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GC-Spieler stehen vor GC Hooligans nach dem Spielabbruch im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem Grasshopper Club Zürich in Luzern.

GC-Chaoten erzwingen in Luzern einen Spielabbruch. Fürs Spiel in Aarau haben 25 von ihnen Stadionverbot. Bild: KEYSTONE

Bis zu 1000 GC-Fans heute in Aarau – Polizist beobachtet Fans aus Keller im Brügglifeld

Aarau rüstet sich für das Challenge-League-Spitzenspiel heute Abend gegen die Grasshoppers. Ein Sicherheitsmann überwacht den Gästesektor aus dem Brügglifeld-Keller. 25 GC-Fans haben Stadionverbot. Sogenannte Polizeispotters sorgen dafür, dass dieses eingehalten wird.

Urs helbling, Sebastian Wendel, Rolf Cavalli / ch media



Es kann ein perfekter Fussballabend werden im Brügglifeld, wenn der FC Aarau heute Abend um 20 Uhr zum die Grasshoppers zum Challenge-League-Spitzenspiel empfängt. Ein Gegner mit grosser Vergangenheit (27 Meistertitel), perfektes Wetter (über 20 Grad) und eine grosse Kulisse: Die Tribüne des Brügglifelds war schon am Mittwoch ausverkauft, Stehplatz-Billette hat es noch, der FC Aarau bittet die Fans wegen der langen Warteschlangen um frühzeitiges Erscheinen. Auch weil für viele ein arbeitsfreier Tag ist, werden 5000 bis 6000 Zuschauer erwartet.

Die GC-Fans haben sich schon über 500 Tickets gesichert, insgesamt bietet der Gästesektor Platz für 1000 Personen. Die Gäste-Tickets werden nicht in Aarau selber, sondern direkt vom Zürcher Klub weiterverkauft.

25 GC-Fans dürfen keinen Eintritt erhalten. Sie haben landesweites Stadionverbot. Erinnern wir uns an den 12. Mai: Die Grasshoppers lagen in Luzern kurz vor Schluss mit 0:4 zurück – der Abstieg in die Challenge Leauge war besiegelt. Frustrierte GC-Hooligans kletterten über die Abschrankungen und erzwangen den Spielabbruch. Die Swiss Football League (SFL) hatte 57 Personen im Visier, 25 wurden schliesslich identifiziert und sanktioniert.

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Aarau gegen GC soll eine friedliches Fussballfest werden. bild: fcaarau

Spotter halten Ausschau nach Hooligans

Wie gross ist die Gefahr, dass Hooligans trotz Stadionverbot ins Brügglifeld gelangen? Der Heimklub selber hat wenig Möglichkeiten, Stadionverbote von Auswärtsfans zu garantieren. Bei der Überwachung von Stadionverboten seien vielmehr die Fanverantwortlichen der Klubs und die sogenannten Polizeispotter wichtige Personen, sagt Philippe Guggisberg, Medienchef bei der SFL. Diese würden die entsprechenden Fans erkennen. Das funktioniere in der Regel gut, so Guggisberg. «Das Risiko, das Verbot zu ignorieren, ist für den Betroffenen zu gross. Wenn er erwischt wird, hat er eine Klage wegen Hausfriedensbruch am Hals.»

Auch ohne die 25 gesperrten GC-Hooligans ist das Spiel heute unter dem Sicherheitsaspekt ein Hochrisikospiel. GC-Fans machten letzte Saison in der Super League immer wieder Ärger, nicht nur in Luzern. «Wir sind entsprechend aufgestellt», sagt Kapo-Sprecher Bernhard Graser. Wie in solchen Fällen üblich, macht die Kantonspolizei keine Angaben zu ihrem Aufgebot. Es würde aber nicht überraschen, wenn Beamte in Ordnungsdienst-Montur zum Einsatz kämen.

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Angespannt: Im April 2015 hielt ein massives Aufgebot von Aargauer Kantonspolizisten FCZ-Fans in Schach. bild: Andre Albrecht

Um die gegen 1000 GC-Fans und auch die anderen Sektoren während des Spiels unter Kontrolle zu halten, sind Videokameras installiert. Ein Sicherheitsbeamter, der sich im Keller des Brügglifeld mit einem Bildschirm installiert, überwacht diese während des Spiels. Dies bestätigt FCA-Geschäftsführer Robert Kamer.

Aarau weiss, wie man sich vorbereitet

Klubs wie GC, deren Fans für Probleme sorgen können, sind in der zweithöchsten Spielklasse die Ausnahme. Zweimal wird jeder der neun Challenge-League-Klubs GC diese Saison empfangen. Kleinere Vereine mit bescheidenen Mitteln und Infrastruktur können da schnell an ihre Grenzen kommen. Die Fussballliga will diese Klubs nicht im Stich lassen: «Wir haben ihnen klar gemacht, dass wir für sie da sind und unser Sicherheitsbeauftragte sie unterstützen kann», so Guggisberg.

Die Zuercher Fans zuenden Pyro-Fackeln am Montag, 13. Maerz 2017, in Aarau, nachdem die Lichter des Stadions Bruegglifeld ausgegangen sind. Das Challenge League Fussballspiel zwischen dem FC Aarau und dem FC Zuerich findet schliesslich nicht statt und geht mit einem Forfaitsieg an den FCZ. (KEYSTONE/Thomas Delley)

Entspannt: Trotz Stromausfall im Brügglifeld bleibt die Stimmung im März 2017 auch im Gästesektor mit FCZ-Fans friedlich. Bild: KEYSTONE

Für den FC Aarau sieht der SFL-Sprecher aber keinen grösseren Handlungsbedarf: «Der FCA weiss als langjähriger Super-League-Klub, wie man sich in Sachen Sicherheit auf Spiele gegen grosse Klubs aus Basel, Zürich, etc. vorbereitet und hat zuletzt auch das Rückspiel der Barrage gegen Xamax reibungslos organisiert.»

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Schnurri
02.08.2019 08:22registriert April 2016
Macht Ihr auch eine Meldung wenn alles Friedlich abgelaufen ist und eine super Stimmung herrschte so wie in Wil?
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Burkis
02.08.2019 09:07registriert October 2017
Die Medien lechzen förmlich danach das etwas passiert.
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c_meier
02.08.2019 09:24registriert March 2015
Der Artikel wurde von CH Media wohl für die Aargauer Zeitung geschrieben, aber finde es auch etwas übertrieben.
beim FCZ hat man doch damals auch das schlimmste befürchtet und war dannsoweit man gehört hat sehr friedlich mit toller Stimmung.
faires Spiel beiden Teams 👍
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