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epa07557677 (FILE) - The UEFA Champions League trophy is displayed on the pitch before the UEFA Champions League final between Bayern Munich and Inter Milan at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 22 May 2010 (re-issued 09 May 2019). Liverpool FC will face Tottenham Hotspur in the 2019 UEFA Champions League final at the Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Spain, on 01 June 2019.  EPA/KERIM OKTEN *** Local Caption *** 02168858

Er bleibt das Objekt der Begierde – der altehrwürdige Henkelpott. Bild: EPA/EPA

Neues Modell entwickelt – so könnte die europäische «Super League» ab 2024 aussehen

Die Champions League soll ab 2024 zu einem Drei-Ligen-System aufgeteilt werden. Gegen die Pläne der European Club Association (ECA) formierte sich aber Wiederstand, nun werden neue Modelle diskutiert. Eine schnelle Einigung scheint nicht in Sicht.



Ab 2024 soll die Champions League komplett auf den Kopf gestellt werden. Erste Pläne für eine neue europäische «Super League» kamen Ende April ans Licht – vorangetrieben wurden sie von der European Club Association (ECA), der Interessensvertretung von Europas Topklubs, und deren Vorsitzenden Andrea Agnelli vom italienischen Meister Juventus Turin.

Angedacht war ein Drei-Ligen-System: Liga A sollte wie die Champions League mit 32 Teams gespielt werden. 24 Topklubs wären als Fixstarter dabei gewesen, nur noch vier Teams hätten sich über die nationale Liga qualifizieren können. Auf- und Abstieg in Liga B und C (Europa League 1 und Europa League 2, die ab 2021 kommt) sollten nur begrenzt möglich sein.

Doch gegen den Vorschlag formierte sich bald Widerstand – vor allem aus der deutschen Bundesliga und der italienischen Serie A. Auf einer ausserordentlichen ECA-Vollversammlung auf Malta wurde gemäss «Sport Bild» deshalb ein neues Modell, das Vertreter der französischen Ligue 1 entwickelt haben, diskutiert.

Das neue Modell

Neu sollen 36 Vereine in sechs Sechsergruppen spielen. Die acht Viertelfinalisten der Vorsaison verbleiben im Wettbewerb, die vier Halbfinalisten der Europa League 1 steigen auf. Zudem qualifizieren sich 18 Klubs aus den ersten zehn nationalen Ligen des UEFA-Rankings, dazu kommen sechs Vereine aus kleineren Ligen. Jeweils die Gruppenersten und Gruppenzweiten sollen ins Achtelfinale einziehen, ergänzt durch die vier besten Gruppendritten.

Bayern forward Robert Lewandowski, right, duels for the ball with Liverpool defender Virgil Van Dijk during the Champions League round of 16 second leg soccer match between Bayern Munich and Liverpool at the Allianz Arena, in Munich, Germany, Wednesday, March 13, 2019. (AP Photo/Kerstin Joensson)

Warum gegen Anderlecht oder YB spielen, wenn man gegen Bayern oder Liverpool spielen kann? Bild: AP/AP

Nur Top-Ligen dabei?

Doch auch diese «Super League»-Variante ist nicht überall beliebt. Denn eine Simulation der abgelaufenen Europacup-Saison hat gezeigt, dass an der neuen Champions Leauge fast ausschliesslich Klubs aus den Top-5-Ligen (England, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich) teilnehmen würden.

Zwei weitere Vorschläge

Die «Times» hat vorige Woche über ein Modell aus Reihen von Klubs aus mittelklassigen Fussball-Ligen berichtet, das 48 Starter in acht Sechsergruppen vorsieht. Die beiden Gruppenersten stünden dabei im Achtelfinal. Dieser Vorschlag wurde der UEFA aber bereits 2016 unterbreitet, wurde damals wegen fehlender Attraktivität aber abgelehnt.

Alternativ könnte ab 2024 mit 40 Klubs in acht Fünfergruppen gespielt werden, ein Team pro Runde hätte spielfrei. Beide Varianten wurden im ECA-Vorstand aber noch nicht diskutiert.

YB's players celebrates their qualification to the group stage of the Champions League at the conclusion the UEFA Champions League football 2nd leg playoff match between GNK Dinamo Zagreb from Croatia and BSC Young Boys from Switzerland, in the Stadion Maksimir, in Zagreb Croatia, on Tuesday, August 28, 2018. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Die Frage aller Fragen: Wie offen bleibt die «Super Liga» für Klubs aus mittelstarken Ligen? Bild: KEYSTONE

Der grosse Reform-Gipfel

Am 11. September findet ein Reform-Gipfel von UEFA, ECA und der Vereinigung der Europäischen Ligen statt, auf dem noch einmal über die vorliegenden Modelle diskutiert wird. Eine schnelle Einigung ist nicht zu erwarten, denn die Ausgangslage bleibt dieselbe: Die grossen Klubs wollen unter sich bleiben, damit möglichst attraktive Duelle garantiert sind, während die kleineren Klubs auch ihren Anteil an den Honigtöpfen der neuen Super League haben wollen.

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