Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08232480 Raoul Petretta (facing) of Basel celebrates with teammates after scoring the opening goal during the UEFA Europa League Round of 32, 1st leg match between APOEL Nicosia and Basel in Nicosia, Cyprus, 20 February 2020.  EPA/KATIA CHRISTODOULOU

Basel glückt auf Zypern eine Glanzleistung. Bild: EPA

Der FCB zeigt es seinen Kritikern und steht mit einem Bein im Achtelfinal

Im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League zeigte der FC Basel auf Zypern sein Europacup-Gesicht. Dank dem 3:0-Sieg bei APOEL Nikosia dürften die Basler eine Runde weiter kommen.



Der FC Basel war von allen Seiten gewarnt worden vor diesem Europacup-Auftritt auf Zypern. Ein gefährlicher Gegner sei APOEL Nikosia, besonders unangenehm im heimischen GSP-Stadium, wo die Stimmung oft koche. Rund eine Viertelstunde schien sich das Team von Marcel Koller in der zypriotischen Hauptstadt von diesen Vorhersagen beeindrucken zu lassen, ehe es sie ad acta legte. Begünstigt von einem halbleeren Stadion und einem zypriotischen Rekordmeister, der weder offensiv noch defensiv zu überzeugen wusste.

«Wir haben uns gesagt: Auch wenn wir gerade keine gute Phase haben, gehen wir ans Limit. Das haben wir gemacht und sehr, sehr verdient gewonnen.»

Raoul Petretta, FCB-Torschütze srf

Ein präzise gespielter, langer Ball von Innenverteidiger Eray Cömert in der 16. Minute genügte, um die zypriotische Abwehr auszuhebeln, den FCB durch Raoul Petretta in Führung zu bringen, und das zuletzt verloren geglaubte Selbstvertrauen beim Cupsieger wieder zu entfachen.

abspielen

0:1 Basel: Raoul Petretta (16.). Video: streamja

«Es kann schnell drehen», hatte Basels Mittelfeldspieler Taulant Xhaka vor der Europacup-Partie gegenüber der Aargauer Zeitung gesagt, er sollte mit seiner Prophezeiung Recht behalten. Hatten die Basler vor dem 1:0 im fremden Stadion noch eine gewisse Zurückhaltung gezeigt, legten sie mit ihm sämtliche Hemmungen ab.

Entscheidung nach rund einer Stunde

Dass sich die mitgereisten FCB-Fans bis zur 53. Minute zum zweiten Treffer ihres Teams gedulden mussten, war einzig der nicht optimalen Effizienz der Gäste geschuldet. Captain Valentin Stocker (53.) und Arthur Cabral (66.) sorgten nach der Pause bei all jenen für Beruhigung, die die Bestrafung durch ein Gegentor aufgrund des zuvor fehlenden FCB-Torinstinkts befürchtet hatten. Stocker schloss eine schöne Kombination über Samuele Campo und Fabian Frei ab, Cabral traf mittels Weitschuss zum 3:0, nachdem er acht Minuten zuvor an noch an der Latte gescheitert war.

abspielen

0:2 Basel: Valentin Stocker (53.). Video: streamja

abspielen

0:3 Basel: Arthur Cabral (66.). Video: streamja

Koller, dem nach dem Ausfall von Kevin Bua und Edon Zhegrova mit Valentin Stocker in Nikosia nur ein gelernter Flügel zur Verfügung stand, hatte Raoul Petretta ins linke Mittelfeld beordert. Der 59-jährige FCB-Coach entschied sich damit für die bereits bekannte, defensivere Option und gegen das offensivere Modell mit Afimico Pululu. Es passte zu diesem Basler Gala-Abend, dass Kollers Plan drehbuchreif aufging.

Mit einem Bein im Achtelfinal

Einerseits erfüllte Petretta seine Pflichtaufgabe, Koller hatte sich durch ihn mehr defensive Stabilität auf der linken Abwehrseite erhofft, an der Seite von Blas Riveros souverän. Gemeinsam fand das Basler Gespann fast immer einen Weg, den Radius von Musa al-Taamari einzuschränken, dem gefährlichsten Akteur des Heimteams. Andererseits glänzte der 22-Jährige erstmals im Europacup als Torschütze.

