkämpften 2:1-Sieg gegen den krassen Aussenseiter.

Gefeiert wurde aber nicht nur die eigene Mannschaft, sondern auch die des Gegners. Die Spieler von Flora Tallinn hatten aufopferungsvoll gekämpft und sich wie schon beim 1:2 im Hinspiel teuer verkauft, weshalb sie nach dem Schlusspfiff tosenden Applaus der Frankfurt-Fans ernteten, als sie sich auf den Weg in die Katakomben machen wollten.

Einige waren von der Stimmung derart angetan, dass sie gar kurz in die Frankfurter Fankurve zogen. Dort wurden sie begeistert empfangen und erneut lautstark gefeiert. Die Flora-Spieler warfen dankbar ihre Trikots in die Kurve, Captain Gert Kams verschenkte gar seine Binde.

«Die Fans der Eintracht waren grossartig. Wir sind in die Kurve gegangen, um uns zu bedanken, weil das für uns die beste Atmosphäre war, die wir je erlebt haben», erklärte Tallinn-Trainer Jürgen Henn mit einem Strahlen in den Augen.

Eintracht-Trainer Adi Hütter staunte ebenfalls nicht schlecht: «Wie die Fans die Spieler von Tallinn nach deren kämpferisch toller Leistung abgefeiert haben, ist aussergewöhnlich. Das hat mich berührt», so der Ex-Meistertrainer der Young Boys.

«Das habe ich noch nie erlebt, dass der Gegner so gefeiert wird», sagte Verteidiger Danny da Costa. «Das ist natürlich der Wahnsinn». Auf diesen darf sich nun Vaduz freuen: Am 8. August empfängt man Europa-League-Halbfinalisten aus dem Vorjahr im Rheinpark, eine Woche später geht's dann nach Frankfurt. (pre)

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