Der FCB war mit schlechten Erinnerungen nach Strovolos gereist, in diesen Vorort der zypriotischen Hauptstadt, in dem das GSP-Stadium liegt. Vor eineinhalb Jahren hatten an dieser Stelle Basler Europacup-Träume geendet, mit 0:1 war dem Schweizer Klub gegen Apollon Limassol damals nur das Nachsehen geblieben. Es war im achten Spiel die erste Niederlage des FCB unter dem Trainer Koller, die sogleich das Aus in der Qualifikation zur Europa League bedeutete. Diesmal reisen Koller und der FCB lachend aus Zypern ab. Der Einzug des FCB in die Achtelfinals wird für APOEL im St.Jakob-Park in einer Woche kaum mehr zu verhindern sein.

Das Telegramm

APOEL Nikosia - Basel 0:3 (0:1)
8000 Zuschauer. - SR Grinfeld (ISR).
Tore: 16. Petretta (Cömert) 0:1. 53. Stocker (Frei) 0:2. 66. Cabral (Petretta) 0:3.
APOEL Nikosia: Belec; Vouros, Merkis, Ioannou (80. Wheeler), Mihajlovic; Al-Taamari, Jensen, Alef, Matic; De Vincenti (71. Jakolis); Pavlovic (56. Hallenius).
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros; Xhaka, Frei (84. Bunjaku); Stocker, Campo, Petretta (80. Pululu); Cabral (74. Ademi).
Bemerkungen: APOEL Nikosia ohne Savic (gesperrt), Efrem und Souza (beide verletzt). Basel ohne Zhegrova, Bua, Zuffi, Van Wolfswinkel, Van der Werff und Kuzmanovic (alle verletzt). Verwarnungen: 28. Pavlovic (Foul). 62. Alderete (Foul/im Rückspiel gesperrt). 73. Matic (Foul). 73. Stocker (Foul). 83. Jensen (Foul). (ram/sda)

Die anderen Spiele

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

«Rüüdig schön!»: In Luzern hat die Fasnacht 2020 begonnen

So kannst du dein Baby selber designen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linus Luchs 21.02.2020 10:21
    Highlight Highlight Was hat der FCB hat den Kritikern gezeigt? Dass er auf europäischer Bühne ans Limit gehen kann. Das ist kein Argument gegen die Kritik! Denn gegen 20'000 Saisonkartenbesitzer wären glücklich, der FCB würde auch die Meisterschaft wieder einmal zum Anlass nehmen, ans Limit zu gehen. Am Sonntag gegen Servette wollen wir dieselbe Einstellung sehen wie gestern auf Zypern!
  • mrgoku 21.02.2020 08:44
    Highlight Highlight was haben die den gezeigt? dass sie gegen halb-amateure gewinnen?
    • GenerationZ 21.02.2020 09:06
      Highlight Highlight Ein Meister, aus einem Land das besser als die Schweiz ist, als Halb-Amateure zu bezeichnen ist aber auch mutig.
    • Amboss 21.02.2020 09:40
      Highlight Highlight Schlecht aufgestanden heute?

Interview

SVP-Schnegg erklärt Matchverbot: «Wenn wir Kurve nicht brechen, ist die Saison im Eimer»

Fussball- und Hockeyvereine laufen Sturm: Der Kanton Bern prescht vor und verbietet Grossevents. SVP-Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg sagt im Interview, wie er sich als «Totengräber des Profisports» fühlt und wann er einen Matchbesuch wieder erlauben will.

Sein Entscheid schockiert die Fussball- und Hockeyfans sowie die Vereine gleichermassen: Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) zieht die Reissleine und verbietet ab sofort Grossevents mit über 1000 Personen – als erster Kanton der Schweiz. Im Interview mit watson nimmt der Bernjurassier erstmals Stellung:

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Herr Schnegg, Sie haben gestern Knall auf Fall Grossevents verboten. Warum ist der Kanton Bern vorgeprescht? Sowohl bei den …

Artikel lesen
Link zum Artikel